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Interview: Warum rebellieren wir nicht gegen das Copyright?

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  1. Re: Ich verstehe die Copyright-Aufregung nicht

    Autor: megaimmi 25.06.04 - 00:00

    Christian schrieb:
    >
    > megaimmi schrieb:
    >
    > > das wohl nicht, aber was sollten sie denn schon
    > > spielen? Die alte klassik? auf gitarre? wohl
    > > weniger. Aber alle andere Musik ist ja
    > > urheberrechtlich so geschuetzt, dass man schon
    > > fuers nachspielen am lagerfeuer rechtlich
    > > belangt wuerde...
    >
    > Ähm - schon mal an eigene Musik gedacht? ;-)

    ja, hab ich tatsaechlich. Aber da hast du das gleiche Argument, wie bei cd-brennern und rohlingen, fuer die du auch die abgabe geblecht hast, obwohl du da urlaubsphotos und privatvideos oder Systembackups draufgepackt hast.
    In meinem hypothetischen Fall haettest du ja dennoch deine Abgabe auf das geraet bezahlen muessen...

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  2. Re: na na na

    Autor: Kolbenrückholfeder 25.06.04 - 07:39

    marble waltz schrieb:

    > wie kommt es, dass hier angriffe, die auf die
    > konkreten manifestationen eines abstrakten
    > systems zielen, mit dem hinweis verworfen
    > werden, man müsse *erstmal* das system angreifen?

    Es macht eben keinen Sinn Symptome zu bekämpfen. Langfristig ist Ursachenbekämpfung sinnvoller.

    Was nützt die Bekämpfung des Copyrights allein?
    Jede politische Entscheidung ist doch drauf ausgelegt - wo immer möglich - die Kleinen weiter auszusaugen und zu drangsalieren.

    > eine müßige gegenüberstellung, finde ich.
    > lieber gemeinsam dagegen.
    >

    Man wird sich ja nicht mal in grundlegenden Fragen einig. Deshalb funktioniert dieses System so gut. Gib den Leuten Brot und Spiele. Klappt auch heute noch und in 1000 Jahren.

    > la marbla

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  3. Re: Erfindung des Rades

    Autor: Gaby 25.06.04 - 07:45

    Die Schwiegermütter-Republik

    Je leerer die öffentlichen Kassen sind, desto wichtiger wird die Familie. Um den Sozialstaat zu entlasten, müssen nun die lieben Verwandten ran - doch die meisten sind damit überfordert



    Es klang wie eine Drohung, und so war es auch gemeint. „Bitte fassen Sie dieses Schreiben nicht als Aprilscherz auf“, stand in dem Fax, das kurz vor Ostern bei der rheinland-pfälzischen Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich einging. Knapp 24 Stunden später konnten die Empfänger in der Eingangshalle ihres Verwaltungsgebäudes sehen, wie ernst es die Absender gemeint hatten: Eine 74-jährige, schwer kranke Frau lag dort in ihrem Krankenbett, unfähig, allein aufzustehen – abgestellt zwischen Infoständen und Wartebänken. Die Betreiber des Pflegeheims Pro Seniore in Düsseldorf, in dem die Frau zuvor fast ein Jahr lang untergekommen war, hatten sie in das etwa zwei Stunden entfernte Wittlich bringen lassen.

    Monatelang seien die Rechnungen für den Heimaufenthalt nicht bezahlt worden, erklärte Pro Seniore, weil der Sohn und das Sozialamt sich über die Unterhaltspflichten nicht einig seien – und bei Streitfällen sei das Amt zum Vorschuss verpflichtet. Man habe deshalb „der Bewohnerin die Möglichkeit“ geben wollen, „persönlich bei der Behörde vorstellig zu werden“. Dabei kann die Frau seit einem Hirnschlag nicht mehr sprechen.

    Zwar gab Pro Seniore einige Tage später eine Erklärung ab, in der mehrfach das Wort „bedauern“ vorkam: Man bedaure, „wenn ein falscher Eindruck von unserer Unternehmensphilosophie entstanden“ sei. Man könne versichern, „dass bei allen unseren Überlegungen stets die bestmögliche Versorgung unserer Bewohner im Vordergrund steht“.

    Den Transport selbst bedauerten die Pflegemanager nicht.

    Auch wenn es nicht immer so brutal zugeht: Der Streit um die Kosten für Alte und Kranke, für Arbeitslose und Pflegebedürftige, für Behinderte und Minderjährige wird so hart ausgetragen wie nie zuvor. Die Sozialversicherungen müssen sparen und wälzen Lasten auf die Kommunen ab. Diese sind pleite und fordern deshalb immer häufiger den Unterhalt, den sie für Härtefälle zahlen, von deren Familien zurück. Notfalls vor Gericht.

    „Die Zahlungsmoral der Kommunen wird immer schlechter“, sagt Rolf Höfert, Geschäftsführer des Deutschen Pflegeverbandes. „Die klammern sich an jeden Paragrafen, um zu sparen.“ Noch vor wenigen Jahren hätten die Sozialämter sich anders verhalten, sagt der auf Sozialrecht spezialisierte Bonner Anwalt Konstantin Theodoridis: „Die rechtlichen Möglichkeiten der Kommunen waren wie heute – doch in vielen Fällen wurde einfach gezahlt.“

    Jetzt aber setzen die höchsten Gerichte den Generationenvertrag zwangsweise wieder ein.

    Vor kurzem legte der Bundesgerichtshof in einem Grundsatzurteil fest, dass auch Enkel für ihre Großeltern zahlen müssen – und umgekehrt. Ein anderes Gericht entschied, dass Kinder nicht nur für ihre Eltern, sondern auch für ihre Schwiegereltern einzustehen haben, wenn diese pflegebedürftig werden. Und man muss nicht einmal wohlhabend sein, um momentan von den Gerichten zu Zahlungen von mehreren zehntausend Euro für pflegebedürftige Angehörige verpflichtet zu werden – selbst dann, wenn man wie der Bonner Beamte Hans-Jürgen Müller (siehe nächste Seite) jahrelang für die Schwiegermutter gesorgt hat.

    Je leerer die öffentlichen Kassen sind, desto wichtiger wird das Transfersystem Familie. Eltern haften für ihre Kinder, Kinder für ihre Eltern, Großeltern, Schwiegereltern – und fast immer kommen sie damit schlecht zurecht. „Das ist ein extrem schwieriges Thema“, sagt deshalb Volker Kauder, parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag. Er gehört zu den Konservativen in der Union, die überzeugt sind, dass die Betreuung von hilfebedürftigen Angehörigen in erster Linie Angelegenheit der Familien ist. Am liebsten hätte er deshalb während der Verhandlungen über die Arbeitsmarktreformen im vergangenen Jahr die Unterhaltspflichten von Familienangehörigen noch ausgeweitet. Kauder hat allerdings erlebt, dass selbst in seinem ländlichen Wahlkreis, in dem der Familienzusammenhalt noch stark ist, die Unterhaltspflicht für Angehörige schwer zu vermitteln ist. „Viele Menschen sehen das nicht ein“, gibt er zu. Und je mehr Pflichten eingeführt würden, desto eher würden sich Paare gegen die Ehe entscheiden.

    Schon heute versuchen Eheleute, die vom Gesetzgeber vorgesehenen Unterhaltspflichten durch Eheverträge zu beschränken. Andere heiraten gar nicht erst – vor allem geschiedene Männer, mit den Tücken des Unterhaltsrechts vertraut, scheuen die zweite oder dritte eheliche Bindung.

    Nun soll also die Familie wichtige Aufgaben des Sozialstaats übernehmen, obwohl die Politiker doch über Hilfen und Entlastungen reden. Aber wie häufig gibt es die klassische Familie überhaupt noch? Nie zuvor wurden in Deutschland so viele Ehen geschieden wie im vergangenen Jahr, seit 1949 gab es nicht so wenig Eheschließungen. Und selbst im Kriegsjahr 1945 wurden hierzulande pro Einwohner deutlich mehr Kinder geboren als 2003.

    Im vergangenen Jahr wollte die rot-grüne Regierung erstens den Sozialstaat reformieren und zweitens mehr für Familien tun – und häufig klang es, als habe beides wenig miteinander zu tun. In der Debatte über die Agenda 2010 wurde viel über den Gegensatz von Eigenverantwortung und Solidarität gesprochen, über neuen Individualismus und wenige staatliche Fürsorge. Dabei galt das Prinzip des Entweder-oder: Zahlt der Sozialstaat nicht mehr, muss der Einzelne sich kümmern. Und umgekehrt.

    Wenn die Rentenversicherung keinen guten Schutz gegen Berufsunfähigkeit bietet, müssen sich mehr Menschen privat absichern. Wenn der Zahnersatz nicht mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung finanziert wird, bietet sich für die private Versicherungswirtschaft ein riesiges Geschäftsfeld. Umgekehrt können Wohlhabende mit größeren Erbschaften rechnen, seit es die Pflegeversicherung gibt – die Solidargesellschaft übernimmt ja viele Lasten.

    Alles sieht danach aus, als würde momentan vor allem das Verhältnis von Staat und Individuum neu justiert. Tatsächlich aber werden Aufgaben in einem Dreieck aus Staat, Individuum und Familie hin und her geschoben. Und das, was von den Familien ökonomisch künftig gefordert wird, können diese zum Großteil gar nicht leisten.

    Sozialpolitik ist fast immer Familienpolitik – und umgekehrt. Der dänische Soziologe Gösta Esping-Andersen etwa, den SPD und Grüne als Vordenker feiern, glaubt sogar, dass die Sozialstaaten nicht in erster Linie wegen der Herausforderungen der Globalisierung reformiert werden müssten. Die größten Herausforderungen kämen vielmehr aus den Industrienationen selbst – durch neue Familienstrukturen und die Erwerbstätigkeit von Frauen, aus denen sich Änderungsbedarf bei Rente, Pflege oder der Krankenversicherung ergebe.

    Für Deutschland gilt das in besonderem Maße, weil vom Ehegatten-Splitting bis zur beitragsfreien Mitversicherung für Ehepartner in der gesetzlichen Krankenversicherung besonders viele staatliche Leistungen am Familienstand ansetzen. In Skandinavien ist das anders, in Schweden gibt es beispielsweise keine Witwenrente mehr. Wissenschaftler sprechen deshalb vom „familialen Wohlfahrtsstaatsmodell“.

    Verschiebt sich die Arbeitsteilung zwischen Staat und Familie, bewegen sich schnell Geldmassen, die alle Sparanstrengungen der Agenda 2010 gering erscheinen lassen. So zahlte Finanzminister Hans Eichel im vergangenen Jahr allein 11,6 Milliarden Euro an die Rentenkasse, um Anwartschaften von Müttern im Erziehungsurlaub zu finanzieren. Das ist das Eineinhalbfache des Jahresetats für Bildung und Forschung und doppelt so viel wie der gesamte Etat von Bundesfamilienministerin Renate Schmidt.

    Der Staat gibt den Familien an vielen Stellen vieles – mehr, als mancher wahrhaben will. Vom Steuernachlass für jedes Kind, das eine Privatschule besucht, bis zum Familienrabatt bei der steuerlich geförderten Riester-Rente gibt es unzählige Einzelmaßnahmen, deren Fülle und Finanzvolumen kaum jemand überblickt. Wer ahnt schon, dass allein die Kinderkomponente bei der Eigenheimzulage den Staat im vergangnen Jahr etwa dreieinhalb Milliarden Euro gekostet hat? Wer beschäftigt sich schon damit, dass Eltern mehr Arbeitslosengeld bekommen als Kinderlose? Die Arbeitslosenversicherung zahlt dafür etwa eine halbe Milliarde Euro im Jahr. Und wer weiß, dass der Staat jährlich rund sieben Milliarden für Kinderzuschläge im öffentlichen Dienst bezahlt?

    Nur einige wenige Wissenschaftler versuchen überhaupt, die verschiedenen Familientransfers aufzulisten und zu summieren. Astrid Rosenschon vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel ist eine davon. Sie kommt zum Ergebnis, dass der Staat im Durchschnitt etwa ein Drittel der Kosten für Kinder finanziere. „Die Zahlen lassen die häufig vorgebrachte These, in Deutschland gebe es zu wenig Familienförderung, zweifelhaft erscheinen“, schreibt sie. Dem halten einige entgegen, dass viele Familien ihre Leistungen selbst finanzieren, weil sie viel konsumieren und deshalb zum Beispiel besonders viel Ökosteuern zahlen.

    Umso wichtiger wäre es, die staatlichen Mittel sinnvoll einzusetzen – gerade in Zeiten, in denen Familien gleichzeitig neue Lasten übernehmen müssen:

    –Will man mehr Paare zur Gründung von Familien ermutigen, sollten die Transfers sichtbar und spürbar sein. Ein kleiner Elternrabatt bei den Beiträgen zur Pflegeversicherung hier, eine Hilfe beim Häuserkauf dort wird niemanden ermutigen, Kinder in die Welt zu setzen.

    –Momentan fließt das meiste Geld für Eltern in die Sicherung von Rentenanwartschaften. So wichtig die Altersvorsorge ist, so bleibt das doch doppelt fragwürdig: erstens, weil nur Eltern, die bereits Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherungen sind, davon profitieren – Kinder von Studenten oder geringverdienenden Selbstständigen jedoch nicht. Zweitens wird auch diese Unterstützung Paare mit Kinderwunsch kaum beeindrucken – dazu ist das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung gerade bei vielen Jüngeren zu gering.

    –Im öffentlichen Förderwust fehlen klare Prioritäten. Wer soll warum Geld vom Staat bekommen? Ausschließlich notleidende Familien – oder auch die Mittelschicht, die beim Kinderkriegen besonders zurückhaltend ist? Soll auch die Hausfrauen-Ehe gefördert werden – durch Ehegatten-Splitting und beitragsfreie Krankenkassen-Mitgliedschaft? Oder doch eher die berufstätige Mutter? Oder alle gleichermaßen?

    Bisher habe die rot-grüne Regierung ein Nebeneinander von verschiedenen Lebensmodellen unterstützt, „vom klassischen Ernährermodell bis zur berufstätigen Mutter“, sagt die hannoversche Soziologin Ilona Ostner. Das klingt gut, bedeutet aber auch, dass an alle ein wenig Geld fließt – und viel in fragwürdige Projekte.

    „Warum eigentlich muss der Staat sogar für Millionärskinder mit Rechtschreibschwächen die Internatskosten zahlen?“, fragt etwa Claus Schick, Landrat im Kreis Mainz-Bingen (siehe Kasten). Nach Paragraf 35a des Sozialgesetzbuchs VII müssen Landkreise und Gemeinden solche „Erziehungshilfen“ für Jugendliche finanzieren, wenn „das Drohen einer seelischen Behinderung“ medizinisch bestätigt wird. Als seelische Behinderung gelten etwa Legasthenie oder Rechenschwäche. „Wenn die Eltern dafür ein ärztliches Attest beibringen, kommen die Landkreise selbst mit Gegengutachten ihrer Amtsärzte vor Gericht oft nicht durch und müssen zahlen“, kritisiert Irene Vorholz vom Deutschen Landkreistag.

    Ein Extrembeispiel? Vermutlich. Aber bezeichnend dafür, dass in der Familien- und Sozialpolitik vieles nicht zusammenpasst. „In Deutschland gibt es kein familienpolitisches Leitbild“, sagt die Ökonomin Irene Dingeldey von der Universität Bremen. Die Unterhaltspflichten, die viele Sozialämter momentan gegenüber vielen Angehörigen von Hilfsbedürftigen geltend machen, hat die Bundesregierung beispielsweise bei ihrer Rentenreform für einen wichtigen Teilbereich des Sozialstaats gerade abgeschafft. Seit es die soziale Grundsicherung gibt, können die Sozialämter keine Kinder von Rentnern mehr belangen, wenn diese ergänzend Sozialhilfe beziehen. Man wolle die Familien nicht überfordern, hieß es bei der Einführung.

    Bei den Hartz-Reformen für den Arbeitsmarkt galt zunächst das Gegenteil: Nicht nur die Opposition wollte eine Familien-Unterhaltspflicht für Langzeitarbeitslose – sie stand auch im Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums. Erst die Regierungsfraktionen kippten diesen Plan – und ersparten Zehntausenden Familien harte Konflikte, Scham, Vorwürfe, Schuldzuweisungen.

    So zaudert die Politik. Einerseits passt die neue Unterhaltsrigorosität nicht so recht zu den Erklärungen, man wolle Familien stützen. Andererseits gibt es wenig andere Methoden, den Sozialstaat so einfach und wirkungsvoll zu entlasten, wie den Rückgriff auf Eltern oder Kinder.

    Vermutlich wird die Familie durch den Sparkurs gleichzeitig geschwächt und gestärkt. Auf Kinder und Eltern kommen neue Lasten zu, vor allem bei der Pflege. Der Rückzug des Staates lässt die Familiensolidarität wichtiger werden – etwa bei der Ausbildung: Die Zahl der Bafög-Empfänger sinkt, weil Eltern mit ihren Verdiensten zunehmend über den Freibeträgen liegen und die Kinder voll unterstützen müssen. Eine gute Ausbildung wird wieder stärker zur Familienangelegenheit. Und weil die staatliche Rentenversicherung in Zukunft weniger zahlen wird, werden Erbschaften für die Altersversorgung der jüngeren Generation wichtiger.

    Das wird einige Familien zerrütten und andere zusammenschweißen. Profitieren werden eher wenige – Erben ist ungerecht. So wird in Zukunft weniger die Ungleichheit zwischen den Generationen zunehmen als die Ungleichheit innerhalb einer Generation: Einige werden unter der Doppelbelastung für Kinder und Eltern ächzen, und die gegenseitigen Zahlungspflichten werden das Klima vergiften. Andere werden ihren Nachkommen näher sein als je zuvor.

    Für sie gilt ein Motto des amerikanischen Milliardärs Paul Getty. „Geld ist nicht alles“, ließ er in einer Wand seiner kalifornischen Villa eingravieren. „Aber es sorgt dafür, dass die Kinder in Kontakt mit dir bleiben.“

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  4. Re: Und das Thema?

    Autor: wushu 25.06.04 - 09:17

    ich denke er möchte klarstellen, das auch Dich das Leben ziemlich tief führen kann. Wenn Du nicht selbständig bist, könnte Dich die Arbeitslosigkeit treffen, falls du vermögend und niemanden verpflichtet bist, vielleicht gesundheitliche Probleme. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, das Leben von einer anderen Seite zu sehen. Ich denke es ist unserer aller Pflicht, auch die Schattenseite der Menschen zu sehen, die nicht im Licht stehen.
    Eine gerechte Verteilung, wäre der Frieden der Welt. Nur bis zu diesem Zeitpunkt, muß die Menschheit noch tief geführt werden.

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  5. Re: Und das Thema?

    Autor: Michael - alt 25.06.04 - 09:29

    nix gerechte verteilung. bei der definition des wortes gerechtigkeit wird am heftigsten gelogen!
    hast du eigentlich nicht mitbekommen, daß man deine wünsche fast 100 jahre lang versucht hat in die tat umzusetzen?

    ausserdem sagt deine differenzierung schon recht viel: wenn du nicht selbständig bist, dann bist du arbeitslos......

    also eines ist klar: solange wir den arbeitslosen weiterhin soviel geld bezahlen, werden wir den anschluss total verlieren und damit das geld für die arbeitslosen eh nicht mehr haben..... studiere mal die beispiele irland und indien....

    soziale systeme sind toll, wenn man sie bezahlen kann. dann habe ich auch kein problem damit.

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  6. Re: Ich verstehe die Copyright-Aufregung nicht

    Autor: Pacman 25.06.04 - 10:12

    >Jau - obergeil.
    >Auf die ist ein Bekannter von mir reingefallen. ;-))))
    Wieso reingefallen? Wenn du's schaffst, oben zu bleiben
    (du weißt wen bzw. was ich meine), bläst die dir einen
    bis zum Schluß.

    >Aber den erkennt man trotz Balken auf 100 Meter. ;-)))))
    Oder meinst du das mit "reingefallen"?

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  7. Re: na na na

    Autor: marble waltz 25.06.04 - 10:43

    Kolbenrückholfeder schrieb:
    >
    > Es macht eben keinen Sinn Symptome zu bekämpfen.
    > Langfristig ist Ursachenbekämpfung sinnvoller.

    aber genau dazu meinte ich - wie kann man denn sagen: es gibt auf der einen seite das system, das ist die ursache, und auf der anderen seite die akteure/einrichtungen/wasweißich, die bloße symptome sind?
    handelt es sich denn nicht um zwei seiten einer münze?
    ergibt sich das system nicht ebenso aus seinen konstituenten wie umgekehrt?
    und gesetzt der fall, ich irre mich schlicht: wie hat man sich dann eine *bekämpfung des systems ansich* vorzustellen?


    > Was nützt die Bekämpfung des Copyrights allein?
    > Jede politische Entscheidung ist doch drauf
    > ausgelegt - wo immer möglich - die Kleinen
    > weiter auszusaugen und zu drangsalieren.

    mit dieser art fatalismus scheinen die leute es sich sehr gern leicht zu machen. eine verdammt unproduktive einstellung, mal abgesehen davon, dass sie sich meiner meinung nach auf vorgänge bezieht, die das system konstituieren, es aber mitnichten *sind*
    (nach ihrer auffassung also gerade auf symptome).


    > > lieber gemeinsam dagegen.
    >
    > Man wird sich ja nicht mal in grundlegenden
    > Fragen einig. Deshalb funktioniert dieses System
    > so gut. Gib den Leuten Brot und Spiele. Klappt
    > auch heute noch und in 1000 Jahren.

    das ist ja das traurige. aber dass es möglicherweise nichts nützt, konträr zu laufen, ist noch kein grund, einfach mitzuschwimmen. und auf den gängigen hände-in-den-schoß-allround-pessimismus habe ich jedenfalls so gar keine lust.

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  8. Re: na na na

    Autor: Kolbenrückholfeder 25.06.04 - 13:34

    marble waltz schrieb:

    > das ist ja das traurige. aber dass es
    > möglicherweise nichts nützt, konträr zu laufen,
    > ist noch kein grund, einfach mitzuschwimmen. und
    > auf den gängigen
    > hände-in-den-schoß-allround-pessimismus habe ich
    > jedenfalls so gar keine lust.

    Was könnte man denn tun, außer wählen gehen und ab und an mal diskutieren? Vielleicht noch mal die ein oder andere Demo, wobei sich wieder das Problem stellt, dass ich nicht unbedingt immer mit allem einverstanden bin, für was demonstriert wird. Teilweise ist es mir zu undiffernziert.

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  9. Re: Erfindung des Rades

    Autor: Pacman 25.06.04 - 14:37

    >wenn die brücke aber fehlerhaft wäre,
    >bekämst du nichts zurück.
    Nein, aber du hättest ein Anrecht darauf,
    daß er sie für dich kostenfrei nochmal macht.

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  10. Was dagegen

    Autor: ThadMiller 25.06.04 - 16:33

    wenn ich das schützen lasse?

    "hände-in-den-schoß-allround-pessimismus"©

    Das Hauptproblem ist meines Erachtens die "Trägheit der Masse" analog zur Physik. Die Re/Aktionszeit von so vielen Menschen, selbst wenn sie ALLE intelligent wären, ist so hoch, das sie der tatsächlichen Entwicklung nur hinterher laufen KÖNNEN. Manche schneller und andere halt langsamer. Stehenbleiben kann sicher nicht das Ziel sein. Sollte es so sein wie ich befürchte, waren Revolutionen bisher die das einzige Mittel um eine schnelle Veränderung herbei zu schaffen. Allerdings "springen" immer nur einige, und das ist dann meist auch nicht das Wahre.

    Wollte ich nur mal gesagt haben.

    Diese langsame Reaktionszeit (siehe "Umweltschutz") ist auch der Grund warum ich annehme das wir(global) unweigerlich auf den Abgrund zusteuern.


    Ich hoffe das ich mich in diesem Punkt irre.


    schönes Wochenende
    Thad

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  11. Re: Erfindung des Rades

    Autor: Michael - alt 25.06.04 - 16:52

    damit hättest du unterm strich doch schaden. und zwar möglicherweise erheblichen. eine brücke braucht pfosten. wenn die vermurkst sind, dann kann jeder ersatz nur insgesamt gesehen schlechter sein als der 1. versuch. das ist ein bißchen mit entropie verwandt; die kann nur in eine richtung gehen..... und zwar richtung schlecht....

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  12. Re: Erfindung des Rades

    Autor: lol 25.06.04 - 20:22

    Der Künstler (also so 80%) produziert erstmal nur "schlechte" Musik die wird mit teurer Software/Hardware veredelt und dann mit andere
    teurer Hardware bis zu 10000x reproduziert. Warum bekommt davon
    nur der/die Künstler und der Produzent Geld. Die Hardware / Software und die "User" welche die Rohlinge, Hardware (Software) auf dieses Preisniveau gedrückt haben, bekommen nur Drohungen bei Benutzung derselben Technik. Das ist doch eine nette Welt :-)

    Warum muss ich nicht bei jeder Jeans Gema Gebühren bezahlen... die sind doch künstlerischer als unsere heutige Musik und genauso künstlich? Die sollen bei der Musik durch nicht zu reproduzierbaren Mehrwert Geld (schöne Sammelalben oder nette Poster) machen und nicht durch Quantitäten. Dann erledigen sich die Probleme sofort.

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  13. Re: Erfindung des Rades

    Autor: lol 25.06.04 - 20:28

    Schönes Beispiel für eine Copyright Verletzung.
    Wo hast du den diesen Artikel koppiert?

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  14. Re: Erfindung des Rades

    Autor: Michael - alt 26.06.04 - 11:04

    eine einfach zu beantwortende frage. daß du da nicht selbst drauf kommst.... tz tz.

    Die jeans wird als ein materielles produkt verkauft. die gema behandelt immaterielle produkte. das urheberrecht auch.

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  15. Re: Interview: Warum rebellieren wir nicht gegen das Copyright?

    Autor: CN 26.06.04 - 15:54

    klar, gebt nirgendwo ein copyright drauf alles darf kopiert werden, scheiss auf alles - Anarchie!!! - IDIOTEN

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  16. Re: der Herr Professor hat keine Ahnung vom Copyright

    Autor: CN 26.06.04 - 15:56

    danke du hast vollkommen recht, endlich mal einer der sich auskennt und die gleiche meinung hat wie ich

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  17. Re: Interview: Warum rebellieren wir nicht gegen das Copyright?

    Autor: Frank 26.06.04 - 16:56

    Du hast nichts, aber auch gar nichts verstanden...
    mach dich erst mal schlau bevor du so einen Schwachinn Postest...hast du das Interview überhaupt gelesen oder nur die Überschrift überflogen?

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  18. Re: Und das Thema?

    Autor: Omnibrain 27.06.04 - 10:03

    Hi

    > fuer mich ist auch die grosse frage, wie es
    > quasi weltweit dazu kommen konnte, dass dieses
    > system der umverteilung von unten noch oben
    > installiert werden konnte.
    >

    Um es mit den Worten der Ferenghi zu sagen:

    Wir lassen uns ausbeuten in der Hoffnung irgendwann selber mal zu den Ausbeutern zu gehoeren.

    mfg
    Omnibrain

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  19. Re: der Herr Professor hat keine Ahnung vom Copyright

    Autor: Jonny 27.06.04 - 20:32

    > der Herr Professor hat keine Ahnung vom Copyright

    Karl, ist dir vieleicht schon mal in den Sinn gekommen, dass die Copyright Gesetze rund um den Globus sich teilweise erheblich unterscheiden?

    > Es ist immer erlaubt, mit allen vorhandenen Quellen unbegrenzt zu arbeiten. Ich darf Musik von Madonna remixen so oft ich will. Erst wenn ich damit Geld verdienen will, ...

    Auch wenn du keine Gewinnerziehlungsabsicht hast, ist das VERBREITEN von (eigenen) Werken, die jegliches urheberrechtlich geschütztes Material aufweisen, ohne die Zustimmung der Rechteinhaber nicht gestattet!

    > muß ich meinen Gewinn mit dem originalen Komponisten teilen, was nur fair ist, denn immerhin hat er ja einen Teil zum Werk beigetragen.

    Dagegen wäre ja gar nichts auszusetzen, aber ein praktisches Problem dabei ist, dass NUR DER RECHTEINHABER entscheidet was "fair" ist -- egal wieviel EIGENANTEIL dein Werk hat! Im schlimmsten Fall heist das, ein Fremder bestimmt ob ein Werk ÜBERHAUPT der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden darf! Das finde ich mehr als krank!

    P.S. Ich bin froh das ich bei der ICANN @-Large Wahl für den richtigen gestimmt habe und deine Bewerbung für einen der Direktor Posten erfolglos war. Leider gibts gerade bei der ICANN noch zu viele Lobby-Hohlköpfe :-(

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  20. Re: Interview: Warum rebellieren wir nicht gegen das Copyright?

    Autor: ich 27.06.04 - 22:25

    Danke das es entlich mal jemand sagt.

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