Hallo!
Ich finde es super, dass in Schule Linux eingesetzt wird.
Für die meisten Einsatzbereiche (Internetrecherchen,Textverarbeitung, Tabellenkalkulation) reicht das auch locker aus, aber...
dann kommen die Schulbuchverlage, die bringen ihr Software nur für Windows (max. MAC) auf den Markt. Meinst auch noch so, dass sie nicht mit Wine läuft.
Ich supporte ein Gymnasium, habe es daher selbst erlebt: Da kommt dann Lehrer X mit einer super Multimedia-Software über den 2. Weltkrieg, und will die im Unterricht einsetzten. Also muss doch wieder Windows auf alle PCs.
Und wenn es dann ab der 10. Klasse an die Bewerbungen geht, verlagen vorallem kleine Betriebe von den Azubis schon MS Office-Kenntnisse (Serierenbrief,...). Klar, wenn ich das Konzept einmal verstanden haben, ist jedes Office-Paket ähnlich zu bedienen. Aber alle Schulunterlagen sind auf MS Office gemünzt, weil MS das fördert.
Als Server-OS ist Linux in Schulen recht einfach zu nutzen, wenn nicht ein pädagogisches Netzwerk (Materialverteilung-, Einsammlung, Klausurumgebung) zum Einsatz kommt. Siese kommerziellen Produkte zielen nämlich alle auf ein Windows 2003 AD ab.
Neelix
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Bravo!
Das ist nämlich genau das Problem und leider kommt das in allen Threads zu diesem Thema viel zu kurz!
Es geht nicht (nur) darum, mit welchen Programmen die Kinder/Jugendlichen Texte erstellen und/oder im Internet surfen können.
Es geht um viel mehr als das: Hochkomplexe Netzwerkanwendungen insbesondere für die zentrale Administration (z.B. Benutzerverwaltung, die bei meist ungeschultem Personal liegen muss, weil die Benutzer den Schulträgern und externen Dienstleistern nicht bekannt sind und auch nicht sein können), automatisierte Softwareverteilung in einer Fülle, bei der so manche Büroumgebung leicht die Krise kriegen dürfte, Klassenarbeitsmodi, selektive Applikationseinblendung nach User-Level, Filterstufen beim Internetzugang etc.
Das alles hat mit dem Client, auf dem ja angeblich nur eine Textverarbeitung laufen muss und vielleicht noch ein Browser, nicht mehr viel zu tun. Hier geht es um viel mehr und die meisten hier kennen das schulische Umfeld nicht und schon gar nicht die Lehrpläne.
Wenn man überhaupt Softwarelösungen für die o.g. Aufgaben findet (ich habe bestimmt noch einige mehr vergessen), dann basieren die nunmal meist auf Windows. Nicht also nur die Pakete der Verlage erzeugen diese Problematik, sondern eben auch mehr.
Es gibt derzeit verschiedene Ansätze, Plattformen zu erstellen, die die o.g. Dinge auf Linux-Basis erschlagen können, aber leider ist das noch nicht wirklich sehr weit. Auf Windows-Basis gibt es bereits Plattformen dieser Art, aber die sind höchst speziell und recht kompliziert.
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