In den USA ist es ganz normal, dass über Open Access auf diverse von der öffentlichen Hand finanzierten Forschungsergebnisse zugegriffen werden kann - auch hier aus Deutschland.
Die Piraten unterstützen diese Petition übrigens auch:
http://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung-Piratenpartei-unterstuetzt-Petition-fuer-freien-Zugang-zu-wissenschaftlichen-Ergebnissen
Ich habe die Petition unterschrieben, da ich u.A. fordere, dass Hochschulen besser in Forschung und Lehre investieren sollten, als in den Einkauf teurer Fachzeitschriften (2008: über 220 Mio Euro (inkl. Landesbibliotheken)).
Was meint Ihr dazu?
Und was meinst Du, wie dann die "kostenlosen" Fachzeitschriften finanziert werden? Open-Access bedeutet nicht automatisch, dass es nichts kostet. Die Kosten entstehen weiterhin, nur werden sie auf andere Stellen verteilt -> zB Autoren.
Es wird so kommen. Autoren werden für die Publikation in Fachzeitschriften zahlen ggf. mit Unterstützung Ihres Instituts oder Uni. Wenn der Uni dann das Geld ausgeht, darf auch keiner mehr etwas publizieren. Super Lösung. Man sollte die Kompetenz der großen Fachverlage nicht unterstützen. Davon sind Neulinge noch Jahrezehnte entfernt.
Ich meinte natürlich: Man sollte die Kompetenz der großen Fachverlage nicht unterSCHÄTZEN.
No1 schrieb:
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> Und was meinst Du, wie dann die "kostenlosen" Fachzeitschriften finanziert
> werden? Open-Access bedeutet nicht automatisch, dass es nichts kostet. Die
> Kosten entstehen weiterhin, nur werden sie auf andere Stellen verteilt ->
> zB Autoren.
>
> Es wird so kommen. Autoren werden für die Publikation in Fachzeitschriften
> zahlen ggf. mit Unterstützung Ihres Instituts oder Uni. Wenn der Uni dann
> das Geld ausgeht, darf auch keiner mehr etwas publizieren. Super Lösung.
> Man sollte die Kompetenz der großen Fachverlage nicht unterstützen. Davon
> sind Neulinge noch Jahrezehnte entfernt.
Niemand spricht hier von "kostenlosen" Fachzeitschriften, wie kommst Du darauf?
Auch in den USA haben Fachzeitschriften nicht nur eine Daseinsberechtigung, sondern erfreuen sich einer teils großen Auflage. Niemand käme dort ernsthaft auf die Idee, Open Access in der Forschung wäre der Tod aller Fachzeitschriften.
Es geht auch darum, dass mit der gegenwärtigen Praxis Forschung und Lehre in Deutschland behindert werden, weil nicht ohne weiteres auf gegenseitige Ergebnisse und Erkenntnisse zugegriffen werden kann, obwohl wir alle bereits über unsere Steuergelder dafür schon gezahlt haben. Auch Du.
Klar, das habe ich schon so interpretiert :-)
Ich glaube, hier wird die Zielgruppe des Forums verkannt.
Schau doch mal bei den Profi-Themen.
"managed code ist die Zukunft" ist eher MCSE-Niveau und vielleicht schwachen Fach-Informatikern zuzuschreiben.
Und wegen der Kosten: Man setzt doch sogar in deren vorgegebenen LaTeX/Word/...-Styles und lässt die Kollegen korrekturlesen. Die Verlage machen wirklich nix als "korrekturlesen"/auf Plausibilität prüfen (auch nicht der Verlag meist wohl) und drucken und verkaufen. Wo ist da jetzt die echte Arbeit des Verlages ? Und was davon sollte überhaupt in einer elektronischen Informations-Welt schützenswert sein ? M.e. quasi nichts.
Speziell weil es eh oft EU/DFG-Projekte sind, die schon von meinen Steuern bezahlt wurden.
>Speziell weil es eh oft EU/DFG-Projekte sind, die schon von >meinen Steuern bezahlt wurden.
>
Du zahlst aber viel Steuern
wo kann man diese petition unterschreiben?
Ist auch im Artikel zu finden:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=7922
Vermisse Ihn schon sehr - seine geistigen Ergüsse sind immer recht erhellend.
Ansonsten: das scheint erstmal ein Anfang zu sein, mal sehen, was daraus wird
danke für den link!
Siga9867 schrieb:
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> >Speziell weil es eh oft EU/DFG-Projekte sind, die schon von >meinen
> Steuern bezahlt wurden.
> >
>
> Du zahlst aber viel Steuern
Du nicht?
Heute schon zahlen Autoren für eine Veröffentlichung in Fachzeitschriften.
die eigentlichen reviewer für so eine publikation sind ja auch nich bei der verlag angestellt, sondern andere professoren, die da nix für kriegen bzw. ist es auch jetzt schon so, dass, wenn man publizieren möchte, man kräftig dafür blechen darf, z.B. wenn man farbabbildungen benötigt...
und noch was, in den usa gibt es schon seit längerem einen riesen streit wegen open access. die verlags-lobby versucht nämlich shcon seit langem allen ein zu reden, dass dies die pleite der verlage bedeuten würde...
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