Viele wissen nicht, dass Ahmadinedschad keineswegs der höchste Führer des Irans ist. Bei meinen zahlreichen Reisen durch dieses riesige Land habe ich immer wieder erlebt, wie eben auch Ahmadinedschad dem wirklichen Führer, namentlich Ayatolla Khamenei, völlig untergeordnet ist.
Man muss verstehen, dass der Iran keine Demokratie im westlichen Sinne ist. Ja, der Präsident und die Regierung werden gewählt, doch diese unterstehen vollumfänglich dem nicht gewählten religiösen Führer; einem Ayatollah. Dessen Legitimation ist das, wofür sein schwarzer Turban steht: Seine (angebliche) Blutsverwandschaft mit dem islambegründenden Propheten Mohammed.
Die Aufgabe der gewählten Poltik ist es, die Vorstellungen der religiösen Führer umzusetzen bzw. umsetzbar zu machen. Ihre Aufgabe ist nicht, eigene Konzepte zu entwickeln.
Wenn Facebook tatsächlich aus "moralischen Gründen" gesperrt wurde, wie Karroubi behauptet, dann sind die Verantwortlichen weniger in der Politik als vielmehr in den religiösen Zirkeln des Landes zu suchen. Karroubi, und jeder andere Iraner, dem sein Leben lieb ist, wird derartige Andeutungen freilich unterlassen.
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
Ich habe schon lange keinen so guten Beitrag mehr gelesen. Bitte mehr davon!
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
Dies ist zweifelsohne ein Beitrag, der Augen öffnet. Vielen Dank für Ihre erhellenden Worte.
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
dein beitrag ist nicht ganz falsch, allerdings klingt er wie aus den 80gern. sicher hat dr Ayatollah noch einen enormen einfluss, aber auch im iran hat sich in den letzten 10 jahren etwas getan,u.a. durch das internet, siehe "mobilisierung der jungen wähler über facebook".
letztendlich hat auch der Ayatollah seine macht durchs volk, hoffen wir mal auf eine junge aufgeschlossenere generation.
buchtipp: etienne de la boetie - von der freiwilligen knechtschafft des menschen :)
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
Jochen Müller schrieb:
-------------------------------------------------------
> Ich habe schon lange keinen so guten Beitrag mehr
> gelesen. Bitte mehr davon!
Also ich finde diesen "Beitrag" ziemlich schlecht. Der Poster hat ganz offensichtlich null Ahnung aber simuliert Kompetenz.
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
Iraner schrieb:
-------------------------------------------------------
> Jochen Müller schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > Ich habe schon lange keinen so guten Beitrag
> mehr
> gelesen. Bitte mehr davon!
>
> Also ich finde diesen "Beitrag" ziemlich schlecht.
> Der Poster hat ganz offensichtlich null Ahnung
> aber simuliert Kompetenz.
Was stimmt denn an dem Beitrag nicht?
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
Ein sehr gutes >Forum. Macht weiter so.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.06.09 11:46 durch ap (Golem.de).
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
> Viele wissen nicht, dass Ahmadinedschad keineswegs
> der höchste Führer des Irans ist. Bei meinen
> zahlreichen Reisen durch dieses riesige Land habe
> ich immer wieder erlebt, wie eben auch
> Ahmadinedschad dem wirklichen Führer, namentlich
> Ayatolla Khamenei, völlig untergeordnet ist.
Das ist bei uns doch nicht anders. Was war der letzte Bundespräsident aus dem Lager der SPD von Beruf / Von der C-Partei wollen wir gar nicht reden. Welche religöse Gruppierung kontrolliert massgeblich die Rundfunkräte (Zulassung der Presse durch eine Zensurbehörde)? Kannst Du bei einer geheimen Wahl wirklich nachvollziehen ob die Auszählung stimmt?
> Man muss verstehen, dass der Iran keine Demokratie
> im westlichen Sinne ist. Ja, der Präsident und die
Doch, siehe oben. Übrigens ist die Präsidentenwahl über "Wahlmänner", also "Abgordnete" keinesfalls ein "deutsches Modell".
> Regierung werden gewählt, doch diese unterstehen
> vollumfänglich dem nicht gewählten religiösen
> Führer; einem Ayatollah. Dessen Legitimation ist
> das, wofür sein schwarzer Turban steht: Seine
> (angebliche) Blutsverwandschaft mit dem
> islambegründenden Propheten Mohammed.
Da finde ich das Chriustentum schon fast wieder liberal. Christen kennen keine Blutsverwandschaft im Sinne von Karl May. Das sind alle Mamakindchen.
> Die Aufgabe der gewählten Poltik ist es, die
> Vorstellungen der religiösen Führer umzusetzen
> bzw. umsetzbar zu machen. Ihre Aufgabe ist nicht,
> eigene Konzepte zu entwickeln.
Siehe Vorrechte der Frau in Deutschland. Das ist mit Sicherheit keine Idee welche dem wissenschaftlichen Lager zuzurechenen ist.
> Wenn Facebook tatsächlich aus "moralischen
> Gründen" gesperrt wurde, wie Karroubi behauptet,
> dann sind die Verantwortlichen weniger in der
> Politik als vielmehr in den religiösen Zirkeln des
> Landes zu suchen. Karroubi, und jeder andere
> Iraner, dem sein Leben lieb ist, wird derartige
> Andeutungen freilich unterlassen.
Ach, die Inquisition ist hier durchaus auch noch aktiv. Viele Kindererziehungseinrichtungen werden auf Staatskosten von religiösen Gruppierungen betrieben. Religionsunterricht, Erhebung der Kirchensteuer auf Staatskosten, ...
Im Prinzip all das was man Scientology gemeinhin vorwirft (ohne dass ich jetzt mit denen sympathisiere).
Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen
Kommentare: 345 | letzter Beitrag 19.05. 21:47
Kommentare: 207 | letzter Beitrag 00:37 Uhr
Kommentare: 174 | letzter Beitrag 19.05. 23:29
Kommentare: 122 | letzter Beitrag 01:18 Uhr
Kommentare: 101 | letzter Beitrag 19.05. 22:37
E-Mail an news@golem.de

Viele Nutzer betrachten Adblocker als legitime Notwehr gegen die aggressive Werbung im Netz. Für Websites wie Golem.de ist das ein großes Problem. Am Ende verlieren alle. Suche nach Auswegen aus dem Dilemma.

Zwei Hersteller von Windows-RT-Tablets haben die Preise ihrer Geräte gesenkt, für einige deutlich. Dell senkt die Preise direkt um ein Drittel und Microsoft gibt das ziemlich teure Type oder Touch Cover dazu. Die nächste RT-Generation soll sogar noch billiger werden.

Mit dem Z10 versucht Blackberry ein Comeback im Smartphone-Markt. Auch Android-Anwendungen lassen sich auf dem Gerät installieren. Golem.de-Autor Tobias Költzsch hat zwei Wochen lang sein Galaxy S3 gegen das Z10 getauscht und im Langzeittest überprüft, wie schwer ein Umstieg ist.

Erst erklärt Electronic Arts, keine Spiele mehr für die Wii U produzieren zu wollen, nun schimpft ein leitender Entwickler über die Konsole. Immerhin: Ein anderer Publisher stärkt Nintendo den Rücken.

Nahezu zeitgleich mit dem positiven Bericht einer von Apple beauftragten Organisation über die Arbeitsbedingungen bei Foxconn, berichtet die unabhängige Gruppe China Labor Watch über Suizide im Werk in Zhengzhou.

Zwei ehemalige Valve-Mitarbeiter haben auf einer Entwicklermesse eine revolutionäre AR-Brille gezeigt. Damit sollen sich computergenerierte Objekte räumlich korrekt in die Echtwelt einblenden lassen.