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Kann sich das die Politik leisten?

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  1. Kann sich das die Politik leisten?

    Autor wire-less 18.11.12 - 11:54

    Das würde die Fördermittel dieses Jahre die nicht an die Telekom gingen wertlos machen. Die Telekom könnte den Fremdanbietern den Hahn zudrehen.

    Ich find die Konstruktion Leitungen von der Konkurrenz anzumieten die dazu gezwungen wird eh abenteuerlich. Kann mir die Kommunikation/Ablauf im einzelnen sehr interssant vorstellen.

    Insgesamt hat die Politik da schon einen sehr seltsamen Kurs eingeschlagen. Infrastruktur privatisieren und zu reguliern ...

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  2. Re: Kann sich das die Politik leisten?

    Autor last 18.11.12 - 12:08

    wire-less schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das würde die Fördermittel dieses Jahre die nicht an die Telekom gingen
    > wertlos machen. Die Telekom könnte den Fremdanbietern den Hahn zudrehen.
    >
    > Ich find die Konstruktion Leitungen von der Konkurrenz anzumieten die dazu
    > gezwungen wird eh abenteuerlich. Kann mir die Kommunikation/Ablauf im
    > einzelnen sehr interssant vorstellen.
    >
    > Insgesamt hat die Politik da schon einen sehr seltsamen Kurs eingeschlagen.
    > Infrastruktur privatisieren und zu reguliern ...

    Warum sollten die Investitionen wertlos werden? Welche Investitionen meinst du?

    Bezüglich der Miete von Leitungen: Wenn dir etwas nicht gehört, weil du es nicht hergestellt hast und es dennoch nutzen willst, ohne es kaufen zu müssen, dann mietest du es. Ganz einfach. Damit mietest du aber auch die Freiheit, dich nicht über die Qualität kümmern zu müssen. Störungen, Instandhaltung, ... - alles wird auf den Vermieter gelegt. Von diesem "Zwang" profitieren die Anbieter ohne eigene Netze seit Jahren.

    Dass unsere Politik - wie in vielen anderen Bereichen auch - versagt hat, steht hierbei außer Frage.

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  3. Re: Kann sich das die Politik leisten?

    Autor wire-less 18.11.12 - 14:20

    last schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wire-less schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das würde die Fördermittel dieses Jahre die nicht an die Telekom gingen
    > > wertlos machen. Die Telekom könnte den Fremdanbietern den Hahn zudrehen.
    > >
    > > Ich find die Konstruktion Leitungen von der Konkurrenz anzumieten die
    > dazu
    > > gezwungen wird eh abenteuerlich. Kann mir die Kommunikation/Ablauf im
    > > einzelnen sehr interssant vorstellen.
    > >
    > > Insgesamt hat die Politik da schon einen sehr seltsamen Kurs
    > eingeschlagen.
    > > Infrastruktur privatisieren und zu reguliern ...
    >
    > Warum sollten die Investitionen wertlos werden? Welche Investitionen meinst
    > du?

    FTTC-Ausbau. D.h. 100.000 Staatsknete + Gemeindeknete um Breitband auf's Land zu bekommen. Wenn jetzt die Telekom die TAL nicht mehr an den Betreiber vermieten müsste oder die Preise erhöht werden, wird das Angebot des alternativen Betreibers teuer oder nicht mehr möglich. D.h. die investierten Steuergelder gehen mehr oder weniger den Bach runter.
    Allein die Androhung dieser Möglichkeit wird den Wettbewerb beeinflussen. Da geht die Kommune lieber auf Nummer Sicher und nimmt die Telekom.

    > Bezüglich der Miete von Leitungen: Wenn dir etwas nicht gehört, weil du es
    > nicht hergestellt hast und es dennoch nutzen willst, ohne es kaufen zu
    > müssen, dann mietest du es. Ganz einfach. Damit mietest du aber auch die
    > Freiheit, dich nicht über die Qualität kümmern zu müssen. Störungen,
    > Instandhaltung, ... - alles wird auf den Vermieter gelegt. Von diesem
    > "Zwang" profitieren die Anbieter ohne eigene Netze seit Jahren.

    Nein. Störungen laufen erst mal beim Anbieter auf. Der muss dann gucken ob es an seinem Equipment oder an der TAL liegt. Liegt's an der TAL muss er die Telekom beauftragen etwas zu unternehmen. Das muss der Auftraggeber bezahlen. In vielen Fällen wird's auch z.B. an einem kaputten Kundenmodem oder an einem Problem im Haus liegen. Dann bleibt der Anbieter leicht auf den Telekomkosten hängen.

    Was ist wenn ein Telekombeauftrager beim Schalten einer Leitung eine andere rausreißt. Das sind oft externe. Wer kommt dem Betreiber der die Leitung gemietet hat für den Aufwand auf den er dann hat...
    Schon mal geguckt wie diese Klemmvorgänge ablaufen. Schnell rein, durchgepiepst um eine freie Leitung zu finden, draufklemmen unterschreiben lassen und weg. Von wegen Leitungsplan lesen, beschriften, gucken ob das eine gemuxte Leitung ist, ...
    Früher hatten die Arbeiter noch eine Beziehung zu den Klemmkästen. Die wussten wenn sie Sch... bauen das sie es selbst sind die es auslöffeln. Jetzt läuft alles seinen geregelten Gang über die Störungsstelle und irgendwer anders kommt irgendwann anders. Und wenn's eine Leitung eines Mitbewerbers ist kümmert's den sicher noch weniger.

    Wie gesagt. Ich finde die Konstruktion so wie sie ist nicht wirklich gut.

    Aber das haben ja unsere Technikfreaks im Bundestag so gewollt.
    Juristen und Lehrer entscheiden über die technische Infrastruktur eines Landes.
    Das muss ja was werden ...

    > Dass unsere Politik - wie in vielen anderen Bereichen auch - versagt hat,
    > steht hierbei außer Frage.

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