was genau bringt der dem anwender für vorteile?
steckt da echt mehr als hype dahinter?
(ich kenne den wikipedia-artikel. die theoretischen vorteile wären für mich nicht mal grund genug, sowas überhaupt zu probieren)
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xXXXx schrieb:
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> was genau bringt der dem anwender für vorteile?
> steckt da echt mehr als hype dahinter?
Der Hype ist doch schon längst vorbei. Durchgesetzt hat er sich nicht.
Entscheidend ist das Gesamtsystem. Der Kernel ist letztlich Wurst.
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> Der Hype ist doch schon längst vorbei.
> Durchgesetzt hat er sich nicht.
> Entscheidend ist das Gesamtsystem. Der Kernel ist
> letztlich Wurst.
Nunja, also von _nicht durchsetzen_ zu sprechen finde ich etwas gewagt.
Immerhin sind zwei der größeren Betriebssysteme mit Mikrokernen ausgesattet. MacOSX verwendet einen Mach3.0 (der nebenbei gesagt sehr umstritten ist) und von Windows (ab 2k aufwärts) weiß man auch, dass es Prinzipien der Mikrokernkonstruktion verwendet.
Für den Anwender bringt es vor allem Stabilität als Vorteil. Vielleicht noch (eines fernen Tages) wesentlich schnelleres "distributed Computing".
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Monolith schrieb:
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> Der Kernel ist
> letztlich Wurst.
Selten habe ich so einen Murks gelesen. Man könnte fast sagen: Der Motor eines Autos ist letztendlich Wurst. Genausogroßer Murks.
Ganz von obiger Aussage abgesehen:
Die Zukunft gehört Systemen mit Mikrokerneln.
Linus Torvalds größter Fehler war es, einem monolithischen Ansatz zu folgen. Tanenbaum hat es schon oft genug gut auf den Punkt gebracht.
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> Immerhin sind zwei der größeren Betriebssysteme
> mit Mikrokernen ausgesattet. MacOSX verwendet
> einen Mach3.0 (der nebenbei gesagt sehr umstritten
> ist)
Na ja. Ein System, das auf einem BSD-Makrokernel basiert, der auf einem Mikrokernel läuft, ist ja wohl kein Mikrokernelsystem mehr.
> und von Windows (ab 2k aufwärts) weiß man
> auch, dass es Prinzipien der Mikrokernkonstruktion
> verwendet.
Microsoft sprach früher zwar von einem Mikrokernel in Windows NT (glaube ich zumindest), hat diese Behauptung aber nach NT 4.0 selbst nicht mehr ernstgenommen und fallengelassen (was natürlich nichts daran ändert, daß Windows NT ein sehr stabiles Betriebssystem ist). Ist NT in irgendeiner Form modularer als der Linuxkernel (ungeachtet der viel stabileren API)?
> Für den Anwender bringt es vor allem Stabilität
> als Vorteil.
Ich finde die Idee, z.B. Dateisysteme als normaler Anwender laufen lassen zu können, viel interessanter als den Stabilitätsgewinn. So oder so ist ein Mikrokernel jedenfalls eine feine Sache.
> Vielleicht noch (eines fernen Tages)
> wesentlich schnelleres "distributed Computing".
Interessant, diesen Punkt habe ich noch nie gehört. Inwiefern begünstigt ein Mikrokernel verteilte Anwendungen?
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> xXXXx schrieb:
> was genau bringt der dem anwender für
> vorteile?
> steckt da echt mehr als hype
> dahinter?
Nun, aus ingeneurmäßiger Sicht ist ein Mikrokernel eindeutig der bessere Entwurf, weil er nur das im Kern hat, was da wirklich hin muss. Das bringt schon Vorteile in Sachen Stabilität und Sicherheit.
> Monolith schrieb:
> Der Hype ist doch schon längst vorbei.
> Durchgesetzt hat er sich nicht.
> Entscheidend ist das Gesamtsystem. Der Kernel ist
> letztlich Wurst.
Der Grund warum er sich noch nicht durchgesetzt hat ist, dass heute meistgenutzten Betriebssystem-Kernel in Linux und Windows aus einer Zeit stammen, wo man dachte, dass Mikrokernel große Performance-Einbußen zur Folge haben. Auch gerade deswegen wollte Torvalds keinen Mikrokernel. Diese Behauptung hat aber (auch) die TU Dresden widerlegt. Ob sie sich in Zukunft durchsetzen hängt auch davon ab, wieviel Lust die Entwickler haben ihre Systeme grundlegend umzuschreiben.
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> Ob sie sich in Zukunft
> durchsetzen hängt auch davon ab, wieviel Lust die
> Entwickler haben ihre Systeme grundlegend
> umzuschreiben.
Vermutlich hängt es wohl eher davon ab, ob ein mikrokernelbasiertes Betriebssystem aus irgend einem Grund große Verbreitung findet. Ich glaube nicht, daß der Mikrokernel selbst ausschlaggebend für den Erfolg eines solchen Betriebssystems wäre. Sobald ein mikrokernelbasiertes Betriebssystem genügend Anwender hat, wird wohl auch der Rest der Welt auf die Vorteile von Mikrokerneln aufmerksam werden.
Eigentlich ist das gar nicht so utopisch. Man könnte doch sicher auf der Basis von IoL4 (siehe http://www.iol4.com/) ein schönes, radikal neu entworfenes, objektorientiertes Betriebssystem schreiben :)
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