"Wenn du den Code nutzen (d.h. weiterentwickeln) willst, ohne dich an die GPL-Regeln zu halten und den Code ebenfalls unter GPL zu stellen, wenn du ihn veröffentlichst, was hast du denn mit dem Code vor? "
Ihn z.B. unter der BDS-Lizenz wirklich frei veröffentlichen. Ist ja mein Code! Der ursprüngliche Code kann ja weiterhin unter GPL bleiben.
GPL ist so wie von der Oma 10 Euro zum Geburtstag bekommen, aber nur unter der Auflage, dass man es sofort an Caritas spendet, statt es für Süßigkeiten auszugeben. Der Schein ist frei, die Verwendung nicht.
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> Bei GPL software wenn man sie nutzen will wird man gezwungen das was
> dann als endprodukt rauskommt, wenn man es weiter entwickelt,
> ebenfalls kommt unter die GPL zu stellen.
Tausende von Entwicklern haben mit GPL kein Problem und empfinden sie als Lizenz mit der größtmöglichen Freiheit. Freiheit im SInne von "mein Code bleibt für immer frei" und ich brauch keine Angst zu haben, dass sich andere mit meiner Arbeit eine goldene Nase verdienen, ohne etwas dafür geleistet zu haben.
Wenn du irgendwann vorhast, deinen Code zu vermarkten, dann darfst du sie eben nicht als GPL veröffentlichen. Wenn du BSD nimmst, riskierst du, dass andere deine Arbeit abgreifen und in klingende Münze umwandeln. Wenn du kein Risiko eingehen willst, mach deinen Code proprietär. Wo ist das Problem?
Heute wird überall "Freiheit ohne Grenzen" gefordert. Aber das ist eine Illusion. Freiheit gibt es NIE ohne Grenzen!
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Nein, bei der BSD-Lizenz sind "Fremdentwickler" freier.
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> Ihn z.B. unter der BDS-Lizenz wirklich frei veröffentlichen. Ist ja
> mein Code! Der ursprüngliche Code kann ja weiterhin unter GPL bleiben.
Warum stellst du ihn denn nicht gleich unter BSD?
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"Die alten BSD-Unixe sind so klein geblieben wie eh und je. Linux mit seiner GPL hat sie längst abgehängt."
Das liegt nicht an der Lizenz. Linux nutzt auch BSD-Software und BDS nutzt auch GPL-Software.
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> Wo ist der einwand lächerlich?
Der Einwand ist lächerlich, weil ein Zwang wohl kaum vorliegen kann, wenn ich mich dafür oder dagegen entscheiden kann.
Angenommen es gäbe eine Bibliothek mit dem Schild:"Nur für Weiße". Kann man hier nicht von Freiheit sprechen, weil ein Schwarzer niemals reingehen dürfte, egal was er tut.
Steht dort aber "Bitte ohne Taschen", ist der Eintritt sehr wohl frei, da es jedem zusteht, selbst zu entscheiden, ob man die Tasche ablegen will, oder nicht.
Aber Unabhängig, von der konkreten Definition des Freiheitsbegriffes, ist die Behauptung man würde gezwungen die GPL zu verwenden schlicht falsch. Es ist eine freie Entscheidung des Nutzers, ob der die Software mit der vorliegenden Lizenz nutzen möchte oder nicht.
> Bei GPL software wenn man sie nutzen will wird man
> gezwungen das was dann als endprodukt rauskommt,
> wenn man es weiter entwickelt, ebenfalls kommt
> unter die GPL zu stellen.
Aber man wird nicht gezwungen die Software zu nutzen, also wird man nicht gezwungen die GPL zu nutzen.
> Bei einem muss ich bezahlen bei dem anderen werde
> ich gezwungen eine bestimmte Lizenzform zu nutzen
> ohne chance die zu ändern.
>
> Das eine wird als "Frei" bezeichnet das andere
> nicht.
Du wirst nicht gezwungen zu bezahlen und du wirst nicht gezwungen die GPL zu verwenden.
Und das eine wird als frei bezeichnet, weil die Software der Allgemeinheit zur Verfügung steht.
> Also für mich ist beides definitiv nicht frei.
Für dich ist es nicht frei, weil du die Arbeit der Allgemeinheit nicht nutzen kannst, ohne es in der gleichen Art der Allgemeinheit zurückgeben zu müssen.
> Solange man unumgänglich zu etwas gezwungen wird
Du wirst zu keinem Zeitpunkt zu etwas gezwungen. Zwang schließt die Freiheit zu entscheiden aus. Da du die Wahl hast GPL-Software nicht zu benutzen und zwar auch ohne, dass du dabei großartige Einschnitte tolerieren musst, kann hier von Zwang keine Rede sein.
> GPL ist nicht Frei. Und "Open Source" ist kein
> begriff den nur angeblich "Freie" Programme nutzen
> dürfen wie die FSF das gerne hätte.
Die GPL ist ein Verständnis von Freiheit. Lizenzen wie die BSD sind ein andere Verständnis von Freiheit. Wer nur Schwarz-Weiß-Denken kann, ist vermutlich nicht in der Lage mit diesem Pluralismus umzugehen.
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Man könnte jetzt zum 10000. Male den Grund gegen die GPL hinschreiben, dann wird er eben zum genausovielten Male von den BSD-Trollen ignoriert.
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> Das liegt nicht an der Lizenz.
Oh doch, ohne jeden Zweifel. Linux mit reiner BSD-Lizenz wäre genauso klein geblieben wie die anderen BSD. Hätte Linux einen gewissen Verbreitungsgrad erreicht, wäre mit Linux genau dasselbe passiert, wie den BSD-Unixen. Dann wäre ein anderer (z.B. MS) gekommen, hätte den Code abgegriffen, proprietär + inkompatibel gemacht und so Linux das Wasser abgegraben.
Ich weiß wovon ich spreche, ich habe die ganze Entwicklung von LInux seit seinem Anfang intensiv miterlebt. Es liegt definitiv an der GPL!
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so-isses schrieb:
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> Tausende von Entwicklern haben mit GPL kein
> Problem und empfinden sie als Lizenz mit der
> größtmöglichen Freiheit. Freiheit im SInne von
> "mein Code bleibt für immer frei" und ich brauch
> keine Angst zu haben, dass sich andere mit meiner
> Arbeit eine goldene Nase verdienen, ohne etwas
> dafür geleistet zu haben.
BSD-Code bleibt auch für immer frei. Was unter BSD veröffentlicht ist, ist veröffentlicht. Wenn jemand _eigenen_ Code dazuentwickelt, dann darf er diesen schließen. Warum auch nicht? Ist ja sein eigener. Der restliche Teil des Programmcodes, der nicht von ihm selbst entwickelt wurde, ist weiterhin frei unter BSD-Lizenz verfügbar.
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Der Ursprungscode ist nicht mein Code und steht unter GPL. Meine Erweiterungen darf ich nicht unter BSD veröffentlichen, GPL macht es unmöglich. Jeglicher Code wird von der GPL vereinleibt. Das ist keine Freiheit.
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> Denn das beinhaltet für mich der Begriff Freiheit.
> Das zu tun was ich will.
Ja, das ist ein egozentrischer Freiheitsbegriff. Kann man ja haben; ich finde sowohl BSD als auch GPL frei, auch wenn sie unterschiedliche Ansätze verfolgen.
> Und wenn daraus eine Pflicht
> seinen QCode auch offen anbieten zu müssen
> entsteht finde ich das nicht gut. Bzw. dann soll
> er mir meine Brötchen bezahlen.
Umgekehrt wird ein Schuh draus: Wenn du mit der Arbeit anderer Geld verdienen willst, musst du deren Brötchen bezahlen.
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...hat jeder die Freiheit sich Stallmanns Definition von freier Software anzuschliessen oder auch nicht.
Als User muss man sich die Frage erst gar nicht stellen. Als Entwickler wird man sich vielleicht mal damit auseinander setzen müssen (die meisten nicht, da sie nur Bibliotheken benutzen die unter LGPL stehen). Und wenn einem die einzige Einschränkung der Freiheit nicht passt, muss man halt anderes benutzen.
Um mal ehrlich zu sein: die meisten, die sich drüber beschweren, geht es doch nur gegen den Strich, dass sie sich nicht tonnenweise Code unter den Nagel reissen können.
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> BSD-Code bleibt auch für immer frei. Was unter BSD veröffentlicht ist,
> ist veröffentlicht. Wenn jemand _eigenen_ Code dazuentwickelt, dann
> darf er diesen schließen. Warum auch nicht? Ist ja sein eigener. Der
> restliche Teil des Programmcodes, der nicht von ihm selbst entwickelt
> wurde, ist weiterhin frei unter BSD-Lizenz verfügbar.
Dass BSD-Code geschlossen werden kann, ist die Achillesferse der BSD-Lizenz. Wenn man sich z.B. den Unterschied zwischen Darwin-OS und OSX verinnerlicht, wird klar, warum man mit BSD nicht weit kommt. Für kleine Tools ist BSD ok, aber sonst?
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Was ist das denn für eine Logik? Wenn es OSX nicht gebe, dann wäre BSD weiter verbreitet?
Das ist doch Unsinn!
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> Ihn z.B. unter der BDS-Lizenz wirklich frei
> veröffentlichen. Ist ja mein Code! Der
> ursprüngliche Code kann ja weiterhin unter GPL
> bleiben.
>
Ja stimmt. Genau das ist das Problem: Die ganzen Horden von BSD-Entwicklern, die so gerne GPL-Code verwenden würde, aber aufgrund ihrer ideologischen Vorstellung von Freiheit nicht verwenden dürfen. Das ist so jammerschade.
Und die SFLC verklagt ja auch andauernd BSDler, wie man hört.
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so-isses schrieb:
-------------------------------------------------------
> Dass BSD-Code geschlossen werden kann,
ER KANN NICHT GESCHLOSSEN WERDEN
Beispiel:
A steht unter BSD-Lizenz
Jemand anderes nimmt A und fügt eigenen Code B dazu: AB. Dann haben wir folgendes (eckige Klammer symbolisiert Geschlossenheit):
A [AB]
was logisch äquivalent ist zu:
A
Also ist nur B geschlossen. Der andere Entwickler hat also de facto nur seinen eigenen Code geschlossen.
> ist die
> Achillesferse der BSD-Lizenz. Wenn man sich z.B.
> den Unterschied zwischen Darwin-OS und OSX
> verinnerlicht, wird klar, warum man mit BSD nicht
> weit kommt. Für kleine Tools ist BSD ok, aber
> sonst?
OS X ist doch super. Ohne BSD-Lizenz wäre es nicht möglich gewesen und die Welt hätte nur BSD + Linux und nicht BSD + Linux + OS X.
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> Der Ursprungscode ist nicht mein Code und steht unter GPL. Meine
> Erweiterungen darf ich nicht unter BSD veröffentlichen, GPL macht es
> unmöglich.
Wieso willst du GPL mit BSD mixen? Entweder dein Code ist sowieso offen (GPL) oder geschlossen (proprietär).
Andere Hersteller machen es vor, wie man GPL und proprietäre SOftware vereinen kann. z.B. Maxtor und Nvidia mit ihren Grafikkartentreibern. Sie bieten dafür binäre Kernelmodule an.
Übrigens gibt es auch Varianten der GPL, z.B. die LGPL.
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> Was ist das denn für eine Logik? Wenn es OSX nicht gebe, dann wäre BSD weiter verbreitet?
Nein, das habe ich nicht behauptet. Meine Aussage: OSX ist eine proprietäre Weiterentwicklung von BSD-Unix, die den BSD-Unixen aber nicht geholfen hat. Apple macht nun den dicken Reibach mit seiner BSD-Unix-Variante OSX, während die originalen BSD-Unixe klein geblieben sind.
Mit GPL wär das nicht passiert. Damit hätten die BSD-Unixe (wenigstens einer von ihnen) den Stellenwert gehabt, den Linux heute hat.
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"Frei" bedeutet eben nicht "Vogelfrei".
Die GPL-Klausel soll sicherstellen das der Code auch weiterhin im Sinne des Entwicklers frei bleibt und nicht gegen seinen Willen unfrei gemacht wird.
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"Wieso willst du GPL mit BSD mixen? Entweder dein Code ist sowieso offen (GPL) oder geschlossen (proprietär)."
*lol* Jetzt ist plötzlich offner Code per Definition GPL? Sicher nicht!
Ich will/kann nicht mixen, weil ich nicht mixen darf. Das ist das Problem der Stallman'schen "Freiheit".
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