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Die Wertschätzung für Software wurde wegtrainiert

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  1. Re: Die Wertschätzung für Software wurde wegtrainiert

    Autor: HansMeiser 26.10.12 - 14:06

    Noppen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bekomme regelmässig Brechreiz, wenn ich Bewertungs-Kommentare lese wie:
    > "Eyeyey, isch hab 79 ct bezahlt und wenn die App zum Mond fliegen kann gebe
    > isch auch mehr wie einem Stern". Oder gerne aus dem Android-Lager: "Eyeyey,
    > bei Android kostet dem nischts, mim iPhone wirsse um 79 ct abgezockt.".
    >
    > Kommentarlos 3 Euro in hippen Blasentee aus dem Chemielabor bei Mc Donalds
    > stecken, aber bei 1/4 des dieses Preises für ein komplexes, langlebiges und
    > in der Regel an Features wachsendes Produkt wie Software rumzicken ist
    > völlig daneben. Und daran hat die < 1 Euro Preispolitik einen gehörigen
    > Anteil.
    >
    > Edit: und auch die Beiträge zu diesem Artikel zeigt, wie weit selbst
    > "IT-Profis" schon verdorben wurden. Hat hier denn wirklich noch keiner
    > Software entwickelt oder - wenn doch - zumindest ein positives Bild von
    > seiner eigenen Arbeit?

    Signed.
    Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

  2. Re: Die Wertschätzung für Software wurde wegtrainiert

    Autor: Anonymer Nutzer 26.10.12 - 14:07

    Da muss man unterscheiden. Falls Du echte Freeware meinst läuft Du außerhalb der traditionellen Marktgesetze, weil sie eben nicht auf Erzielung von Umsätzen aus ist, von daher kann er sie hier in diesem Kontext kaum betrachten. Ich wüsste jedenfalls nicht wo "Hobby" oder "Spaß an der Entwicklung" irgendwie in Geld messbar wäre (gottseidank kann man Spaß nicht so bemessen).
    Dann gibt es eben prinzipiell kostenlose Software mit "in App Purchase", deren Sinn ist ja ersichtlich.

    Natürlich kann man Freeware auch mit einem Hintergedanken entwickeln: Bekanntheit steigern um im Nachgang höhere Umsätze und Gewinne mit anderen Produkten zu erwirtschaften.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.10.12 14:08 durch Freakgs.

  3. Re: Die Wertschätzung für Software wurde wegtrainiert

    Autor: StefanKehrer 26.10.12 - 14:11

    fluppsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Freakgs schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > > Keine Ahnung aber trotzdem labern. Find ich toll. Zeige mir mal bitte
    > > > deinen Nachweis.
    > >
    > > Und wo ist Dein Nachweis? Seine Aussage ist logisch an sich erklärbar
    > > (damit natürlich noch lange nicht bewiesen): über einen Zeitraum
    > gleichen
    > > sich Angebot und Nachfrage aus.
    >
    > Nee, seine Aussage ist eben nicht logisch. Nach seiner Aussage gäbe es
    > nämlich keine Freeware. Oder wie erklärt dieses ökonomische Genie mir jenes
    > Phänomen?

    Es gibt auch noch andere Motivationen als die ökonomische. Aber für den App Store und die Entwicklung von Apps die sich irgendwie lohnen sollen, ist das ja wohl eine entscheidender Faktor. Du hast ja damit angefangen, das es sich nicht lohnt.

    Ich habe nie postuliert das es keine Freeware gibt, noch das es keine geben dürfte, wäre ja auch ziemlich sinnlos, da es ja welche gibt.

    Und hier kannst Du die Zahlen zur Appentwicklung nachlesen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/App_Store#Kennzahlen

    Du siehst, das innerhalb von knapp 2 Monaten von Juni bis September 2012, die Zahl der Apps um 50 000 gestiegen ist, und zusätzlich noch zigtausende Apps für IPad optimiert wurden.

    Die Kurve davor viel teilweise deutlich weniger steil aus, da muss also noch Luft sein.

  4. Re: ****

    Autor: Anonymer Nutzer 26.10.12 - 14:12

    Da sprichst Du auch einen interessanten Punkt an. Software besteht größtenteils aus Fixkosten (Entwicklung, Design, etc...). Im Nachgang werden pro Stück die 40% die Apple möchte fällig und Support für die jeweilige verkaufte Einheit.

    Von daher ist der Vergleich mit dem Tee wirklich blödsinnig, weil dort dafür die variablen Kosten deutlich höher sind.

  5. Re: Die Wertschätzung für Software wurde wegtrainiert

    Autor: Anonymer Nutzer 26.10.12 - 14:12

    Es ist einfach grundsätzlich Absurd den wirtschaftlichen Erfolg am Output zu messen. Es ist ja meistens genau andersherum. Je mehr sich im Markt tummeln, desto weniger bleibt für den einzelnen übrig. Jedes Jahr träumen Millionen Kids davon Fußballprofi zu werden. Die wenigsten schaffen es. Wenn man den Spaß mal wegstreicht, war es für die meisten schlichtweg vergeudete Zeit. Genauso ist das mit dem App-Store.

  6. Re: Die Wertschätzung für Software wurde wegtrainiert

    Autor: schwar2ss 26.10.12 - 14:14

    Ich habe kein Wort über Mac OSX Anwendungen verloren und diese nicht impliziert. Da fehlen mir die Erfahrungen.
    Ich habe impliziert - und dies später in einem anderen Post konkretisiert - dass die Umsetzung der Pattern bestenfalls halbherzig ist. Und zwar bei Google, Apple und Microsoft. Der Entwickler ist zwar gezwungen, seine Darstellung von der Darstellungs- und Geschäftslogik zu trennen, aber das war es auch schon. Wird der Entwickler gezwungen echtes MVC bei Android oder iOS einzusetzen? Nein! Wird der Entwickler gezwungen, echtes MVVM in WPx einzusetzen? Wieder: Nein!
    Der Grund ist naheliegend: Gute Softwarearchitektur bekommt der Benutzer bestenfalls indirekt mit. Und bei jedem Entwickler solide Kenntnisse in Softwarearchitektur vorauszusetzen schmälert natürlich die Einnahmen der großen Drei, da die Lernkurve unangenehm steil wird.
    Ob das allerdings langfristig die richtige Strategie ist, bleibt abzuwarten.

    Nochmal: Ich rede nur über mobile Apps, nicht über voll ausgereifte Desktop-Applikationen.

    Dieser Forums-Account kann gelöscht werden.

  7. Re: Die Wertschätzung für Software wurde wegtrainiert

    Autor: Anonymer Nutzer 26.10.12 - 14:15

    StefanKehrer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es gibt auch noch andere Motivationen als die ökonomische. Aber für den App
    > Store und die Entwicklung von Apps die sich irgendwie lohnen sollen, ist
    > das ja wohl eine entscheidender Faktor. Du hast ja damit angefangen, das es
    > sich nicht lohnt.

    Dumm nur, dass man erst nach der Entwicklung erfährt, ob es sich gelohnt hat.

  8. Re: Mal ganz langsam, etwas wirtschaftliche Bildung täte gut

    Autor: StefanKehrer 26.10.12 - 14:20

    Freakgs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > StefanKehrer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Leute brauche mehr Ressourcen(Geld) zum Leben, so einfach ist das.
    > Mit
    > > ihrer Arbeit hat das nichts zu tun. Sie bräuchten die selben
    > > Ressourcen,wenn sie nicht arbeiten würden. Eine zivilisierte
    > Gesellschaft
    > > sollte daran interessiert sein, sich so zu organisieren, das alle genug
    > > Ressourcen haben, unabhängig von ihrer Leistung für die Gesellschaft.
    > Das
    > > ist der Punkt. Dafür braucht es aber ein komplettes Umdenken.
    >
    > Ich habe nur den IST-Zustand beschrieben (wie deutlich angemerkt), was Dir
    > vorschwebt ist ein bedingungsloses Grundeinkommen. Ob das richtig ist oder
    > nicht will ich hier gar nicht diskutieren.
    >

    Nö, das ist ja immer noch monetär geprägt. Ist aber schon mal ein Fortschritt, würde dazu führen, dass viele Berufe neu gedacht werden müssen, weil sie eben keiner mehr freiwillig machen wird. Und das ja auch zum großen Teil aus gutem Grund.

    > > Die Wirtschaftswissenschaften sind weitgehend moderner Vodoo. Dafür
    > braucht
    > > man kein Verständnis zu haben. Einfach ein neues Glaubenssystem das
    > sich
    > > einen objektiven Anstrich gibt. Wie soll man für etwas Grundverständnis
    > > haben, das in sich am Ende nicht logisch ist? Wobei ich zugebe, das
    > viele
    > > Leute noch nicht mal die Grundzüge dessen kennen, was hier als
    > > wissenschaftlich fundiert verkauft wird.
    >
    > Wirtschaftswissenschaften sind nicht per se unlogisch. Es gibt Modelle die
    > müssen stark vereinfachen (weil es eben Modelle sind) aber die
    > Zusammenhänge in diesen Modellen sind mathematisch ausdrückbar und damit
    > logisch. Ich studiere übrigens Mathematik und nicht BwL oder VwL. Nehmen
    > wir die Graphen für Angebot und Nachfrage, was konkret findest Du daran
    > unlogisch?
    > Ich weiß, viele hassen Wirtschaftswissenschaften, weil sie glauben, dass
    > die daran schuld wären. De Facto ist es aber lediglich eine beschreibende
    > Wissenschaft, die Zusammenhänge klar machen soll.

    Das man etwas ausrechnen kann, heißt ja nicht das es stimmt. Nur weil es in sich schlüssig ist, muss es nicht die Wirklichkeit abbilden. Du kennst ja sicher aus der Physik Modelle die ganz gut funktionieren, was in der BWL nicht der Fall ist, aber die Wirklichkeit trotzdem nicht korrekt abbilden.

    Es gab schon öfter mal Studien zum Thema wie gut sind Prognosen der BWL, und da kam raus, das man mit Zufall kaum schlechter liegen würde. Ein populäres Beispiel ist der Affe, der auf er Zeitung auf Aktien tippt. ;)

    Ich hasse sie nicht, aber die Wertemodelle die hier tradiert werden sind a) schlicht alles andere als wissenschaftlich, und b) funktionieren sie in der Realität auf Dauer nicht. Mal ganz abgesehen von der moralischen Dimension.

    Für Angebot und Nachfrage haut das ganze übrigens meist noch ganz gut hin, solang man nur einen begrenzen Markt, zu einem sehr begrenzten Zeitraum betrachtet. Oft kann man das aber auch nur im Nachhinein feststellen, weil für Prognosen schlicht die Daten fehlen. Ist nicht wie beim Wetter, wo man relativ viele Daten für "lau" geliefert bekommt.

    Solange natürlich genug Leute daran glauben, wird das alles so weiter gemacht. Das führt dann aber auch zu sogenannten Krisen, wie die in der Eurozone, die rein faktisch nicht begründbar ist,sondern eben nur im Wertesystem der Wirtschaftswissenschaften.

    Ressourcen sind genug da, sie sind eben nur nicht vernünftig aufgeteilt. Und das Zinseszinssystem kracht halt logischerweise immer irgendwann ein. :)

  9. Re: Die Wertschätzung für Software wurde wegtrainiert

    Autor: schwar2ss 26.10.12 - 14:20

    Dich interessiert es schon. Wenn z.B. die App
    - quälend langsam ist
    - Daten immer und immer wieder aus dem Internet nachlädt
    - den Akku allein in Beschlag nimmt
    - bestimmte Fehler (auf genau deinem Endgerät) vom Entwickler nicht behoben werden können
    - etc.

    Schlechte Codequalität bemerkt der Benutzer, indirekt!

    Dieser Forums-Account kann gelöscht werden.

  10. Re: Die Wertschätzung für Software wurde wegtrainiert

    Autor: StefanKehrer 26.10.12 - 14:22

    fluppsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > StefanKehrer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Es gibt auch noch andere Motivationen als die ökonomische. Aber für den
    > App
    > > Store und die Entwicklung von Apps die sich irgendwie lohnen sollen, ist
    > > das ja wohl eine entscheidender Faktor. Du hast ja damit angefangen, das
    > es
    > > sich nicht lohnt.
    >
    > Dumm nur, dass man erst nach der Entwicklung erfährt, ob es sich gelohnt
    > hat.

    Es lohnt sich ja auch selten bis nie für alle. Die Wahrscheinlichkeit das es sich aber für eine Mehrheit oder eine große Minderheit lohnt ist hier gegeben. Das ist entscheiden für die Entwicklung der Zahlen.

    Jetzt im Winter Badehosen zu verkaufen lohnt sich nicht, im Sommer lohnt es sich aber auch nicht für jeden.

  11. Re: Mal ganz langsam, etwas wirtschaftliche Bildung täte gut

    Autor: Anonymer Nutzer 26.10.12 - 14:23

    StefanKehrer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es gab schon öfter mal Studien zum Thema wie gut sind Prognosen der BWL,
    > und da kam raus, das man mit Zufall kaum schlechter liegen würde. Ein
    > populäres Beispiel ist der Affe, der auf er Zeitung auf Aktien tippt. ;)

    Das wichtigste ist doch, dass sie dir HINTERHER immer genau erklären können, warum es dazu kommen MUSSTE.

  12. Re: Die Wertschätzung für Software wurde wegtrainiert

    Autor: Vollstrecker 26.10.12 - 14:25

    Mal gerade geschaut. Im Androidmarkt wurde Whatsapp 50.000.000x heruntergeladen. Dort ist es zwar kostenlos, ich vermute aber mal soviel wurde bestimmt auch im Appstore geladen.
    50.000.000 x 0,79 ¤ = 39.500.000 ¤ Wenn sich da Apple nun 20.000.000 ¤ abzwackt, bleiben noch 9,5 Mio¤ für die Entwickler. Wieviel sollten sie denn eurer Meinung nach für einen kleinen Messanger verdienen?

  13. Re: Mal ganz langsam, etwas wirtschaftliche Bildung täte gut

    Autor: Anonymer Nutzer 26.10.12 - 14:25

    StefanKehrer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das man etwas ausrechnen kann, heißt ja nicht das es stimmt. Nur weil es in
    > sich schlüssig ist, muss es nicht die Wirklichkeit abbilden. Du kennst ja
    > sicher aus der Physik Modelle die ganz gut funktionieren, was in der BWL
    > nicht der Fall ist, aber die Wirklichkeit trotzdem nicht korrekt abbilden.

    Moment, jetzt werden hier 2 Sachen durcheinander gewürfelt: Vorhersagegenauigkeit und Logik. Ist es mathematisch berechenbar ist das Modell an sich logisch, da Mathematik eine strenge, formale Logik aufweist und nur innerhalb dieser Logik überhaupt Aussagen getroffen werden können. Modelle sind eben enorme Vereinfachungen und daher kommt auch diese Ungenauigkeit. De Facto liegt das daran, dass wir niemals alle Variablen kennen, in der Praxis kennen wir nur einen Bruchteil aller Variablen. Wären alle Variablen bekannt wäre das Modell exakt.

    Vermutlich werden wir auch nie alle Variablen kennen, wodurch dann eben die "ich nehme an" Komponente übermächtig wird und zu solchen skurrilen Ergebnissen führt, mit denen Du natürlich völlig Recht hast.

    > Ressourcen sind genug da, sie sind eben nur nicht vernünftig aufgeteilt.
    > Und das Zinseszinssystem kracht halt logischerweise immer irgendwann ein.
    > :)

    Da stimme ich Dir zu, ich würde mich eher als einen Mann der Mitte mit einem leichten Hang nach Links bezeichnen. Es stimmt auch, dass unser menschlich egoistisches Verhalten für den Einzelnen (Erfolgreichen) den größten Profit verspricht, für die Menschheit als Einheit aber wiederum schädlich ist.
    De Facto ist aber unser derzeitiges System für Egoisten attraktiver.

  14. Re: Die Wertschätzung für Software wurde wegtrainiert

    Autor: Guardian 26.10.12 - 14:26

    Vollstrecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mal gerade geschaut. Im Androidmarkt wurde Whatsapp 50.000.000x
    > heruntergeladen. Dort ist es zwar kostenlos, ich vermute aber mal soviel
    > wurde bestimmt auch im Appstore geladen.
    > 50.000.000 x 0,79 ¤ = 39.500.000 ¤ Wenn sich da Apple nun 20.000.000 ¤
    > abzwackt, bleiben noch 9,5 Mio¤ für die Entwickler. Wieviel sollten sie
    > denn eurer Meinung nach für einen kleinen Messanger verdienen?

    Genau 39.500.000¤ sollten sie verdienen.


    btw sind 39.000.000 - 20.000.000 19,5 und nicht 9,5 ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.10.12 14:27 durch Guardian.

  15. Re: Die Wertschätzung für Software wurde wegtrainiert

    Autor: StefanKehrer 26.10.12 - 14:27

    fluppsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > StefanKehrer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > So simple gestrickte Anwendungen wirst Du aber auf dem PC eher selten
    > > finden. Gadgets sind eher was für mobile Geräte. Jedenfalls ist man dort
    > > eher bereit, etwas dafür zu bezahlen.
    >
    > Dafür musst du bei den iPhone Apps deutlich mehr ins Design investieren.
    > Mit den Standardbedienelementen lockst du da keinen mehr auf den
    > Kauf-mich-Button.

    Die Funktionalität ist glaub ich doch wichtiger. Schau dich mal bei den Taschenrechner Apps um, da gibt es sicher welche die schön anzusehen sind, und eine gewisse Grundfunktionalität haben. Aber die mit einer größeren Funktionalität, die auch gut gewartet werden, schneiden dennoch auf Dauer besser ab.

    Welches Geschäftsmodell sich gemessen am Aufwand, am Ende eher lohnt, ist eine andere Sache.

    Ich benutze übrigens gerne Apps, die das Standarddesign benutzen. Apple hat hier schon viel gut gemacht. Wenn sicher auch an der ein oder anderen Stelle nachgebessert werden sollte.

  16. Re: Mal ganz langsam, etwas wirtschaftliche Bildung täte gut

    Autor: StefanKehrer 26.10.12 - 14:33

    Freakgs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > StefanKehrer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das man etwas ausrechnen kann, heißt ja nicht das es stimmt. Nur weil es
    > in
    > > sich schlüssig ist, muss es nicht die Wirklichkeit abbilden. Du kennst
    > ja
    > > sicher aus der Physik Modelle die ganz gut funktionieren, was in der BWL
    > > nicht der Fall ist, aber die Wirklichkeit trotzdem nicht korrekt
    > abbilden.
    >
    > Moment, jetzt werden hier 2 Sachen durcheinander gewürfelt:
    > Vorhersagegenauigkeit und Logik. Ist es mathematisch berechenbar ist das
    > Modell an sich logisch, da Mathematik eine strenge, formale Logik aufweist
    > und nur innerhalb dieser Logik überhaupt Aussagen getroffen werden können.
    > Modelle sind eben enorme Vereinfachungen und daher kommt auch diese
    > Ungenauigkeit. De Facto liegt das daran, dass wir niemals alle Variablen
    > kennen, in der Praxis kennen wir nur einen Bruchteil aller Variablen. Wären
    > alle Variablen bekannt wäre das Modell exakt.
    >

    Es gibt durchaus verschiedene Definitionen von Logik. Ich kann ganz viele mathematisch logische Modelle aufstellen, die die Realität trotzdem nicht abbilden.

    Dazu müssen nicht mal Variablen fehlen.

    Ich finde die Spieltheorie sehr spannend, aber gerade diese widerspricht ja oft der "Logik" der Wirtschaftswissenschaften. Es gibt hier einfach zuwenig Grundlagen, und zuviel Glauben. Es ist eben auch viel Psychologie im Spiel, und die lässt sich bisher jedenfalls recht schlecht ausrechnen.

    Und wie in der Mathematik ist es so, das wenn man schon falsche Prämissen hat, man ganz viel Quatsch anstellen kann. Axiome sind in der Regel nicht beweisbar. :)

  17. Re: Die Wertschätzung für Software wurde wegtrainiert

    Autor: StefanKehrer 26.10.12 - 14:35

    schwar2ss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit hast du natürlich recht. Die Realität ist allerdings, und das habe
    > ich ja eingangs geschrieben, häufig ein Kraut-und-Rüben Wildwuchs in den
    > Apps - den ich mir nur mit Unwissenheit oder Nachlässigkeit ("Ist doch nur
    > ne App") erklären kann.

    Den kenn ich auch zu Genüge aus normaler Software, das hat mit App oder nicht App nichts zu tun. :)

  18. Re: Die Wertschätzung für Software wurde wegtrainiert

    Autor: Anonymer Nutzer 26.10.12 - 14:37

    StefanKehrer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > Dafür musst du bei den iPhone Apps deutlich mehr ins Design investieren.
    > > Mit den Standardbedienelementen lockst du da keinen mehr auf den
    > > Kauf-mich-Button.
    >
    > Die Funktionalität ist glaub ich doch wichtiger. Schau dich mal bei den
    > Taschenrechner Apps um, da gibt es sicher welche die schön anzusehen sind,
    > und eine gewisse Grundfunktionalität haben. Aber die mit einer größeren
    > Funktionalität, die auch gut gewartet werden, schneiden dennoch auf Dauer
    > besser ab.

    Und wer ist bitteschön die Zielgruppe, die Taschenrechnerapps mit mehr als den Standardfunktionen braucht? Wie groß ist die? Ich sehe genau das Gegenteil. Ich habe für mein iPad zB eine Taschenrechnerapp kostenlos heruntergeladen. Da ist mehr dabei als ich brauche. Ich könnte per inApp-Purchase noch einigen Schnickschnack nachkaufen. So wie ich das sehe, gehen die grafischen Themes am besten weg. Design ist gerade bei der Mainstream-Zielgruppe, die nunmal die Masse macht, enorm wichtig. Da täuschen auch deine persönlichen Präferenzen nicht hinweg. Wer Apps für eine kleine Zielgruppe macht, der verkauft auch nur kleine Stückzahlen.

  19. Re: Die Wertschätzung für Software wurde wegtrainiert

    Autor: Anonymer Nutzer 26.10.12 - 14:45

    StefanKehrer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es lohnt sich ja auch selten bis nie für alle. Die Wahrscheinlichkeit das
    > es sich aber für eine Mehrheit oder eine große Minderheit lohnt ist hier
    > gegeben. Das ist entscheiden für die Entwicklung der Zahlen.
    >
    > Jetzt im Winter Badehosen zu verkaufen lohnt sich nicht, im Sommer lohnt es
    > sich aber auch nicht für jeden.

    Noch ein letztes Mal. Der hohe Output liegt an der geringen Einstiegshürde. Jeder Schüler kann Apps entwickeln und per Klick veröffentlichen, die entsprechenden Programmierkenntnisse vorausgesetzt. Daraus einen Rückschluss auf die Wirtschaftlichkeit zu ziehen ist schlichtweg verfehlt. Tatsächlich dürfte es nur für eine Minderheit wirklich wirtschaftlich sein. Aber solange der Masse vorgegaukelt wird, dass es ganz einfach wäre mit Apps steinreich zu werden und absolute Deppen mit Rechnungen wie der Whatsup-App glauben eine Beweisführung für alle Entwickler machen zu können, solange wird es auch genug Leute geben, die ihr Glück versuchen und die weggefallenen Entwickler kompensieren. Nach Goldschürfen hat sich auch nicht geloht und trotzem haben es einst viele probiert.

  20. Re: Die Wertschätzung für Software wurde wegtrainiert

    Autor: Anonymer Nutzer 26.10.12 - 14:56

    Komplexität ist übrigens kein Argument. Es sind ja oft die weniger komplexen Spiele, die sich lange ganz oben halten. Was viele auch nicht sehen (wollen) ist, dass mittlerweile viel Geld für Werbung rausgedonnert wird, nur um in die Top 20 zu kommen.

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