verstehe nicht, dass sich einige hier über den "abstieg" der herrn horowitz sorgen.
auf coupons.com ist folgendes zu lesen:
Coupons, Inc. uses "automatically collected" data to (a) process and record coupon printing and redemption activity; (b) store information so that you will not have to re-enter it during your visit or the next time you use the Sites; (c) provide custom, personalized coupon promotions, advertisements, content, and information; (d) monitor the effectiveness of marketing campaigns; and (e) monitor aggregate usage metrics such as total number of visitors and pages viewed.
die seite bietet internetusern an, rabattcoupons mithilfe eines eigenen druckprogramms auszudrucken. die schleppen die coupons zur nächsten supermarktkasse und lösen sie dort ein. aus unternehmenssicht ist das eine geniale strategie des werbewirkungs- und verhaltenstrackings!
man stelle sich das folgende szenario vor: nivea schaltet mithilfe von coupons.com banner-werbung für eine creme auf brigitte.de. das banner selbst ist ein rabattcoupon. klickt man den an, gelangt man auf coupons.com, wo man möglicherweise sogar noch einige persönliche infos eingibt, bevor man sich den coupon-drucker runterlädt. mithilfe dieses druckprogramms druckt man den coupon aus (auf dem in strichcode-form oder durch andere verschlüsselung eine eindeutige zuordnung zum benutzter möglich ist), rennt in den nächsten rossmann, um den rabatt abzugreifen und gibt den coupon an der kasse ab. in diesem moment weiß nivea sehr viel: wann der user das werbbanner gesehen hat und draufgeklickt hat, wann er den coupon ausgedruckt und wann er ihn in welchem laden eingelöst hat. auf dieser datengrundlage lässt sich eine aussage zur effektivität von coupon-banners in spezifischen redaktionellen umfeldern machen und es lässt sich sogar ein ungefähres standort- und einkaufsprofil eines nutzers erstellen. durch die verknüpfung von medialen interessen des nutzers und seinen einkaufsgewohnheiten kann nivea nun zukünftig deutlich effektiver planen, welche werbung in welchen umfeldern geschaltet werden soll, um bestimmte zielgruppen am besten zu erreichen.
das ist weder trivial noch ein beruflicher abstieg, sondern die konsequente weiterführung des google-konzeptes. google kann bisher nur werberezeption und onlineeinkaufsverhalten direkt verknüpfen. mit coupons.com kann man sich zusätzlich noch das offline-einkaufsverhalten anschauen, also genau den bereich, in dem ein einkäufer, gerade wenn er bar bezahlt, noch die wenigsten digitalen spuren hinterlässt . würde mich nicht wundern, wenn google an coupons.com beteiligt ist oder bald beteiligt sein wird.
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Danke für den Beitrag. Selten kann ich gut begründeten Vermutungen so beipflichten, wie dieser. :))
Greets
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