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Trotzdem ein sportlicher Fahrplan

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  1. Trotzdem ein sportlicher Fahrplan

    Autor Melanchtor 12.07.05 - 10:57

    Vor allem die ganzen Sonderanwendugen der Abteilungen werden wohl den Zeitplan eher nach hinten verschieben. Man könnte natürlich das Projekt zum Anlass nehmen, endlich mal eine gemeinsame Standardsoftware für Ämter zu entwickeln, die sich auf die Bedürfnisse der verschiedenen Abteilungen anpassen lässt, also sozusagen ein SAP für Ämter, aber das wäre ja schon wieder sinnvoll...

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  2. fernab der Realität

    Autor PT2066.7 12.07.05 - 12:27

    Melanchtor schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Vor allem die ganzen Sonderanwendugen der
    > Abteilungen werden wohl den Zeitplan eher nach
    > hinten verschieben. Man könnte natürlich das
    > Projekt zum Anlass nehmen, endlich mal eine
    > gemeinsame Standardsoftware für Ämter zu
    > entwickeln, die sich auf die Bedürfnisse der
    > verschiedenen Abteilungen anpassen lässt, also
    > sozusagen ein SAP für Ämter, aber das wäre ja
    > schon wieder sinnvoll...
    > cu
    > Aleco
    Wie bitte willst Du eine Waffenrechtsverwaltung, mit Mietbeihilfe, Straßenbaueigenanteil, Hundesteuer, Müllabfuhr und weitere 5000 Dinge unter einen gemeinsamen Hut bringen ? Zumal gemäß deutscher Klein- und Zwergstaaterei, besser bekannt als "kommunales Selbstverwaltungsrecht" man diese Dinge in jeder Kommune/Verwaltungseinheit woanders zuordnet und anders handhabt ? Selbst für die Kopfbögen würdest Du ein totales Anpassunsgprojekt realisieren müssen.

    Tja, im Interesse des Bürgers ist der öffentlichen Verwaltung halt nichts zu umständlich und zu teuer. Deu Steuerzahler zahlt es ja letztendlich.

    Und falls Du es noch immer nicht begriffen hast: damit die hiesige lokale Stadtverwaltung einer Großstadt selbst einen Weihnachtsbaum aufstellen darf, muß sie intern soviele Probleme klären, das damit in jedem Jahr 2 dicke Ordner mit Papier gefüllt werden !!! Und in dem Fall geht es nur um internen Papierkrieg, der sich jedes Jahr wiederholt !!! Nix da mit elektronischer Signatur, nur das gedruckte Papier in den 2 Ordnern samt Stempeln und Unterschriften zählt.

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  3. Re: fernab der Realität

    Autor Melanchtor 12.07.05 - 12:32

    PT2066.7 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Und falls Du es noch immer nicht begriffen hast:
    > damit die hiesige lokale Stadtverwaltung einer
    > Großstadt selbst einen Weihnachtsbaum aufstellen
    > darf, muß sie intern soviele Probleme klären, das
    > damit in jedem Jahr 2 dicke Ordner mit Papier
    > gefüllt werden !!! Und in dem Fall geht es nur um
    > internen Papierkrieg, der sich jedes Jahr
    > wiederholt !!! Nix da mit elektronischer Signatur,
    > nur das gedruckte Papier in den 2 Ordnern samt
    > Stempeln und Unterschriften zählt.

    Um so mehr ein Grund, die Verwaltung mal zu durchleuchten und zu verschlanken. Wieder die Analogie zu SAP: Die schaffen es auch, Artikel mal mit Stück und gleichzeitig mit Kilo zu verwalten und z.B. die Wertschöpfung in Metzgereifilialen durch Verarbeitung der Zutaten zu berücksichtigen. Wenn die verschiedenen Geschaftsprozesse unterschiedlicher Branchen mit einer Standardsoftware abbildbar sind, muss das bei Verwaltungsaufgaben ebenfalls lösbar sein.

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  4. Re: Trotzdem ein sportlicher Fahrplan

    Autor LIMUXER 12.07.05 - 12:56

    Eine gemeinsame Standardsoftware für die gesamte Stadtverwaltung ?
    Schön wär's wenn es sowas gäbe.

    Jedoch die gesetzlichen Aufgaben der Referate (Hauptabteilungen) sind derart unterschiedlich, dass dies leider unmöglich ist.

    Gefordert sind in erster Linie die Softwarehersteller, praktikable und stabile Fachverfahren auf LINUX Basis / Webbasiert bereit zu stellen, dann klappts auch mit der Migration !

    Ohne die notwendige Verfahrenssoftware hat man eben nur einen Office-PC, der den Anforderungen an Technikunterstützung nicht genügt.

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  5. Re: Trotzdem ein sportlicher Fahrplan

    Autor Melanchtor 12.07.05 - 13:19

    LIMUXER schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Eine gemeinsame Standardsoftware für die gesamte
    > Stadtverwaltung ?
    > Schön wär's wenn es sowas gäbe.

    Wenn sich keiner dranmacht, wird es die nie geben.

    > Jedoch die gesetzlichen Aufgaben der Referate
    > (Hauptabteilungen) sind derart unterschiedlich,
    > dass dies leider unmöglich ist.

    Sagt wer? Wir arbeiten ja auch mit SAP im weltweiten Umfeld, wobei fast jedes Land andere rechtliche Bestimmungen hat. Es arbeiten mit SAP auch verschidenen Branchen, vom Sägerwerk über die Metzgerei bis zur Kiesgrube, die haben auch alle unterschiedliche Anforderungen.

    Eine Alternative zu SAP gibt es allerdings in der OSS Welt nicht, nichtmal Ansatzweise. Leider.

    > Gefordert sind in erster Linie die
    > Softwarehersteller, praktikable und stabile
    > Fachverfahren auf LINUX Basis / Webbasiert bereit
    > zu stellen, dann klappts auch mit der Migration !

    Nein, gefordert sind erstmal die Abteilungen und Fachbereiche, die erstmal ihre Abläufe genau spezifizieren müssten, dazu aber seltenst in der Lage sind.

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  6. Re: Trotzdem ein sportlicher Fahrplan

    Autor LIMUXER 12.07.05 - 14:09

    Melanchtor schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > LIMUXER schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Eine gemeinsame Standardsoftware für die
    > gesamte
    > Stadtverwaltung ?
    > Schön wär's
    > wenn es sowas gäbe.
    >
    > Wenn sich keiner dranmacht, wird es die nie
    > geben.

    Richtig, aber wer kann sich daran machen ? Meiner Meinung nach nur Softwarehersteller. Oder sollen Verwaltungsfachleute Software programmieren ?

    >
    > > Jedoch die gesetzlichen Aufgaben der
    > Referate
    > (Hauptabteilungen) sind derart
    > unterschiedlich,
    > dass dies leider unmöglich
    > ist.
    >
    > Sagt wer? Wir arbeiten ja auch mit SAP im
    > weltweiten Umfeld, wobei fast jedes Land andere
    > rechtliche Bestimmungen hat. Es arbeiten mit SAP
    > auch verschidenen Branchen, vom Sägerwerk über die
    > Metzgerei bis zur Kiesgrube, die haben auch alle
    > unterschiedliche Anforderungen.
    >
    > Eine Alternative zu SAP gibt es allerdings in der
    > OSS Welt nicht, nichtmal Ansatzweise. Leider.

    Eine Software die für einen Baugenehmigungsantrag verwendet wird, kann niemals so flexibel sein, dass damit auch z.B. Sozialhilfe berechnet wird oder eine ausländerrechtliche Aufenthaltsgenehmigung erteilt werden kann oder der Gas- und Wasserverbrauch eines Haushalts bestimmt werden könnte.


    >
    > > Gefordert sind in erster Linie die
    >
    > Softwarehersteller, praktikable und stabile
    >
    > Fachverfahren auf LINUX Basis / Webbasiert
    > bereit
    > zu stellen, dann klappts auch mit der
    > Migration !
    >
    > Nein, gefordert sind erstmal die Abteilungen und
    > Fachbereiche, die erstmal ihre Abläufe genau
    > spezifizieren müssten, dazu aber seltenst in der
    > Lage sind.

    Seit mehreren Jahren bereits arbeiten so gut wie alle Fachbereiche mit entsprechenden Fachapplikationen.
    Die Abläufe sind daher längst spezifiziert und ohnehin durch den Gesetzgeber vorgegeben und daher nicht durch die Verwaltung beliebig abänderbar.

    Ich sehe daher schon die Softwarehersteller in der Pflicht Linux kompatible Verfahren bereitzustellen.
    Es ist natürlich klar, dass diese nur bei einem entsprechendem Martvolumen bzw. Renditechancen Geld und Manpower dafür verwenden.
    Daran happert es halt im Moment noch, was entsprechende Zeitverzögerung zur Folge hat.
    >
    >
    > cu
    >
    > Aleco


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  7. Re: Trotzdem ein sportlicher Fahrplan

    Autor Melanchtor 12.07.05 - 14:26

    LIMUXER schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Richtig, aber wer kann sich daran machen ? Meiner
    > Meinung nach nur Softwarehersteller. Oder sollen
    > Verwaltungsfachleute Software programmieren ?

    Und? Welcher ist beauftragt worden?

    > Eine Software die für einen Baugenehmigungsantrag
    > verwendet wird, kann niemals so flexibel sein,
    > dass damit auch z.B. Sozialhilfe berechnet wird
    > oder eine ausländerrechtliche
    > Aufenthaltsgenehmigung erteilt werden kann oder
    > der Gas- und Wasserverbrauch eines Haushalts
    > bestimmt werden könnte.

    Falsch, sie kann. Sie muss hat entsprechend angepasst werden und dafür braucht man eben eine genaue Spezifikation der Prozesse. Das kann die jeder SAP-Berater erklären.

    > Seit mehreren Jahren bereits arbeiten so gut wie
    > alle Fachbereiche mit entsprechenden
    > Fachapplikationen.
    > Die Abläufe sind daher längst spezifiziert und
    > ohnehin durch den Gesetzgeber vorgegeben und daher
    > nicht durch die Verwaltung beliebig abänderbar.

    Nein, die Abläufe wurden mal zusammen mit dem damaligen Softwarehersteller definiert, aber niemals vernünftig dokumentiert.

    > Ich sehe daher schon die Softwarehersteller in der
    > Pflicht Linux kompatible Verfahren
    > bereitzustellen.

    Welche?
    Die Softwarehersteller der Spezialanwendungen? Die haben ihr Pflichtenheft abgearbeitet und ihr Geld bekommen. Einige von denen wären sicherlich bereit, gegen Geld sogar unter GNU/Linux zu entwickeln, aber dann hätte man ja wieder nur ein Sammelsurium von Einzellösungen.

    > Es ist natürlich klar, dass diese nur bei einem
    > entsprechendem Martvolumen bzw. Renditechancen
    > Geld und Manpower dafür verwenden.
    > Daran happert es halt im Moment noch, was
    > entsprechende Zeitverzögerung zur Folge hat.

    Einfach ein paar Linuxfreaks zusammensperren, die machen das schon. Noch dazu freiwillig und kostenlos...

    Aber ernsthaft: So etwas kann nur in einem professionellen und damit auch kostenpflichtigen Projekt entstehen. Das Ergebnis kann ja ruhig OSS sein, der Auftraggeber bestimmt. Das Geld könnte dann zumindest zum Teil von anderen Behörden bzw. Städten wieder rein kommen, die dann die Software auch einsetzen können, meinetwegen im Zuge von Beratungsdienstlestungen...

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