1. Foren
  2. » Kommentare
  3. » Security
  4. » Alle Kommentare zum Artikel
  5. » Forensic Disk Decryptor: Elcomsoft…

olle Kamellen

Anzeige
  1. Beitrag
  1. Thema

olle Kamellen

Autor mawa 20.12.12 - 20:39

Was bitte ist daran neu?
Wahrscheinlich der Umstand, dass die Firma ihr Schlangenöl nicht mehr so gut verkaufen kann und jetzt extra Werbung benötigt.

Der Trick mit dem Firewire Port ist Lame und U(h)ralt. Inzwischen macht man soetwas beim Abholen der Mails mittels eines Drive-By-Angiffes. Hierbei wird dem Observationsobjekt ein Javaapplet untergeschoben, das wiederum die Hardware analysiert und ein passendes Infiltrationsmodul nachlädt. Dieses landet dann in der Grafikkarte und hat dank IO mapped Memory zugriff auf den gesamten Speicher. Danach kann schön das Gesuchte gematcht und nachhause gesandt werden.

Aber auch das ist in der Therorie schon fast veraltet. Die Hersteller implementieren in ihre Hardware zu diesen Zweck IOMMU, das Gegenstück zur MMU um unberechtigte IO-Zugriffe zu verhindern. Zumindestens AMD seit seiner x64 Plattform seit ca. 2009. Jetzt müssen das nur noch die großen Betriebssysteme nutzen, und danach sollte sich auch der Zugriff über Firewire erledigt haben. Aber eigentlich ist die Schnittstelle eh so gut wie ausgestorben.

Der Rest ist ebenfalls uralt. Dass sich Schlüssel und Passwörten in der Swapdatei befinden können, wird schon sehr lange von Schadprogrammen ausgenutzt. Viele Anbieter von Verschlüsselungs- und Sicherheitssoftware versuchen, diesem auch vorzubeugen.

Jeder der sich länger als 5 Minuten mit Verschlüsselung und Absicherung von Systemen und Netzwerken beschäftigt, wird das wissen und auch berücksichtigen, wenn er für sich, seine Oma oder den guten Freuden bei den Angels Verschlüsselung und Zugriffsschutz implementiert.

Der Rest, den diese Firma herstellt, ist genau so ein Mupitz. Die sollten lieber dafür sorge tragen, dass sie ihre Analysesysteme endlich sicher bekommen. Bei vielen dieser Systeme kann über das analysierte System während der Analyse Schadcode oder Verknüpfungen auf dem Analysesystem ausgeführt werden. Das klappt auch wunderbar, wenn nur ein Image auf Datei und Datenbankbasis analysiert wird. Des Weiteren verrennen sich viele Programme und stürzen während der Analyse auch gerne einmal ab. Mit speziellen Partitionierungssystem wie sie von Wächterkarten wie Dr. Kaiser, Reborn, etc ... verwendet werden, kommen die Dinger auch nicht klar.

Im Grunde sind viele dieser Tools einfach nur Schrott und völlig überteuert. Das Teuerste dabei sind allerdings die Schulungen, die vom Käufer mit zu buchen sind. Im Grunde ist ein Spezialist mit einer Handvoll einfacher Tools, einer guten Programmieroberfläche und sehr guten Fachkenntnissen besser und effektiver als unsere grünen Stümper, die da mit ihrem USB-Stick und dem Tricorder zu einer HD erscheinen.

Jeder der Will, kann es den Schnüfflern schon mit einfachen Mitteln sehr schwer machen. Man muss sich dabei immer nur im Klaren sein, das es keine absolute Sicherheit gibt. Man baut in seine Systeme halt viele kleine aber feine Stolperfallen ein, die den Schnüffler mit ihrer Klickbunti-Software in den Wahnsinn treiben wird. Verschlüsselung oder der Anschein davon ist hierbei schon mal die erste Stufe. Danach vielleicht noch ein paar ZIP-Bomben im lokalen Dateisystem verstecken oder gleich Loops über die NTFS-Struktur einpflegen. Mit so etwas kommen einige teure Programme auch im Jahre 2012 nicht klar. Auch große mit einer „einfachen“ Passphrase gesicherte verschlüsselte Dateien, die nach mehreren Tagen Rechenarbeit endlich aufgehen, sind immer wieder gerne gesehen. Besonders wenn dann dort in 100.000 Zeilen steht „All Colors are Beautiful“.

In dem Sinne, seid kreativ und habt Spaß am Gerät.



1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.12.12 20:45 durch mawa.

Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

Neues Thema Ansicht wechseln


Thema
 

olle Kamellen

mawa | 20.12.12 - 20:39
 

Re: olle Kamellen

androidfanboy1882 | 20.12.12 - 22:41
 

Re: olle Kamellen

mawa | 21.12.12 - 15:18
 

Re: olle Kamellen

Shadow27374 | 21.12.12 - 19:53

Neues Thema Ansicht wechseln


Entschuldigung, nur registrierte Benutzer dürfen in diesem Forum schreiben. Klicken Sie hier um sich einzuloggen


Anzeige

Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Test The Elder Scrolls Online: Skyrim meets Standard-MMORPG
Test The Elder Scrolls Online
Skyrim meets Standard-MMORPG

Es ist so groß wie mehrere Rollenspiele zusammen und bietet auch Soloabenteurern Unterhaltung für Wochen und Monate. Vieles in The Elder Scrolls Online erinnert an Skyrim - und leider noch mehr an das altbekannte Strickmuster gängiger MMORPGs.

  1. The Elder Scrolls Online Zenimax deaktiviert umstrittene Bezahlmethoden
  2. Abopflicht Verbraucherschützer mahnen The Elder Scrolls Online ab
  3. Zenimax Online The Elder Scrolls Online ohne Server-Schlangen gestartet

Test Hitman Go: Auftragskiller to go
Test Hitman Go
Auftragskiller to go

Knobeln statt knebeln: In Hitman Go verrichtet Agent 47 sein ebenso lautloses wie blutiges Handwerk auf ungewohnte Art und Weise: Statt Schleich-Action ist Denksport angesagt. Der Titel bleibt dem Kern der Hitman-Reihe trotzdem treu - und macht schnell süchtig.

  1. Square Enix Kernzielgruppe statt globales Massenpublikum

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


  1. IBM Power8: Mit 96 Threads pro Sockel gegen Intels Übermacht
    IBM Power8
    Mit 96 Threads pro Sockel gegen Intels Übermacht

    IBM hat seine ersten Power8-Systeme vorgestellt. Mit vierstelligen US-Dollar-Preisen will das Unternehmen eine Alternative zu Intel-Rechnern anbieten. Zunächst kommen die sogenannten Scale-Out-Systeme auf den Markt, und über Openpower werden auch andere Hersteller Systeme anbieten.

  2. Printoo: Arduino kannste jetzt knicken
    Printoo
    Arduino kannste jetzt knicken

    Das auf Kickstarter erfolgreich finanzierte Projekt Printoo kombiniert verschiedene Techniken, um flache, biegsame Schaltungen auf Arduino-Basis zu ermöglichen.

  3. Cloud-Dienste: Streem verspricht unbegrenzten Speicherplatz
    Cloud-Dienste
    Streem verspricht unbegrenzten Speicherplatz

    Ein neuer Cloud-Anbieter wirbt mit einem "magischen Laufwerk", das niemals voll wird. Das Angebot lohnt sich im Vergleich zur Konkurrenz bereits ab einem Speicherbedarf von ein bis zwei Terabyte.


  1. 19:11

  2. 18:09

  3. 18:00

  4. 17:42

  5. 17:29

  6. 17:19

  7. 16:29

  8. 15:21