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Robert T-Online wandelt auf Anna Kurnikovas Spuren

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  1. Robert T-Online wandelt auf Anna Kurnikovas Spuren

    Autor Golem.de 16.02.01 - 13:35

    Nachdem Anfang der Woche der Virus VBS_Kalamar.A, alias VBS.SST alias AnnaKournikova sein Unwesen trieb, folgt nun eine neue, speziell deutsche Variante des Virus. Diesmal ist es "Robert T. Online", der die gefährliche Botschaft transportiert. Der Absender "support@t-online.de" täuscht eine vertrauenswürdige Herkunft der E-Mail vor und das Attachment "Neue Tarife.txt.vbs" ermutigt, gerade nachdem T-Online gestern neue Tarife angekündigt hat, zum unvorsichtigen Öffnen.

    http://www.golem.de/0102/12406.html

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  2. Re: Robert T-Online wandelt auf Anna Kurnikovas Spuren

    Autor Antonov 16.02.01 - 17:31

    Die meisten Rechtschreibprogramme sollten ihn auch erkennen ...

    Antonov

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  3. Re: Robert T-Online wandelt auf Anna Kurnikovas Spuren

    Autor GBL 17.02.01 - 09:39

    Wie oft muß ein User denn auf die Schn... fallen, um endlich zu kapieren, daß man solche Dateianhänge nicht blind öffnen darf. Meiner Meinung nach sollen solche Mitarbeiter zur direkten Verantwortung gezogen werden. Grund: Es gibt zu diesem Zeitpunkt keine Entschuldigung mehr. Loveletter war noch entschuldbar, jedoch ab diesem Zeitpunkt war jeder! Internetuser informaiert. Schlußendlich läuft es darauf hinaus, daß solche User den Arbeitgebern großen Schaden zufügen und das in vollem Bewustsein!

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  4. Appell an die Ermittlungsbehörden!

    Autor RA Chr. Kessel 19.02.01 - 12:35

    ...wünschen wir uns ein schnelles, effizientes und im Ergebnis auch transparentes Vorgehen der Ermittlungsbehörden gegen die Urheber dieser Viren.

    Die Transparenz des (hoffentlich erfolgreichen) Vorgehens ist insbesondere deshalb geboten, da eine umgehende strafrechtliche Ahndung solch krimineller Handlungen Nachahmer abschrecken dürfte.

    Gruß.

    Chr: Kessel
    Rechtsanwalt
    Dozent für Medienrecht

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  5. Re: Appell an die Ermittlungsbehörden!

    Autor Michael Meding 19.02.01 - 18:26

    Insbesondere sollte man aber auch die Firmen einbeziehen die nach zig Monaten
    und unzähligen gleich aufgebauten Viren immer neune Systeme (win95,98,Me,2000,NT)
    mit genau den gleichen Anfälligkeiten auf den Markt bringt und dafür auch noch Geld haben
    will!
    Tut mir leid wenn man mit simplen VBasic und einem Virus den es schon vor Jahren gab noch
    immer Schaden anrichten kann dann denke ich ist daran Microsoft Schuld und nicht irgendein Hacker!
    Es reicht ja sich das Teil von irgendeiner Website zu ziehen und da einen anderen Text einzutragen. Wenn man es dann aus Spass an seine Freunde schickt wird sicher nicht damit gerechnet das das "Betriebssystem" Windows damit die ganze Welt verseucht.

    Meiner Meinung nach ist nach der langen Zeit in der im System etwas hätte nachgebessert werden können Microsoft daran Schuld.

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  6. Appell an die Ermittlungsbehörden!

    Autor RA Chr. Kessel 20.02.01 - 09:47

    Entschuldigen Sie bitte die Deutlichkeit, aber: So ein Quark!

    Wenn bei Ihnen eingebrochen wird (mit einem uralten Stemmeisen), werden Sie doch auch nicht behaupten wollen, eine Teilschuld zu tragen, weil Sie Ihre Wohnung noch nicht mit einer tresorähnlichen Stahltür versehen haben.

    Selbstverständlich sind die Sicherheitsvorkehrungen der MS-Systeme unzureichend, und sicherlich ist das auch ein Grund, den Herstellern auf die Füße zu treten. Aber das ist eine ganz andere Ebene und rechtfertigt auch nicht im Geringsten die kriminellen Handlungen der Viren-Hersteller.

    Gruß.

    Ck

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  7. Re: Appell an die Ermittlungsbehörden!

    Autor Andreas 20.02.01 - 10:23

    Du hast etwas vergessen:
    Normalerweise stehen in Beiträgen wie Deinem Sätze wie "Schuld sind die User (DAUs, etc.), wenn sie...", "Der Virus-Programmierer sollte belohnt werden, weil...".

    Natürlich schludern Softwarefirmen. Andererseits nutzen diese Schadprogramme meist nur Eigenschaften der Software aus, die viele bestimmt nicht missen möchten ("Multimedia" durch Javascript u. Active-X, Ausführen von Skripten durch VBS und das WSH, Makros in Word). Und viele User und vielleicht auch Admins sind einfach zu nachlässig oder sogar fahrlässig, denn fast alle aktuellen Schadprogramme lassen sich relativ leicht unschädlich machen / erkennen.
    Dennoch:
    Gerade nach den Diskussionen um die Auswirkungen von Viren, Würmern etc. sollte "man" etwas mehr Verantwortungsbewusstsein zeigen, und nicht einfach so etwas zusammenschustern um dann so zu tun, als hätte man es ja gar nicht gewollt. Dieser Kournikova-Bastler hat m.E. zumindest grob fahrlässig gehandelt.
    Dass "sicher nicht damit gerechnet (wird) das das
    "Betriebssystem" Windows damit die ganze Welt verseucht", kannst du mir wirklich nicht weismachen.

    Sorry, aber ich bin etwas über diese Diskussionen genervt.
    Letztendlich hilft nur eins: Aufklärung (!) über die Notwendigkeit eines aktuellen Virusschutzes, einer Firewall, über das Ausschalten des Windows Scripting Hosts (gegen VBS - Viren u. Würmer) sowie das Erhöhen der Sicherheitseinstellungen (vor allem in Outlook).
    Und dann, um solche "Fachleute" wie den Kournikova-Bastler wirklich abzuschrecken, eine konsequente Strafverfolgung.
    Nochmal sorry für den herben Anfang...
    Andreas

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  8. Wann endlich Produkthaftung für Microsoft?!

    Autor Frank 02.09.01 - 15:13

    Wann endlich Produkthaftung für Microsoft?!

    Solange Microsoft die Richter kaufen kann werden wir wohl nie das Betriebssystem bekommen für was viele (ich nicht) längst bezahlt haben!

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  9. Re: Appell an... so einfach ist es nicht !

    Autor gersel 11.09.01 - 08:51

    Die Diskussion ist wirklich nervig!
    Wann hat Strafverfolgung schon jemanden abgeschreckt ?
    Ich will hier nicht die Strafverfolgung bremsen: Wer erwischt wird, soll auch für seine Handlungen gerade stehen müssen! Es sind 'eh zu wenige, die erwischt werden.
    Aber letztendlich hilft nur eines: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es !" Will sagen: selbst ist die Frau/der Mann.
    Leichtsinn und Nachlässigkeit sind die eigentlichen Probleme, Unwissenheit kommt bei einigen dazu. Nur hilft Aufklärung allein nicht weiter! Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß die Möglichkeiten, sich weiter zu bilden (und nur mit Wissen kann man was tun), immer von interessierten/engagierten Leuten wahrgenommen werden. Die "Problemfälle" erscheinen einfach nicht zu solchen Veranstaltungen.
    Und hier beißt sich die Katze in den Schwanz...
    Nebenbei bemerkt: Viele Administratoren (besonders kleinerer Firmen) sind hoffnungslos überfordert. Sie sind einfach für jeden Sch... verantwortlich. Wer soll den gesamten Umfang, der inzwischen die DV ausmacht, noch (mehr oder weniger)allein beherrschen ? Irgendwann muß der Mensch auch mal schlafen. :-(

    Das sind also die Lücken, in die die Virenprogrammierer immer wieder stoßen.
    Und die Software-Hersteller machen es ihnen leicht. Wer soll denn bei so kurzen Produktzyklen der (MS-)Betriebssysteme noch mithalten ? Statt neue Featchers zu kreieren, sollten mal endlich die alten Fehler beseitigt werden (am Besten, ohne neue einzubauen...).
    Neue Möglichkeiten sind ja toll, doch wie viele Anwender nutzen sie wirklich ?
    Wer will, kann sein Leben damit verbringen, Neuigkeiten auszuprobieren.
    Dabei hatte er aber u.U. KEINE EINZIGE PRODUKTIVE MINUTE ! ! !

    Wo kommen bei vielen Firmen gleich die roten Zahlen her ???

    Man ist in permanenter Umstellung begriffen: statt ein eingefahrenes System zu nutzen ( UND DAMIT GELD ZU VERDIENEN), gibt man laufend Geld aus (für die Umstellung auf neue Versionen/Strukturen, etc...). Die User kommen dabei als erste unter die Räder, die Administratoren folgen ihnen auf dem Fuße.
    Schon die Alten wußten: "In der Beschränkung erst zeigt sich der Meister !"
    Vielleicht nutzen wir erstmal, was schon haben ?!

    Ein Patentrezept gegen diese Misere habe ich leider auch nicht.

    Uns bleibt nur: IMMER DRAN BLEIBEN ! NIEMALS AUFGEBEN !

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