1. Foren
  2. » Kommentare
  3. » Wissenschaft
  4. » Alle Kommentare zum Artikel
  5. » Lichtgeschwindigkeit: Neutrinos…

Und was ist mit Quantenverschränkung?

Anzeige
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Und was ist mit Quantenverschränkung?

    Autor Lord Gamma 08.06.12 - 18:40

    Siehe [www.golem.de]

    Zählt das nicht, weil es eine Art Replikation ist, oder wie?

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  2. Re: Und was ist mit Quantenverschränkung?

    Autor motzerator 08.06.12 - 18:59

    Nein, es werden ja nur Eigenschaften übertragen, keine Teilchen.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  3. Re: Und was ist mit Quantenverschränkung?

    Autor Chili 08.06.12 - 19:06

    Das Entscheidende ist, dass die Information auf herkömmlichem Weg, also maximal mit c übertragen wird und damit am Zielort die Reproduktion des ursprünglichen Teilchens erfolgt.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  4. Re: Und was ist mit Quantenverschränkung?

    Autor Lord Gamma 08.06.12 - 19:12

    Chili schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Entscheidende ist, dass die Information auf herkömmlichem Weg, also
    > maximal mit c übertragen wird und damit am Zielort die Reproduktion des
    > ursprünglichen Teilchens erfolgt.

    Wird nun ein Photon eines solchen verschränkten Paares in seinen Eigenschaften verändert, dann ändert sich das zweite, entfernte Photon parallel und gleichzeitig. Die Eigenschaften werden in Nullzeit über eine große Entfernung übertragen.
    --
    Prof. Dr. Anton Zeilinger

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  5. Re: Und was ist mit Quantenverschränkung?

    Autor Lord Gamma 08.06.12 - 19:23

    Aber die "Eigenschaften" werden nicht nur übertragen, sondern verschoben. Die Quelle verliert genau die "Eigenschaften", die das Ziel in Nullzeit erhält.

    Siehe [www.heise.de]

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  6. Re: Und was ist mit Quantenverschränkung?

    Autor __destruct() 08.06.12 - 19:24

    Dann sollte es doch möglich sein, das nutzbar zu machen, oder? Nie wieder Tiefseekabel und ein toller Ping in die USA.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  7. Re: Und was ist mit Quantenverschränkung?

    Autor Chili 08.06.12 - 19:25

    Ja, das ist Quantenverschränkung. Sie kann nicht zur Informationsübertragung eingesetzt werden!

    Sie wird bei der Quantenteleportation lediglich dazu genutzt, an zwei entfernten Positionen zwei Quanten im gleichen Zustand zu haben. Die Information des dritten, zu "teleportierenden" Quants muss auf anderem Wege von A nach B gebracht werden. Details da: http://en.wikipedia.org/wiki/Quantum_teleportation#Protocol , ich kenne mich bis auf die populärwissenschaftlichen Beschreibungen leider nicht besonders mit dem Kram aus.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.06.12 19:26 durch Chili.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  8. Re: Und was ist mit Quantenverschränkung?

    Autor mag 08.06.12 - 20:00

    Man muss hier die Themen Quantenverschränkung und Quantenteleportation trennen. Bei der Quantenteleportation muss eine zusätzliche Information übertragen werden. Der Clou ist, dass das keine Quanteninformation sein muss, sondern eine klassische Informationsübertragung ausreicht. Aber von Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit ist hier weit und breit nichts zu sehen. Quantenteleportation benutzt Quantenverschränkung, ist aber für das Thema überlichtschnelle Informationsübertragung ansonsten uninteressant.

    Anders sieht es beim Thema Quantenverschränkung aus. Die erweckt auf den ersten Blick in der Tat den Eindruck, es würde Information nicht nur überlicht- sondern sogar unendlich schnell übertragen werden. Siehe das Zeilingerzitat oben. Ein genauerer Blick auf das Phänomen zeigt allerdings, dass sich damit keine Information übertragen lässt.

    Das Standardexperiment zum Thema lässt sich ganz gut auf ein klassisches Experiment übertragen und erklärt, warum sich mit Verschränkung keine Information übertragen lässt:

    Ein Mittelsmann hat einen Haufen grüne und einen Haufen rote Münzen. Völlig zufällig (50-50-Chance) entscheidet er sich nun für eine von beiden Farben, nimmt zwei Münzen dieser Farbe und schickt eine davon gut verpackt zu Alice und eine gut verpackt zu Bob. Auch wenn keiner weiß, welche Farbe die Münzen haben, so sind sie doch verschränkt, denn sie haben mit Sicherheit die gleiche Farbe.

    Weder Alice noch Bob wissen, welche Farbe ihre Münzen haben, solange er oder sie das Paket nicht geöffnet hat. So hat z.B. Alice eine 50%-Chance, eine rote Münze aus dem Paket zu holen und eine ebensolche Chance, eine grüne Münze zu entnehmen. Wenn aber Alice ihr Paket aufmacht und schaut, welche Farbe ihre Münze hat, dann ist plötzlich in Nullzeit und über große Entfernung klar, welche Farbe Bobs Münze hat. Alice weiß nun, welche Farbe Bobs Münze hat, egal wie weit er weg ist. Nur hilft ihr das nicht im geringsten, auch nur ein Bit Informationen an Bob zu übertragen, denn sie hat keinen Einfluss auf die Münzenfarbe, weder auf ihre eigene noch auf die von Bob.

    Und so verhält sich's mit der Quantenverschränkung. Der Unterschied liegt nur darin, dass übertragen gesprochen, die Farbe beider Münzen wirklich erst dann festgelegt wird, wenn einer von beiden sein Paket aufmacht, und nicht im Vorfeld vom Mittelsmann. Das erweckt den Eindruck, dass beide Münzen sich durch überlichtschnelle Informationsübertragung auf eine Farbe einigen würden. Aber für Alice und Bob macht das keinen Unterschied, Informationen können sie so immer noch nicht übertragen, weil sie immer noch keinen Einfluss darauf haben, für welche Farbe sich die Münzen entscheiden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.06.12 20:02 durch mag.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  9. Re: Und was ist mit Quantenverschränkung?

    Autor NeoTiger 08.06.12 - 21:11

    Aber das ist eben das Problem mit der Quantentheorie: bis heute konnte noch niemand erklären, wie Schrödigers Katze gleichzeitig tot und lebendig sein kann.

    Die Theorie hilft uns unbestritten bestimmte Phänomäne rechnerisch vorherzusagen - verstrickt sich aber an anderen Stellen in Paradoxen.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  10. Re: Und was ist mit Quantenverschränkung?

    Autor hubie 09.06.12 - 00:25

    das kann auch keiner erklären, da es die Natur der Quantenmechanik ist, dass Messungen oder Ereignisse zufallsbedingt sind... erst wenn man die Kiste aufmacht und sieht was Sache ist, ist die Katze tot ODER lebendig, während sie geschlossen ist, kann man darüber keine Aussage treffen...

    Alles weitere sollte sich hier klären:
    lolbin.net/i/RSQ1G9LB/schrodinger-cat-is-alive-and-angry.....html

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  11. Re: Und was ist mit Quantenverschränkung?

    Autor Raumzeitkrümmer 09.06.12 - 02:30

    Das "Unverständliche" daran ist ja, dass zwei Teilchen existieren und man nicht weiß, welches das "echte" ist. Löscht man eines von beiden, verschwindet instantan das zweite.

    Vergleichbar mit einer Taschenlampe, die man vor einen Spiegel hält. Nur, dass man hier auch die Lampe im Spiegel ausmachen kann und die Lampe vor dem Spiegel dunkel wird und man eben nicht sagen kann, welche vor dem Spiegel ist und welche nur das Spiegelbild ist.

    Eines der beiden Teilchen, wird durch die Messung gelöscht. Aber eben nur dieses eine kann einmalig gemessen werden, das andere verschwindet gleichzeitig. Obwohl also zwei Teilchen existieren, gibt es keine doppelte Energie.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  12. Re: Und was ist mit Quantenverschränkung?

    Autor __destruct() 09.06.12 - 10:37

    Moment mal. Dann, wenn man messen kann, ob das eigene Teilchen verschwunden ist, oder nicht, müsste doch eine Informationsübertragung möglich sein, auch dann, wenn zufällig entweder das eigene, oder das andere Teilchen verschwindet, wenn man das eigene misst.

    Ein mögliches Konzept: Man nehme z.B. 32 Teilchen pro Bit. In der Praxis dann mehr, aber bei noch mehr lässt sich ein Prozent-Wert so schlecht angeben. Also 32 Teilchen pro Bit. Nun klappert der Empfänger in einem festgelegten Intervall immer 32 Teilchen ab und schaut, ob alle da sind. Denn einmal kann er sie ja mindestens messen. Sind alle da, ist das Bit eine logische 1, fehlt mindestens eines, ist das Bit eine logische 0. Schon mit 32 Teilchen pro Bit müssten also 99,999999977% aller Bitübertragungen erfolgreich sein. Aus 4.294.967.296 Bitübertragungen schlägt statistisch eine fehl. Damit kann man doch leben, oder?

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  13. Re: Und was ist mit Quantenverschränkung?

    Autor modd 09.06.12 - 11:00

    Hä? das ist ja absoluter blödsinn man kann kein teilchen löschen und es existieren auch beide wo hast du den den quatsch her? Keine Ahnung von QM, mal gegoogled und dann einfach abgeschrieben?
    Wenn man zwei verschränkte teilchen hat und misst das eine ist die verschränkung aufgehoben (oder "gelöscht" vermutlich haste das da aufgeschnappt) aber teilchen löscht man nicht einfach.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  14. Re: Und was ist mit Quantenverschränkung?

    Autor Yeeeeeeeeha 09.06.12 - 15:01

    Richtig. Die Katze in der Kiste ist natürlich tot oder lebendig. Allerdings kann man das von außen eben nicht sehen, da eine Betrachtung einer Messung entspricht und sozusagen den Wert festlegt.
    Öffnen wir nur eine Kiste mit einer Katze, ist die dann halt entweder tot oder lebendig und war es auch schon vorher - wir wussten es nicht.
    Öffnen wir nun aber ganz viele Kisten mit ganz vielen Katzen werden wir sehen, dass alle Katzen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit tot oder lebendig sind, die vom Zeitpunkt der Öffnung abhängt. Das gestattet uns vorauszusehen, wie viele der nächsten 100 ausgepackten Katzen tot sind (weshalb klassische Mechanik funktioniert), nicht aber, ob eine bestimmte Katze tot ist. Daher befindet sich jede bestimmte Katze in ihrer Kiste für uns in einer Superposition, sie ist (runtergerechnet von allen Katzen) mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit noch am Leben und mit der restlichen Wahrscheinlichkeit schon tot.

    Genau so verhält es sich mit verschränkten Teilchen: Durch die Verschränkung teilen sie ihre Eigenschaften, also auch den "internen" Status, den wir aber erst sehen, wenn wir sie auspacken. Dabei verhalten sich viele verschränkte Teilchen wie ganz normale: Sie haben ihren Zustand nach einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Das tolle an der Verschränkung ist halt, dass sozusagen die Wahrscheinlichkeit exakt kopiert wird.

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
    Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  15. Re: Und was ist mit Quantenverschränkung?

    Autor Raumzeitkrümmer 10.06.12 - 13:54

    Mir ist nur folgendes Experiment bekannt. Um verschränkte Photonen zu erhalten, nimmt man ein hochenergetisches Photon und teilt dieses in zwei Photonen mit doppelter Wellenlänge. Dieses Photonenpaar ist verschränkt, weil es in unmittelbarer räumlicher und zeitlicher Nähe entstanden ist.

    Welches davon den Spin +1/2 und welches -1/2 hat, ist natürlich nur nach einer Messung möglich. Trotzdem kann ich mir eine Versuchsanordnung bauen, die mir diese Information schon vorher liefert. Man teilt den Strahl auf und schickt jede Hälfte durch ein Polfilter. Jetzt "weiß" ich, dass in dem einen Strahl nur die +1/2 sind und in dem anderen nur die -1/2. Schickt man das durch einen Doppelspalt, so interferieren die Photonen nicht mehr.

    Manche meinen, die Photonen sind jetzt bockig geworden, weil man sich vorher über ihren Zustand informiert hat. :-)

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  16. Re: Und was ist mit Quantenverschränkung?

    Autor SoniX 11.06.12 - 15:17

    Hallo Mag,

    Ich muss sagen: Sehr schön geschrieben. Danke sehr :-)

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

Neues Thema Ansicht wechseln


Entschuldigung, nur registrierte Benutzer dürfen in diesem Forum schreiben. Klicken Sie hier um sich einzuloggen

Smartphones: Windows Phone erstmals vor Blackberry auf Platz drei
Smartphones
Windows Phone erstmals vor Blackberry auf Platz drei

Im ersten Quartal 2013 wurden erstmals mehr Smartphones mit Windows Phone als mit der Blackberry-Plattform verkauft, berichten die Marktforscher von IDC. Damit widersprechen sie den Analysen von Gartner, die Blackberry weiter auf dem dritten Platz sehen.

  1. Mobilfunk Fast drei Viertel der Smartphones laufen mit Android
  2. Snapzoom Mit dem Smartphone durchs Fernglas gucken
  3. Handymarkt Über ein Viertel aller verkauften Handys sind von Samsung

Quantum Artificial Intelligence Lab: Google quantencomputert mit der Nasa
Quantum Artificial Intelligence Lab
Google quantencomputert mit der Nasa

Google und die Nasa haben gemeinsam eine Forschungseinrichtung für künstliche Intelligenz gegründet. Mit Hilfe eines Quantencomputers wollen sie unter anderem bessere Vorhersagemodelle entwickeln.

  1. DNNresearch Google-Suche engagiert Wissenschaftler für neuronale Netze

XPS 10 und Surface: Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets
XPS 10 und Surface
Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets

Zwei Hersteller von Windows-RT-Tablets haben die Preise ihrer Geräte gesenkt, für einige deutlich. Dell senkt die Preise direkt um ein Drittel und Microsoft gibt das ziemlich teure Type oder Touch Cover dazu. Die nächste RT-Generation soll sogar noch billiger werden.

  1. Microsoft Verkauf des Surface Pro startet am 31. Mai
  2. Neue Firmware Update macht das Surface RT lauter
  3. Windows-Tablet Microsoft wird neue Surface-Serie ankündigen

  1. Ventus: Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel
    Ventus
    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

    Wissenschaftlern fehlen für ihre Klimamodelle genaue Daten über CO2-Emissionen von Kraftwerken auf der ganzen Welt. Die Crowd soll jetzt helfen - und sie in eine auf Google Earth basierende Karte eintragen.

  2. Offline-Karten-App für Android: Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop
    Offline-Karten-App für Android
    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

    In Amazons App-Shop gibt es heute die Offline-Karten-App Maps With Me Pro für Android kostenlos. Damit kann das Open-Street-Map-Kartenmaterial offline auch nach Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Hotels, Cafés und Geschäften durchsucht werden. Regulär kostet die App knapp 4 Euro.

  3. Linux-Kernel: P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs
    Linux-Kernel
    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

    Statt des betagten Cpufreq-Treibers und des Ondemand-Governors sollen im Linux-Kernel P-States für eine reduzierte Leistungsaufnahme der Sandy-Bridge- und Ivy-Bridge-CPUs von Intel sorgen.


  1. 14:00

  2. 12:39

  3. 10:41

  4. 10:05

  5. 10:02

  6. 19:40

  7. 18:24

  8. 16:44