Die GPL kostet eine ganze Menge. Das haben viele
nur noch nicht begriffen.
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Viele können leider eben nicht zwischen "frei" und "kostenlos" unterscheiden.
Das wird auch solange so bleiben, bis endlich davon abgerückt wird, als erstes Argument für freie Software "ist kostenlos" ins Felde zu führen.
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Vogel schrieb:
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> Die GPL kostet eine ganze Menge. Das haben viele
> nur noch nicht begriffen.
Selbst schuld, sie hätten genausogut auch die kommerzielle Lizenz kaufen können.
Aber du hast schon recht, wer Produkte mit verändertem GPL Code ausliefert, sollte sich schon über die Lizenz im Klaren sein. Das gilt für kommzerielle Lizenzen aber genauso.
Frei (im Sinne der GPL) heißt eben nicht "ich lass mir die Hälfte vom Code von ein paar dummen Gratis-Open-Source Programmierern machen und kann dann damit anstellen was ich will".
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Vogel schrieb:
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> Die GPL kostet eine ganze Menge. Das haben viele
> nur noch nicht begriffen.
Die GPL legt in ihren Lizenzpunkten eindeutig fest, was man darf und was nicht. Gerichte haben auch schon mehrfach die Gültigkeit der GPL bestätigt.
Pardon, aber sieh das mal aus der anderen Perspektive: Mehrere Programmierer erstellen nach Monaten ein tolles Programm, jeder darf es nutzen wenn der Quellcode verfügbar bleibt... und dann kommt so ein hergelaufener Manager daher, schnappt sich den Quellcode, pappt sein Firmenlogo drauf und verdient damit massig Geld (die er natürlich für sich behält).
Wer sowas tut, sucht Software, die unter die BSD-Lizenz gestellt ist. Es wird doch wohl das Recht des Erstellers sein, zu bestimmen, was mit seiner Software angestellt werden darf.
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> Wer sowas tut, sucht Software, die unter die
> BSD-Lizenz gestellt ist. Es wird doch wohl das
> Recht des Erstellers sein, zu bestimmen, was mit
> seiner Software angestellt werden darf.
Full ack! Lustigerweise ist das ja immer das Argument für proprietäre Software. Aber bei der GPL zählt das natürlich nicht.
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RogerDarcy schrieb:
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> > Wer sowas tut, sucht Software, die unter
> die
> BSD-Lizenz gestellt ist. Es wird doch
> wohl das
> Recht des Erstellers sein, zu
> bestimmen, was mit
> seiner Software angestellt
> werden darf.
>
> Full ack! Lustigerweise ist das ja immer das
> Argument für proprietäre Software. Aber bei der
> GPL zählt das natürlich nicht.
Naja. Man kann alles schlecht reden.
Ich verstehe deine Aussage nicht ganz.
In der GPL ist doch genau geregelt was man mit dem Quellcode machen darf und was nicht.
Der Ersteller kennt natürlich die GPL.
(Sonst würde er seine Software/Quellcode nicht unter diese Lizenz stellen.)
Was ist nun das lustige Argument?
Würde mich persönlich interessieren.
Wenn man ein Microsoftprodukt benutzen will muss man auch eine EULA zustimmen.
Wo ist da der Unterschied zur GPL?
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Harkai schrieb:
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> Wenn man ein Microsoftprodukt benutzen will muss
> man auch eine EULA zustimmen.
> Wo ist da der Unterschied zur GPL?
Die GPL ist keine EULA. _Benutzer_ einer GPL-Software kommen mit der Lizenz gar nicht in Brührung. Die GPL regelt _ausschließlich_ die Bedingungen zur Verbreitung der Software.
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Harkai schrieb:
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> Was ist nun das lustige Argument?
Daß bei proprietären Lizenzen gut und richtig ist, was bei der GPL geschmäht wird.
> Wenn man ein Microsoftprodukt benutzen will muss
> man auch eine EULA zustimmen.
> Wo ist da der Unterschied zur GPL?
Inhaltlich? *g*
Aber mal im Ernst: ob eine EULA wirksam ist, darüber streitet man sich nach meinem Kenntnisstand noch. Stellenweise stehen doch etwas wüste Sachen drin. Man korrigiere mich bitte, falls ich falsch liege.
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Flying Circus schrieb:
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> Aber mal im Ernst: ob eine EULA wirksam ist,
> darüber streitet man sich nach meinem
> Kenntnisstand noch. Stellenweise stehen doch etwas
> wüste Sachen drin. Man korrigiere mich bitte,
> falls ich falsch liege.
Die Wirksamkeit der EULA ist (meistens) nicht wegen der Inhalte strittig, sondern weil der Käufer sie erst sieht, wenn das Umtauschrecht verfallen ist (= Packung offen).
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Astorek schrieb:
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> Vogel schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > Die GPL kostet eine ganze Menge. Das haben
> viele
> nur noch nicht begriffen.
>
> Pardon, aber sieh das mal aus der anderen
> Perspektive: Mehrere Programmierer erstellen nach
> Monaten ein tolles Programm, jeder darf es nutzen
> wenn der Quellcode verfügbar bleibt... und dann
> kommt so ein hergelaufener Manager daher, schnappt
> sich den Quellcode, pappt sein Firmenlogo drauf
> und verdient damit massig Geld (die er natürlich
> für sich behält).
Das ist ja alles ok, GPL Code darf durchaus verwendet werden, um damit Geld zu verdienen. Die Bedingung ist eben, dass das Code frei bleiben muss, das heißt die Quellen, ob modifiziert oder nicht, müssen von dem besagten Manager frei weitergegeben werden, und zwar vollständig.
Hierbei werden die Betreiber der Wahmaschinen aber mit dem Problem konfrontiert, daß sie vielleicht Interesse daran haben könnten, daß nicht alles was in ihren Maschinen abgeht für jederman einsichtbar ist. In diesem Fall sollten sie vorsichtig sein mit der Verwendung von GPL-Software.
Im übrigen ist es nicht verboten, sensible Teile aus dem GPL-Code auszukapseln und neu zu programmieren, und diese neu programmierten Teile als closed-source zu vertreiben. Hauptsache, es ist wirklich neu programmiert und enthält nichts mehr von dem Code, dass unter der GPl herausgegeben wurde.
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raoul schrieb:
>
> Das ist ja alles ok, GPL Code darf durchaus
> verwendet werden, um damit Geld zu verdienen. Die
> Bedingung ist eben, dass das Code frei bleiben
> muss, das heißt die Quellen, ob modifiziert oder
> nicht, müssen von dem besagten Manager frei
> weitergegeben werden, und zwar vollständig.
wobei hier anzumerken ist, dass die Offenlegung nur dann erfolgen muss, wenn entsprechende Software weitergegeben wird. Wer aufgrund von GPL Software eine kostenpflichte Dienstleistung anbietet muss seinen Code nicht offenlegen, wenn er die GPL Software nicht vertreibt. Beispiel: LAMPP...
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Vogel schrieb:
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> Die GPL kostet eine ganze Menge. Das haben viele
> nur noch nicht begriffen.
komisch, ich programmiere mit freien Modulen und mir würde nie mals jemand eine Klage an den Hals werfen.
Und das liegt nicht an der Faulheit der Anwälte...
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Vogel schrieb:
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> Die GPL kostet eine ganze Menge. Das haben viele
> nur noch nicht begriffen.
Regeln&Vereinbarungen sind nicht so deine Stärke, oder?
Die GPL verlangt eine Verfügbarmachung von Quelltexten und verbietet dem Distributor Geld mit ihr einzutreiben.
Es kostet niemanden etwas solang er sich an die Lizenzvereinbarungen hält. Das ist immer so, wenn man dagegen verstößt darf man sich natürlich nicht in die Hose kacken wenn jemand dagegen vorgeht ...
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Älän Karr schrieb:
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> Vogel schrieb:
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> -----
> > Die GPL kostet eine ganze Menge. Das haben
> viele
> nur noch nicht begriffen.
>
> Regeln&Vereinbarungen sind nicht so deine
> Stärke, oder?
> Die GPL verlangt eine Verfügbarmachung von
> Quelltexten und verbietet dem Distributor Geld mit
> ihr einzutreiben.
> Es kostet niemanden etwas solang er sich an die
> Lizenzvereinbarungen hält. Das ist immer so, wenn
> man dagegen verstößt darf man sich natürlich nicht
> in die Hose kacken wenn jemand dagegen vorgeht ...
So ein Dünnpfiff habe ich lange nicht mehr gelesen. Lies doch einfach mal die GPL und die Erläuterungen dazu!
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Grakan schrieb:
-------------------------------------------------------
>
> So ein Dünnpfiff habe ich lange nicht mehr
> gelesen. Lies doch einfach mal die GPL und die
> Erläuterungen dazu!
[...] b) You must cause any work that you distribute or publish, that in whole or in part contains or is derived from the Program or any part thereof, to be licensed as a whole at no charge to all third parties under the terms of this License. [...]
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Schelm schrieb:
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> Harkai schrieb:
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> -----
> > Wenn man ein Microsoftprodukt benutzen will
> muss
> man auch eine EULA zustimmen.
> Wo
> ist da der Unterschied zur GPL?
>
> Die GPL ist keine EULA. _Benutzer_ einer
> GPL-Software kommen mit der Lizenz gar nicht in
> Brührung. Die GPL regelt _ausschließlich_ die
> Bedingungen zur Verbreitung der Software.
>
>
Naja. Klar kann man das nicht zu 100% miteinander vergleichen, da die GPL viel mächtiger ist als eine EULA.
Man muss sogar bei Microsoftprodukten noch zusätzlich Lizenzbestimmungen zustimmen, obwohl man das Produkt für Geld gekauft hat.
Bei der GPL ist das nicht nötig.
Und man muss sie als Benutzer auch nicht kennen die Lizenz. Allerdings sollte man sie kennen.
Genauso ist das im Übrigen mit dem Copyright.
Ich glaub auch kaum, dass jeder der Musik kauft das ganze Urheberrecht erst lernt und dann die Musik sich kauft die einem gefällt.
Muss man auch nicht.
Die GPL ist kein Recht sondern eine Lizenz. Trotzdem funktioniert sie so ähnlich wie das Copyright.
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Harkai schrieb:
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> Wenn man ein Microsoftprodukt benutzen will muss
> man auch eine EULA zustimmen.
> Wo ist da der Unterschied zur GPL?
Kann ich dir sagen :-)
Die EULA von Windows ist größtenteils rechtlich unwirksam *g*
Die GPL vollends rechtskräftig wirksam :-)
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