... versuchte der Nutzer üblicherweise nicht, sie zu trainieren, sondern nutze sie nicht, weil sie nicht wie erwartet funktioniert, meint Nielsen.
Und damit hat er den Nagel auf den Kopf getroffen: die Unfähigkeit einiger Menschen, zu trainieren oder sich neues anzueignen. Die bequeme Menscheit beschwert sich leider über alles, was sie lernen muss. Traurig aber wahr.
Mich würde mal interessieren, was das für 12 Kandidaten waren.
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Naja... aber wenn eine Funktion nicht das macht was ich will, warum sollte ich sie dann benutzen?
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Kopf -> Tisch -> Bumms
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Neko-chan schrieb:
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> Naja... aber wenn eine Funktion nicht das macht was ich will, warum sollte
> ich sie dann benutzen?
Damit du effizienter wirst.
Wenn es sich nicht in kürzester Zeit durch ausprobieren ergibt, würde ich erstmal googeln, was man tun muss, damit es macht, was ich will.
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Inwiefern steigert sich meine Effizienz, wenn ich Dinge ausprobiere, die nicht oder nicht wie gewünscht funktionieren?
--
Dare to be stupid!
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Die Aussage war aber, dass wenn eine Funktion nicht das macht was der Anwender mit der Funktion erledigt haben will, dass er sie dann nicht nutzt. Was irgendwie logisch ist... etwas das nicht das macht was es machen soll wird nunmal einfach nicht benutzt. Warum auch?
Eine Schere die nicht schneiden kann wirst du ja auch nicht benutzen.
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Aber vielleicht entdecke ich ja, dass sich die Schere dafür als wesentlich besseres Wurfgeschoss eignet und setze sie fortan als solches gegen unliebsame Zeitgenossen ein, obwohl ich vorher nie an diesen Anwendungszweck gedacht habe. Das spart mir wahnsinnig viel Zeit, in der ich mir z.B. eine Schere kaufen kann, die schneidet oder einfach die des Beworfenen mause :-)
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Naja... Scheren sind als Wurfgeschoss nicht sooo geeignet, nicht Aerodynamisch genug.
Jedenfalls wird sich kein User eine Funktion oder Geste angewöhnen wenn diese nicht genau das macht, was er von ihr will.
Ich meine... ich lern auch nicht den Syntax von ner If Anweisung wenn ich eigentlich nur ne Summe bilden will ^^
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Lord Gamma schrieb:
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> Damit du effizienter wirst.
> Wenn es sich nicht in kürzester Zeit durch ausprobieren ergibt, würde ich
> erstmal googeln, was man tun muss, damit es macht, was ich will.
Die meisten wissen aber gar nicht, das die Funktion auch korrekt funktioniert, viele gehen oft generell von einem Fehler aus, und ignorieren es dann. Würde man nach jedem kleinen Problem erst mal googeln, käme man zu nichts anderem mehr.
Vergiss nicht: Für viele sind PCs nur ein Werkzeug, das einen Zweck erfüllen, soll. Wenn etwas nicht geht, das die Leute nicht brauchen, interessiert es sie auch nicht.
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Missingno. schrieb:
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> Inwiefern steigert sich meine Effizienz, wenn ich Dinge ausprobiere, die
> nicht oder nicht wie gewünscht funktionieren?
Die Dinge funktionieren ja manchmal nur auf Anhieb nicht wie gewünscht. Zum Beispiel kann man mit dem Editor vi nicht auf Anhieb schreiben, aber wenn man den Umgang mit den Modes lernt, kann man damit effizienter werden als mit vielen anderen Editoren.
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die funktion macht ja das was sie soll, wenn sie richtig bedient wird. der fehler liegt hier also nicht in der funktion, sondern in der bedienung. und sowas kan man lernen.
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whatTHEfuck schrieb:
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> ... versuchte der Nutzer üblicherweise nicht, sie zu trainieren, sondern
> nutze sie nicht, weil sie nicht wie erwartet funktioniert, meint Nielsen.
genauer gesagt verhält es sich so:
1. Wichtige Funktionen die man zum Arbeiten braucht, sucht man sich
mühsam wieder zusammen und merkt sie sich.
2. Alle weiteren Funktionen, die vielleicht nützlich währen aber die
man nicht ständig braucht, wird man lange nicht verwenden, weil
man sie nicht kennt.
> Und damit hat er den Nagel auf den Kopf getroffen: die Unfähigkeit
> einiger Menschen, zu trainieren oder sich neues anzueignen.
Der Mensch kann sich anpassen, wenn er muss. Aber er hasst es,
weil es Energie kostet, die anderswo sinvoller eingesetzt werden
kann.
> Die bequeme Menscheit beschwert sich leider über alles, was
> sie lernen muss. Traurig aber wahr.
Bequemlichkeit ist eine Tugend, sofern sie mit dem Willen
kombiniert ist, seine Ziele zu erreichen. Bequemlichkeit sorgt
dafür, das der Körper Energie spart, für wichtigere Dinge.
Darum überwindet der Mensch seine Bequemlichkeit auch
nur, wenn er einen guten Grund dafür sieht.
Das Microsoft Fuss im mobilen Markt fasst, ist für mich kein
Grund, meine Bequemlichkeit zu überwinden. Ich habe mir
Windows 8 nur angeeignet, um fachlich auf dem Laufenden
zu sein. Aber es ärgrt mich zugleich!
> Mich würde mal interessieren, was das für 12 Kandidaten waren.
Ganz normale Menschen, keine Mitarbeiter von Microsoft denke
ich mal :)
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Nein, aber ich meinte, vielleicht hilft mir eine Funktion, die nicht genau das macht, was ich vorhabe, ja unter Umständen, festzustellen, dass das, was ich vorhabe, eigentlich Blödsinn ist und es auch viel einfacher geht.
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Also würdest du dir die Zeit nehmen um "nicht-schneidende" Scheren zu kaufen, damit du sie als Wurfgeschosse verwenden kannst, um dann ein anderes Werkzeug zu holen, mit dem du die eigentliche Arbeit erledigen kannst?
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Das Beispiel war eigentlich eher spaßig gemeint :-)
Der ernsthaft gemeinte Unterton war eher der, dass auch eine Funktion, die für mich auf den ersten Blick keinen Sinn ergibt, mir doch einige Arbeit abnehmen kann, wenn ich mich mal damit beschäftige. Vielleicht stelle ich sogar fest, dass diese Funktion einige andere Funktionen ersetzt, die ich lange genutzt habe.
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Lord Gamma schrieb:
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> Neko-chan schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Naja... aber wenn eine Funktion nicht das macht was ich will, warum
> sollte
> > ich sie dann benutzen?
>
> Damit du effizienter wirst.
> Wenn es sich nicht in kürzester Zeit durch ausprobieren ergibt, würde ich
> erstmal googeln, was man tun muss, damit es macht, was ich will.
Werden wir mal KONKRET:
Das Beispiel im Text war, dass in den Charmes die sehr prominent platzierten Funktionen "Teilen" und "Geräte" in den wenigsten Apps funktionieren. Z.B. auf dem Startscreen (von wo aus man sich normalerweise auf Entdeckungsreise begibt. Es ist also konzeptionell Mist, da gibt's auch nichts zu ergooglen.
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In diesem konkreten Fall ist das anscheinend leider so.
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Also ich persönlich komme mit vim viel besser zurecht als mit Emacs, aber das als Beispiel für gute Benutzerfreundlichkeit anzuführen, halte ich für sehr gewagt. Das Wechseln des Modus ist auch genau das, was viele Leute abschreckt, weil es nicht intuitiv ist, dass man einen Editor erst einmal mit Druck auf die Taste "i" "freischalten" muss, bevor man Text eintippen kann. Dafür finde ich die Kommando-Ebene gerade in Terminals viel schöner (:w(rite)q(uit)) als Tastenkürzel in der Art Strg+w, a, Alt+q oder ähnliches.
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Usability Test failed.
Jeder, der sagt, es läge an den Testusern hat nicht die allergeringste Ahnung von Usability.
Nicht die Spur.
Wie kann man nur so dumm und arrogant sein, zu meine, die User sollten sich gefälligst anstrengen mein schlecht benutzbares System zu lernen?
Glaubst du, das deine tollen Programme oder Websites das allerwichtigste auf der Welt sind und die User ernsthaft nichts anderes zu tun haben, als deine merkwürdigen Bedienkonzepte zu lernen?
Ich hoffe inständig du bist kein Developer, zumindest nirgends wo du auch nur das geringste mit Frontends zu tun hast.
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whatTHEfuck schrieb:
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> Und damit hat er den Nagel auf den Kopf getroffen: die Unfähigkeit einiger
> Menschen, zu trainieren oder sich neues anzueignen. Die bequeme Menscheit
> beschwert sich leider über alles, was sie lernen muss. Traurig aber wahr.
>
Da ist durchaus was Wahres dran. Ginge es hier allerdings um die Usability von Nicht-Windows-DEs höre ich Jubelperser, die genau dieses Argument als Grund FÜR den Einsatz von Windows bringen: Der bequeme User, der sich nicht auf was anderes umgewöhnen möchte.
Nun da die Kritik über die Usability von Win8 immer häufiger auftritt, sind es dann aber doch die doofen User.
Wenn sich die Windows-Jubelperser also das nächste Mal aus dieser Argumentenkiste bedienen, so hat man ja jetzt eine große Auswahl an Posts die deren Doppelmoral aufdecken.
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whatTHEfuck schrieb:
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> die funktion macht ja das was sie soll, wenn sie richtig bedient wird.
Nein, bei seinem Beispiel ging es darum, daß die Bedienung inkonsistent ist. Mal bewirkt eine Geste (oder ein Symbol) etwas, mal nicht.
> der fehler liegt hier also nicht in der funktion, sondern in der bedienung. und
> sowas kan man lernen.
Natürlich kann man sich ins Hirn hämmern, wann ein Symbol oder eine Geste etwas auslöst und wann nicht, aber die Schwellen sind höher. Liegt auf der Hand. Das schreckt ab - und das darf man, finde ich, durchaus kritisieren. Warum nicht gleich so designen, daß eine Geste / ein Symbol / was auch immer immer die gleiche Aktion auslöst? Ist doch viel schlüssiger.
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