Ich bin, mit Verlaub, nicht Deiner Meinung. Wenn es Konzernen gelingt, im großen erfolgreich zu sein, warum dann nicht auch Staaten. Ich denke, die unsägliche Anhäufung unterschiedlicher Staaten dient nur noch als Unterstützung für das gewaltige Nord-Süd-Gefälle (der Unterschied zur dritten Welt für die Problemfälle der Pisa-Studie), das es gibt.
Es ist eher in Frage zu stellen, ob diese Anhäufung von Staaten mit den Abgrenzunge, die sie heute haben, tatsächlich zeitgemäß ist. Ich glaube nein. Der einzig wirkliche Grund für die Existenz von solchen Staatsgebilden ist der Arbeitsplatz der (eigentlich so nicht mehr benötigten) Politiker. Hier zeigt die Wirtschaft deutlich rascheres Begreifen, was Sinn macht.
Wäre es Dir denn nicht auch lieber, weniger Steuern zu bezahlen, weil weniger Politiker-Overhead nicht mehr existiert? Wieso glaubst Du denn, schließen sich Firmen zusammen? Natürlich um zu sparen.
Es kommt die Zeit, da sich jeder ausrechnet, ob er gewillt ist, höhere Steuern zu bezahlen nur um einen völlig schwachsinnigen Nationalismus zu erhalten?
Jeder Versuch, dieses Globalisierungsphänomen (oder anders gesagt, die Not dazu), zu reglementieren, wird nicht zum Nutzen der Allgemeinheit sein.
Bitte verstehe mich richtig, mir sind die Auswirkungen: Großere Gewinne der leitenden Klasse, durchaus bewußt. Dagegen würden staatliche Regelungen helfen. Aber nur, solange es nicht "Schlupf-Staaten" gibt. Das unterstreicht meine Forderung!
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Das sehe ich auch so. Jedoch wird man schnell als träumender Weltverbesserer abgestempelt. Staaten sind überflüssig. Wir werden es spüren wenn Europa endlich soweit ist.
Das Argument der kulturellen Verluste lasse ich nicht gelten. Die Bayern haben sich auch ihre (Un-)Kultur ;-) erhalten.
Arne
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Michael schrieb:
> [...]
> Es ist eher in Frage zu stellen, ob diese
> Anhäufung von Staaten mit den Abgrenzunge, die
> sie heute haben, tatsächlich zeitgemäß ist. Ich
> glaube nein. Der einzig wirkliche Grund für die
> Existenz von solchen Staatsgebilden ist der
> Arbeitsplatz der (eigentlich so nicht mehr
> benötigten) Politiker. Hier zeigt die Wirtschaft
> deutlich rascheres Begreifen, was Sinn macht.
Knifflig. Was aus dem Zusammenschluß verschiedener Völker bzw. ethnischer Gruppen führt, hat man am Beispiel der ehem. UdSSR und Jugoslawiens gesehen. Auch im "zivilisierten" Westen gibt es Problemfälle (Baskenland, Nordirland, USA), das Zusammenwachsen verschiedener Kulturen wird durch sprachliche, kulturelle und religiöse Barrieren verhindert.
> Wäre es Dir denn nicht auch lieber, weniger
> Steuern zu bezahlen, weil weniger
> Politiker-Overhead nicht mehr existiert?
Die Menge des Geldes, welches wir für unsere Politiker ausgeben, ist eher Peanuts im Vergleich zu dem, was für anderen Unsinn vergeudet wird.
Zudem düften in einem förderalistisch organisiertem Staatenbund die Kosten für die Verwaltung nicht wesentlich geringer sein.
> Wieso
> glaubst Du denn, schließen sich Firmen zusammen?
> Natürlich um zu sparen.
Nope. Kostenminimierung ist das Antriebsmittel im Kommunismus, die Übernahme anderer Firmen im Kapitalismus hat i.d.R. den Zweck, einen unliebsamen Wettbewerber loszuwerden, die eigene Marktposition zu verbessern, neue Märkte zu erschließen, etc.
Das Streben nach Gewinnmaximierung ist die Prämisse, die Einsparung von Kosten nur ein untergeordnetes Ziel (welches aber gerne von den Vorständen als erstrebenswertes Ziel vorgeschoben wird, sparen will schließlich jeder).
> Es kommt die Zeit, da sich jeder ausrechnet, ob
> er gewillt ist, höhere Steuern zu bezahlen nur
> um einen völlig schwachsinnigen Nationalismus zu
> erhalten?
Also wenn ich ehrlich bin: ich möchte nicht, daß die BRD der 51. Bundesstaat der USA wird, in dem der Texaner dann das Sagen hat. Nationalismus ist hier ganz sicher das falsche Wort.
> Jeder Versuch, dieses Globalisierungsphänomen
> (oder anders gesagt, die Not dazu), zu
> reglementieren, wird nicht zum Nutzen der
> Allgemeinheit sein.
Es ist schon viel zu weit fortgeschritten, um sich noch reglementieren zu lassen. Allenfalls ist noch Schadensbegrenzung möglich
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Danke Dir für Deine profunde Aussage. Wäre eine interessante online-diskussion.
Eines war falsch:
>> Natürlich um zu sparen.
>Nope. Kostenminimierung ist das Antriebsmittel ................
Du sagst mit anderen Worten dasselbe.... Das schließt die Übernahme um andere auszuschalten ein. In einer anderen Strategie kostet das nur mehr Geld.
Ärgerlich bzw. gefährlich ist dabei nur die unkontrolliert größer werdende Spanne zwischen gut und schlecht-verdienern aus der Firma. Da brauchts unbedingt Kontrollorgane!
Gruß
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Hallo Max,
> Ich schrieb von MS als dem reichsten
> IT-Unternehmen. Umsatz hat mit dem vorhandenen
> Vermögen nichts zu tun.
Ja, das stimmt. Ich hatte Dich so verstanden, daß die anderen Firmen insgesamt wie "Peanuts" neben Microsoft darstehen würden und nicht nur auf das liquide Vermögen bezogen.
> Große Konzerne, die viel Umsatz generieren, weisen teilweise sogar
> Minusvermögen auf.
Ich weiss gar nicht, wie es da bei IBM, Siemens & Co. aussieht, aber zumindest die IBM macht auch jedes Jahr ordentlich Gewinn, da sollte sich vielleicht auch schon einiges angehäuft haben.
> Und man müßte das reinen IT-Geschäft von Siemens
> (und IBM, ohne ihre Schreibmaschinen ;-)
> betrachten, was aber nicht einfach ist.
IBMs reiner Softwarebereich hat wohl 2002 17Mrd. EUR (oder Dollar?, ich habe gerade keine Lust nachzuschauen :-) Umsatz erwirtschaftet. Microsoft stellt ja auch nicht nur Software her, man denke an die Mäuse, Tastaturen, Joysticks, X-Box usw. - der Anteil am Gesamtumsatz dürfte aber nicht allzu hoch sein.
Gruß,
Thomas
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Tom schrieb:
>
> Jenny schrieb:
>
> > Nenn mir fünf deren Umsatz (von Gewinn will ich
> > ja noch gar nicht mal reden) über 1 Mio-$
> liegt...
>
> Suse, Redhat, Mandrake, IBM, HP, Lightwerk, ...
> reichts ?
IBM und HP sind keine OSS Firmen. (IBM mag ne kleine Abteilung dafür haben, macht aber die Firma nicht aus)
Lightwerk ist ne kleine Klitsche mit 10 Mitarbeitern. Lachhaft.
Aber gut....wieviele OSS Firmen machen Gewinn? Da wird schon wieriger oder? :)
Jenny
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google du mal lieber nach "Linux suxs" !
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