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"Herstellende Betriebe"
Autor: PerilOS 18.02.20 - 19:22
Die Daten die so eine Produktionsanlage generiert und die Kommunikation der einzelnen Systeme sind über die Cloud VIEL zu teuer. Für die Kosten um den Traffic zu bezahlen, kann man nen eigenes Rechenzentrum bauen und betreiben. Da sind schon einige Leute auf die Nase gefallen. Vor allem ist das geschäftsgefährdent, wenn die Standorte nicht Autark agieren können, wenn zentral eine Störung vorliegt. Und AWS und Google haben mehrmals im Jahr zentrale Großstörungen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.20 19:23 durch PerilOS. -
Re: "Herstellende Betriebe"
Autor: wollem 18.02.20 - 20:51
Das eigens betriebene Rechenzentrum hat natürlich garantiert konstant 100% Verfügbarkeit.
Bei den Kosten gebe ich dir total Recht! Das muss nicht billiger werden wie oft versprochen wird. -
Re: "Herstellende Betriebe"
Autor: tomr 19.02.20 - 07:06
Wenn man total cost of ownership rechnet ist es oft günstiger als ein eigenes Rechenzentrum. Insbesondere wenn man davon ausgeht, dass viele "herstellende Betriebe" überhaupt nicht das Knowhow haben ein eigenes Rechenzentrum zu betreiben.
Was Ausfallsicherheit angeht: Wenn man ein fail over in einer anderen zone oder bei einem anderen Anbieter betreibt sollte man relativ sicher sein. Auch das richtige setup sollte es einem ermöglichen schnell eine Instanz woanders hochzufahren (z.B. Mit Infrastruktur as Code).
Grüße -
Re: "Herstellende Betriebe"
Autor: systemnutzer 19.02.20 - 08:03
Bisher haben sich Cloud-Lösungen bei keinem Kunden meines Arbeitgebers rentiert. Im Gegenteil. Alle zahlen oben drauf. Einige Betriebe haben schon leidvolle Erfahrungen mit Google, Amazon und Microsoft gemacht, wenn die Cloud gestört ist. Es ist dabei völlig egal, was wir kalkulieren, ob nun mit oder ohne Fail-Over-Cluster oder x-beliebige Multi-Cloud-Lösungen, die Kunden zahlen drauf.
Ein höheres Gewicht hat jedoch der Datenschutz. Gerade US-Konzerne sind alles andere als DSGVO-konform und Alternativen Mangelware. Gerade im Hinblick auf die Digitalisierung sind im Ausland gelagerte Geschäftsdaten (damit auch elektronische Geschäftsdokumente) ein heißes Eisen. Das erleichtert am Ende auch die Industriespionage.
Klar ist aber auch, wie tomr schon sagt, vielen Betrieben fehlt schlichtweg das Know-How für IT und das beginnt bei einigen schon bei klassischen Computersystemen wie Desktop-PCs oder Notebooks. Es gibt im Markt einzelne professionelle Managed-Service-Provider (MSP), die sich teilweise aus Systemhäusern heraus entwickelt haben. Fakt ist aber auch hier, dass nicht alle MSPs ein solides Geschäft gewährleisten können, meist mangels Fachpersonal. Wer in diesem Bereich tätig ist, merkt aktuell, dass Headhunter gerade systematisch die Systemhäuser und andere IT-Dienstleister abgrasen, um qualifiziertes Personal für ihre Auftraggeber abzuwerben.
Bei meinem Arbeitgeber wird nach wie vor On-Premises gearbeitet. Wir haben eine eigene Cloud mittels Nextcloud realisiert, auf der wir aber nur verschlüsselte IT-Dokumentationen und Formulare (z. B. Dienstleistungsnachweise) für den Außendienst abgelegt haben. Intern wird eine NAS verwendet. Die ersten Kunden kehren inzwischen wieder zu On-Premises zurück.



