Wer Informatik an der LMU studieren möchte, muss künftig mehr einbringen als sein Abiturzeugnis. Zum Wintersemester 2002/2003 führt die Ludwig-Maximilians-Universität München einen Eignungstest für die Studiengänge Diplom-Informatik, Diplom-Bioinformatik sowie für den Bachelor-Studiengang in Bioinformatik ein. Der Senat hat bereits zugestimmt, die Genehmigung des Wissenschaftsministeriums steht noch aus. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2002.
http://www.golem.de/0207/20614.html
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Den Rest besorgt das Arbeitsamt::
z.B.
NCE, MSE, etc.
Viel billigere Arbeitskräfte.
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Leute die so denken, werden immer in der zweiten Reihe stehen (bzw sitzen bleiben).
Für Minimalisten ist oben die Luft zu dünn, das gilt gottseidank überall.
:)
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Einstellungstests machen nur dann Sinn, wenn es sich um psychologische Testverfahren handelt, d.h. in der Regel Leistungstests wie Intelligenztests oder Problemsimulationen oder auch Assessment Center. Soetwas ist aber nicht wirklich politisch gewollt. In Amerika gibt es riesige Forschungsinsitute die sich ausschließlich mit der Entwicklung von Testverfahren beschäftigen und nur dann sind diese auch valider als Schulnoten.
Besonders bedenklich ist, dass der Versuch nicht von einem psychologischen Insitut betreut wird. Im Optimalfall sollte auch eine sozialpsychologische Betreuung stattfinden, da davon auszugehen ist, dass die Hochschullehrer massiv nach persönlicher Sympathie auswählen werden.
Hochschullehrer sind nicht in der Lage die Fähigkeiten von Studierenden in Gesprächen besser vorherzusagen als die einfache Abiturnote, wie sich in einer Untersuchung an der Universität Mannheim zeigte. Statt die Bewertung der pädagogischen Experten (d.h. der Lehrer), die im Vergleich zu einem psychologischen diagnostischen Urteil durchaus als suboptimal bezeichnet werden kann, ist es nicht sinnvoll ein Laienurteil zu verwenden.
Die Ergebnisse in Mannheim wurden unter den Tisch gekehrt, da sie nicht der Politik des damaligen Rektors der Uni Mannheim und heutigen Wissenschaftsministers von Baden-Württemberg entsprachen. Politik geht hier wohl vor Fairness und Nutzen für die Gesellschaft.
Mehr dazu in diesem Artikel:
http://www.psycube.de/?x=995409510
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Es ist allgemein bekannt das der IT-Bereich sich zum Billiglohn Bereich entwickelt, das ist im übrigen auch von der Bundesregierung so gewollt.
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Teilweise muss ich Dir da ehrlich zustimmen. Solche Einstellungstests sind nicht gerade die beste Lösung um die Spreu vom Weizen zu trennen und lassen nicht direkt darauf schliessen, wie gut jemand für das Studium geeignet ist.
Jedoch ist das schon mal viel sinnvoller, als das Modell, das jetzt gefahren wird: Es gibt massenweise Neuimmtrikulationen. Der grösste Teil von diesen Studenten bewirbt sich total blauäugig auf einen Informatikstudiengang und hat gar keine Ahnung, um was es da im Studium eigentlich geht.
Was bleibt den Hochschulen also anderes übrig um mit den Prüfungen die Leute nach Hause zu schicken, die keine Leistungen bringen. Das sind Fächer wie Programmieren, Mathe, Statistik, GDI, wo kräftig ausgefiltert wird. Ins Hauptstudium schaffens normalerweise nicht mal 50 Prozent.
Warum sollt man also das "Herausfiltern" erst nach 2-4 Semestern machen? Warum nicht schon vor dem Studium?
Gerade im Bereich Informatik ist Eigeninitiative und die Fähigkeit sich selber was beizubringen gefragt. Wer also vor dem Studium nicht schon mal in der Richtung was gemacht hat oder in Naturwissenschaftlichen Fächern eine Schwäche hat, ist wahrscheinlich sowieso im falschen Studiengang. (Aus eigener Erfahrung gibt es hier sehr, sehr wenige Ausnahmen.)
Thomas
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An der Uni-Stuttgart gibt es auch einen Eignungstest für Informatiker / Softwaretechniker.
Dieser ist jedoch eine freiwillige Zusatzleistung und soll den künftigen Studenten einen ersten Eindruck des späteren Stoffs geben. Auch wenn der Test absolviert wurde, steht es dem Bewerber frei, diesen beizulegen.
Ich finde diese Regelung sehr fair, da sie den Studenten eine Möglichkeit bietet grob abzuklären ob "genügend" Vorkenntnisse vorhanden sind, so dass ein "normales" Studentenleben möglich ist.
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Eignungstest OK, aber wie soll der aussehen?
Ich persönlich habe vor meinem Studium keine
Vorkenntnisse bzw. einen PC gehabt. Trotzdem
arbeite ich heute nach erfolgreichem Abschluß
im IT-Bereich eines großen Unternehmens.
Abstaktionsvermögen, Logik, das ist doch eigent-
lich alles, was gebraucht wird. Mathematik, Physik,
Statistik, Grafikdesign, Ergonomie, ..... alles Bereiche,
in denen man sich informationstechnisch spezialisie-
ren kann - aber diese Bereiche können nicht Bestand-
teil einer Aufnahmeprüfung sein.
Psychologische Gutachten???
Also mal im Ernst - in jedem Semester sitzen ein Paar
Genies (Freaks??), die 14-20 Stunden pro Tag vor der
Tastatur sitzen (und das auch noch "Leben" nennen)
- würden diese Spezis als normal gelten? Nein! Sie
werden irgendwann zu den bestbezahlten IT'lern gehören,
weil man verrückt sein MUSS, um so gut zu werden.
Diese klassischen Archtypen, die Klischeehacker, werden
möglicherweise durch Einführungstests nicht durchkommen
- ein Verlust für die deutsche EDV-Zukunft.
---------------------------------------------------------------------------------
... da steh' ich nun, ich armer Tor, uns bin so klug als wie zuvor ...
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Shanake schrieb:
> Abstaktionsvermögen, Logik, das ist doch eigent-
> lich alles, was gebraucht wird. Mathematik,
> Physik, Statistik, Grafikdesign, Ergonomie, ..... alles
> Bereiche,
> in denen man sich informationstechnisch
> spezialisieren kann - aber diese Bereiche können nicht
> Bestandteil einer Aufnahmeprüfung sein.
Naj aber das kann man doch prüfen und zumindest die ruassieben die z.B. mit Mathe und Logik garnix am Hut haben, die sind wohl woanders besser aufgehoben.
> Diese klassischen Archtypen, die Klischeehacker,
> werden
> möglicherweise durch Einführungstests nicht
> durchkommen
> - ein Verlust für die deutsche EDV-Zukunft.
das glaub ich nichtmal. Wie sagte einner meiner Lehrer einst zum "Medizinertest": "Wer denkt mit Bio hat man da besser karten, der irrt. Mathe und Physik sind da viel wichtiger, denn es geht um dei denkmuster, nicht das fachwissen".
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> Es ist allgemein bekannt das der IT-Bereich sich
> zum Billiglohn Bereich entwickelt, das ist im
> übrigen auch von der Bundesregierung so gewollt.
Könntest Du diese beiden Punkte bitte etwas spezifizieren? Würde mich interessieren.
Danke.
Gruß, Tommythomas schrieb:
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Vom Ansatz her klingt mir das doch verdaechtig nach den SAT/ACT und SAT II Tests, die in den USA eingesetzt werden, um Uni-Bewerber auszusieben. Fuer den Rest bleibt dann das Community College.
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wil schrieb:
>
> Den Rest besorgt das Arbeitsamt::
> z.B.
> NCE, MSE, etc.
>
> Viel billigere Arbeitskräfte.
Bleib mir blos weg mit dem Arbeitsamt. War direkt nach der Schule arbeitslos, hab nix gefunden und bin zu denen, dachte, die könnten mir helfen... Ich war mir nicht sicher, ob ich arbeiten gehen oder erst mal Informatik studieren soll. Und was glaubt Ihr, was das Arbeitsamt tolles für mich gemacht hat? Sie wollten, daß ich eine Ausbildung zum Schreiner mache! Angeblich bestünde gar keine Nachfrage nach Informatikern sagten die mir... Schreiner! Mann Mann Mann... So ein Stümperhaufen!
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Grundsätzlich ist folgendes zu Sagen: nach langen Jahren der ZVS und NC Steinzeit ist der allgemeine Wunsch, das Streben vieler Hochschulen in Deutschland nach mehr Selbstverwaltungsrecht in greifbare Nähe gerückt. Man will sich seine Studenten selbst auswählen... zum anderen ist die landläufige Annahme zu betrachten, dass die Aussagekraft der Abiturnote nie so schwach war, als wie heutzutage.
Blicken wir doch ein paar Jahre zurück: der Medizinertest : Hat er Sinn gemacht? Wurde er von Psychologen erstellt und betreut? Ja. Der Test hat funktioniert, und zwar völlig unabhängig von der Abinote. Es bringt einfach nichts, Leute zum Medizinstudium zuzulassen, weil sie in Latein eine "1" hatten, aber keinerlei technisches Verständnis haben.
Was ist mit der Pilotenausbildung z.B. der Lufthansa ? auch hier werden Schulnoten weitestgehend ignoriert. Zwar ist die Hochschulzugangberechtigung Bedingung, ihr Inhalt aber nicht. Banken?
Was ist mit dem Architektentest ? Wer an einer bayerischen Fachhochschule Architektur studieren will, der muß sich einem mehrtägigen Auswahlverfahren unterziehen. Dieses Verfahren wird bereits seit 1999 erfolgreich angewandt. Die Studenten sind motivierter, talentierter, und die Zahl der Abbrecher sinkt weiter.
Eignungstests, wie der Medizinertest, der Architektentest oder Pilotentest, Tests also, die einem Intelligentstest ähneln, also wissenschaftlich fundiert sind, von FACHLEUTEN und nicht von Hausmeistern einer Uni gestaltet wurden, sind sinnvoll. Sie helfen der Hochschule, dem Unternehmen, der Gesellschaft, aber auch dem Prüfling.
Es gibt natürlich auch Unternehmen, die sich auf die Vorbereitung derart umfangreicher Tests spezialisiert haben. So besucht jeder schweizer Medizin Bewerber ein Testvorbereitungsseminar. Dort übt man den Test so lange, bis man alles aus dem FF kann.
In Deutschland gibt es das HTTP, oder auch www.testhacker.de .
Tatsächlich stören die so professionell vorbereiteten Aspiranten das testtheoretische Idealbild. Andererseits ist die Teilnahme an einem Vorbereitungsseminar ein Motivationsnachweis.
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Was willst du in der Wirtschaft machen mit einem MCE oder MSE?
Meinst du die Wirtschaft weiss nicht was das für Waschlappen sind....?
Ohne zwei Jahre Berufserfahrung stellt dich keine Sau ein!!!!
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