Hallo,
kann mir mal jemand den Unterschied zwischen den verschiedenen (freien) Distributionen erklären (Gentoo, Debian, RedHat, usw.)?
Welche Distri bietet sich für welchen Nutzer an?
Objektive Meinungen währen nicht schlecht, auch wenn ich das wohl kaum finden werde ;-)
Gruß
msp23
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msp23 schrieb:
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> Hallo,
>
> kann mir mal jemand den Unterschied zwischen den
> verschiedenen (freien) Distributionen erklären
> (Gentoo, Debian, RedHat, usw.)?
Unter
http://www.sebastian-bergmann.de/talks/2005-03-10-Gentoo.pdf
findest Du einen Vortrag, den ich über Gentoo Linux bei der
Linux/UNIX Usergroup Sankt Augustin vor kurzem gehalten habe.
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Anfänger:
---------
- SuSe
- Mandrake
- RedHat / FedoraCore
- Arklinux
- Ubuntu
Fortgeschritten:
----------------
- Debian
- Slackware
- Gentoo
- FreeBSD
Wenn du einfach mal einen Blick in Linux werfen willst ohne vorher zu installieren: Knoppix. Damit kannst du von CD ein Linux booten ohne etwas auf die Harddisk installieren zu müssen.
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Hi,
objektive Meinungen zu diesem Thema zu finden ist wahrlich nicht so einfach... Die Erfahrungen mit den verschiedenen Distris haben bei mir ungefähr diesen Eindruck hinterlassen:
Debian:
Setze ich auf mehreren Servern ein. Dank dem Paketmanagement sehr einfach upzudaten und (zumindest der stable-branch) grundsätzlich sehr sicher und wenig Lücken. Dadurch allerdings oftmals etwas bis sehr veraltete Software, womit ich aber im Serverbetrieb leben kann. Keine Ahnung bezüglich Desktop-Einsatz, Installation allerdings nicht gerade einsteigerfreundlich.
RedHat:
Habe ich vor Jahren einmal auf dem Desktop ausprobiert, damals wollte er mir partout meinen Bildschirm nicht vernünftig ansteuern - war ziemlich schnell wieder weg. Version 9 habe ich im Geschäft als Test-Server laufen, ohne Probleme.
FedoraCore:
IIRC wurde das aus RedHat gesplittet, daher ähnlich einfach zu installieren. Trifft aber irgendwie nicht meinen persönlichen Geschmack (k/a warum genau ^^).
Suse:
Sehr einfache Installation, daher besonders für Umsteiger geeignet.
Mandrake:
Hatte ich lange Zeit als Desktop im Einsatz. Praktisch keine Probleme und einfache Installation. 2 Kollegen konnten Mandrake problemlos in Betrieb nehmen und die haben nun wirklich keinen Plan von Linux :-) Deshalb meine Empfehlung für Anfänger bzw. Umsteiger.
Gentoo:
Die Distri meiner Wahl :) IMHO grösste Flexibilität und sehr aktuell. Die Installation ist aber überhaupt nicht für Anfänger geeignet, auch wenn eine gute Anleitung dafür existiert... Trotzdem muss praktisch alles auf der Shell installiert und konfiguriert werden, daher nur für Fortgeschrittene User geeignet. Setze ich seit ca. 2 Jahren ein und habe kürzlich auf die 64bit Arch gewechselt, was erstaunlich gut geklappt hat, im Gegensatz zu selbem Versuch vor einem halben Jahr :-)
Knoppix:
Komplett von CD lauffähige Distribution, auf Debian basierend. Ideal für Notfälle und Diagnose.
Ubuntu:
Habe ich persönlich noch nicht ausprobiert, dürfte aber einen Blick wert sein. Scheint ein aktuelleres Debian mit einfacherer Benutzerführung zu werden (wie gesagt, habe mich noch nicht näher damit befasst).
.weishaupt
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Hi,
ich versuchs mal:
Also nehmen wir zuerst das bekannteste hier in Deutschland. SuSE-Linux stellt ein System zur verfügung, welches schon zum großen Teil vorkonfiguriert ist, SuSE bietet diverse Administrationstools, mit denen die Systemverwaltung vereinfacht wird. Von erfahrenen Linuxern wird SuSE gerade deshalb oft verpönt und als Anfängerlinux bezeichnet. Leider haben gerade erfahrene User tatsächlich einige Probleme damit, weil gerade diese Admin-tools eine Administration per Hand stark erschweren.
OK, dann gibt es noch Debian, auf Debian wird kein erfahrener Linuxer etwas kommen lassen, eine gut durchdachte Distri ohne viel Schnickschnack. Sehr auf Sicherheit und flexibilität bedacht.
Gentoo ist eigentlich keine richtige Distribution, da eine Distribution eigentlich eine Zusammenstellung von Paketen und Distri-tools darstellt. Gentoo's Herzstück ist das sogenannte Portagesystem, ähnlich dem Portsystem von BSD. Gentoo ist ein ebonso schönes System wie Debian, hat aber den entscheidenden Nachteil, daß es Quellbasiert ist und somit alle Pakete kompiliert werden, was tierisch Zeit in Anspruch nimmt (eine vernünftige nutzung in größeren Rechnerverbänden ist somit nicht richtig möglich). Gentooanhänger behaupten, das gerade diese Quellenorientierung die Stärke sei, weil man sein System bis ins letzte optimieren kann. Da ich nun selber seit Version 1.2 dieses System verwende, weiß ich daß das Quatsch ist.
Es gibt viele weitere Distributionen, die aber oftmals auf einigen wenigen Standarddistributionen wie RedHat, Debian, Slackware etc. beruhen.
Grüße, L
msp23 schrieb:
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> Hallo,
>
> kann mir mal jemand den Unterschied zwischen den
> verschiedenen (freien) Distributionen erklären
> (Gentoo, Debian, RedHat, usw.)?
> Welche Distri bietet sich für welchen Nutzer an?
>
> Objektive Meinungen währen nicht schlecht, auch
> wenn ich das wohl kaum finden werde ;-)
>
> Gruß
>
> msp23
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Die Distributionen unterscheiden sich insbesondere in folgenden Punkten:
- Paketverwaltung:
. rpm (SuSE, Mandrake, Fedora u.a.)
. deb (Debian und davon abstammende, z.B. Linspire)
. portage (Gentoo)
. andere (z.B. Slackware)
- Installation: von einfach&graphisch bis hin zur puren Handarbeit auf der Kommandozeile
- Aktualität: von "alt aber bewährt" (Debian) bis hin zu "bleeding edge" (die meisten)
- Vollständigkeit: "best of breed" (nur ein Programm pro Aufgabe) oder "die grosse Vielfalt" (für viele Aufgaben einige konkurrierende Programme zur Auswahl)
- Integration: werden unveränderte Komponenten zusammengewürfelt oder Look&Feel der einzelnen Programme aufeinander abgestimmt (z.B. OpenOffice an den Desktop angepasst)?
Für Einsteiger sind meiner Meinung nach Mandrake und SuSE am empfehlenswertesten: einfache Installation, vernünftige Defaults, vollständig, integriert.
Beide sind RPM-basiert, was einem Anfänger aber egal sein kann, da er die
technischen Unterschiede der Paketformate eh nicht spürt.
Knoppix hat interessanterweise derzeit mehr Probleme bei der Hardware-Erkennung als andere Distros, z.B. der Installer Mandrake (ist zumindest meine Erfahrung);
zwar kann man mit den sogenannten Cheat-Codes ein bisschen nachhelfen, aber sehr
überzeugend ist das so nicht.
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Gwanun schrieb:
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> Anfänger:
> ---------
> - SuSe
> - Mandrake
> - RedHat / FedoraCore
> - Arklinux
> - Ubuntu
>
> Fortgeschritten:
> ----------------
> - Debian
> - Slackware
> - Gentoo
> - FreeBSD
>
FreeBSD ist keine Linux-Distribution!!!!!
Die Unterteilung ist im Grunde genommen unsinnig (auch wenn ich die Einteilung durchaus nachvollziehen kann), denn gerade SuSE und RedHat werden in Unternehmen eingesetzt, und das sind meist keine Anfänger.
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Lars schrieb:
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Gentooanhänger behaupten, das gerade diese Quellenorientierung
> die Stärke sei, weil man sein System bis ins
> letzte optimieren kann. Da ich nun selber seit
> Version 1.2 dieses System verwende, weiß ich daß
> das Quatsch ist.
Sorry, aber das stimmt so nicht. Mithilfe der USE-Flags lassen sich da sehrwohl Optimierungen vornehmen, Beispiele wären HAL an/aus in KDE-3.4, X an/aus in PHP (wer brauchst X normalerweise in PHP?), DVD Support aus, wenn man kein DVD Laufwerk hat, GRUB mit oder ohne NetBoot Support, ... die Liste lässt sich endlos vorsetzen. Von der Geschwindigkeit her bringt das zwar meist kaum Verbesserungen (zumindest kaum spürbar) aber man hat dann eben genau das was man haben will bzw. eben nicht haben will. Außerdem lassen sich so manche Sicherheitsprobleme vermeiden.
Speziell das Selberkompilieren des Kernels möchte ich nicht mehr aufgeben müssen, ein selbst kompilierter hat einfach Vorteile gegenüber den kompilierten der anderen Distris. Ich hab vor kurzem verglichen: SuSE Kernel gegenüber selbst kompiliert: Der Geschwindigkeitsgewinn lag bei mindestens 100% also SuSE Kernel war doppelt so langsam.
Und um die Frage gleich zu beantworten: Ja, ich verwende Gentoo seit Jahren sowohl für Desktop als auch Server.
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Lars schrieb:
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bis hier hin kann ich deine meinungen teilen
> Gentoo ist eigentlich keine richtige Distribution,
> da eine Distribution eigentlich eine
> Zusammenstellung von Paketen und Distri-tools
> darstellt.
?... nur weil die pakete nich als binaries verteilt werden ist es deiner meinung keine distri mehr?
> Gentoo ist ein ebonso schönes System wie Debian,
> hat aber den entscheidenden Nachteil, daß es
> Quellbasiert ist und somit alle Pakete kompiliert
> werden, was tierisch Zeit in Anspruch nimmt (eine
> vernünftige nutzung in größeren Rechnerverbänden
> ist somit nicht richtig möglich).
tut mir leid, kann ich so auch nicht teilen... zumal es in homogenen rechnerverbaenden alles eh nur einmal kompilierte werden muss.
das kompilieren kann dann dort auch gleich verteilt gemacht werden.
zudem zwingt dich keiner standig die aktuellsten versionen aufzuspielen.
solange es stable ist und keine patches benoetigt.
> Gentooanhänger
> behaupten, das gerade diese Quellenorientierung
> die Stärke sei, weil man sein System bis ins
> letzte optimieren kann. Da ich nun selber seit
> Version 1.2 dieses System verwende, weiß ich daß
> das Quatsch ist.
bei guis mag das nicht sofort erkennbar sein. aber programme und dienste, die nicht von der benutzerinteraktion gebremst werden macht es oft einen spuerbaren unterschied.
der kleinste nenner x86 kann sehr oft eine enorme bremse sein. oder wenn pakete mit allen raffinesen kompiliert wurden, die der source hergibt, damit es auch alle aufgabenfaelle abdeckt... ein gesunde auseinandersetzung mit den useflags macht da sehr wohl sind. speziell die X unterstuetzung bei zahlreichen tools, die einfach nur sinnlos ist...
aber ich kann nur bestaetigen, auch wenn das gentooforum beispielhaft ist, und die doku zur install ganz okay... diese distri sollte man erst einsetzen wenn man sich mit linux auskennt, oder gute freunde hat, die man taeglich mit fragen nerven kann :)
anfaenger sollten den weg ueber suse suchen. diese distri ist fuer anfaenger recht einsehbar und durch seine deutsche herkunft auch gut in deutscher sprache dokumentiert...
mandrake und fedora sind da technisch sicherlich aehnlich einsteigerfreundlich... allerdings wird man dort dann eher wenig an dokus in der muttersprache finden...
debian ist fuer profis meisst das system der wahl, wenn sie voll auf stable setzen oder ihnen gentoo und slackware zu weit gehn (wobei man sagen muss, das gentoo ab einem bestimmten grad extrem komfortable sein kann.)
msp23... falls du wirklich noch vor dem einstieg stehst, solltest du dir einen guten kumpel suchen, der schon linux einsetzt... und am seine distri erstmal nehmen... dann kann er dir ueber alle einstiegshuerden helfen.
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