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und was ist daran besser?

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  1. Re: und was ist daran besser?

    Autor natürlich merkt mans 28.05.09 - 11:32

    Ach du rufst deine HP nicht regelmäßig selbst auf?
    Sollte dir doch auffallen wenn du statt deinem Design plötzlich ein Stoppschild siehst ;-). Nur besteht dann ja schon fast ein Anfangsverdacht, schließlich ist die Seite ja wegen KiPo-Inhalten gesperrt worden...

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  2. Re: und was ist daran besser?

    Autor Django79 28.05.09 - 12:19

    natürlich merkt mans schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ach du rufst deine HP nicht regelmäßig selbst
    > auf?

    Das macht vielleicht der unbedarfte Hobby-Webmaster, um sich zu freuen, den eigenen Chat oder das eigene Gästebuch zu nutzen und bei der Gelegenheit seinen Besucherzähler hochzutreiben.

    Im Profi-Bereich wird eine Website allenfalls nach einer Modifikation des Frontends und/oder des Designs aufgerufen, um zu testen, ob es funktioniert (und das häufig sogar nur über localhost). Deshalb wäre es tatsächlich purer Zufall, wenn man auf dem Besucherweg einsteigt und das Stoppschild bemerkt. Von "regelmäßigem Aufrufen der eigenen Site" kann jedenfalls keine Rede sein.

    Und wenn man es dann merkt - egal wie früh - waren womöglich schon zig echte Besucher da und man hat bereits gesellschaftlichen und/oder wirtschaftlichen Schaden genommen.

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  3. Re: und was ist daran besser?

    Autor Django79 28.05.09 - 12:45

    Punkerabwehrrakete schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Da lese ich StGB 184 aber ganz anders.

    Das ist Dir natürlich unbenommen. :-)

    Wie es in der Praxis gelesen und umgesetzt wird, habe ich jedenfalls am Beispiel erläutert.

    > Ja und Nein. Ich rede eben nicht vom
    > Kindesmissbrauch selbst, sondern der fertigen
    > Aufzeichnung nicht dem Vorgang. Wenn man das Video
    > eine Million Mal kopiert, tut das dem Kind dann
    > eine Million Mal so weh? Doppelt so weh?

    Moralische Betrachtungen und geschriebenes Recht sind zwei paar Schuhe.

    Ich halte fiktive Kinderpornographie nicht für etwas Gutes. Teilweise geht mir sogar die Charakterdarstellung diverser Animes und Mangas bereits ein ganzes Stück zu weit, obwohl die dargestellten Charaktere dort nominell natürlich als volljährig ausgewiesen werden. Da sage ich mir dann einfach: Nun gut, wer das ohne Arg (es ist eben eine Darstellungskonvention) konsumiert, dem ist es zu gönnen. Und wer es mit pädophilen Hintergedanken konsumiert, dem gönne ich es fast noch mehr - immerhin ist das ein harmloser Weg der Triebbefriedigung, und es bleibt zu wünschen, dass der Trieb dadurch nicht verstärkt wird.

    Juristisch ist es aber Wurscht, denn es wird keine Straftat begangen. Und diese eine Straftat, die am Anfang einer realen Aufzeichnung ebendieser Straftat steht, ist das Entscheidende, nicht die Zahl der Vervielfältigungen oder die Breite des Vertriebs.
    Wenn ich mir jetzt Kraft meines Abstraktionsvermögens und mit Unterdrückung des Brechreizes eine KiPo-Story aus den Fingern saugen würde, läge dieser kein Kindesmissbrauch zugrunde. Man könnte mir nur mit Jugendschutz oder Verstoß gegen die guten Sitten kommen.

    > Ich kann es aber nur wieder und wieder
    > wiederholen: Auch reale Kinderpornografie setzt
    > nach deutscher Definition keinen Kindesmissbrauch
    > voraus. Wenn Kinder sich freiwillig ohne jegliche
    > Beteiligung eines Erwachsenen selbst bei sexuellen
    > Handlung filmen, dann gilt dies als
    > Kinderpornografie.

    Korrekt. Aber anders als in den USA ist dies in Deutschland nicht strafbewehrt. Auch fiktive Kinderpornographie ist natürlich welche. Aber eben nicht per se strafbar.

    > Gerade heutzutage ist es durch
    > billige Digitalkameras in quasi jedem Haushalt
    > Kindern sehr leicht möglich solche Aufnahmen zu
    > machen. Wenn diese wie auch immer in die Hände
    > eines Erwachsenen fallen, dann gnade ihm Gott. Er
    > hat zwar nichts getan, es gibt keine Opfer, aber
    > er riskiert als denkbar größter Abschaum zu
    > gelten, also Leib und Leben.

    Dir darf so ziemlich alles in die Hände fallen. Du darfst es nur nicht behalten, es Dir aktiv beschaffen oder verteilen.

    Klar, wenn du jemanden sozial, politisch oder geschäftlich niedermachen willst, schieb' ihm KiPo unter ... Selbst wenn im Nachhinein zweifelsfrei erwiesen wird, dass es untergeschoben war, ist der Ruf der Person dauerhaft befleckt.

    > Doch die gibt es sehr wohl, sofern man seine
    > Gedanken äußert und nicht konsequent für sich
    > behält.

    Dann ist es kein "Gedankenverbrechen" mehr, weil es ja den isolierten Bereich der Gedanken verlassen hat. Ansonsten kannst Du aber kranke Phantasien haben, so häufig und so intensiv, wie es Dir gefällt.

    Du darfst sogar davon erzählen oder schreiben. Du darfst es nur nicht überall und vor jedermann, von einer Umsetzung natürlich ganz zu schweigen.

    Aber: Pädophilie an sich ist nicht strafbar, ebenso wenig wie tödlicher Hass auf den doofen Nachbarn. Auch dann nicht, wenn Andere davon wissen. Aber wenn in der Umgebung ein Kind missbraucht wird oder der doofe Nachbar erdolcht im Schrebergarten liegt, muss man sich darauf einstellen, unter Tatverdacht zu stehen.

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  4. Re: und was ist daran besser?

    Autor Schenker 30.05.09 - 15:55

    Auf Wiedersehen schrieb:
    -------------------------------------------------------
    ...
    > Tatsächlich scheint die Bekämpfung von
    > Kinderpornografie zum Eigenzweck verkommen zu
    > sein.

    Wie kommst du darauf? Und welchen Zweck verfolgt Herr Freude? Den Wunsch hier als Paedo-Unterstützer beschimpft zu werden?

    > Egal ob gelöscht oder gesperrt wird,
    > wichtiger wäre es, gegen die Leute zu ermitteln,
    > die die Seiten betreiben.

    Selbstverständlich. Da helfen Sperren aber nicht. Im Gegenteil, sie warnen die Betreiber entsprechender Webseite vor.

    In der Pressemitteilung zur Löschaktion steht übrigens, dass _kein_ Provider von den Behörden über die Inhalte auf ihren Server informiert worden war. Und das, obwohl sie zum Teil seit >1 Jahr auf den einschlägigen Listen stehen.

    ...
    > Es ist auch ziemlich naiv zu glauben, die Dateien
    > würden verschwinden, dadurch, dass man sie auf
    > einem Server löscht. Sie finden sich doch noch
    > immer auf den Rechner und den Archiven hunderter
    > vielleicht tausender Leute.

    Natürlich.

    > Eine Webseite kann man
    > auch in minutenschnelle umziehen, wenn man darauf
    > vorbereitet ist, sonst dauert es eben etwas
    > länger.

    Stimmt auch. Eine Löschung sorgt aber dafür, dass sich Anbieter und "Kunden" erst wieder finden müssen. Werden entsprechende Angebot konsequent und zeitnah gelöscht, bleibt wenig Raum für die widerwärtigen Angebote.

    > Der große "fefe" sagt doch selbst: Was einmal im
    > Internet ist, kann man nicht mehr löschen.

    Selbst wenn das stimmen würde (was es zumindest in der proklamierten Pauschalität nicht tut), wäre es hier ein recht sinnfreies Argument.

    > Spammer betreiben Jahren effektives Verstecken,
    > Domain- und Hoster-Hopping. Die ganzen technischen
    > Gegenmaßnahmen haben im Endeffekt wenig gebracht,

    Imo recht gut vergleichbar zur Löschung von KiPo wäre das Vorgehen gegen Phishing/Phishingseiten. Dort liegen die Reaktionszeiten inzwischen _global_ im Bereich weniger Stunden. Und bei KiPo soll das angeblich nicht möglich sein?

    Sorry, aber das kann das BKA Menschen erzählen, die sich die Hose mit der Kneifzange schließen. Oder vielleicht auch Frau von der Leyen. Aber keinem klar denkenden Menschen.

    > aber viele Einschränkungen legitimer Nutzung
    > bewirkt, weil die Spammer einfach mitgezogen sind
    > und sich entsprechend angepasst wie
    > weiterentwickelt haben.

    Genau das ist das Problem. (Web-)Sperren greifen bei Kinderpornographie regelmäßig nicht. Einmal, weil kommerzielle Anbieter längst komplexe Verschleierungstechniken analog Spammern nutzen. Zum anderen, weil die nicht kommerzielle Verbreitung abseits des öffentlichen Webs läuft.

    > Übrigens wird auf Mails an Hoster/ISPs meiner
    > Erfahrung nach fast nie reagiert.

    Das ist eine Form von Ansprache und Nachdruck, wie dieses Experiment anschaulich zeigt. Ein Staat hat zudem noch die ein oder andere Möglichkeit zur Eskalation. Glaub mir, wenn man KiPo wirklich vom Netz bekommen und nicht nur Fallzahlen generieren wollte, kann man genug Druck machen.



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