Ich kann diesen Mist nicht mehr hören oder lesen. Patente und Urheberrecht ist ja an und für sich eine gute Sache, was aber daraus gemacht wird, ist schlicht Ausbeute, Gängelei und nur dazu da, die dicke Kohle zu machen. Um was anderes geht es nicht. Da wird jeder Mist patentiert, auf jeden Dreck eine Lizenzgebühr erhoben, die Leute mit DRM gegängelt.
Wenn eine Firma ein Gerät entwickelt, ist es heutzutage unmöglich, zu überprüfen, ob nicht auf irgendwas irgendwo oder gar auf den letzten Kondensator in der hintersten Ecke der Platine ein Patent drauf ist. Und wenn's bloß eine Lizenz für den Farbton der Hülle sein kann.
Ich lasse mir jetzt den Klimawandel, den Begriff und die Definition dessen und dazu den Begriff "Dieselstinker" patentieren und lizenzieren. Und wehe, wenn in den Tagesthemen der Begriff "Klimawandel" fällt...
Für die Zukunft hoffe ich, daß Kassetten wieder in Mode kommen, daß wir die Buschtrommel oder ein Büchsentelefon verwenden und die Patent- Urheberrechts- und DRM-geile Industrei den Bach runtergeht.
Die Stimmen außerhalb meines Kopfes irritieren mich am meisten...
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Deine Ausführungen sind richtig, nur in zwei Punkten argumentierst Du ungenau:
1. Im Kapitalismus geht's nunmal um Gewinnmaximierung. Der Staat bzw. die Politik muss das regulieren. Derzeit passiert das nicht in der richtigen Weise.
2. Bei Kleinteilen wie Kondensatoren sind Patente kein Problem, denn soviele Hersteller gibt es nicht, und die Teile sind quasi genormt. Genauso ist es mit mechanischen "Erfindungen". Der Denkfehler ist ja gerade - und damit kommt ich zu 1. zurück - dass zuviele Leute glauben (insbesondere Manager und Politiker), dass sich die altbekannten Technik-Patente auf Software übertragen lassen. (*
(* und Begriffe wie "Software-Engineering" fördern so etwas natürlich, da von jeher versucht wird, auch Software-Entwicklung zu "industrialisieren" - das ist auch gar nicht grundlegend falsch, aber es mangelt an Differenzierung (und auch Du solltest mehr differenzieren)
Replay schrieb:
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> Ich kann diesen Mist nicht mehr hören oder lesen.
> Patente und Urheberrecht ist ja an und für sich
> eine gute Sache, was aber daraus gemacht wird, ist
> schlicht Ausbeute, Gängelei und nur dazu da, die
> dicke Kohle zu machen. Um was anderes geht es
> nicht. Da wird jeder Mist patentiert, auf jeden
> Dreck eine Lizenzgebühr erhoben, die Leute mit DRM
> gegängelt.
>
> Wenn eine Firma ein Gerät entwickelt, ist es
> heutzutage unmöglich, zu überprüfen, ob nicht auf
> irgendwas irgendwo oder gar auf den letzten
> Kondensator in der hintersten Ecke der Platine ein
> Patent drauf ist. Und wenn's bloß eine Lizenz für
> den Farbton der Hülle sein kann.
>
> Ich lasse mir jetzt den Klimawandel, den Begriff
> und die Definition dessen und dazu den Begriff
> "Dieselstinker" patentieren und lizenzieren. Und
> wehe, wenn in den Tagesthemen der Begriff
> "Klimawandel" fällt...
>
> Für die Zukunft hoffe ich, daß Kassetten wieder in
> Mode kommen, daß wir die Buschtrommel oder ein
> Büchsentelefon verwenden und die Patent-
> Urheberrechts- und DRM-geile Industrei den Bach
> runtergeht.
>
> --------------------
> Sanus per aquam
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Meine Meinung zum derzeit zelebrierten Kapitalismus habe ich schon an anderer Stelle kundgetan. Kapitalismus an sich ist nicht falsch, bloß der derzeitige Extremkapitalismus geht mir auf die Nüsse. FairPlay? NoWay!. So sieht's aus.
@ schrieb:
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> Deine Ausführungen sind richtig, nur in zwei
> Punkten argumentierst Du ungenau:
>
> 1. Im Kapitalismus geht's nunmal um
> Gewinnmaximierung. Der Staat bzw. die Politik muss
> das regulieren. Derzeit passiert das nicht in der
> richtigen Weise.
>
> 2. Bei Kleinteilen wie Kondensatoren sind Patente
> kein Problem, denn soviele Hersteller gibt es
> nicht, und die Teile sind quasi genormt. Genauso
> ist es mit mechanischen "Erfindungen". Der
> Denkfehler ist ja gerade - und damit kommt ich zu
> 1. zurück - dass zuviele Leute glauben
> (insbesondere Manager und Politiker), dass sich
> die altbekannten Technik-Patente auf Software
> übertragen lassen. (*
>
> (* und Begriffe wie "Software-Engineering" fördern
> so etwas natürlich, da von jeher versucht wird,
> auch Software-Entwicklung zu "industrialisieren" -
> das ist auch gar nicht grundlegend falsch, aber es
> mangelt an Differenzierung (und auch Du solltest
> mehr differenzieren)
>
> Replay schrieb:
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> > Ich kann diesen Mist nicht mehr hören oder
> lesen.
> Patente und Urheberrecht ist ja an und
> für sich
> eine gute Sache, was aber daraus
> gemacht wird, ist
> schlicht Ausbeute, Gängelei
> und nur dazu da, die
> dicke Kohle zu machen.
> Um was anderes geht es
> nicht. Da wird jeder
> Mist patentiert, auf jeden
> Dreck eine
> Lizenzgebühr erhoben, die Leute mit DRM
>
> gegängelt.
>
> Wenn eine Firma ein Gerät
> entwickelt, ist es
> heutzutage unmöglich, zu
> überprüfen, ob nicht auf
> irgendwas irgendwo
> oder gar auf den letzten
> Kondensator in der
> hintersten Ecke der Platine ein
> Patent drauf
> ist. Und wenn's bloß eine Lizenz für
> den
> Farbton der Hülle sein kann.
>
> Ich lasse
> mir jetzt den Klimawandel, den Begriff
> und
> die Definition dessen und dazu den Begriff
>
> "Dieselstinker" patentieren und lizenzieren.
> Und
> wehe, wenn in den Tagesthemen der
> Begriff
> "Klimawandel" fällt...
>
> Für
> die Zukunft hoffe ich, daß Kassetten wieder
> in
> Mode kommen, daß wir die Buschtrommel oder
> ein
> Büchsentelefon verwenden und die
> Patent-
> Urheberrechts- und DRM-geile
> Industrei den Bach
> runtergeht.
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> Sanus per aquam
>
>
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@ schrieb:
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> Deine Ausführungen sind richtig, nur in zwei
> Punkten argumentierst Du ungenau:
>
> 1. Im Kapitalismus geht's nunmal um
> Gewinnmaximierung. Der Staat bzw. die Politik muss
> das regulieren. Derzeit passiert das nicht in der
> richtigen Weise.
Noch haben wir eine soziale Marktwirtschaft, den puren Kapitalismus wie in den USA will ich nicht! (Obwohl ich mit meiner halbwegs anständigen Ausbildung dort mehr verdienen würde.)
>
> 2. Bei Kleinteilen wie Kondensatoren sind Patente
> kein Problem, denn soviele Hersteller gibt es
> nicht, und die Teile sind quasi genormt. Genauso
> ist es mit mechanischen "Erfindungen". Der
> Denkfehler ist ja gerade - und damit kommt ich zu
> 1. zurück - dass zuviele Leute glauben
> (insbesondere Manager und Politiker), dass sich
> die altbekannten Technik-Patente auf Software
> übertragen lassen. (*
Auch bei den mechanischen Erfindungen gibt es viele unsinnige Patente, da wird schon mal eine Schraube an einer Stelle patentiert wo sie jeder Azubi anbringen würde, und damit andere dazu gewungen 3 Schrauben an Stellen anzubringen wo sie nicht wirklich praktisch sind, damit man das Patent nicht verletzt.
> (* und Begriffe wie "Software-Engineering" fördern
> so etwas natürlich, da von jeher versucht wird,
> auch Software-Entwicklung zu "industrialisieren" -
> das ist auch gar nicht grundlegend falsch, aber es
> mangelt an Differenzierung (und auch Du solltest
> mehr differenzieren)
>
>
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