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Gebrauchtspielemarkt

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  1. Gebrauchtspielemarkt

    Autor: JensM 12.02.13 - 12:56

    "Derartiges würde bei den Endkunden gar nicht gut ankommen."

    Komischerweise funktioniert der Spielemarkt im mobile-Segment (trotz der durchweg miserablen Spiele) prächtig.

    Der gewöhnliche iPhone-Spieler, der wie der Konsolenspieler 50 Euro (halt dann für 10 Spiele) ausgegeben hat, denkt er gar nicht drüber nach, ob er diese irgendwann wieder verkaufen möchte.

    Auch die Medien stellen diese Frage nie. Selbst hier bei Golem redet man beim Thema Gebrauchtsoftware immer nur von Steam und Windows OEM Lizenzen.

    Wenn der Gebrauchtsoftwarehandel so wichtig ist, warum beschwert sich dann niemand öffentlich über die "neuen Märkte", die von vornherein jegliche weiterveräußerung unterbinden?

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  2. Re: Gebrauchtspielemarkt

    Autor: dddmaster 12.02.13 - 13:04

    bei unter 5 euro gibts am preis nichts zu meckern für 5 stunden spielspaß , bei 50 euro sieht das aber anders aus.... da ist der einzige unterschied

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  3. Re: Gebrauchtspielemarkt

    Autor: derKlaus 12.02.13 - 13:06

    JensM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Derartiges würde bei den Endkunden gar nicht gut ankommen."
    > Komischerweise funktioniert der Spielemarkt im mobile-Segment (trotz der
    > durchweg miserablen Spiele) prächtig.
    Da hast Du allerdings auch ganz andere Preise
    > Der gewöhnliche iPhone-Spieler, der wie der Konsolenspieler 50 Euro (halt
    > dann für 10 Spiele) ausgegeben hat, denkt er gar nicht drüber nach, ob er
    > diese irgendwann wieder verkaufen möchte.
    Es ist hier eine andere Denkweise: Alles spielt sich ein einem einstelligen Dollar bzw. Euro-Bereich ab. Meine frage: Wie viel buzw. wie lange ersrtetst Du von etwas unterhalten zuw erden, wenn es keine 10 Euro kostet? Selbst ein Kinobesuch kann da schon mehr Geld kosten.und man ist maixaml drei Stunden 'beschäftigt' oder unterhalten. Ich selbst denke da durchaus ähnlich: Wenn ein Handygame für 99 Cent auch nur eine oder zwei Stunden Spaß macht, dann ist der Preis in Ordnung.

    Sobald man aber in den 'Core-Game'-Bereich geht, sind Preise von 50 Euro für eine Neuerscheinung nicht unüblich. Aus diesen ziehe ich jedoch höchst selten 50 Stunden Spielspaß oder Unterhaltung, bzw. erwarte ich ein anderes Niveau.

    Für mich ist das ganze ein psychologisches Thema. Bei zweistelligen Europreisen, wird anscheinend ein anderer Teil des Gehirns genutzt.

    > Auch die Medien stellen diese Frage nie. Selbst hier bei Golem redet man
    > beim Thema Gebrauchtsoftware immer nur von Steam und Windows OEM Lizenzen.
    Ich hab das Thema auch nie in aller Deutlichkeit mal untersucht gesehen, über mehrere Plattformen hinweg und mit unterschiedlichen Probanden beispielsweise. Es wäre mal ein interessantes Thema weit ab vom Verkauf von OEM Windows Lizenzen.

    > Wenn der Gebrauchtsoftwarehandel so wichtig ist, warum beschwert sich dann
    > niemand öffentlich über die "neuen Märkte", die von vornherein jegliche
    > weiterveräußerung unterbinden?
    Nunja, Es wäre als ersten schritt mal interessanter, wie sich die Verkäufe bei solchen Plattformen gestalten. Sei es nun sTeam oder Origin oder gog.com, ich bezweifle, dass beispielsweise wei Steam die AAA Titel zuhauf für Preise von 40, 50 Euro verkaufen und vielmehr auf Weekend Sales und Midweek Madness Angebote zurückgegriffen wird, wenn die etwas älteren Titel für unter 10 Euro zu haben sind. Damit ist das finanziell gesehen nicht so dramatisch.

    Man darf auch nicht vergessen, dass DE ein sehr viel kleinerer Markt ist als die USA. Das kommt dort sicher noch deutlicher raus.

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  4. Re: Gebrauchtspielemarkt

    Autor: JensM 12.02.13 - 13:17

    derKlaus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für mich ist das ganze ein psychologisches Thema. Bei zweistelligen Europreisen, wird > anscheinend ein anderer Teil des Gehirns genutzt.

    Dann wäre wohl die beste empfehlung für Konsolenspielehersteller:

    Verkauft die spiele für 5 Euro und dann für 5 Euro Pakete hinzuladbare features. In Einem Jumpnrun weitere Level, in einem Rennspiel weitere Autos.
    Einfach ungefähr überlegen was jeder dazu kaufen würde und es so aufsplitten, dass der Schnitt 50 Euro ausgibt. :)

    Ach was sag ich, das passiert ja derzeit schon. Allerdings zahlt man derzeit noch meist Vollpreis + DLC-Pakete. :)

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  5. Re: Gebrauchtspielemarkt

    Autor: DJ_Ben 12.02.13 - 13:17

    Ich bin mir gerade nicht sicher da ich es in der Form noch nie erlebt habe, aber kann man bei Spielen die einen Onlineaccount voraussetzen nicht einfach seine Daten löschen und das Spiel dann verkaufen?

    Also ich lösche meine personenbezogenen Daten, setze ein 08/15 Passwort, ändere den Benutzernamen und verkaufe dann quasi den Account inklusive (eventuell enthaltener) DVD/CD + Key.

    Ich weiß zumindest das man (nicht genau wie von mir beschrieben) bei der Software die ich zum mixen benutze relativ einfach die angegeben Daten löschen kann um die Software weiter zu verkaufen. Möglicherweise muss man den Hersteller kurz kontaktieren um ihm mitzuteilen das der Key züruck gesetzt gewerden soll - wenn ich das noch richtig im Kopf habe hatte der Verkäufer das so geregelt.

    Alles was ich hinterher tun brauchte war die gleiche Prozedur wie bei einem Neukauf der Software. Also installieren, über das Service Center einen Account erstellen und dort dann den Key für die Aktivierung der Software eingeben. Bis dahin läuft das Programm in einem 30 Min. Demo Modus mit deaktivierter Aufnahmefunktion.

    1.21 GIGAWATTS!

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  6. Re: Gebrauchtspielemarkt

    Autor: Goku 12.02.13 - 14:12

    Mir ist der Gebrauchtspielemarkt eigentlich völlig egal,
    allerdings gehöre ich zu den Menschen, die ihre Spiele etc. gerne hart im Regal stehen haben und diese auch gerne für einen Zockerabend mit zu einem freund nehmen möchte.

    Wäre doch extrem blöd, wenn ich ab jetzt immer meine ganze Konsole mitnehmen müsste... lächerlich...

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  7. Re: Gebrauchtspielemarkt

    Autor: Huetti 12.02.13 - 14:13

    Auf diese Art und Weise sind ja früher z.B. die ganzen High-Level-Charaktere bei World of Warcraft verkauft worden. Da sind Accounts mit Pre-Paid-Konten hochgezogen worden, die dann einfach samt User-Name und Passwort versteigert wurden.

    Gehen tut das sicher. Aber sobald du eben keine Prepaid-Funktion mehr hast, sondern gezwungenermaßen eine funktionierende Kreditkarte, einen Paypal-Account oder ein Bankkonto angeben musst, ist's schon wieder Essig. Oder zumindest deutlich schwerer... Oder es tritt der Fall ein und ein Publisher lässt alle Spiele über eine Plattform laufen (U-Play von Ubisoft z.B.) und schon ist's mit Daten-löschen und Verkaufen auch wieder ein wenig schwierig, wenn man die anderen Spiele noch weiter spielen will.

    Wenn die Publisher wirklich wollten, dann wäre ein Gebrauchtmarkt rein technisch bereits heute sehr effektiv zu minimieren. Nicht unbedingt auf der Konsole - wobei es rein theoretisch auch schon möglich wäre -, aber zumindest im PC-Segment.

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  8. Re: Gebrauchtspielemarkt

    Autor: derKlaus 12.02.13 - 14:52

    JensM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > derKlaus schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Für mich ist das ganze ein psychologisches Thema. Bei zweistelligen
    > Europreisen, wird > anscheinend ein anderer Teil des Gehirns genutzt.

    > Dann wäre wohl die beste empfehlung für Konsolenspielehersteller:
    > Verkauft die spiele für 5 Euro und dann für 5 Euro Pakete hinzuladbare
    > features. In Einem Jumpnrun weitere Level, in einem Rennspiel weitere
    > Autos.
    > Einfach ungefähr überlegen was jeder dazu kaufen würde und es so
    > aufsplitten, dass der Schnitt 50 Euro ausgibt. :)
    Das wäre in der Tat ein Modell. Ob das allerdings für ein Jump'n Run oder ein Autorennen wirklich funktioniert kommt auf die richtige Mischung aus Qualität und Quantität an.
    ein aktuelles Beispiel: Pinball FX von zen Studios gibt es für Windows 8, der Tisch Mars ist gratis. jeder weitere Tisch kostet 2,49 Euro, es gibt derzeit etwa 20 Tische.
    Du kannst jeden Tisch ausprobieren und man hat sogar eine gewisse Chance, in dieser Testzeit den Tisch einzuschätzen. Über zwei Monate hinweg hab ich alle Tische gekauft und keinen einzigen cent bereut Bei einem Flippertisch ist jedoch auch jedes Spiel anders. Bei einem Jump'n Run ist der Level jedoch immer gleich aufgebaut. Ob ich da nach 20 oder 30 Runden im selben level imme rnoch ein gewisses Interesse an dem Level habe, sei mal dahingestellt. Umgekehrt waren die knapp 50 Euro für Flippertische eine gute Investition. Zumindest für mich, einen Eyecandy-verwöhnten Battlefield 3 Spieler werden die womöglich nicht hinterm Ofen hervorlocken.

    > Ach was sag ich, das passiert ja derzeit schon. Allerdings zahlt man
    > derzeit noch meist Vollpreis + DLC-Pakete. :)
    Jein, DLC ist noch der kleinere Teil der Kosten. Im Mobilmarkt ist es so, dass ja der primäre Umsatz, bzw. der komplette Umsatz mit Ingame-Käufen generiert wird. Das ist bei klassichen Spielen immer noch so.
    Das Add-On Konzept ist allerdings auch nicht neu, es gab vor 20 jahren schon Add-Ons für Computerspiele. Der Vertriebsweg hat sich halt geändert. Gegen+über einer Diskette zu Test Drive 2 Zeiten ist ein Download mit neuen Autos und Strecken halt sehr viel schnller beim Kunden als es damals der Fall war, so mit Verpackung drucken und Disketten kopieren usw. Ich glaube nicht, dass sich in der Hinsicht viel an den Entwicklugnszeiten getan hat. Die letze Meile vom fertigen Produkt zum Kunden war jedoch steiniger.

    Es bleibt weiter ein interessantes Thema, wie der Spielemarkt so weitergeht. Ich denke jedoch,d ass sich der Mobile Tablet und Smartphone Markt ähnlich bereinigen wird, wie der Computer und Videospielemarkt in den 80ern und 90ern.

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  9. Re: Gebrauchtspielemarkt

    Autor: Tantalus 12.02.13 - 14:58

    Huetti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Publisher wirklich wollten, dann wäre ein Gebrauchtmarkt rein
    > technisch bereits heute sehr effektiv zu minimieren. Nicht unbedingt auf
    > der Konsole - wobei es rein theoretisch auch schon möglich wäre -, aber
    > zumindest im PC-Segment.

    Auf der Konsole, genügend "Dreistigkeit" vorausgesetzt, sogar noch leichter als auf dem PC, denn da kannst Du das Spiel bzw den Account an das Gerät binden.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

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  10. Re: Gebrauchtspielemarkt

    Autor: Gokux 12.02.13 - 19:21

    JensM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Derartiges würde bei den Endkunden gar nicht gut ankommen."

    Klar sagt Gamestop sowas, sie sind ja auch der Grund warum Spiele Kontobindung haben. Ebay und Flohmarkt sind den Publishern lang wie breit, aber Gamestop existiert ja quasi nur durch Gebrauchtspiele und kassieren Millionen damit, welcher Publisher ist da schon nicht zu recht angepisst?
    Wenn beide Konsolen Kontobindung haben werden, wird Gamestop vmtl. Richtung Insolvenz gehen und paar Kunden werden meckern. Aber die Spiel-Umsätze werden garantiert nicht sinken.

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