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Was für eine grausame Vorstellung...
Autor: smarty79 12.04.22 - 10:17
Uns würde jede Woche Ausfall 7-8 stellig Euros kosten. Zum Glück läuft das bei uns On-Prem.
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Re: Was für eine grausame Vorstellung...
Autor: miguele 12.04.22 - 10:42
Bei diesem Volumen werdet ihr sicher aber auch genug Ressourcen für eine entsprechende IT haben, die sich da auch drum kümmert. Das gibt es in vielen Unternehmen aber eben nicht. Dort nützt es dann auch nichts, sich sowas selbst ins Haus oder ins Rechenzentrum zu stellen, wenn da niemand die Pflege und Wartung übernehmen kann. Da ist es dann auch nur eine Frage der Zeit, bis es kracht und dann kann da niemand irgendwas tun.
Ausfälle sind keine reinen Cloud-Probleme. -
Re: Was für eine grausame Vorstellung...
Autor: shoggothe 12.04.22 - 11:06
Bei Atlassian hat man aber nicht mehr die Wahl zum Selbsthosten. Da wird gerade auf Cloud-Only umgestellt.
> Ausfälle sind keine reinen Cloud-Probleme.
Der Unterschied ist, dass sich das Cloud-Team um viele tausende Kunden-Installationen kümmern muss was dann 3 Wochen dauert. Den eigenen lokalen Ausfall wird man vermutlich viel schneller beheben können. -
Re: Was für eine grausame Vorstellung...
Autor: danlox90 12.04.22 - 11:09
> Bei Atlassian hat man aber nicht mehr die Wahl zum Selbsthosten. Da wird
> gerade auf Cloud-Only umgestellt.
Fast, also zumindest Data-Center wird es noch eine Weile geben. Das kann sich aber kein kleiner Betrieb leisten. -
Re: Was für eine grausame Vorstellung...
Autor: Tuxraxer007 12.04.22 - 11:32
smarty79 schrieb:
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> Uns würde jede Woche Ausfall 7-8 stellig Euros kosten. Zum Glück läuft das
> bei uns On-Prem.
Wir nutzen auch OnPrem aber werden weg gehen von Atlassian, alle neuen Projekte laufen schon nicht mehr über Jira und Co.
Die haben sich ihr eigenes Grab geschaufelt, erst mit der Abkündigung der On-Prem Versionen und dann so eine Desaster mit der Cloud. -
Re: Was für eine grausame Vorstellung...
Autor: smarty79 12.04.22 - 14:41
miguele schrieb:
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> Bei diesem Volumen werdet ihr sicher aber auch genug Ressourcen für eine
> entsprechende IT haben, die sich da auch drum kümmert. Das gibt es in
> vielen Unternehmen aber eben nicht. Dort nützt es dann auch nichts, sich
> sowas selbst ins Haus oder ins Rechenzentrum zu stellen, wenn da niemand
> die Pflege und Wartung übernehmen kann. Da ist es dann auch nur eine Frage
> der Zeit, bis es kracht und dann kann da niemand irgendwas tun.
> Ausfälle sind keine reinen Cloud-Probleme.
Absolut richtig. Im Vergleich zum Produktivbetrieb ist Jira bei uns auch fast eine Randerscheinung. Aber dennoch ist unerlässlich, im Zweifelsfall kurzfristig ein transactionsgenaues Recovery der Daten vom EXADATA durchführen zu können, dass die Daten gespiegelt in zwei räumlich getrennten Rechenzentren liegen etc. Das sollte bei einem kommerziellen Cloud-Anbieter eine Selbstverständlichkeit sein, solange nicht explizit auf das Gegenteil hingewiesen wird. -
Re: Was für eine grausame Vorstellung...
Autor: xUser 12.04.22 - 14:45
smarty79 schrieb:
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> miguele schrieb:
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> > Bei diesem Volumen werdet ihr sicher aber auch genug Ressourcen für eine
> > entsprechende IT haben, die sich da auch drum kümmert. Das gibt es in
> > vielen Unternehmen aber eben nicht. Dort nützt es dann auch nichts, sich
> > sowas selbst ins Haus oder ins Rechenzentrum zu stellen, wenn da niemand
> > die Pflege und Wartung übernehmen kann. Da ist es dann auch nur eine
> Frage
> > der Zeit, bis es kracht und dann kann da niemand irgendwas tun.
> > Ausfälle sind keine reinen Cloud-Probleme.
>
> Absolut richtig. Im Vergleich zum Produktivbetrieb ist Jira bei uns auch
> fast eine Randerscheinung. Aber dennoch ist unerlässlich, im Zweifelsfall
> kurzfristig ein transactionsgenaues Recovery der Daten vom EXADATA
> durchführen zu können, dass die Daten gespiegelt in zwei räumlich
> getrennten Rechenzentren liegen etc. Das sollte bei einem kommerziellen
> Cloud-Anbieter eine Selbstverständlichkeit sein, solange nicht explizit auf
> das Gegenteil hingewiesen wird.
Es wäre mir neu, wenn Recovery von transaktionsgenauen Daten über Tabellen- und Datenbankgrenzen hinweg einfach so funktioniert. Wenn man noch Business-Logik recovern muss, dann ist das immer ein komplizierter Prozess. -
Re: Was für eine grausame Vorstellung...
Autor: hyperlord 12.04.22 - 18:47
Das Problem ist ja nicht, dass da Daten verloren gegangen sind durch einen Ausfall, sondern dass da ein Script bewusst gestartet wurde, um Daten zu löschen - nur dass das Script dann halt mehr gelöscht hat, als es sollte.
Das macht es nicht wirklich besser, aber da hilft eine redundante Ausstattung am Ende auch nix. -
Re: Was für eine grausame Vorstellung...
Autor: smarty79 12.04.22 - 20:21
Aber genau dann braucht man halt ordentliche Recovery-Mechanismen.
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Re: Was für eine grausame Vorstellung...
Autor: shoggothe 13.04.22 - 01:02
UX wurde immer schlechter über die Jahre. Sehr lange Ladezeiten bei Klicks auf Links. Einblendungen, dass die Seite aktualisiert wurde, anstatt sie zu aktualisieren. Die Einblendungen kommen auch, wenn man Änderungen selbst durchführt. Und vieles mehr. Die Bedienung ist mittlerweile ein Graus.
Aber trotz allem wird Atlassian dieses Desaster überleben. Sie haben zig tausend Kunden und viele viele sehr große Kunden. Wenn sie es richtig gemacht haben, waren die großen Kunden gar nicht betroffen. Wenn nicht, werden sie es zukünfig so handhaben.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.04.22 01:09 durch shoggothe. -
Re: Was für eine grausame Vorstellung...
Autor: bla 13.04.22 - 07:15
Tuxraxer007 schrieb:
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> Wir nutzen auch OnPrem aber werden weg gehen von Atlassian, alle neuen
> Projekte laufen schon nicht mehr über Jira und Co.
Wo werdet ihr hinmigrieren?
Bei uns in der Firma werde ich sehr wahrscheinlich gegen eine Wand laufen aber es wäre zumindest interessant zu wissen, was es für Alternativen gibt, die auf dem lokalen Server laufen. -
Re: Was für eine grausame Vorstellung...
Autor: Smolo 13.04.22 - 07:52
smarty79 schrieb:
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> Aber genau dann braucht man halt ordentliche Recovery-Mechanismen.
Wie schaut denn ein solcher Mechanismus in deinen Augen aus wenn ein Script wahllos in der Produktion Daten löscht?
Ich vermute das ihr Problem die Datenintegrität sein wird. Beim klassischen TransactionLog hast du nämlich das Problem das dies nur ganz oder gar nicht funktioniert. Der Betrieb läuft ja weiter d.h. entweder gehst du mit dem kompletten System zum Zeitpunkt x zurück oder machst irgendwelchen quatsch um aus den alten Sicherungen selektiv die Daten rauszuziehen. -
Re: Was für eine grausame Vorstellung...
Autor: smarty79 13.04.22 - 08:17
Smolo schrieb:
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> smarty79 schrieb:
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> > Aber genau dann braucht man halt ordentliche Recovery-Mechanismen.
>
> Wie schaut denn ein solcher Mechanismus in deinen Augen aus wenn ein Script
> wahllos in der Produktion Daten löscht?
>
> Ich vermute das ihr Problem die Datenintegrität sein wird. Beim klassischen
> TransactionLog hast du nämlich das Problem das dies nur ganz oder gar nicht
> funktioniert. Der Betrieb läuft ja weiter d.h. entweder gehst du mit dem
> kompletten System zum Zeitpunkt x zurück oder machst irgendwelchen quatsch
> um aus den alten Sicherungen selektiv die Daten rauszuziehen.
Wenn das ganze OnPrem ist, würde ich wohl tatsächlich erst einmal in einer neuen Instanz den Stand wiederherstellen, bevor das Skript mit seinem Unheil begonnen hat, damit der Betrieb wieder läuft. Danach könnte man durch Vergleich der kaputten und der wiederhergestellten Instanz schauen, was zwischenzeitlich dazugekommen war und könnte dann bewerten, was automatisiert wiederhergestellt werden muss und was nicht. Aber das lässt sich alles ohne Details zu kennen gar nicht bewerten. -
Re: Was für eine grausame Vorstellung...
Autor: Smolo 13.04.22 - 09:00
smarty79 schrieb:
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> Smolo schrieb:
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> > smarty79 schrieb:
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> > > Aber genau dann braucht man halt ordentliche Recovery-Mechanismen.
> >
> > Wie schaut denn ein solcher Mechanismus in deinen Augen aus wenn ein
> Script
> > wahllos in der Produktion Daten löscht?
> >
> > Ich vermute das ihr Problem die Datenintegrität sein wird. Beim
> klassischen
> > TransactionLog hast du nämlich das Problem das dies nur ganz oder gar
> nicht
> > funktioniert. Der Betrieb läuft ja weiter d.h. entweder gehst du mit dem
> > kompletten System zum Zeitpunkt x zurück oder machst irgendwelchen
> quatsch
> > um aus den alten Sicherungen selektiv die Daten rauszuziehen.
>
> Wenn das ganze OnPrem ist, würde ich wohl tatsächlich erst einmal in einer
> neuen Instanz den Stand wiederherstellen, bevor das Skript mit seinem
> Unheil begonnen hat, damit der Betrieb wieder läuft. Danach könnte man
> durch Vergleich der kaputten und der wiederhergestellten Instanz schauen,
> was zwischenzeitlich dazugekommen war und könnte dann bewerten, was
> automatisiert wiederhergestellt werden muss und was nicht. Aber das lässt
> sich alles ohne Details zu kennen gar nicht bewerten.
Das ist ja kein Mechanismus sondern TryAndError und wird ungefähr dem entsprechen was die Atlassian Jungs grad treiben. Ich sitze selbst auf einem System das unter Last teils hunderte mehrzeilige Transaktionen pro Sekunde abfeuert das ist wie eine Stecknadel im Heu suchen.



