Wenn überhaupt, sollte die Nachricht heißen: Wo speichert das Gehirn Begriffe.
Oder noch präziser (allerdings dann weniger reißerisch): Welche Hirnregionen sind aktiv, wenn man an bestimmte Begriffe denkt.
Insgesamt eine interessante Studie, bei der sich mir folgende Fragen stellen:
1.) Wie verhält es sich beim bloßen Lesen? Die Forscher haben ihre Probanden ja dazu aufgefordert, kurz über einzelne Begriffe nachzudenken. Das heißt, der Proband macht sich Vorstellungen, etc., die er beim Lesen womöglich gar nicht hätte. Trotzdem hätte er beim Lesen den Begriff wohl verstanden. Das Problem mit den "Vorstellungen" wird vielleicht deutlich, wenn man nicht nur Substantive untersucht, sondern auch Wortpaaren wie "trinken - Getränk".
2.) Wie verhält es sich mit Fremdsprachen (die der Proband beherrscht)? Sind die gleichen Regionen aktiv? Zusätzliche?
Fragen über Fragen...
Man stelle sich ein Kind vor, dass ein Radiogerät aufschraubt, um die Musik zu suchen. Genauso albern finde ich den Versuch, durch Gehirntomographen herauszufinden, wo und wie das Gehirn Gedanken speichert.
Das Kind, das das Radio aufgeschraubt hat, wird einmal eine große Menge an Wissen ansammeln, wenn es den Kurs beibehält. Was allerdings aus dem Kind wird, das lachend daneben steht, weil es solche Versuche kategorisch ablehnt, das weiß ich nicht genau. Ich kann nur das Beste hoffen.
Gruß
Fabian
wer das liest ist doof
Fabian Schölzel schrieb:
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> Das Kind, das das Radio aufgeschraubt hat, wird einmal eine große Menge an
> Wissen ansammeln, wenn es den Kurs beibehält. Was allerdings aus dem Kind
> wird, das lachend daneben steht, weil es solche Versuche kategorisch
> ablehnt, das weiß ich nicht genau. Ich kann nur das Beste hoffen.
>
> Gruß
> Fabian
die frage ist nicht das ob, sondern das was man daraus lernt. nur weil irgendwo irgendwelche aktivitäten im hirn ablaufen kann mn noch keine schlüsse daraus ziehen. das ist wissenschaft wie im mittelalter. da wurden auch irgendwelche dinge probiert und wenn wenn der patient dann keine schmerzen mehr hatte galt das als medizin ohne die gründe zu kennen.
es gibt auch unterschiedliche typen zb. visuelle, spachliche
, ... . und verschiedene lernstrategien, da sind viele einflüsse welche die informationsverarbeitung beeinflussen.
dann tomographiere mal einen pc bei der berechnung von pi, die aktivitäten der grafikkarte filtern wir mal raus, irrelevant. nur blöd wenn pi gerade per cuda auf der gpu berechnet wird und nicht in der cpu. oder die cpu die grafikbeschleunigung übernimmt, weil die graka bestimmte befehlssätze nicht kennt.
nicoledos schrieb:
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> die frage ist nicht das ob, sondern das was man daraus lernt. nur weil
> irgendwo irgendwelche aktivitäten im hirn ablaufen kann mn noch keine
> schlüsse daraus ziehen. das ist wissenschaft wie im mittelalter. da wurden
> auch irgendwelche dinge probiert und wenn wenn der patient dann keine
> schmerzen mehr hatte galt das als medizin ohne die gründe zu kennen.
Eigentlich ein tolles Beispiel. "Wissenschaft wie im Mittelalter" ist das gleiche wie "Wissenschaft heute". Der einzige Unterschied ist: Das eine baut auf dem anderen auf. Ich glaube Du stimmst mir zu, wenn ich behaupte, das die Wissenschaft heute nicht so weit wäre wie sie ist, wenn die Leute damals die (aus heutiger Sicht) "bekloppten" Experimente nicht gemacht hätten.
Fakt ist: Wer was versucht, der lernt möglicherweise nichts. Wer nichts versucht, der lernt auf keinen Fall etwas. Auch (oder gerade) aus Fehlern lernt man.
Gruß
Fabian
> Eigentlich ein tolles Beispiel. "Wissenschaft wie im Mittelalter" ist das
> gleiche wie "Wissenschaft heute".
Oh nein, ganz gewiss nicht. Im Mittelalter stand das Ergebnis jeder Untersuchung bereits fest: Es ist ein Wunder Gottes. Ergebnisoffene Wissenschaft gab es nirgends und einfache, aussagekräftige Theorien wurden sofort verworfen wenn sie nicht ins Bild passten. Was Naturwissenschaft angeht: Vor Galileo brauchen wir das Wort gar nicht zu benutzen, es gab sie nicht.
> Ich glaube Du stimmst mir zu, wenn ich behaupte, das die Wissenschaft heute
> nicht so weit wäre wie sie ist, wenn die Leute damals die (aus heutiger Sicht)
> "bekloppten" Experimente nicht gemacht hätten.
Die Wissenschaftstheorie ist aber weiter und ein heutiger Forscher kann die Aussagekraft seiner Ergebnisse viel besser einordnen und das wird auch von ihm erwartet. Leider hat auch die Kommerzialisierung der Forschung immer weiter zugenommen, so dass heute viele darauf aus sind, möglichst reißerische Schlagzeilen zu generieren.
> Wer nichts versucht, der lernt auf keinen Fall etwas.
Das ist so nicht richtig. Es gibt verschiedene Arten des Lernens und der Wissensvermehrung. Man kann beobachten und schließen oder experimentieren und auswerten, man kann aber auch bestehendes Wissen neu verknüpfen und damit neues Wissen generieren.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.01.10 17:24 durch Mit_linux_wär_das_nicht_passiert.
Du musst meine Sätze schon im Zusammenhang lesen. Im Grunde reden wir beide von der gleichen Sache. :)
(So schlimm missverstanden wurde ich ja schon lange nicht mehr. :D )
Gruß
Fabian
Auch (oder gerade) aus Fehlern
> lernt man.
Ach *darum* machen unsere Politiker(banausen) so viel Dummfug! Damit sie mal irgendwann auf von Null nen einigermaßen IQ kommen. :)
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