>Natürlich wird er genötigt! Um das zu erkennen müsste man >sich allerdings mit den wirtschaftlichen Zwängen >auseinandersetzen unter denen Firmen agieren.
Blah blah ...
>Dieser Umsonst Wahnsinn treibt mittelfristig leider alle >Firmen in den Ruin ...
Wir haben ein schönes Wirtschaftssystem kreiert, in dem Firmen in den Ruin getrieben werden, sobald Menschen etwas
selbstlos tun.
Aber Spass beiseite... sobald man Software als Dienstleistung
und nicht mehr als Produkt betrachtet, lässt sich ganz anständig Geld damit verdienen.
Viele Firmen haben das begriffen. Der Ruin der anderen Firmen
tut mir nicht leid.
>Firmen können niemals durch GPL einen Wettbewerbsvorteil >erreichen ...
Nein zum Glück, aber durch qualitativ hochwertigen Support.
> Der GPL Tumor macht alle gleich.
Dieses Gequatsche von Geschwüren und Tumoren ist so eine blöde dumme Scheisse ...!
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und die "Support Lüge" darf natürlich auch nicht fehlen
*kopfschüttel*
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IIRC arbeitet Lawrence Lessig gerade an einem entsprechenden Gesetzesentwurf, den man, sobald er fertig ist, dann "zum Lobbying freigeben" will. Problem bei der Sache ist, dass die ersten Entwürfe die Tendenz hatten, alle freie Software (also z.B. auch BSD-lizensierte) einem Copyleft zu unterwerfen, was nicht dem Willen der Autoren entspricht.
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Laß Dir sagen: Preisdumping hat noch keiner Volkswirtschaft genutzt
Die GPL wird man hoffentlich bald aufgrund des Nötigungs- bzw. Krebscharakters verbieten.
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Wenn die anderen Firmen nichts besseres schaffen, als angepasste GPL-Software auf Hardware-Referenzdesigns zu brennen, dann haben sie ein derartiges Schicksal verdient.
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Ein Unternehmen hat durchaus viele Möglichkeiten, seine Wettbewerbssituation zu stärken. Es gibt durchaus legale Möglichkeiten, auf einem Kisterl GPL-Software und proprietäre Software zu betreiben. Man kann am Design arbeiten, die Hardware optimieren oder auch ganz schlicht viel Werbung betreiben und so einen starken Markennamen aufbauen. Wenn man sehr geniale Ideen hat, wird man vielleicht ganz auf die freie Software verzichten und etwas proprietäres bauen - kostet dann halt etwas mehr, aber wenn es dem Kunden den notwendigen Mehrwert bringt, sollte das kein Problem sein.
Um das ganze mal durch einen Vergleich zu erläutern:
Die GPL bzw. die GPL-te Software ist in Sachen Wettbewerb eine Konstante, so wie es die Verfügbarkeit von integrierten Schaltkreisen ist. Wer seine Schaltungen nur mit Transistoren aufbaut, hat einen Nachteil gegenüber denjenigen, die ICs verwenden. Wer ICs verändern will, wird feststellen, dass dies schwierig ist (GPLte Software kann man verändern, aber daraus nicht unbedingt einen Wettbewerbsvorteil erzielen, daher ist der Vergleich zulässig). Die Kunst, sich am Markt durchzusetzen, besteht eben darin, das, was vorhanden ist und wenig bzw. nichts kostet, also ICs bzw. GPL-Software, mit anderen Komponeten - Hardware, Design, Support, Marke so zu kombinieren, dass sich Verkaufsargumente ergeben.
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"Aber Spass beiseite... sobald man Software als Dienstleistung
und nicht mehr als Produkt betrachtet, lässt sich ganz anständig Geld damit verdienen.
Viele Firmen haben das begriffen. Der Ruin der anderen Firmen
tut mir nicht leid. "
Das ist ja soooo naiv, ich kann nicht verstehen, wie ein erwachsener Mensch so etwas denken kann. Wartet mal ab, bis ein bißchen richtige Konkurrenz in OS Bereich entsteht. Dann kannst du für deinen Support pro Stunde 1 EUR verlangen. Ob du dann auch noch viel verdienst? Oder wie konkurierst du dann mit dem Supportangebot von IBM und Co? Na, immer noch nicht begriffen?
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Eine ganze Menge Softwareunternehmen verdienen am Support mindestens ebensoviel wie mit den Lizenzen. Dafür braucht die Software gar nicht proprietär sein; es reicht schon, dass sie in kritischen Bereichen eingesetzt wird. Wenn du fragst, wie Peter mit dem Supportangebot von IBM konkurrieren kann, dann gibt es eine Antwort und eine Gegenfrage.
Die Antwort: indem er billiger ist, flexibler, schneller, vor Ort
Die Gegenfrage: Wie soll Peter mit einem Hersteller proprietärer Schachtelsoftware wie Microsoft konkurrieren?
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und wie soll Peter mit Peter2 von links nebenan, mit Peter3 rechts nebenan, und PeterN von gegenüber konkurrieren? Weißt du, Dienstleistungssoftware ist eines der einfachsten Dinge der Welt in vielen Bereichen. Das können sehr sehr viele Techniker, Programmierer usw.
Wenn ich eine Software schreibe, dann hab ich am Anfang einen Vorteil, weil ich die Quellen nicht hergebe. Klar, andere werden es dann nachmachen, aber die müssen immer noch selber schauen, dass sie es auf die Reihe bekommen.
Mit diesem B-OpenSource wird Tür und Tor geöffnet, dass vor allem die Klein u. Mittelbetriebe als erstes sterben. Wenn mal zuviel verGPL'd ist, gibt es keinen Grund mehr für Produktion, nur noch Dienstleistung. Und dann gibt es ein wahnsinniges Überangebot an Dienstleistung, und als erstes wird die Hälfte der Selbständigen "sterben". Die großen Konzerne werden am ehesten überleben. Tolle neue Freiheit.
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eom
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im Gegensatz zur (reinen) Produktentwicklung.
Ausserdem sind die Support-Margen kleiner als die Lizenz/Produktmargen
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Dann würde ich Peter empfehlen, selbst an der Weiterentwicklung der Produkte zu arbeiten, für die er Support anbietet. Denn derjenige, der tief drinnen mit rumschraubt, hat eben mehr Ahnung und natürlich auch mehr Möglichkeiten als jemand, der nur Support anbietet. Und natürlich die Gegenfrage: Wie soll Peter vom Windows-Support leben?
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Klaus schrieb:
> im Gegensatz zur (reinen) Produktentwicklung.
Und? Dann entwickel doch weiter. Die Konsequenz aus mehr freier Software bedeutet doch nur das mehr Kapazitäten frei werden, sich bei sinkenden Kosten also mehr entwickeln lässt, der Fortschitt sich ggf. beschleunigt.
> Ausserdem sind die Support-Margen kleiner als
> die Lizenz/Produktmargen
Du meinst also, man mit einer anderen Produktionsmethode (hier freie Software) bessere Qualitätmzu günstigen kosten herstellen, aber was ist jetzt schlecht?
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was machst du dann als Firma
Programmierst du die ganze Basisfunktionalität neu -> enorm teuer/zeitaufwendig
oder greifst du auf GPL Software zurück -> dein tolles neues Feature wird sofort jedem Konkurrenten zugänglich und zwar umsonst.
beides lohnt nicht, was machst du also - gar nichts
GPL ist in letzter Konsequenz innovationsfeindlich
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Wer im Wettbewerb bestehen will, muss eben besser sein als die anderen, oder zumindest so wirken, oder im Preis die Hose runterlassen. Ob es in einem Markt GPL-te Standardkomponenten für alle gibt oder nicht, ändert gar nichts an der Sache.
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Ich baue das tolle Feature ein, teste alles wunderbar aus, baue 100000 Stück von meinem Produkt, drucke 1000000 Produktblätter, schule 10000 Verkäufer und werfe das Produkt auf den Markt. Sechs Monate später hat's die Konkurrenz auch, aber bis dahin habe ich mir schon das nächste Feature ausgedacht.
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Otto d.O. schrieb:
> Ob
> es in einem Markt GPL-te Standardkomponenten für
> alle gibt oder nicht, ändert gar nichts an der
> Sache.
Natürlich ändert das was, alle konkurrieren ausschliesslich über Hardwareproduktionskosten - und einmal kannst Du raten wer hier der Gewinner ist.
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Support ist das, was laufendes Einkommen bringt. Lizenzen sind so eine Sache. Wieviele Leute werden mein Produkt kaufen? 100? Dann muss ich 10000,- pro Lizenz verlangen. Oder 100000? Dann tun's 100,-. Oder gar 1000000? Dann muss ich einen Porsche bestellen ;-) Und bis ich überhaupt Lizenzgebühren reinkriege, muss ich erstmal den ganze Entwicklungsaufwand selbst tragen. Und wenn das Produkt zwar teuer war, aber sehr gut, verkauft sich die Nachfolgeversion vielleicht trotzdem schlecht, weil die alte Version für die Kunden gut genug ist. Und wenn ich Pech habe, kommt MS in der Zwischenzeit auf die gleiche Idee und baut vergleichbare Funktionaliät in den Internet Explorer ein, und alles war für die Katz'. Aus diesem Grund gehen viele Softwarehäuser dazu über, verstärkt auf die Supportschiene zu setzen. Habe ich viele Kunden, stelle ich Supportmitarbeiter ein. Hab ich wenige Kunden, werfe ich welche raus.
Und wenn mein Produkt sehr gut war und ich 7 Jahre für die nächste Version brauche, verdiene ich in den 7 Jahren trotzdem Geld, auch wenn schon alle Kunden mein Produkt haben.
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aber das ist ja das problem: Dadurch das jeder den Source anschauen und verbessern kann, ist der EINZIGE vorteil der PRogrammier (Sprich: Ich weiß wie es geht und du nicht) futsch. Wer braucht dann noch einen PRogrammierer?
Beispiel;
Du kennst dich gut mit dem MOzilla source aus, und bietest spezielle Anpassungen für Firmen an und verdienst damit gut.
Gib mir 2 Wochen und ich bin genauso gut, und du hast ne Konkurrenz und biete die gleiche Leistung einfach billiger an. Und dann kommen noch mehr und mehr und mehr.
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Wenn man so denkt, dann stellt sich die Frage, warum man im Falle proprietärer Entwicklung in (West-)Europa programmieren lassen sollte und nicht in Russland oder Indien. Unsere hohen Gehälter lassen sich eben nur rechtfertigen und auf Dauer erhalten, wenn wir entsprechend produktiv sind. Sich das Leben dadurch schwerer zu machen, dass man auf kostenlose fertige Komponenten verzichtet, ist sicher nicht produktiv. Die Kunst besteht darin, den Mehrwert zu schaffen. Das etwas schlauere Kasterl, das etwas mehr kann, etwas hübscher aussieht und beim Kunden dank besserer Marke mehr Vertrauen erweckt. Die Hardware wird in jedem Fall von Lohnproduzenten in China gefertigt, was denkst du denn.
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