1. Foren
  2. Kommentare
  3. Applikationen
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Android O: Google will Android…

Sorry, aber findet hier keiner...

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Sorry, aber findet hier keiner...

    Autor: DerSkeptiker 08.03.17 - 14:37

    dieses Feature fragwürdig? Jetzt soll auch noch das OS meine Eingaben (email, Chat, etc) in Echtzeit parsen (keylogger), um mir angeblich die Usability angenehmer zu machen? WTF!! Wozu benutze ich eigentlich einen Cryptomessenger, wenn Google die Inhalte dann mitliest und am Ende diese noch an die Google Server überträgt? Langsam wird es echt nervig, Google geht es einen Scheiss an was ich schreibe! Der Eingriff in die Privatsphäre wird immer heftiger bei den mobilen Endgeräten. Sorry, dieses Feature finde ich absolut untragbar. Für die "ich habe doch nichts zu verbergen" Leute bitte schön, aber ich halte davon überhaupt nix! Es ist ja jetzt schon eine Qual sich als Anweder gegen Big Data zu wehren und dann geht das nicht mal zu 100%. Informelle Selbstbestimmung und Datenschutz? ROFL! Nicht mehr als ein Treppenwitz.

  2. Re: Sorry, aber findet hier keiner...

    Autor: Spaghetticode 08.03.17 - 16:12

    DerSkeptiker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dieses Feature fragwürdig?

    Mein erster Gedanke war eher, dass das Feature unnötig ist. Wir haben doch Copy & Paste und die Teilen-Funktion.

    Die Erkennung von Standard-Straßennamen in Texten (etwa Chatnachrichten) ist aber vergleichsweise trivial und kann lokal erfolgen.

    ___ = beliebige Buchstabenfolge
    000 = beliebige Zahl, eventuell mit angehängten Buchstaben

    Man braucht dann nur nach ___straße 000, ___ Straße 000, ___-Straße 000, ___ Landstraße 000, ___weg 000, ___ Weg 000, ___-Weg 000, ___allee 000, ___ Allee 000, ___-Allee 000, ___platz 000, ___ Platz 000, ___-Platz 000, ___gasse 000, ___ Gasse 000, ___-Gasse 000, ___grund 000, ___ Grund 000, ___-Grund 000, ___chaussee 000, ___ Chaussee 000, ___-Chaussee 000, Alt___ 000 suchen und schauen, ob eine 5-stellige Zahl und weiteres Wort dranhängt (diese inkludieren) und das dann in einen Maps-Link umwandeln. Mehrteilige Ortsnamen („Frankfurt am Main“) sollten kein Problem sein, da durch die Postleitzahl der Ort auch nur über „Frankfurt“ gefunden werden kann. Eine Ausnahme für „Bad xxx“ kann man auch noch mit einbauen. Ein Problem dürften aber mehrteilige („Straße der Nationen“, „Obere Bergstraße“, „Straße des 17. Juni“) oder exotische („Unter den Linden“, „Blumenau“) Straßennamen sein.

    Umgekehrt könnten auch Schlüsselwörter und einzufügende Adressen lokal verwaltet werden: Die Restaurantfinder-App legt eine lokale Liste mit Schlüsselwörtern (Restaurantnamen) und Adressen (z. B. anhand der Suchergebnisse) an und in der Chat-App wird diese abgefragt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.03.17 16:23 durch Spaghetticode.

  3. Re: Sorry, aber findet hier keiner...

    Autor: DerSkeptiker 09.03.17 - 01:15

    @Spaghetticode

    Das glaubst du doch nicht selber, dass Google das mit einer lokalen Datanbank lösen wird?! Google sammelt Daten, das ist deren Geschäft, und deswegen werden die Inhalte sicherlich auch online abgefragt. Ich traue dem Ganzen auf jedenfall nicht. Schade, das es CopperheadOS nur für ein paar dämliche Nexus geräte gibt, sonst wäre ich schon längst umgestiegen, da man bei diesem Android-Fork auf Datenschutz und Datensicherheit setzt. Vielleicht kommt CopperheadOS, wie von den Entwicklern angedeutet, auch für das Pixel. Das wäre zumindest eine würdige Alternative zu meinem Oneplus 3T. Wie naiv muss man eigentlich sein, wenn Unternehmen X mit neuen datenschutzfeindlichen Funktionen meint einem das Leben einfacher machen zu wollen. Oh, wie altruistisch! WOW! Haben sich denn alle das Hirn weggesoffen oder wieso erkennt keiner oder möchte es wahr haben, dass es primär nur ums Geschäft mit unseren Daten und das ausspionieren der Gesellschaft geht?

  4. Re: Sorry, aber findet hier keiner...

    Autor: Spaghetticode 09.03.17 - 03:30

    DerSkeptiker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das glaubst du doch nicht selber, dass Google das mit einer lokalen
    > Datenbank lösen wird?!

    a) Von einer lokalen Datenbank habe ich nicht geschrieben. Das ist eher eine Liste von regulären Ausdrücken, mit denen man bereits viele Straßen findet.
    b) Eine Online-Lösung würde nicht verzögerungsfrei funktionieren. Je nach Internetverbindung hätte man da eine Verzögerung zwischen 0,2 und 15 Sekunden drin.
    c) Die Online-Lösung würde nicht offline funktionieren. Man müsste also die Treffer trotzdem offline speichern, damit man die Funktion auch offline nutzen kann.
    d) Die Funktion mit dem Einfügen der Adressen nach Eintippen der von anderen Apps festgelegten Schlüsselwörter klingt sehr nach einer lokalen Funktion. Was macht das für einen Sinn, Schlüsselwort und Adresse auf einen Server zu senden und anschließend direkt danach ständig den Server abzufragen, ob eben dieses Schlüsselwort getippt wurde?
    e) Wenn Google alle Tastatureingaben sammeln wöllte, hätten sie es bereits für Rechtschreibprüfung/Autokorrektur/Autovervollständigung getan.


    > Wie naiv muss man eigentlich sein, wenn Unternehmen X mit neuen
    > datenschutzfeindlichen Funktionen meint einem das Leben einfacher machen zu
    > wollen. Oh, wie altruistisch! WOW! Haben sich denn alle das Hirn
    > weggesoffen oder wieso erkennt keiner oder möchte es wahr haben, dass es
    > primär nur ums Geschäft mit unseren Daten und das ausspionieren der
    > Gesellschaft geht?

    Derartig paranoide Personen sind allerdings schon heute nicht gut bei Android (aber auch bei den anderen Mobilsystemen wie iOS, Windows 10 Mobile) aufgehoben, weil die „datenschutzfeindlichen Funktionen“ größtenteils bereits Wirklichkeit sind: Etwa die Synchronisation von Kontakten, Kalender und App-Einstellungen, Push-Nachrichten über Google-Server, die Kartenapplikation (die auch in andere Apps eingebunden wird), Google Now oder die netzwerkbasierte Standortbestimmung.

  5. Re: Sorry, aber findet hier keiner...

    Autor: ikso 09.03.17 - 08:46

    Google will hat Geld verdienen, vermutlich kassieren die für jede Empfehlung einen Betrag.

  6. Re: Sorry, aber findet hier keiner...

    Autor: Spaghetticode 09.03.17 - 09:38

    ikso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Google will hat Geld verdienen, vermutlich kassieren die für jede
    > Empfehlung einen Betrag.

    Das würde eher nach einer Lösung klingen, die nach Eingabe von Schlüsselwörtern wie „Restaurant“, „Bowling“, „Schwimmbad“ oder „Museum“ eine Meldung hochpoppt: ‚[Google-Maps-Icon] Nach „Restaurant“ suchen‘

    Bei Klick auf die Meldung öffnet sich Google Maps mit einer Liste von passenden Lokationen. Google verdient dadurch Geld, dass manche Lokationen für die prominente Platzierung (Platzierung ganz oben, raumfüllend, mit Logo, Bildern und spezieller Markierung) Geld zahlen. Lokationen, die nichts zahlen, kommen dahinter und kriegen nur einen Standardeintrag in der Liste (schmal mit zwei Textzeilen, ohne Logo, Bilder und ohne Markierung). Dieses Verfahren und die Einnahmequelle wäre dann ähnlich der Gelben Seiten.

  7. Re: Sorry, aber findet hier keiner...

    Autor: DerSkeptiker 09.03.17 - 12:18

    Spaghetticode schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Derartig paranoide Personen sind allerdings schon heute nicht gut bei
    > Android (aber auch bei den anderen Mobilsystemen wie iOS, Windows 10
    > Mobile) aufgehoben, weil die „datenschutzfeindlichen
    > Funktionen“ größtenteils bereits Wirklichkeit sind: Etwa die
    > Synchronisation von Kontakten, Kalender und App-Einstellungen,
    > Push-Nachrichten über Google-Server, die Kartenapplikation (die auch in
    > andere Apps eingebunden wird), Google Now oder die netzwerkbasierte
    > Standortbestimmung.

    Da hast du sicherlich Recht und nur weil es mittlerweile gelebte Praxis ist, muss das nicht zwangsweise richtig sein. Echte Out-Of-The-Box Alternativen gibt es offensichtlich auch keine. Die Monpolisten Apple, MS und Google haben den Markt fest in der Hand. Das Eindringen in die Privatsphäre wird immer heftiger und aus gesellschaftspolitischer und juristischer Sicht (deutsches Recht) ist diese Entwicklung sehr fragwürdig. Es fehlt jegliche Kontrolle darüber was mit persönlichen Daten passiert und zu welchem Zweck sie verwendet werden. Alleine den AGB's zuzustimmen oder sie abzulehnen, um dann letztlich auf die Verwendung des Dienstes oder der Anwendung versichten zu müssen, ist keine adequate Lösung (Friss oder stirb). Noch ist Android in seiner Struktur offen gestaltet (im Gegensatz zu iOS) und man muss zugute halten, dass sofern man die Skills besitzt es rooten (mit dem Verlust an Sicherheit inbegriffen), anpassen und auch ohne Google Dienste nutzen kann (meist dann mit Einschränkungen, sofern keine Open Source Alternative vorhanden). Mein Smartphone hat z.B. keine einzige Google App (auch keine Play Services) mehr installiert. Android wurde komplett entgoogelt (mit microG ersetzt und lokaler netzwerkbasierter Standortbestimmung) und Systemapps entweder deinstallliert oder mit xprivacy und Afwall+ in die Schranken gewiesen. Beobachtet man Stock-Android und die vorinstallieren Apps mit Netmonitor, kommt man aus dem Stauen nicht mehr heraus, wieviele sich davon ins Netz verbinden und irgendwelche Daten übertragen. Ich kann Freunden nicht mal mehr meine Telefonnummer geben, wenn die Whatsapp installiert haben, da diese scheiss App das Telefonbuch auf seine Server und damit zu facebook (was ich meide wie der Teufel das Weihwasser) hochläd. Der Playstore und die Google Services fragen alle möglichen Informatioen, wie IMEI, IMSI, Serial, MNC, NCC, Android-ID, etc. by default ab, obwohl noch nicht einmal ein Google Konto erstellt wurde oder Dienstleistungen von Google benutzt wurden, bei denen diese Abfrage an sich legitim wäre (z.B. Bezahlen über Handyguthaben = IMSI, IMEI, MNC MCC). Ich mag einfach nicht das Produkt sein, basta! Das hat auch nichts mit Paranoia zu tun, sondern mit meinem Recht auf informelle Selbstbestimmung und Datenschutz, was anscheinend viele Leute und vor allem internationale IT-Konzerne nicht für schützenswert erachten. An sich müsste es Privacy by Default geben!! Wenn sich Leute dann entscheiden für ein paar Vergünstigungen sich analysieren, verfolgen und bespitzeln zu lassen, dann bitte, das ist ihr gutes Recht, genauso wie meines mich dagegen zu entscheiden. Es ist nur unfair dem Otto-Normal-User gegenüber, da sich dieser wegen Unkenntnis (technisches Know-How) dagegen nicht wehren kann, außer komplett zu verzichen und dadurch teilweise in die gesellschaftliche Isolation abtriftet (Wie du hast kein Smartphone, Facebook, Twitter oder WhatsApp? Man bist du rückständig!!). Egal wie die Sache am Ende technisch gelöst wird, es werden persönliche Daten abfließen, daran habe ich keinen Zweifel. Bleibt zu hoffen, das diese Funktion nur in Google's Tastatur oder deren Google App enthalten sein wird, denn diese kann man wenigstens deinstallieren. Ich finde es schon erstaunlich wie die Menschen sich von IT-Firmen Stück für Stück ihrer Rechte berauben lassen und das sogar noch toll finden. Mir ist schon klar, das ich mit dieser Einstellung einer von Wenigen bin und man oft deswegen belächelt bzw. verspottet wird, aber das ist mir egal, denn ich definiere mich nicht durch die Uniformität mit der Masse, sondern durch mich selber und meinen individuellen Eigenschaften und Ansichten.

    Spaghetticode schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >e) Wenn Google alle Tastatureingaben sammeln wöllte, hätten sie es bereits für >Rechtschreibprüfung/Autokorrektur/Autovervollständigung getan.

    Haben sie doch!! Ist auch by default eingeschaltet. Unter Einstellungen der Google Tastatur unter Erweitert ----> "Nutzungsstatistik teilen (Automatisch Statistik zur Nutzung deiner tastatur an Google senden)" und "Ausschnitte freigeben (Zur Verbesserung der Google Tastatur werden automatisch Ausschnitte über den in Google Apps eingegebenen Text und über die Art der Eingabe freigegeben"

    PS: Ihr solltet vielleicht mal https://www.kuketz-blog.de/ lesen.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 09.03.17 12:30 durch DerSkeptiker.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. BREMER AG, Stuttgart
  2. IT-Servicezentrum der bayerischen Justiz, Amberg, Landshut, Nürnberg, München
  3. Team GmbH, Paderborn
  4. Klinikum der Universität München, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de