Da zu diesem Thema hier einige immer wieder meinen das ganze wäre falsch und es gibt nur eine Lösung: FTTH (am besten sofort!) möchte ich mal ein kleines Rechenbeispiel machen um zu zeigen wie unwahrscheinlich es ist FTTH für einen nennenswerten Anteil der Bevölkerung in den nächsten Jahren zu erreichen.
Ich vereinfache das ganze hier natürlich nun.
Ausgangslage:
600Meter Kabel zum DSLAM ( vermutlich sogar mehr im Durchschnitt )
keine Leerrohre, da dies außer im Kern von Großstädten noch nicht üblich ist.
Dann gehen wir davon aus dass der DSLAM auch der nächste gelegene Punkt ist wo schon genug Fiber liegt um von hier weiter zu gehen. Müssen wir also Glasfaser bis zum DSLAM legen.
Üblicherweise rechnet man mit 100Euro Kosten pro 1Meter Erdarbeiten. Natürlich läuft ein großer teil der TAL zusammen mit der TAL der Nachbarhäuser.
Sagen wir mal 95% der Erdarbeit kann man auf 10 Häuser verteilen. also 570 Meter gemeinsam
570 (Meter) * 100 ( Kosten ) * 0.05 (5% anteil) = 2700
30 (Meter) * 100(Kosten) = 3000
5700 Euro Kosten nur für Erdarbeiten, sagen wir mal 3 potentielle Endkunden pro Haus also noch immer 1900 Euro pro Kunde.
Wenn wir jetzt noch von zahlungswilligen Kunden ausgehen die nicht die 19.90 sondern den 40 Euro Tarif nutzen dazu noch großtügig davon ausgehen dass nur 30 Euro davon für Mitarbeiter,Wartung, Backbone, zusätzliche Infrastruktur ( Datacenters und so ) ,Steuern, ... drauf gehen. Dauert es immer noch über 15 Jahre die Investition wieder rein zu holen.
Da muss man erst mal einen Investor finden der da Geld springen lässt. Die gucken immer auf den "Return-of-Invest" und da sind 15 Jahre echt lange.
Hier in der nähe gab es einen kleinen Lokalen Provider der angefangen hat FTTH zu legen aber weitere Gebiete werden nicht erschlossen weil es keine weiteren Investoren gibt.
Also an all diejenigen die hier schreien "Die Telekom soll FTTH legen". Gründet doch ein unternehmen und macht es selber. ;)
Ich hätte gerne FTTH mit einem fairen Tarif, ruhig Traffic limit von 1-2 TB, dann gerne auch nur noch 10Mbit/s anstelle von 100/Mbits. Auch gern für 100Euro/mon, doch für solche Angebote ist kein Markt in Deutschland da. Die Leute wollen eben am liebsten nicht mehr als 20euro/mon Zahlen. Für 100Mbit/s ohne Limit. So wird es wohl nix mit FTTH Ausbau in DE.
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+
Dazu kommt übrigens noch der Zeitfaktor. Wie lange brauchts um eine Straße aufzubuddeln und wieviele Bautrupps stehen zur Verfügung...
Wirklich grenzwertig wird das ganze aber in Neubaugebieten. Der Zeitpunkt zu dem dort das verlegen von Glas in die Häuser billiger kommt als die Kuper dürfte nicht mehr allzuweit entfernt sein.
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warum reicht stabieles kupfernetz mit 20mbit pro teilnehmer für 20¤ im monat denn nicht?
es wird derzeit dermaßen viel overhad durchs netz geschläust, dass jedes % der reduktion dessen 3-5% mehr an bandbreite für nutzdaten bereitstellen könnte, also von den 20mbit bekommen wir im schnitt gerademal 5mbit nützliches, der rest sind header- und markup-informationen ... die bei entsprechender programmierung von servern und clients zu großen teilen überflüssig werden können, zu 56k-zeiten wurden im schnitt nutzdatenraten erreicht von denen man heute im vergleich zur verfügbaren bandbreite träumt ... nicht alles muss statefull sein egal ob überflüssig im nächsten tick oder nicht, nicht alles muss mit duzenden von xml tags(zusätzlichen bytes) umschlossen werden um in strukturierter form übertragen werden zu werden ... hier sind oft die programmierer selber schuld ... bzw. enorm nachlässig, da es ja ach soviel bandbreite gibt.
was mir eigentlich fehlt ist syncroner up und download, dafür würde ich sogar gerne den download auf 10 mbit drosseln lassen ... kaum ein anbieter bietet das an, warum?
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weil die nachfrage (noch?!) viel zu gering dafür ist
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Zum Thema Neubaugebiete: Überall dort wo eh der Bagger am Start ist kann ich es nicht verstehen warum noch Kupfer in die erde kommt.
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