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Professionalisieren?

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  1. Professionalisieren?

    Autor Baba 15.05.08 - 15:25

    Als Senior-Freelancer werde ich satt bezahlt. Ich habe
    in Projekten richtige Software-Entwicklung erlebt, wo
    richtig Manpower und Infrastruktur "draufgeworfen" wurde.

    Würde ich im Game-Markt einsteigen, dann nur in Projekten
    auf Ebene 500.000 verkaufte Einheiten weltweit, damit sich
    das vom Geld her lohnt. Alles drunter ist bestenfalls
    was für Leute bis 30, so "als Spassjob".

    In dem Kontext ist dann auch das Geld- und die notwendige
    Manpower vorhanden, moderne Build-, Entwicklung- und Asset-
    Verwaltung zu verwenden.

    Da ist neben gelebten Prozessen klassischer Entwickler-
    Skill gefordert, den man eben nur kriegt wenn man Senior-
    mäßig mal in 5 Industrien (neben Games) gearbeitet hat.

    Und dann hat man auch die Kohle, die entsprechenden Tools
    zu kaufen und auch sauber zu betreiben. Ein guter Entwickler-
    Arbeitsplatz mit Asset-Management kostet problemlos 10.000€,
    das selbe gilt für Grafik und die Server-Infrastruktur kann
    gerne nochmal 100.000€ verschlingen. Die muss man bei "nur"
    50 Leuten erstmal auf den Tisch legen, noch vor Gehältern
    etc. Und von diesen 50 kümmern sich mind. 5 nur um
    Prozesse und Infrastruktur. Die machen keinen "Content".

    Ein fünf Mann Team kriegt sicherlich auch alles mit viel
    mehr Hackerei hin. Da gibt es genug Kommerzgames mit ~20
    Leuten die per Netz auf der ganzen Welt verteilt entstanden
    sind - mit ziemlich kruden Tools und Ad-Hoc-Auf-Zuruf
    Prozessen. Funktioniert eben "auch". Nur mit mehr Schweiss.
    (Es gibt sogar NOCH kleinere Teams die erfolgreich sind)

    Ich kenne einige Gameentwickler. Die treten sich alle mit
    einem ziemlichen ideologischen Bonus zu den Dauerüberstunden.
    Wer von "professionalisieren" redet, meint eigentlich:
    es fehlt mehr Geld im Markt. Das kommt nur rein, wenn man
    ausserhalb DE sich Kunden sucht. Und das erfordert mehr
    Risiko in der Gamewahl, und damit auch mehr "Risiko"-Kapital.

    Baba

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  2. Re: Professionalisieren?

    Autor Badger 15.05.08 - 15:36

    Baba schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Als Senior-Freelancer werde ich satt bezahlt. Ich
    > habe
    > in Projekten richtige Software-Entwicklung erlebt,
    > wo
    > richtig Manpower und Infrastruktur "draufgeworfen"
    > wurde.
    >
    > Würde ich im Game-Markt einsteigen, dann nur in
    > Projekten
    > auf Ebene 500.000 verkaufte Einheiten weltweit,
    > damit sich
    > das vom Geld her lohnt. Alles drunter ist
    > bestenfalls
    > was für Leute bis 30, so "als Spassjob".
    >
    > In dem Kontext ist dann auch das Geld- und die
    > notwendige
    > Manpower vorhanden, moderne Build-, Entwicklung-
    > und Asset-
    > Verwaltung zu verwenden.
    >
    > Da ist neben gelebten Prozessen klassischer
    > Entwickler-
    > Skill gefordert, den man eben nur kriegt wenn man
    > Senior-
    > mäßig mal in 5 Industrien (neben Games) gearbeitet
    > hat.
    >
    > Und dann hat man auch die Kohle, die
    > entsprechenden Tools
    > zu kaufen und auch sauber zu betreiben. Ein guter
    > Entwickler-
    > Arbeitsplatz mit Asset-Management kostet
    > problemlos 10.000€,
    > das selbe gilt für Grafik und die
    > Server-Infrastruktur kann
    > gerne nochmal 100.000€ verschlingen. Die muss man
    > bei "nur"
    > 50 Leuten erstmal auf den Tisch legen, noch vor
    > Gehältern
    > etc. Und von diesen 50 kümmern sich mind. 5 nur
    > um
    > Prozesse und Infrastruktur. Die machen keinen
    > "Content".
    >
    > Ein fünf Mann Team kriegt sicherlich auch alles
    > mit viel
    > mehr Hackerei hin. Da gibt es genug Kommerzgames
    > mit ~20
    > Leuten die per Netz auf der ganzen Welt verteilt
    > entstanden
    > sind - mit ziemlich kruden Tools und
    > Ad-Hoc-Auf-Zuruf
    > Prozessen. Funktioniert eben "auch". Nur mit mehr
    > Schweiss.
    > (Es gibt sogar NOCH kleinere Teams die erfolgreich
    > sind)
    >
    > Ich kenne einige Gameentwickler. Die treten sich
    > alle mit
    > einem ziemlichen ideologischen Bonus zu den
    > Dauerüberstunden.
    > Wer von "professionalisieren" redet, meint
    > eigentlich:
    > es fehlt mehr Geld im Markt. Das kommt nur rein,
    > wenn man
    > ausserhalb DE sich Kunden sucht. Und das erfordert
    > mehr
    > Risiko in der Gamewahl, und damit auch mehr
    > "Risiko"-Kapital.
    >
    > Baba
    >

    Was sind den so deine Qualifikationen ? ( Berufserfahrung? absolviertes Studium evtl. ?, etc..) Ich würde auch gerne Freelancer werden und frag mich was man da so mitbringen muss.

    Danke schonmal

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  3. BWL-Schwätzer ...

    Autor APPD 15.05.08 - 15:40

    Baba schrieb:
    -------------------------------------------------------
    >
    > BWL-Gewäsch
    >

    ... rutsch mir den Buckel runter.

    Bei solchem gelaber muss ich kotzen.

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  4. Re: Professionalisieren?

    Autor Baba 15.05.08 - 17:42

    Badger schrieb:

    > Was sind den so deine Qualifikationen ? (
    > Berufserfahrung? absolviertes Studium evtl. ?,
    > etc..) Ich würde auch gerne Freelancer werden und
    > frag mich was man da so mitbringen muss.

    Interesse für Prozesse, Entwicklung, Datenbanken....
    whatever. Es gibt auch Freelancer für Müllentsorgung
    und Marketingmaßnahmen.


    Immenser Spass am Job (also man muss das schon lieben was man
    da tut). Auch sollte man mit Geld umgehen können, weil man
    sich ggf. mal auch über Durststrecken finanzieren können muss.
    (Nicht immer findet man gute Sachen und man sollte sich ab
    einem gewissen Level nicht unter Wert verkaufen).

    Ein gewisser Teil des Jobs ist "auftreten", "sich verkaufen".
    Und ein Teil ist "Officework" (d.h. saubere Stundenzettel,
    Vertragswissen, allgemein Finanz+Papierkram etc.) - wer
    diese ganzen Themen nicht regelmäßig ertragen will, sollte
    lieber im Festangestelltenjob bleiben.

    Tja, und dann bleibt nur noch eins: Skill, Skill, Skill.

    Man sollte in der Lage sein große Mengen an Daten aufzunehmen,
    Specs lesen etc. Englisch ist ein absolutes Muss (im IT
    Bereich, in anderen Bereichen vorher informieren). Wer
    Schwierigkeiten hat 2 Bücher im Jahr zu lesen ist da total
    fehl am Platz. Ich lese sicher über 1000 Seiten intensiv
    pro Jahr, das sind Specs, Bücher, Dokumentationen,
    Forumseinträge etc.

    Ob man sich diesen Skill mit einem Studium aufbaut, ob man das
    Autodidaktisch anlernt (das habe ich gemacht) ist vollkommen
    irrelevant (deswegen steht ja inzwischen bei fast jedem
    größeren Jobangebot 'oder ähnliche praxisgerechte Ausbildung').

    Skill ist IMHO alles. Wenn die Job-Beschreibung sagt Du musst Dr.
    sonstwas sein, dann wird das halt eben ohne Uni nicht gehen.
    Titel helfen halt immens bei der Preisgestaltung der Stundensätze :)

    Eine Nische finden in der es sich mit deinem Skillset gut leben
    lässt und die Fortbildung "akzeptabel" im Aufwand ist - und du
    solltest bei entsprechenden Stundensätzen die Rente
    mit 50 schaffen :)

    Beim Thema "Entwicklung" kann ich nur sagen: momentan nutze ich am
    Tag etwa 10-12 Tools recht regelmäßig mit einfacher bis heftiger
    Tiefe. In dem letzten Projekt wurden Leute rausgeworfen, die nach
    sechs Monaten immer noch nicht in der Lage waren, diese Tools
    "zu begreifen" und auch noch angemessene Qualität der Daten
    abzuliefern. Da ist halt auch ein dickes Stück Talent in dem
    Themenkreis drin. Fast alle Leute die ich da kenne, sind entweder
    richtig schnell im Kopf; sehr sehr wissend - oder gar beid€$ ;)

    Ich kann nur raten: mal umsehen was auf den jeweiligen Projektbörsen
    wie z.B. www.gulp.de (für IT) bei Buzzwords wie Flash, C++ oder Java
    so für Anforderungen verlangt werden.

    Dann weiß man recht schnell, ob man in diesem Sektor als Freelancer
    wirklich "glücklich" wird - oder ob man sich lieber um gar nichts
    kümmern will und nur seinen Scheck will am 1. des Monats.

    Baba


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  5. Re: BWL-Schwätzer ...

    Autor Roth2 15.05.08 - 17:43

    APPD schrieb:
    > ... rutsch mir den Buckel runter.
    >
    > Bei solchem gelaber muss ich kotzen.

    Kommt das nicht schon von den vier Bier um 11 morgens?
    Die in der Plastikflasche schmecken doch echt nicht!

    --->Roth2

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  6. Re: BWL-Schwätzer ...

    Autor S N X 15.05.08 - 17:47

    SNX -

    DA SHADOW NIGGA XTREME 2k8

    DISAPPROVES!11

    NOW SUCK MY OCK U BITCH Z

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  7. Re: Professionalisieren?

    Autor Badger 15.05.08 - 18:25

    Vielen Dank erstmal für die nette Auskunft :)

    Ich kann mich mit den meisten Dingen die du beschreibst gut anfreunden.

    Ich bin zur Zeit Student und bin als Werkstudent bei einem mittelständischen Unternehmen tätig.
    Also eigentlich will ich Freelancer werden weil man oftmals in Projekte gesteckt wird die kurz davor sind gecancelt zu werden und man extrem viel in sehr kurzer zeit lernen und leisten muss.
    Das finanzielle ist eher zweitrangig, obwohl man bei den Einstiegsgehälter in der IT-branche nicht meckern kann.
    Wenn ich aber viel Kohle will werd ich entweder Rosa-Hemd-Träger (Marketing-Fuzzie) oder Manager ^^
    Aber der angesprochene Papierkram schreckt mich ein wenig ab, aber ich denke das ist es Wert.
    Villeicht noch eine Frage zum Schluß: Wie alt bist du ?
    (20 || 30 || 40) reicht mir.


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  8. Re: BWL-Schwätzer ...

    Autor full_ak APPD 10.03.09 - 18:13

    Nur schon der erste Satz. "Als Senior-Freelancer werde ich satt bezahlt."

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