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Im Stillen ...

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  1. Im Stillen ...

    Autor Anonymer Nutzer 28.12.12 - 23:19

    ... hege ich noch immer die Hoffnung, dass die Menschen eines Tages zur Einsicht kommen werden, dass Zusammenarbeit sich weitaus mehr lohnt - und zwar für alle - als die "ich mach mein eigenes Ding"-Mentalität.

    Das ist so ein Beispiel... eines fernen Tages... :)

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  2. Re: Im Stillen ...

    Autor Zwangsangemeldet 29.12.12 - 01:51

    Ja, die Logik dahinter ist klar: Konkurrenz = Gegeneinander arbeiten - hat zwar innerhalb gewisser Grenzen eine Zeit lang funktioniert, konnte es aber nur, weil innerhalb dieser Grenzen manche Ressourcen praktisch unbegrenzt vorhanden waren, und Kollateralschäden nie aufgefallen sind. Das ändert sich gerade

    Kooperation = Miteinander/Zusammen arbeiten ist etwas, was weitaus ressourcenschonender und mit deutlich weniger oder gar ganz ohne Kollateralschäden von Statten geht. Nun müssen wir nur noch unser gesamtes Wirtschaftssystem darauf umstellen. Das wird aber auch früher oder später passieren, denn ansonsten bricht es einfach mal gepflegt zusammen (was sicherlich auch kein großer Verlust wäre, außer vielleicht für ein paar Einzelne).

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  3. Re: Im Stillen ...

    Autor rick.c 29.12.12 - 02:22

    Zwangsangemeldet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Kooperation = Miteinander/Zusammen arbeiten ist etwas, was weitaus
    > ressourcenschonender und mit deutlich weniger oder gar ganz ohne
    > Kollateralschäden von Statten geht.


    Jo wenn Du aber so optimierst und alle zusammenarbeiten, passieren genauso Kollateralschäden in Form von Arbeitslosigkeit weil viele Jobs dann überflüssig werden (das findet schon seit der Erfindung von Maschienen ansich statt, aber wenn auch noch alle kooperieren würden dann wirds lustig...). Dann haste nämlich statt 10000 größere Entwicklungsabteilungen Weltweit plötzlich vielleicht nur noch 100 oder so und 100000e Entwickler stehen plötzlich auf der Straße weil die Unternehmen jetzt ja einfach Lösungen von anderen hernehmen können und sie nicht selbst realisieren müssen ;-)
    Das wäre so wie wenn AMD, Intel, Via, Nvidia, Qualcomm, Broadcom, Marvell usw. plötzlich alle eine gemeinsame Entwicklungsabteilung hätten - da würden 10000e Jobs plötzlich wegfallen wodurch wiederum 1000e Jobs in der Verwaltung wegfallen. Zulieferbetriebe (Nahrung, Arbeitsmittel, Baufirmen, die ganze palette... ) würden dann massiv Aufträge verlieren wodurch noch mehr Jobs wegfallen.
    Insgesamt kaufen diese Leute dann alle weniger also werden weniger Produkte verkauft = noch weniger Jobs weil weniger Produkte = weniger Gewinn = weniger Mitarbeiter. Und so gehts dann weiter...

    Ausserdem steigert Konkurrenz ja gerade die Innovation!
    Wenn Intel die einzige Halbleiterfirma wäre hätten wir heute noch Single Core Prozessoren und wären vielleicht gerade so beim Pentium 4 angelangt (ein Energiefresser sondersgleichen btw.).

    So optimierungen gibts ja auch heute schon mehr als man denkt. Viele Firmen entwickeln nicht mehr viel selbst sondern kaufen schon jetzt fast nur noch IP Cores von anderen ein und setzen das dann einfach nur noch zusammen.
    Autohersteller machens auch so wie Chip Hersteller - die Steuergeräte und Sensoren für die Autohersteller kommen alle von Bosch oder Conti usw. und werden nicht mehr selbst entwickelt. Da sind schon massiv Arbeitsplätze wegoptimiert worden.


    Ja, Ressourcenschonender wäre es wohl wenns nur Weltweit ein Zentrallabor für alles gäbe, da haste offensichtlich recht ;-)
    Wäre auch toll wenn keiner mehr Auto fahren oder Flugzeuge nutzen würde und einfach von Zuhause aus Arbeitet und nur noch per Skype und in der lokalen Kneipe und im Tante Emma Laden Kontakt mit anderen hält ;-)
    Was man da einsparen könnte - das ist der absolute Wahnsinn. Brauchste ja gar keine Entwickler+Hersteller für Autos und alle Zulieferteile mehr dann, und auch nicht mehr soviele große gute Straßen und die musste im Winter auch nicht mehr streuen und so... hach ja ;-)


    > Nun müssen wir nur noch unser gesamtes
    > Wirtschaftssystem darauf umstellen.

    Exakt. Nur wie?
    (wie die Leute in Startrek das geschafft haben wollen hab ich noch nicht so ganz verstanden, Du? ;-) )

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  4. Re: Im Stillen ...

    Autor Zwangsangemeldet 29.12.12 - 03:31

    rick.c schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jo wenn Du aber so optimierst und alle zusammenarbeiten, passieren genauso
    > Kollateralschäden in Form von Arbeitslosigkeit weil viele Jobs dann
    > überflüssig werden (das findet schon seit der Erfindung von Maschienen
    > ansich statt, aber wenn auch noch alle kooperieren würden dann wirds
    > lustig...).
    Arbeitslosigkeit wäre dann doch kein Kollateralschaden, sondern würde bedeuten, dass wir die Entwicklung der Maschinen endlich auch ihrem Zweck zuführen. Maschinen sind doch von Anfang an dazu entwickelt worden, den Menschen Arbeit abzunehmen, nur werden sie heute eben dazu missbraucht, die Menschen auszubeuten (funktioniert durch ein ausgeklügeltes Wirtschaftssystem). Das muss aber nicht sein.

    > Dann haste nämlich statt 10000 größere Entwicklungsabteilungen
    > Weltweit plötzlich vielleicht nur noch 100 oder so und 100000e Entwickler
    > stehen plötzlich auf der Straße weil die Unternehmen jetzt ja einfach
    > Lösungen von anderen hernehmen können und sie nicht selbst realisieren
    > müssen ;-)
    Was für eine schöne Vorstellung! Natürlich muss dafür gesorgt sein, dass die freigestellten Entwickler und deren Familien trotzdem mit allem versorgt sind, aber grundsätzlich wäre das doch toll! Zugleich würde es den Druck aus der Entwicklung nehmen, etwas besonders amazing oder besonders schnell zu entwickeln, man könnte sich alle Zeit nehmen, die es braucht um die bestmögliche Qualität zu entwickeln, was dann zu Produkten führte, die thoroughly awesome sind, und nicht nach ein paar Jahren schon verbraucht sein müssen, damit sie ersetzt werden können.


    > Das wäre so wie wenn AMD, Intel, Via, Nvidia, Qualcomm, Broadcom, Marvell
    > usw. plötzlich alle eine gemeinsame Entwicklungsabteilung hätten - da
    Dann hätten wir wahrscheinlich schon längst Chipsätze in Smartphones und Tablets, deren Batterie eine Woche und länger halten, die aber trotzdem leistungsfähiger sind, als alles, was es heute gibt ;-)

    > würden 10000e Jobs plötzlich wegfallen wodurch wiederum 1000e Jobs in der
    > Verwaltung wegfallen. Zulieferbetriebe (Nahrung, Arbeitsmittel, Baufirmen,
    > die ganze palette... ) würden dann massiv Aufträge verlieren wodurch noch
    > mehr Jobs wegfallen.
    Klar, das Denken mit dem Geld und gegeneinander-aufrechnen würde dann wegfallen. Natürlich würden die meisten Menschen etwas anderes, womöglich sogar sinnvolleres, finden was sie tun könnten (nenn es "Arbeit" oder nicht - dieser Begriff wäre dann auch nicht mehr dadurch definiert, dass man Geld dafür bekommt, sondern dass die Tätigkeit Sinn ergibt). Natürlich muss für alle weiterhin gesorgt sein (was aber problemlos mit den derzeitigen Ressourcen und der heutigen Infrastruktur möglich wäre).

    > Insgesamt kaufen diese Leute dann alle weniger also werden weniger Produkte
    > verkauft = noch weniger Jobs weil weniger Produkte = weniger Gewinn =
    > weniger Mitarbeiter. Und so gehts dann weiter...
    Da steckt so viel gegeneinander drin, all dieses Kaufen und Verkaufen, das ist doch ein einziger Kampf gegeneinander!

    > Ausserdem steigert Konkurrenz ja gerade die Innovation!
    Das stimmt nicht. FOSS ist das beste Beispiel. Gut, weil die Leute trotzdem noch Geld erwirtschaften müssen um leben zu dürfen dauert es mit der Entwicklung der Projekte etwas länger, aber die Motivation für Innovation wäre endlich wieder bei der Sache an sich, um die es eigentlich geht, angelangt, und nicht beim Geld was man dafür von anderen bekommen kann.

    > Wenn Intel die einzige Halbleiterfirma wäre hätten wir heute noch Single
    > Core Prozessoren und wären vielleicht gerade so beim Pentium 4 angelangt
    > (ein Energiefresser sondersgleichen btw.).
    Im heutigen Wirtschaftssystem schon. Aber natürlich wäre dies nicht aufrecht zu erhalten, wenn man die Konkurrenz da rausnimmt.

    Und natürlich meine ich nicht, dass alles zentralistisch in Form einer Planwirtschaft von irgendwo "oben" gesteuert werden muss (im heutigen fehlerhaften System gibt es ja genauso ein "oben", nur die Steuerungsmechanismen und -Motive sind andere), sondern jeder entscheidet frei selbst, was sinnvoll ist. Würden wir miteinander leben, statt gegeneinander zu leben, wäre das möglich. Es erforderte aber natürlich ein ziemliches Umdenken (um nicht zu sagen ein vollständiges) bei den Meisten.

    > So optimierungen gibts ja auch heute schon mehr als man denkt. Viele Firmen
    > entwickeln nicht mehr viel selbst sondern kaufen schon jetzt fast nur noch
    > IP Cores von anderen ein und setzen das dann einfach nur noch zusammen.
    Ja, aber da ist doch die Motivation dahinter der Profit und die Konkurrenz auszustechen - entsprechender Schrott kommt dann am Ende eben auch heraus (verglichen mit dem was möglich wäre, wenn z.B. die Technologie nur um ihrer selbst Willen oder einer möglichst guten Anwendung willen entwickelt würde).

    > Autohersteller machens auch so wie Chip Hersteller - die Steuergeräte und
    > Sensoren für die Autohersteller kommen alle von Bosch oder Conti usw. und
    > werden nicht mehr selbst entwickelt. Da sind schon massiv Arbeitsplätze
    > wegoptimiert worden.
    s.o.

    > Ja, Ressourcenschonender wäre es wohl wenns nur Weltweit ein Zentrallabor
    > für alles gäbe, da haste offensichtlich recht ;-)
    Es muss nicht mal ein Zentrallabor sein, das würde ja wieder eine Hierarchie bedeuten. Freie Forscher, die sich weltweit miteinander vernetzen, sich zum gemeinsamen Forschen treffen, denen niemand etwas vorschreibt, sondern die nur dadurch angetrieben werden, ihre Forschung zu betreiben, bzw. ein möglichst gutes Ergebnis damit zu erreichen.

    > Wäre auch toll wenn keiner mehr Auto fahren oder Flugzeuge nutzen würde und
    > einfach von Zuhause aus Arbeitet und nur noch per Skype und in der lokalen
    > Kneipe und im Tante Emma Laden Kontakt mit anderen hält ;-)
    Sowas ist unabhängig von meinem Gedanken immer möglich und immer gleich nachteilig.

    > > Nun müssen wir nur noch unser gesamtes
    > > Wirtschaftssystem darauf umstellen.
    > Exakt. Nur wie?
    > (wie die Leute in Startrek das geschafft haben wollen hab ich noch nicht so
    > ganz verstanden, Du? ;-) )
    Ich hoffe weiterhin auf eine globale Einsicht der Menschen. Je mehr Leute es kapiert haben, desto mehr sprechen miteinander darüber (oder tauschen sich in Foren aus...), und desto weiter wird der Gedanke getragen. Umso mehr Leute erkennen, dass ein solches Umdenken nicht nur möglich und sehr sinnvoll, sondern absolut notwendig wird. Irgendwann sind es mehr Leute, die so "neu" denken als die, welche noch in den "alten" Bahnen denken. Spätestens dann wird sich ganz von selbst eine Menge ändern, weil immer mehr bei dem ganzen Krempel einfach nicht mehr mitmachen, und wenn man sie dafür aburteilt und verachtet, dann zeigen sie den anderen die lange Nase und sagen: "Wir sind doch in einem freien Land, also nehmen wir uns die Freiheit raus, es anders zu machen!"



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.12.12 03:38 durch Zwangsangemeldet.

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  5. Re: Im Stillen ...

    Autor borg 29.12.12 - 08:20

    Zwangsangemeldet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Was für eine schöne Vorstellung! Natürlich muss dafür gesorgt sein, dass
    > die freigestellten Entwickler und deren Familien trotzdem mit allem
    > versorgt sind, aber grundsätzlich wäre das doch toll!

    Ich glaube, dann würden die rund 100000 noch beschäftigten Entwickler ganz schnell darauf bestehen, dass für die Freigestellten und deren Familien allenfalls noch eine Grundversorgung gewährt würde. Wo kämen wir denn hin, wenn die einen Buckeln und die anderen sich in deren geschaffenen Wohlstand suhlen.
    Bereits heute ich die Akzeptanz nicht nur von HartzIV-Beziehern sondern auch von unschuldig auf die Strasse Gesetzten (Schleckermitarbeiter, etc.) nicht besonders hoch. Zwar gibt es akut immer eine grosse Mitleidswelle, wenn jedoch Solidarität gefordert wird, dann ist seitens der Regierung und von denen bereitgestellten Beträgen (Rettungsfond für Ex-Schleckerangestellte) schnell schluss mit lustig. Und wenn dann, wie bei Griechenland, tatsächlich ein Rettungsfond auf die Beine gestellt wird, dann ist Europaweit bei der Bevölkerung nur geringe Zustimmung vorhanden.
    Glaubst Du, dass hier die Entwickler von solchen Pools anders ticken?
    Man kann diese nicht immer mit Shareware und Opensourceentwicklern gleichsetzen, die entweder im Elternhaus oder während dem Studium ein auf andere Weise sichergestellten Lebensunterhalt haben. Sobald man mit seiner Arbeit einen Lebensstandard oder sogar eine Familie unterhalten muss, hat man ein Interesse daran, dass einem die Lorbeeren der Arbeit auch zukommen und nicht in irgendwelchen "Allgemeinheits-Pötten" verschwinden.

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  6. Re: Im Stillen ...

    Autor Zwangsangemeldet 29.12.12 - 08:35

    Ja, das ist auch alles wieder nicht zuende gedacht. Es sollte immer für jeden gesorgt sein, und wer sich dann mit der Entwicklung von Hardware oder Software oder mit irgend etwas anderem beschäftigen will, der soll das tun - aber nicht, um davon einen Lebensunterhalt zu haben (denn dann macht man es nicht um der Sache willen, hat also immer einen anderen Hintergedanken). Natürlich müssen wir uns untereinander absprechen, was alles getan werden muss, so dass nichts der nötigen Dinge liegen bleibt - die sinnvollen Dinge sind dann sozusagen die Kür. Wenn man sich selbst organisiert, gerne auch weltweit, ohne jemanden der einem irgend etwas vorschreibt, ist das möglich. Natürlich ist der inhärente Schritt dabei, auch komplett darauf zu verzichten, irgendwelchen Dingen irgendwelche unterschiedlichen Werte zuzuweisen, denn diese sind immer subjektiv - während wir ja momentan den sbjektiven Wert einer kleinen Führungselite für alle Dinge (Arbeit, Dienstleistungen, Waren, was auch immer) unhinterfragt akzeptieren müssen. Wenn man aufhören würde, irgendwas gegeneinander aufzurechnen, sondern jeder einfach machen würde, gäbe es jedenfalls auch keine Missgunst mehr und ähnliches, denn das wäre dafür nicht mehr nötig. Natürlich setzt dann auch ein langsamer Erkenntnisprozess ein, dass Dinge wie Status usw. nicht mehr nötig sind. Die Menschen kommen an den Punkt, sich zu fragen, worüber sie sich definieren, und weshalb sie das tun.

    Das kann nur zu was gutem führen. Wird zwar in der Übergangsphase erst mal mit ein bisschen Angst-Reaktionen und ähnlichem einhergehen, sowie der noch ungewohnten Notwendigkeit, uns untereinander als Bevölkerung dieses Planeten selbst zu koordinieren, aber das lernen wir schon wieder (sind es bereits als Gesellschaften am Lernen).

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  7. Re: Im Stillen ...

    Autor benji83 29.12.12 - 09:03

    > Ich glaube, dann würden die rund 100000 noch beschäftigten Entwickler ganz
    > schnell darauf bestehen, dass für die Freigestellten und deren Familien
    > allenfalls noch eine Grundversorgung gewährt würde.
    Nein, sie würden zu recht fordern das ihnen mehr Privilegien zugesichert werden würde. Dieses "die müssen noch weniger haben" ist eine Folgerung dessen das heutige Arbeit meist sehr schlecht bezahlt wird (siehe unten).

    > Wo kämen wir denn hin,
    > wenn die einen Buckeln und die anderen sich in deren geschaffenen Wohlstand
    > suhlen.
    Momentan buckeln nur noch dort Menschen wo sie billiger sind als Computer/Roboter/dressierte Affen.

    Die Ära der Stahlarbeitermentalität ala "wir bauen dieses Land auf" und dem "Arbeit ist eine Tugend" (bzw "Arbeit macht frei") nähert sich unweigerlich seinem Ende - nach diesem Denken macht jeder kleine Fortschritt und jede Entwicklung Menschen überflüssig/unnütz.

    > Bereits heute ich die Akzeptanz nicht nur von HartzIV-Beziehern sondern
    > auch von unschuldig auf die Strasse Gesetzten (Schleckermitarbeiter, etc.)
    > nicht besonders hoch.
    Was sich ändern würde wenn es den Großteil der Bevölkerung betreffen würde.

    > Zwar gibt es akut immer eine grosse Mitleidswelle,
    > wenn jedoch Solidarität gefordert wird, dann ist seitens der Regierung und
    > von denen bereitgestellten Beträgen (Rettungsfond für
    > Ex-Schleckerangestellte) schnell schluss mit lustig.
    Es gibt auch nichts was die Ex-Schleckerangestellten besonders machen würde, außer das ihre Geschichte in den Medien war.

    > Und wenn dann, wie bei
    > Griechenland, tatsächlich ein Rettungsfond auf die Beine gestellt wird,
    Wer sich nicht mit dem Thema beschäftigt und nur nebenbei über RTL darüber informiert wird hält die Griechen für selber schuld. Die meisten Menschen die ich kenne die sich mit dem Thema beschäftigt haben (inkl mir) glauben/wissen das die EU genau wusste das Griechenland seine Bücher manipuliert hat damit sie beitreten konnten, die Banken Kredite rausgegeben haben obwohl sie wussten das Gr nicht kreditwürdig ist, das die "Rettung" mit Forderungen einhergeht die die Wirtschaft komplett zerstören (was das Land noch abhängiger von weiteren "Rettungen" macht), der einzige Ausweg für Gr sauber aus der Sache raus zu kommen der Austritt aus der Währungsunion wäre und die "Griechenlandrettung" eigentlich nichts weiter als eine schlecht versteckte Banken-/Spekulatenrettung ist.

    > Man kann diese nicht immer mit Shareware und Opensourceentwicklern
    > gleichsetzen, die entweder im Elternhaus oder während dem Studium ein auf
    > andere Weise sichergestellten Lebensunterhalt haben.
    Wir reden doch davon das jeder eine sichergestelltes Lebensgrundlage hat. Unabhängig davon ob er eine der immer rareren Arbeitsplätze findet. So wie es die Gesetze fordern.

    > Sobald man mit seiner
    > Arbeit einen Lebensstandard oder sogar eine Familie unterhalten muss, hat
    > man ein Interesse daran, dass einem die Lorbeeren der Arbeit auch zukommen
    > und nicht in irgendwelchen "Allgemeinheits-Pötten" verschwinden.
    Richtig. Lorbeeren. Und keine Peitschenhiebe für den Rest weil die Lorbeeren wegrationalisiert wurden und Peitschen billiger sind. "Allgemeinheits-Pötte" sind übrigens auch Schulen inkl dem Wissen welches dort vermittelt wird und Straßen auf denen deine Waren zu dir geliefert werden. Die Egomentalität die du vertrittst ist nicht nur ohne jede Grundlage sondern auch irrational.

    Die Anleger und der Zins fordern einen unbegrenzten Wachstum in einer Welt mit begrenzten Ressourcen - langsam kippt das Rad und es ist nur noch mit Einsparungen (an "human ressources"/Menschen die ein würdiges Leben führen dürfen) und "Optimierungen der Geschäftsprozesse" (wegrationalisieren von Service, Outsourcing in Länder in denen es weniger teure Menschen-/Arbeitnehmerrechte gibt, minderwertige/nicht nachhaltige Bauteile/Inhaltsstoffe) möglich diesen Forderungen nach zu kommen. Was ist der nächste Schritt wenn schon diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind?

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  8. Re: Im Stillen ...

    Autor Feron 29.12.12 - 12:32

    Ein sehr interessantes Thema :)

    Und irgendwie haben beide Seiten mit ihren jeweiligen Diskussionsstandpunkten recht. Jedenfalls zu diesem Zeitpunkt. Wie sich alles entwickelt steht auf einem anderen Blatt. Auf der einen Seite steht dieses absolut erstrebenswerte Ziel einer völlig neuen, besser funktionierenden Gesellschaft mit einem gesunden Wirtschaftssystem und einer sich selbst regulierenden Ordnung unter der es allen Menschen "irgendwie" gut geht und alle zufrieden sind und an einem Strang ziehen. Zwar ist dieses Ziel recht abstrakt, aber doch irgendwie erstrebenswert und erinnert nicht zu unrecht an Star Trek.

    Auf der anderen Seite steht aber das "Heute": Unsere zu großen Teilen ziemlich kaputte Gesellschaft, unsere Politik (ich glaube nicht, dass alle Politiker schlecht sind, aber viele verraten sich und ihre Ideale für das eigene Wohl in einer ziemlich korrupt geprägten Landschaft) sowie eine Wirtschaft, die von sich glaubt unendlich immer weiter wachsen zu können. Tatsächlich steht jeder in Wettbewerb zu jedem und darunter leiden letztlich alle. Auch wenn es heute logisch erscheint, dass es so ist. Ebenso "leiden" unsere natürlichen Ressourcen und Lebensraum wird immer weiter schwinden.

    Ich frage mich, ob wir mit dem Ausgangspunkt "Jetzt" jemals dieses Ziel erreichen können. ich persönlich bin mir da nicht sicher. Das gezeichnete Bild erinnert sehr stark an eine von Wissenschaftlern bzw. klugen und weitsichtigen Köpfen(nicht alle Wissenschaftler müssen weitsichtig sein wohlgemerkt ;-)) geführte Föderation, in der alle für das Wohl der anderen sorgen und gemeinsam an etwas "Größerem" arbeiten. Das ist sicher auch möglich. Aber wo haben da bitte die ganzen Leute von heute platz?! Das angedachte System ist schön. Aber ich glaube nicht, dass sich das mit einer Bevölkerung dieses Ausmaßes, wie wir es heute haben, realisieren lässt. Und was ist mit denen, die querschießen? Denn die wird es immer geben. Aus verschiedenen Motiven freilich.

    benji83 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Anleger und der Zins fordern einen unbegrenzten Wachstum in einer Welt
    > mit begrenzten Ressourcen - langsam kippt das Rad und es ist nur noch mit
    > Einsparungen [...] möglich diesen Forderungen nach zu kommen. Was ist
    > der nächste Schritt wenn schon diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind?

    Der nächste Schritt? Ich will es nicht hoffen, aber angesichts unserer jüngeren Vergangenheit und vor dem Hintergrund der Menschheitsgeschichte: Das Rad kippt. Und wenn die Möglichkeiten ausgeschöpft sind, gibt es Krieg um die verbliebenen Ressourcen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.12.12 12:32 durch Feron.

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  9. Re: Im Stillen ...

    Autor benji83 29.12.12 - 13:18

    > Aber ich glaube nicht, dass sich das mit einer
    > Bevölkerung dieses Ausmaßes, wie wir es heute haben, realisieren lässt. Und
    > was ist mit denen, die querschießen? Denn die wird es immer geben. Aus
    > verschiedenen Motiven freilich.

    > Der nächste Schritt? Ich will es nicht hoffen, aber angesichts unserer
    > jüngeren Vergangenheit und vor dem Hintergrund der Menschheitsgeschichte:
    > Das Rad kippt. Und wenn die Möglichkeiten ausgeschöpft sind, gibt es Krieg
    > um die verbliebenen Ressourcen.

    Das Problem ist das unser System seit dem "Fall des Kommunismus" (im Sinne von Konkurrenzsystem) keinen Grund hat sich vor den Menschen zu rechtfertigen, ihnen zu dienen und in ihnen mehr zu sehen als Konsumenten und evtl noch Arbeiterdrohen (zumindest solange bis Computer/Roboter/dressierte Affen die Arbeiten günstiger erledigen können obwohl bis dahin alle teuren Menschen-/Arbeitnehmerrechte abgeschafft sind).

    Mir persönlich fallen außer Krieg um Besitztümer und den Stand der Dinge zu "reseten" und/oder einem grundlegendem Systemwechsel nichts ein was aus diesem Dilemma führen könnte. Ersteres wird höchstwahrscheinlich daran scheitern das wir aufgrund wirtschaftlicher Abhängigkeiten nur noch Länder weg sprengen können die eh kaum etwas zum kaputtmachen [und danach wieder aufbauen] haben und letzteres daran das die meisten Menschen wohl aus Angst vor Veränderung das tote Pferd auch dann noch reiten wollen wenn aufgrund des Verwesungsgrades Krankheiten um sich greifen und Ratten angelockt werden.

    Selbstverständlich ist es eine angebrachte Kritik das Ideen zu alternativen Lösungen zu sehr vom Idealismus geprägt sind, aber zum einen ist der Mensch erstaunlich anpassungsfähig (was man ua auch daran sieht das sehr viele sogar in dem jetzigen System funktionieren) und zum anderen wüsste ich nicht was man sonst als Maßstab hernehmen sollte wenn man nicht in 50 Jahren das selbe Problem noch einmal bearbeiten möchte.

    Zum Thema Konkurrenz/Idealismus/Effektivität finde ich eine Szene von Beautiful Mind (ziemlich leise - notfalls hier in englisch) ganz interessant. Schade das unsere Politik der Wirtschaft kaum/keine Anreize gibt so zu handeln.

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  10. Re: Im Stillen ...

    Autor Neuro-Chef 09.06.13 - 01:14

    rick.c schrieb:
    > (wie die Leute in Startrek das geschafft haben wollen hab ich noch nicht so
    > ganz verstanden, Du? ;-) )
    Nach dem 3. Weltkrieg war alles im Eimer. Nachdem anschließend noch die Existenz intelligenten, außerirdischen Lebens bekannt wurde, haben die Menschen sich zusammengerissen. Überhaupt ist First Contact mein absoluter Favorit unter den Star Trek-Filmen <3

    [Bitte entschuldigt die Thread-Nekromantie!]

    |-o-| <-o-> |-o-| Imperiale Signatur
    In Anbetracht der Masse verrückter Menschen im Internet habe ich meinen Browser mit einer aktiven Panzerung versehen. ಠ_ಠ
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