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Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

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  1. Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: twothe 12.04.22 - 11:39

    Als Atlassian damals ankündigte die Lokalinstallation in Zukunft durch eine Cloud-Lösung zu ersetzen hatte ich im Meeting noch angesprochen, dass wir uns dann wohl demnächst eine Alternative zu Atlassian suchen müssen. Der große Tenor der mir entgegen schallte war: "Wieso? Dann wird das doch für uns alle billiger!"

    Dann die übliche Diskussion "Cloud fällt ja nicht aus" und "Die werden das ja wohl hinbekommen" usw. usw. Tja und wie gut das läuft sieht man ja gerade. Ich frage mich dann immer ab wie vielen Tagen Totalausfall man die gesparten Kosten durch Cloud wieder verloren hat. Aber so weit denken die meisten ja offensichtlich nicht.

  2. Re: Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: xUser 12.04.22 - 12:41

    twothe schrieb:
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    > Als Atlassian damals ankündigte die Lokalinstallation in Zukunft durch eine
    > Cloud-Lösung zu ersetzen hatte ich im Meeting noch angesprochen, dass wir
    > uns dann wohl demnächst eine Alternative zu Atlassian suchen müssen. Der
    > große Tenor der mir entgegen schallte war: "Wieso? Dann wird das doch für
    > uns alle billiger!"
    >
    > Dann die übliche Diskussion "Cloud fällt ja nicht aus" und "Die werden das
    > ja wohl hinbekommen" usw. usw. Tja und wie gut das läuft sieht man ja
    > gerade. Ich frage mich dann immer ab wie vielen Tagen Totalausfall man die
    > gesparten Kosten durch Cloud wieder verloren hat. Aber so weit denken die
    > meisten ja offensichtlich nicht.

    Cloud fällt seltener als On-Prem aus. Und dann meist deutlich weniger lang. Natürlich gibt es alle paar Jahre auch Mal einen großen Ausfall. Man sollte aber deswegen nicht den Fehlschluss begehen, das es insgesamt schlecht ist, bloß weil ein großer Ausfall in den Nachrichten ist. Da habe ich On-Prem schon viel schlimmere erlebt. Nur hört man davon dann meist nichts in den News.

  3. Re: Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: Tantalus 12.04.22 - 12:49

    xUser schrieb:
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    > Cloud fällt seltener als On-Prem aus. Und dann meist deutlich weniger lang.

    Dann rechne doch aber mal die insgesamt ausgefallenen Arbeitsstunden gegeneinander auf. Beim on-Prem-Ausfall ist i.d.R. immer nur ein Unternehmen betroffen, den Nachbarn juckt das nicht. Beim Cloud-Ausfall sind viele, wenn nicht gar alle Kunden betroffen. Also Ausfallstunden mal Anzahl Kunden. Ich würde mal sagen, insgesamt verursachen Cloud-Ausfälle wesentlich mehr Schaden als on-Prem-Ausfälle.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  4. Re: Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: Gole-mAndI 12.04.22 - 13:00

    xUser schrieb:
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    > twothe schrieb:
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    > > Als Atlassian damals ankündigte die Lokalinstallation in Zukunft durch
    > eine
    > > Cloud-Lösung zu ersetzen hatte ich im Meeting noch angesprochen, dass
    > wir
    > > uns dann wohl demnächst eine Alternative zu Atlassian suchen müssen. Der
    > > große Tenor der mir entgegen schallte war: "Wieso? Dann wird das doch
    > für
    > > uns alle billiger!"
    > >
    > > Dann die übliche Diskussion "Cloud fällt ja nicht aus" und "Die werden
    > das
    > > ja wohl hinbekommen" usw. usw. Tja und wie gut das läuft sieht man ja
    > > gerade. Ich frage mich dann immer ab wie vielen Tagen Totalausfall man
    > die
    > > gesparten Kosten durch Cloud wieder verloren hat. Aber so weit denken
    > die
    > > meisten ja offensichtlich nicht.
    >
    > Cloud fällt seltener als On-Prem aus. Und dann meist deutlich weniger lang.
    > Natürlich gibt es alle paar Jahre auch Mal einen großen Ausfall. Man sollte
    > aber deswegen nicht den Fehlschluss begehen, das es insgesamt schlecht ist,
    > bloß weil ein großer Ausfall in den Nachrichten ist. Da habe ich On-Prem
    > schon viel schlimmere erlebt. Nur hört man davon dann meist nichts in den
    > News.

    Wäre es eine On Premise system hätte man das stündliche/tägliche Backup wiederhergestellt und damit vielleicht einen halben Tag Arbeit verloren. Jetzt sind es 3 Wochen

  5. Re: Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: elknose 12.04.22 - 13:10

    .. und hätte kein schlecht getestetes Script laufen lassen.
    Was ja die eigentliche Ursache dieses Ausfalls war.

    Das Script hätte Atlassian vorab deutlich gründlicher testen müssen und auch auf einen einzelnen Userkontext runterbrechen müssen, was die Komplexität sicher zusätzlich verringert.

    Hier hat Atlassian mit userübergreifender Logik aufräumen wollen. Gut dass sie nur Daten gelöscht haben und keine Daten verschoben haben und die sind dann bei anderen Kunden wieder aufgetaucht.

    Da zeigt sich die eigentliche Gefahr des Ansatzes.

  6. Re: Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: Smolo 12.04.22 - 13:27

    xUser schrieb:
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    > twothe schrieb:
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    > > Als Atlassian damals ankündigte die Lokalinstallation in Zukunft durch
    > eine
    > > Cloud-Lösung zu ersetzen hatte ich im Meeting noch angesprochen, dass
    > wir
    > > uns dann wohl demnächst eine Alternative zu Atlassian suchen müssen. Der
    > > große Tenor der mir entgegen schallte war: "Wieso? Dann wird das doch
    > für
    > > uns alle billiger!"
    > >
    > > Dann die übliche Diskussion "Cloud fällt ja nicht aus" und "Die werden
    > das
    > > ja wohl hinbekommen" usw. usw. Tja und wie gut das läuft sieht man ja
    > > gerade. Ich frage mich dann immer ab wie vielen Tagen Totalausfall man
    > die
    > > gesparten Kosten durch Cloud wieder verloren hat. Aber so weit denken
    > die
    > > meisten ja offensichtlich nicht.
    >
    > Cloud fällt seltener als On-Prem aus.

    Woher nimmst du diese Erkenntnis bzw. woher weißt du wie oft On-Prem Lösungen ausfallen?

    > Und dann meist deutlich weniger lang.

    Woher weißt du wie lange On-Problem Lösungen und Cloud Lösungen ausfallen?

    > Natürlich gibt es alle paar Jahre auch Mal einen großen Ausfall. Man sollte
    > aber deswegen nicht den Fehlschluss begehen, das es insgesamt schlecht ist,
    > bloß weil ein großer Ausfall in den Nachrichten ist.

    "Mal" einen Ausfall ist ja vollkommen daneben gegriffen, hier gilt es erst einmal genau zu differenzieren. Einen einzelnen Dienst zu betrachten allein bringt gar nichts denn hier Bedarf es einer weitreichenden Risikoanalyse. Die Komplexität bei Cloud-Diensten ist mittlerweile so groß das die Kette selbst schon ein enormes Risiko birgt...hier brennt ein Rechenzentrum ab, da geht ein DNS Anbieter Offline usw.. Das Schadenspotential und die Auswirkungen sind bei zentralisierten Diensten wesentlich teurer als bei kleinen Insellösungen!

    Am Ende des Tages geht es wie immer um eine Kosten- und Sicherheitsfrage! Wenn Atlassian z.B. einen Servereinbruch hat kann dies enorme Auswirkungen haben oder eben wie aktuell passiert durch ein fehlerhaftes Skript fälschlicherweise gelöschte Daten! Dezentralisierung sorgt hier für eine natürlich Barriere / Risikomanagement denn der lokale Einbruch hat keine weltweiten Auswirkungen ebenso wenig wie du 100TB zurück sichern musst weil die halbe Welt dieses Service konsumiert!

    An dieser Stelle stellt sich natürlich die Frage handelt es sich um ein Unternehmen mit weltweiten Zweigstellen oder ein kleines KMU und wie Sicherheitskritisch wäre ein Ausfall...kritische Infrastruktur, Bio Labore usw..

    Am Ende des Tages will es dann wieder niemand gewesen sein ;-)

    Da habe ich On-Prem
    > schon viel schlimmere erlebt. Nur hört man davon dann meist nichts in den
    > News.

    Nach dem Motto nur was du selbst siehst hat eine signifikante Priorität oder wie? Wenn tausende Kunde und das bedeutet hunderttausende Menschen >3 Wochen nicht Arbeiten können dann bezweifele ich das du schon schlimmeres erlebt hast?! ;-)

  7. Re: Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: Maddix 12.04.22 - 13:45

    Smolo schrieb:
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    > xUser schrieb:
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    > > twothe schrieb:
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    > > > Als Atlassian damals ankündigte die Lokalinstallation in Zukunft durch
    > > eine
    > > > Cloud-Lösung zu ersetzen hatte ich im Meeting noch angesprochen, dass
    > > wir
    > > > uns dann wohl demnächst eine Alternative zu Atlassian suchen müssen.
    > Der
    > > > große Tenor der mir entgegen schallte war: "Wieso? Dann wird das doch
    > > für
    > > > uns alle billiger!"
    > > >
    > > > Dann die übliche Diskussion "Cloud fällt ja nicht aus" und "Die werden
    > > das
    > > > ja wohl hinbekommen" usw. usw. Tja und wie gut das läuft sieht man ja
    > > > gerade. Ich frage mich dann immer ab wie vielen Tagen Totalausfall man
    > > die
    > > > gesparten Kosten durch Cloud wieder verloren hat. Aber so weit denken
    > > die
    > > > meisten ja offensichtlich nicht.
    > >
    > > Cloud fällt seltener als On-Prem aus.
    >
    > Woher nimmst du diese Erkenntnis bzw. woher weißt du wie oft On-Prem
    > Lösungen ausfallen?
    >
    > > Und dann meist deutlich weniger lang.
    >
    > Woher weißt du wie lange On-Problem Lösungen und Cloud Lösungen ausfallen?
    >
    > > Natürlich gibt es alle paar Jahre auch Mal einen großen Ausfall. Man
    > sollte
    > > aber deswegen nicht den Fehlschluss begehen, das es insgesamt schlecht
    > ist,
    > > bloß weil ein großer Ausfall in den Nachrichten ist.
    >
    > "Mal" einen Ausfall ist ja vollkommen daneben gegriffen, hier gilt es erst
    > einmal genau zu differenzieren. Einen einzelnen Dienst zu betrachten allein
    > bringt gar nichts denn hier Bedarf es einer weitreichenden Risikoanalyse.
    > Die Komplexität bei Cloud-Diensten ist mittlerweile so groß das die Kette
    > selbst schon ein enormes Risiko birgt...hier brennt ein Rechenzentrum ab,
    > da geht ein DNS Anbieter Offline usw.. Das Schadenspotential und die
    > Auswirkungen sind bei zentralisierten Diensten wesentlich teurer als bei
    > kleinen Insellösungen!

    Ja, "Mal einen Ausfall". Wie oft sind die Atlassian Systeme denn nun down? Wie hoch ist denn die Verfügbarkeit? Das wäre interessant. Ein Einzelereignis ist wohl nicht sonderlich aussagefähig.

    Wenn Atlassian schlau ist, nutzen sie genau dieses Thema und passen ihre Verträge an etc. Sowas ist machbar und das "Ende des Dienstes", den hier viele prophezeien sehe ich da eher nicht.

  8. Re: Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: bofhl 12.04.22 - 13:47

    xUser schrieb:
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    > twothe schrieb:
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    > -----
    > > Als Atlassian damals ankündigte die Lokalinstallation in Zukunft durch
    > eine
    > > Cloud-Lösung zu ersetzen hatte ich im Meeting noch angesprochen, dass
    > wir
    > > uns dann wohl demnächst eine Alternative zu Atlassian suchen müssen. Der
    > > große Tenor der mir entgegen schallte war: "Wieso? Dann wird das doch
    > für
    > > uns alle billiger!"
    > >
    > > Dann die übliche Diskussion "Cloud fällt ja nicht aus" und "Die werden
    > das
    > > ja wohl hinbekommen" usw. usw. Tja und wie gut das läuft sieht man ja
    > > gerade. Ich frage mich dann immer ab wie vielen Tagen Totalausfall man
    > die
    > > gesparten Kosten durch Cloud wieder verloren hat. Aber so weit denken
    > die
    > > meisten ja offensichtlich nicht.
    >
    > Cloud fällt seltener als On-Prem aus. Und dann meist deutlich weniger lang.

    So, warum? Mir ist nicht bekannt, dass Cloud-Anbieter Magier und Hexen beschäftigen, die den Betrieb auf magischen Weg immer am Laufen halten!
    Und daher gilt: was Cloud-Anbieter können, kann JEDER genauso!
    Wir betreiben auch ein eigenes Ausfallszentrum am anderen Ende des Staates und das kostet auch nicht die Welt! Zusätzlich gibts noch im Hauptzentrum separierte Server ja nach Anwendungszweck und auch eigene Test und Entwicklungsserver. Dafür reicht eine reine VMWare-Installation und rate mal - so teuer war un dist das ganze nicht! Cloud wäre merkbar teurer gewesen!

    > Natürlich gibt es alle paar Jahre auch Mal einen großen Ausfall. Man sollte

    Erzähl mir da mehr! Und sage das denn Kunden von so einigen Rechenzentren, die in der Vergangenheit so einige Troubles hatte...

    > aber deswegen nicht den Fehlschluss begehen, das es insgesamt schlecht ist,
    > bloß weil ein großer Ausfall in den Nachrichten ist. Da habe ich On-Prem
    > schon viel schlimmere erlebt. Nur hört man davon dann meist nichts in den
    > News.

    Fehler gibt es immer wieder - überall! Cloudbetreiber versuchen möglichst billig zu sein und das heißt auch, dass sie die billigsten Leute anstellen! Sehr vertrauensvoll...

  9. Re: Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: xUser 12.04.22 - 14:35

    Tantalus schrieb:
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    > xUser schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Cloud fällt seltener als On-Prem aus. Und dann meist deutlich weniger
    > lang.
    >
    > Dann rechne doch aber mal die insgesamt ausgefallenen Arbeitsstunden
    > gegeneinander auf. Beim on-Prem-Ausfall ist i.d.R. immer nur ein
    > Unternehmen betroffen, den Nachbarn juckt das nicht. Beim Cloud-Ausfall
    > sind viele, wenn nicht gar alle Kunden betroffen. Also Ausfallstunden mal
    > Anzahl Kunden. Ich würde mal sagen, insgesamt verursachen Cloud-Ausfälle
    > wesentlich mehr Schaden als on-Prem-Ausfälle.
    >
    > Gruß
    > Tantalus

    Die totalen globalen Stunden sind aus Sicht eines Unternehmens nicht relevant. Da zählt nur, wie viele Stunden im Jahr war der Dienst ausgefallen und was kostet uns das Ganze (Hosting, Betrieb, Lizenz, etc).

  10. Re: Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: xUser 12.04.22 - 14:43

    bofhl schrieb:
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    > xUser schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Cloud fällt seltener als On-Prem aus. Und dann meist deutlich weniger
    > lang.
    >
    > So, warum? Mir ist nicht bekannt, dass Cloud-Anbieter Magier und Hexen
    > beschäftigen, die den Betrieb auf magischen Weg immer am Laufen halten!
    > Und daher gilt: was Cloud-Anbieter können, kann JEDER genauso!
    > Wir betreiben auch ein eigenes Ausfallszentrum am anderen Ende des Staates
    > und das kostet auch nicht die Welt! Zusätzlich gibts noch im Hauptzentrum
    > separierte Server ja nach Anwendungszweck und auch eigene Test und
    > Entwicklungsserver. Dafür reicht eine reine VMWare-Installation und rate
    > mal - so teuer war un dist das ganze nicht! Cloud wäre merkbar teurer
    > gewesen!

    Ich habe noch keine Vollkostenrechnung gesehen, wo IaaS teurer gewesen wäre, als selber hosten. Sorry, das kommt nur bei rum, wenn man die meisten Kosten ignoriert.

    > > Natürlich gibt es alle paar Jahre auch Mal einen großen Ausfall. Man
    > sollte
    >
    > Erzähl mir da mehr! Und sage das denn Kunden von so einigen Rechenzentren,
    > die in der Vergangenheit so einige Troubles hatte...

    Also große Cloud-Ausfälle sind sehr selten. Das "fühlt" sich anders an, ist aber nur Confirmation-Bias.

    > > aber deswegen nicht den Fehlschluss begehen, das es insgesamt schlecht
    > ist,
    > > bloß weil ein großer Ausfall in den Nachrichten ist. Da habe ich On-Prem
    > > schon viel schlimmere erlebt. Nur hört man davon dann meist nichts in
    > den
    > > News.
    >
    > Fehler gibt es immer wieder - überall! Cloudbetreiber versuchen möglichst
    > billig zu sein und das heißt auch, dass sie die billigsten Leute anstellen!
    > Sehr vertrauensvoll...

    Du vergisst dies Skaleneffekt. Das Teure heute ist die Automatisierung und das Testen, weil das sind weitestgehend Fixkosten, unabhängig von der Anzahl der Instanzen.
    Meiner Erfahrung nach arbeiten die besten Leute heute bei den großen Cloud-Anbietern, aber da habe ich keinen vollen Überblick.
    Vergiss auch nicht, dass ein Fehler, der bei 100 Server einmal alle 10 Jahre auftritt, bei einem Hyperscaler jeden Tag auftritt. Da wird ein ganz anderes Testing und Fehlerbehebung gefahren. Die Qualität ist um einiges Besser als bei vielen On-Prem Lösungen. Natürlich kochen die auch nur mit Wasser, aber sie kochen eben vielen sehr viel Wasser.

  11. Re: Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: OutOfCoffee 12.04.22 - 16:58

    Gole-mAndI schrieb:
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    > xUser schrieb:
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    > > twothe schrieb:
    > >
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    >
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    > > > Als Atlassian damals ankündigte die Lokalinstallation in Zukunft durch
    > > eine
    > > > Cloud-Lösung zu ersetzen hatte ich im Meeting noch angesprochen, dass
    > > wir
    > > > uns dann wohl demnächst eine Alternative zu Atlassian suchen müssen.
    > Der
    > > > große Tenor der mir entgegen schallte war: "Wieso? Dann wird das doch
    > > für
    > > > uns alle billiger!"
    > > >
    > > > Dann die übliche Diskussion "Cloud fällt ja nicht aus" und "Die werden
    > > das
    > > > ja wohl hinbekommen" usw. usw. Tja und wie gut das läuft sieht man ja
    > > > gerade. Ich frage mich dann immer ab wie vielen Tagen Totalausfall man
    > > die
    > > > gesparten Kosten durch Cloud wieder verloren hat. Aber so weit denken
    > > die
    > > > meisten ja offensichtlich nicht.
    > >
    > > Cloud fällt seltener als On-Prem aus. Und dann meist deutlich weniger
    > lang.
    > > Natürlich gibt es alle paar Jahre auch Mal einen großen Ausfall. Man
    > sollte
    > > aber deswegen nicht den Fehlschluss begehen, das es insgesamt schlecht
    > ist,
    > > bloß weil ein großer Ausfall in den Nachrichten ist. Da habe ich On-Prem
    > > schon viel schlimmere erlebt. Nur hört man davon dann meist nichts in
    > den
    > > News.
    >
    > Wäre es eine On Premise system hätte man das stündliche/tägliche Backup
    > wiederhergestellt und damit vielleicht einen halben Tag Arbeit verloren.
    > Jetzt sind es 3 Wochen

    Du meinst so wie bei vielen kleinen Klitschen, wo der Praktikant den Server unterm Tisch stehen hat, überhaupt mal ein Backup gemacht wird. Du magst nicht glauben wie die "Infrastruktur" bei so mancher Bude aussieht. Da Steht der Build Server oder der Rechner von der Code Versioniert wird, bei irgendeinem Hans Dampf unter dem Tisch, weil der einer der wenigen ist der das administrieren kann oder überhaupt will. Backups geschehen jedes Schaltjahr mal, oder bei größeren Firmen wird dann die OnPrem Lösung von irgendeinem dahergelaufenen Dienstleister von Indien oder Timbuktu Administriert wo gefühlt alle Woche der Buildserver für mehrere Stunden ausfällt. Alles schon gesehen und erlebt. Dann doch Lieber in proffessionelle Hände geben, wo auch die ganze Existenz der Firma dran hängt wenn die mist bauen und sich das nicht so einfach erlauben können.

  12. Re: Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: 43rtgfj5 12.04.22 - 17:53

    xUser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe noch keine Vollkostenrechnung gesehen, wo IaaS teurer gewesen
    > wäre, als selber hosten. Sorry, das kommt nur bei rum, wenn man die meisten
    > Kosten ignoriert.

    Ich habe die Rechnungen nicht gemacht, aber bei uns wurde das am Anfang durchgerechnet, und jetzt hat man gemerkt, dass man viele Faktoren ignoriert hat. Bei uns ist Cloud aktuell teurer als OnPrem, und bei uns gab es immer Investitionskosten die auf jedes Projekt, Produkt usw. umgelegt wurden. Daran war der gesamte RZ gebunden. Und laut diesen Zahlen ist Cloud bei uns aktuell teurer. Die genauen Zaglen kenne ich wie gesagt nicht, und es sind keine Unmengen die da an Mehrkosten anfallen, aber Cloud ist bei uns teurer als OnPrem. Hat nur den Vorteil, dass wir flexibler sind, keine Lieferketten beachten müssen, keine Infrastruktur Jahre im voraus planen müssen usw.
    Das machen die Kollegen jetzt in der Cloud, und klicken sich das, wenn sie es brauchen. Ganz so leicht natürlich nicht, aber das ist schon ein großer Vorteil, den man anerkennen muss bei der Cloud.


    Was die Ausfälle angeht: Man darf mMn. nicht Cloud als generelles Produkt sehen. Man sollte/muss da schon die Anbieter selbst vergleichen. Ein AWS wird eine andere Frhlerquote haben als zB ein OVH oder Hetzner, oder eben Atlassian. Das sind alles völlig unterschiedliche Infrastrukturen, die kann/darf man nicht in einen Topf werfen.

  13. Re: Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: Jakelandiar 12.04.22 - 19:29

    Tantalus schrieb:
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    > xUser schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Cloud fällt seltener als On-Prem aus. Und dann meist deutlich weniger
    > lang.
    >
    > Dann rechne doch aber mal die insgesamt ausgefallenen Arbeitsstunden
    > gegeneinander auf. Beim on-Prem-Ausfall ist i.d.R. immer nur ein
    > Unternehmen betroffen, den Nachbarn juckt das nicht. Beim Cloud-Ausfall
    > sind viele, wenn nicht gar alle Kunden betroffen. Also Ausfallstunden mal
    > Anzahl Kunden. Ich würde mal sagen, insgesamt verursachen Cloud-Ausfälle
    > wesentlich mehr Schaden als on-Prem-Ausfälle.
    >
    > Gruß
    > Tantalus

    Und warum sollte das ein Unternehmen interessieren wie viele andere betroffen sind? Das Unternehmen interessiert ausschließlich der eigene Schaden und wenn der on-Prem größer ausfällt als mit der Cloud, dann wird zurecht die Cloud genommen.
    Das insgesamt, da mehr Kunden betroffen sind, ein höherer Schaden für den Cloud Anbieter bzw. alle Kunden des Anbieters zusammen entstehen ist dem Betroffenen Unternehmen doch völlig egal und auch absolut irrelevant. Dem interessiert nur der eigene Schaden.

  14. Re: Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: shoggothe 12.04.22 - 20:25

    Jakelandiar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und warum sollte das ein Unternehmen interessieren wie viele andere
    > betroffen sind? Das Unternehmen interessiert ausschließlich der eigene
    > Schaden und wenn der on-Prem größer ausfällt als mit der Cloud, dann wird
    > zurecht die Cloud genommen.
    > Das insgesamt, da mehr Kunden betroffen sind, ein höherer Schaden für den
    > Cloud Anbieter bzw. alle Kunden des Anbieters zusammen entstehen ist dem
    > Betroffenen Unternehmen doch völlig egal und auch absolut irrelevant. Dem
    > interessiert nur der eigene Schaden.

    Der Schaden für das einzelne Unternehmen ist der Ausfall des Dienstes für insgesamt drei Wochen. Das ist durchaus gleichzusetzen mit einem Datenverlust über diesen Zeitraum. Viele Unternehmen würden da lieber den Datenverlust von Stunden bis zu einem Tag in Kauf nehmen, wenn sie denn könnten. Jetzt können sie nur hoffen oder nachhaken, dass ihr Dienst bevorzugt, vor vielen anderen Kunden wiederhergestellt wird. Dauert dann trotzdem noch durchschnittlich eine Woche. Der Schadensersatz beläuft sich übrigens auf eine halbe Monatsmiete, wie woanders hier berichtet wurde.

  15. Re: Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: Genie 12.04.22 - 23:17

    xUser schrieb:
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    > Ich habe noch keine Vollkostenrechnung gesehen, wo IaaS teurer gewesen
    > wäre, als selber hosten. Sorry, das kommt nur bei rum, wenn man die meisten
    > Kosten ignoriert.

    Ach was?! Dann rechne doch z.B. mal Exchange für sagen wir 150 User durch. Allein Dienste & Programme von MS kann ich dir wunderbar zerlegen, dass sich Cloud niemals lohnt. Außer man ist halt planlos und/oder stinkend faul.

  16. Re: Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: twothe 12.04.22 - 23:35

    Das schöne an der lokalen Lösung ist, dass man sich selbst aussuchen kann wie sicher man das ganze hätte. Wenn die Firma wirklich komplett abhängig von dem Ding ist, dann läuft da nicht 1 Server den Jürgen alle 2 Wochen mal backuped, sondern dann läuft da mindestens ein Data-Cluster mit hot fail-over, und einem cold fail-over in einem anderen Datencenter.

    Damit so was ausfällt muss schon einiges passieren.

  17. Re: Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: Smolo 13.04.22 - 08:04

    Maddix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Smolo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > xUser schrieb:
    > >
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    >
    > > -----
    > > > twothe schrieb:
    > > >
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > >
    > > > -----
    > > > > Als Atlassian damals ankündigte die Lokalinstallation in Zukunft
    > durch
    > > > eine
    > > > > Cloud-Lösung zu ersetzen hatte ich im Meeting noch angesprochen,
    > dass
    > > > wir
    > > > > uns dann wohl demnächst eine Alternative zu Atlassian suchen müssen.
    > > Der
    > > > > große Tenor der mir entgegen schallte war: "Wieso? Dann wird das
    > doch
    > > > für
    > > > > uns alle billiger!"
    > > > >
    > > > > Dann die übliche Diskussion "Cloud fällt ja nicht aus" und "Die
    > werden
    > > > das
    > > > > ja wohl hinbekommen" usw. usw. Tja und wie gut das läuft sieht man
    > ja
    > > > > gerade. Ich frage mich dann immer ab wie vielen Tagen Totalausfall
    > man
    > > > die
    > > > > gesparten Kosten durch Cloud wieder verloren hat. Aber so weit
    > denken
    > > > die
    > > > > meisten ja offensichtlich nicht.
    > > >
    > > > Cloud fällt seltener als On-Prem aus.
    > >
    > > Woher nimmst du diese Erkenntnis bzw. woher weißt du wie oft On-Prem
    > > Lösungen ausfallen?
    > >
    > > > Und dann meist deutlich weniger lang.
    > >
    > > Woher weißt du wie lange On-Problem Lösungen und Cloud Lösungen
    > ausfallen?
    > >
    > > > Natürlich gibt es alle paar Jahre auch Mal einen großen Ausfall. Man
    > > sollte
    > > > aber deswegen nicht den Fehlschluss begehen, das es insgesamt schlecht
    > > ist,
    > > > bloß weil ein großer Ausfall in den Nachrichten ist.
    > >
    > > "Mal" einen Ausfall ist ja vollkommen daneben gegriffen, hier gilt es
    > erst
    > > einmal genau zu differenzieren. Einen einzelnen Dienst zu betrachten
    > allein
    > > bringt gar nichts denn hier Bedarf es einer weitreichenden
    > Risikoanalyse.
    > > Die Komplexität bei Cloud-Diensten ist mittlerweile so groß das die
    > Kette
    > > selbst schon ein enormes Risiko birgt...hier brennt ein Rechenzentrum
    > ab,
    > > da geht ein DNS Anbieter Offline usw.. Das Schadenspotential und die
    > > Auswirkungen sind bei zentralisierten Diensten wesentlich teurer als bei
    > > kleinen Insellösungen!
    >
    > Ja, "Mal einen Ausfall". Wie oft sind die Atlassian Systeme denn nun down?
    > Wie hoch ist denn die Verfügbarkeit? Das wäre interessant. Ein
    > Einzelereignis ist wohl nicht sonderlich aussagefähig.

    Musst schon richtig lesen es geht nicht um Atlassian Down sondern die komplette Infrastruktur die man bei Cloud Diensten benötigt. Mit jeder Zunahme der Komplexität steigt halt das Risiko um Faktor x für einen Ausfall speziell wenn man die Bühne nur als blinder Passagier betritt.

    Cloud Services haben eigentlich an anderer Stelle ihre Vorteile als jetzt die Sicherheit und angeblich geringeren Kosten, dass ist ein sehr schwieriges Thema. Das lustige ist halt das bei den Cloud Services die "Bedenken" mit einem einfachen Vertrag geregelt werden und die Themen sind vom Tisch, dagegen kann sich niemand wirklich wehren. Wenn die kritische Infrastruktur dann mal zwei Wochen Down ist oder alle Unternehmensdaten geleaked werden dann interessiert das Vertragswerk plötzlich niemanden mehr...Software...höhere Gewalt...kann man nix machen ^^

    > Wenn Atlassian schlau ist, nutzen sie genau dieses Thema und passen ihre
    > Verträge an etc. Sowas ist machbar und das "Ende des Dienstes", den hier
    > viele prophezeien sehe ich da eher nicht.

    Klar sie machen dadurch jetzt auch noch mehr Gewinne ^^

  18. Re: Wie oft müssen Firmen diese Lektion noch lernen?

    Autor: Jeson 13.04.22 - 13:26

    Ich glaube man darf die Psychologie der Cloud und des Ausfalls nicht unterschätzen.

    Cloud wird immer als always up angesehen (was sie einfach nicht ist), vertraglich sind da immer einige Ausfallzeiten drin und selbst wenn man die überschreitet ist der Schadensersatz meist sehr überschaubar. Solche Ausfälle helfen zumindest die Wahrnehmung in der Chefetage mal geradezurücken.

    Anderseits gibt es eine massive gefühlte Hilfslosigkeit, wenn die Cloud ausfällt, ich muss einfach warten bis der Dienstleister das wieder im Griff hat. Da bringt es nix, wenn der Chef in der IT steht und Lösungen verlangt, wenn die Cloud down ist. Wenn der Server vor Ort steht, kann ich zumindest gefühlt irgendwas machen, ansonsten starr ich nur mein Telefon / E-Mail an und warte 3 Wochen, das fühlt sich für die aktuellen Kunden bestimmt sch...lecht an.

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