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Sinnhaftigkeit der Energiewende auf nationaler Ebene

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  1. Sinnhaftigkeit der Energiewende auf nationaler Ebene

    Autor: nuclear 30.06.20 - 15:44

    Wie weit ist die Energiewende sinnvoll mur auf nationaler Ebene umsetzbar?

    Schaut man sich Projekte wie z.B. Deserttec an, dann gibt es technisch heute schon entsprechende Möglichkeiten ganz Europa mit sauberer erneuerbarer und zuverlässiger Energie über z.B. Solar-Dampfkraftwerke mit Salzspeichern zu versorgen.
    Stattdessen nutzen wir hier lokal, bei ungünstigen Bedingungen über mehrere Monate hinweg, Systeme welche große Mengen an Speicher benötigen würden um eine 100%ige Versorgung bereitstellen zu können. Wir schaffen es nicht einmal das Konzept europaweit zu implementieren wodurch man ja ebenfalls die Speichergröße deutlich reduzieren können könnte. Stattdessen bauen die Nachbarländer konventionelle Kraftwerke weiter aus, eine Reduktion der Emission auf europäischer Ebene ist nicht abzusehen.

    Technisch ist die Übertragung von elektrischer Energie dank HGÜ kein Problem mehr, auch über tausende von Kilometern hätten wir nur wenige % Leitungsverluste.

    Welchen Sinn macht eine solche Energiewende? Wie viel Geld könnte mit deutlich besseren Erträgen (sowohl ökonomisch als ökonomisch) in anderen Ländern investiert werden?

  2. Re: Sinnhaftigkeit der Energiewende auf nationaler Ebene

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 30.06.20 - 16:57

    Nun, wenn alle darauf warten, dass erst einmal alle anderen anfangen, fängt niemand an. Ich kann aber auch nicht sehen, dass Deutschland dabei alleine wäre. Praktisch alle Länder Europas fördern Wind und Solarkraft auf die eine oder andere Art und Weise und es gibt auch Verbindungen auf der Stromnetzebene. Wie beim Ausbau der erneuerbaren Energien selbst ist das alles bislang weder wirklich gut, noch ein abgeschlossener Prozess, aber die Fortschritte sind dennoch merklich.

    Die Technik von Desertec ist heute durch die immer billigere Photovoltaik und Akkutechnik übrigens preislich nicht mehr konkurrenzfähig, auch bei vergleichbarer Speicherkapazität. Das noch größere Problem von Desertec war aber die Politik. Desertec war nie ein europäisches Projekt, sondern eines mit Fokus auf Afrika und den Mittleren Osten. Dabei wurde in der Kommunikation 2008 großer Wert auf die langjährige politische Stabilität der Region in Nordafrika gelegt. Drei Jahre später hat die politische Realität dem Widersprochen. Abgesehen davon trug das Projekt wegen seiner praktisch vollständigen Konzentration auf die europäischen Bedürfnisse, ohne Rücksicht auf Mitsprache, Anteile, Profitbeteiligung oder auch nur einfach Energieversorgung der lokalen Bevölkerung etwas, das neokolonialistischen Zügen nahe kommt.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

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