Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Applikationen
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Automatisierte Lagerhäuser: Ein…

Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: twothe 06.07.17 - 09:13

    Als ich vor ein paar Monaten bei einer größeren Zeitung kommentierte, dass ich das für sehr wahrscheinlich halte, dass dank Roboter demnächst viele Arbeitsplätze weg fallen, die Technik sei ja schon da, haben mir mehrere daraufhin einstimmig geantwortet: "Bis so was möglich ist, werden noch viel Jahre vergehen!"

    Gut ich kann jetzt verstehen, dass normale Menschen keine Tech-Medien lesen, aber das der aktuelle Stand der Roboter-Technik so dermaßen unbekannt ist, hat mich doch etwas verwundert. Es geht hier ja auch nicht um ein paar Nerd-Fantasien, sondern um ganz reale Arbeitsplätze, die in vielen Industrien in den nächsten 5-10 Jahren fast vollständig verschwinden werden. Fernlastkraftwagenfahrer? Der Laster fährt selber. Lagermitarbeiter? Geht alles automatisch. Taxi-Fahrer? "Google schick mir ein Auto"

    Eigentlich würde ich erwarten, dass so dermaßen wichtige Themen regelmäßig diskutiert werden, und die Parteien gerade hinsichtlich der Wahl ihre Vorschläge machen, aber überall nur Schweigen und Unkenntnis. Und am Ende wirds dann wahrscheinlich wieder heißen: "Also damit hat ja wirklich niemand gerechnet!"

  2. Re: Selten dämliche Threadtitel ...

    Autor: Muhaha 06.07.17 - 09:33

    ... helfen aber auch nicht wirklich, um hier eine konstruktive Diskussion um künftige gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen zu führen.

  3. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: schumischumi 06.07.17 - 09:34

    Ja ich gebe dir recht. In den nächsten Jahren (5-10) wird hier viel passieren.
    Aber auch in unserm (golem-leser = IT-Profis) Fachgebieten. Was die wenigsten IT-ler wahr haben wollen ist, dass auch IT-Jobs durch Automatisierung wegfallen werden. Klar nicht alle und man kann nachqualifizieren. Trotzdem stell ich es mir schwer vor, dass ich den IT-ler der heute hauptsächlich Clients manuell ins kleine Firmennetz aufnimmt kurzfristig zum Automationsexperten, Consultant, Programmiere oder ähnliches weiterentwickle.

    Von der Politik bin ich in der Hinsicht enttäuscht. Das Problem wird imho meistens unter den Teppich gekehrt um Angst zu vermeiden.
    Wenn ich mich recht erinnere hat ein Politiker vor kurzen in einem Interview noch zur Ausbildung als Lastkraftwagenfahrer geraten. (Artikel kann ich leider gerade nciht finden)
    Ja, klar wird diese Berufsgruppe auch in Zukunft noch benötigt, aber sicher nicht mehr in der Quantität wie heute. Und dann einem jungen Menschen mit ~16 dazuzu raten halte ich schon für grob fahrlässig.

  4. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: n00B 06.07.17 - 09:35

    Wichtig wäre an der Stelle auch eine ernsthafte und ehrlich Diskussion zu führen darüber was mit dem "Reichtum" passiert, der durch das Ersetzten der Arbeitsplätze frei wird.
    Damit meine ich beides; Geld, Zeit.

    Generell sollten ja die Menschheit an sich Roboter nutzen um solche Arbeiten machen zu lassen. Das ist nichts Schlechtes. Die Folge kann aber dann nicht mehr sein, das der wegrationalisierte Mensch dann in einem anderen "kleinen" Job malochen muss.

    Das Ziel sollte doch sein, durch das Ersetzten solcher Arbeitsplätze durch Automatisierung die Lebensqualität zu steigern, und zwar für alle.
    Die Zeit die wir dadurch gewinnen sollte nicht wieder in "sinnlose" andere Arbeiten fließen.

    Sinnlos ist hier in dem Zusammenhang = Arbeiten die man automatisieren kann und so nicht mehr durch menschl. Arbeitskraft erledigen muss und dadurch allen mehr Zeit gibt für das Leben an sich und die eigenen Stärken und Interessen.

    Dann benötigt es aber auch im Umkehrschluss neue Konzepte!
    Die wirtschaftl. Leistung die Roboter erbringen kann dann letzendlich nicht mehr nur einer einzelnen Firma zu Gute kommen, sondern müsste in Teilen gerecht verteilt werden.

    Naiv gesprochen, müsste man einem Roboter Lohn zahlen, dieser Lohn wird dann verwendet um z.B. ein Grundgehalt für die Bevölkerung zu finanzieren.

    Am Ende würde eine neue Gesellschafts- und Arbeitsform stehen. Allerdings wird so etwas meines Wissens nach kaum bis gar nicht öffentlich diskutiert, abgesehen von der handvoll Experimenten zum bedingungslosen Grundgehalt. Wobei hier fast ausschließlich Steuerkonzepte nach heutigem Stand als Grundlage zur Finanzierung angesprochen werden.
    Warum zieht man hier die Automatisierung durch Robotor nicht auch als zusätzliche Finanzierungsquelle in Betracht?

    Oder anders gefragt bzw. noch mal wiederholt: Warum gibt es keine große öffentliche Diskussion wie man auf Basis der Automatisierung/Industrie 4.0 etc. eine neue Entwicklungsstufe für unsere Gesellschaft erreicht. Vor allem unsere Politik könnte hier endlich mal etwas sinnvolles bewegen.

    Diese Chance wird bisher komplett vertan (außer ich habe etwas verpasst).

    -
    n00B

  5. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: Zockmock 06.07.17 - 09:50

    Sehr gut zusammengefasst.
    Die Diskussion wird auch kommen aber Politik denkt leider immer viel zu kurzfristig. Es gibt keine Langzeitpläne oder "Visionen", kann man auch schön an der heutigen Internetinfrastruktur in Deutschland erkennen.

    Und was momentan von der Politik als Industrie 4.0 angepriesen wird, scheinen die Damen und Herren nicht mal ansatzweise zu verstehen.

    Für mich stellt sich nicht die Frage welcher Job durch Automatisierung bzw. Robotik ersetzt wird, sonder welcher nicht. Daraus kann man dann seine Konsequenzen ziehen und kommt unweigerlich zum Schluss das das mit dem heutigen (Kapitalistischem-)System nicht kompatibel ist.

    Aber auch wenn man das erkennt, was soll man tun? Einen Systemwechsel einführen klappt meist nicht friedlich, Geld und Macht gibt man nicht so einfach auf.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.07.17 09:51 durch Zockmock.

  6. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: der_wahre_hannes 06.07.17 - 10:06

    Zockmock schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehr gut zusammengefasst.
    > Die Diskussion wird auch kommen

    Die Diskussion wird schon seit den 1920er-Jahren geführt, als John Maynard Keynes darüber sprach, dass das größte Problem der Zukunft das sei, die noch verbleibende Arbeit auf alle gerecht zu verteilen ("Gerecht" im Sinne von: Es muss nicht nur einer alles machen und der Rest liegt auf der faulen Haut).

    Und auch Jürgen Habermas hat sich schon Gedanken über die "sinnhafte Vollautomation" gemacht.

  7. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: LSBorg 06.07.17 - 10:10

    Zockmock schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber auch wenn man das erkennt, was soll man tun? Einen Systemwechsel
    > einführen klappt meist nicht friedlich, Geld und Macht gibt man nicht so
    > einfach auf.


    Und da haben wir dann auch den Grund, an dem das ganze scheitern wird. Es wird nichts anderes passieren, als dass die Reichen noch reicher werden.

  8. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: nevbev 06.07.17 - 10:22

    schumischumi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja ich gebe dir recht. In den nächsten Jahren (5-10) wird hier viel
    > passieren.
    > Aber auch in unserm (golem-leser = IT-Profis) Fachgebieten. Was die
    > wenigsten IT-ler wahr haben wollen ist, dass auch IT-Jobs durch
    > Automatisierung wegfallen werden. Klar nicht alle und man kann
    > nachqualifizieren. Trotzdem stell ich es mir schwer vor, dass ich den
    > IT-ler der heute hauptsächlich Clients manuell ins kleine Firmennetz
    > aufnimmt kurzfristig zum Automationsexperten, Consultant, Programmiere oder
    > ähnliches weiterentwickle.
    >
    > Von der Politik bin ich in der Hinsicht enttäuscht. Das Problem wird imho
    > meistens unter den Teppich gekehrt um Angst zu vermeiden.
    > Wenn ich mich recht erinnere hat ein Politiker vor kurzen in einem
    > Interview noch zur Ausbildung als Lastkraftwagenfahrer geraten. (Artikel
    > kann ich leider gerade nciht finden)
    > Ja, klar wird diese Berufsgruppe auch in Zukunft noch benötigt, aber sicher
    > nicht mehr in der Quantität wie heute. Und dann einem jungen Menschen mit
    > ~16 dazuzu raten halte ich schon für grob fahrlässig.

    LKW Fahrer sind in DE Mangelware. Bis wirklich LKWs autonom fahren können vergehen sicherlich 20-30 Jahre. Und ich mesind damit nicht einzelne Prototypen sondern Massen Einsatz. Ein autonomes Lagerhaus zu verwirklichen ist deutlich einfacher als autonomes fahren auf unseren Straßen. Allein aus dem Grund dass ein Lagerhaus ein für sich geschlossenes System darstelllt.

  9. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: HorkheimerAnders 06.07.17 - 10:25

    Na prima. Günther Anders hat der Menscheit bereits for 80 Jahren ihre Antiquiertheit bescheinigt. Endlich übernehmen mal andere.

  10. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: theonlyone 06.07.17 - 10:26

    Gerade in der Logistik ist das keine Überraschung, da fällt auch gestern schon einiges an Jobs weg.

    NUR , das wurde damit kompensiert das der Markt so extrem gewachsen ist, sprich man braucht weniger Arbeiter, aber dafür hat man eben auch 10mal mehr Fabriken und Logistk-Zentren.

    Vor 20 Jahren war Amazon noch nicht wirklich relevant, kam erst mal Ebay, aber viele haben weiterhin aus dem Katalog bestellt.
    Heute wird das immer selbstverständlicher alles zu bestellen.

    Aber auch heute ist es noch so eine Sache sich Lebensmittel zu bestellen (abseits von Pizza), da wird doch immens Müll erzeugt (gerade Kühlmittel und für die paar Lebensmittel entsteht doch ein gigantischer Berg Verpackungsmüll).

    Autos werden immer mehr Autonom werden, aber der komplette Umstieg in absehbarer Zeit ist immer noch ungewiss, eben weil es doch bedeutet das die ganzen alten Autos immer noch herum fahren werden. Zwangsläufig wird es kommen, genauso wie ein Handy Einzug gehalten hat und heute Smartphones überall zu finden sind ; aber auch die Entwicklung kam doch schlagartiger, der Markt muss es nur durchdrücken, den überall wo es sich richtig viel Geld machen lässt wird es auch Anbieter geben.

    ----

    Im Arbeitsmarkt rechnet man heute erst einmal viel damit das die Branche weiterhin stark wächst, das bedeutet "erst einmal" auch mehr Arbeitsplätze im Logistik Bereich.
    Aktuell braucht man Ausfahrer und Arbeiter in den Logistikzentren , auch wenn die auf 20+ Jahre gesehen verschwinden sollen, aktuell werden sie gebraucht (das ist natürlich ein immenses Problem, aber da wird nichts dran vorbei führen, die Katastrophe ist an sich unvermeidbar, man wird also viele Arbeitslose haben, die dann im Zweifel in kleinen Minijobs überall irgendwie noch was verdienen wollen).

    Gerade die Politik denkt nicht gern auf 20 Jahre hinweg, da ist nur relevant was im nächsten Bericht steht, damit man die nächste Wahl mitnehmen kann (Bestandsschutz, keine Zukunftsplanung).

    Vor allem Deutschland wird sich in vielen technischen Bereichen durch die über Regulierung und einschränkende Gesetzen einfach selbst stark im Weg stehen und der Standort wird für Unternehmen eigentlich immer unfreundlicher.
    Aktuell findet man aber immer noch einen großen Markt an Kunden in Deutschland, damit bleibt es als Absatzmarkt auch relevant.

    Das problematischste ist der Auto Standpunkt Deutschland.
    Das ist an sich der relevanteste Markt in Deutschland überhaupt und der ganze Süden lebt schwerpunktmäßig davon (inklusive dem ganzen Overhead der sich daraus ergibt).
    Fällt das weg ist Deutschland Ruck Zuck wirtschaftlich ruiniert, den wenn wir hier keine Autos mehr bauen, hat Deutschland niemals genug Arbeitsplätze zu bieten.

  11. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: User_x 06.07.17 - 10:45

    Elysium (2013) - https://de.wikipedia.org/wiki/Elysium_(2013)

  12. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: Muhaha 06.07.17 - 10:45

    nevbev schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > LKW Fahrer sind in DE Mangelware. Bis wirklich LKWs autonom fahren können
    > vergehen sicherlich 20-30 Jahre.

    Was aber nicht an der Technik, sondern an politischen Verzögerungen liegen wird, weil die Politik diese Zeit MINDESTENS braucht, um den Mut für tiefgreifende soziale und wirtschaftliche Reformen zu finden. Es sei denn, es finden sich genug Wähler, welche die Zögerer und Zauderer und Zerreder einfach nicht mehr wählen. Dann können schon früher die entsprechenden Weichen gestellt werden, damit man nicht zuerst willenlos LKW-Fahrer ausbildet, nur um sie dann überforderten, untauglichen Sozialsystemen zu überlassen, weil es ja nicht nur die LKW-Fahrer betrifft.

    Wenn die Politik mit genügend aktiver und passiver Unterstützung der Wähler (darf man nie vergessen, das Desinteresse der Wähler verhindert auch viele Reformen) nicht einfach beschliesst Automatisierung zu verbieten, weil man aus lauter Furcht vor Reformen lieber einen schlechten Zustand konservieren will, anstatt den Sprung in Zukunft zu wagen.

  13. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: Muhaha 06.07.17 - 10:49

    LSBorg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und da haben wir dann auch den Grund, an dem das ganze scheitern wird. Es
    > wird nichts anderes passieren, als dass die Reichen noch reicher werden.

    Weisst Du, was ein interessanter Fakt ist?

    Weltweit werden zwar die Reichen immer reicher, weil sich immer mehr Reichtum auf immer weniger Menschen konzentriert, aber gleichzeitig sind immer mehr Menschen nicht mehr arm, immer mehr Menschen sind wohlhabender als die Generation ihrer Eltern. Sicher, es kann regionale Unterschiede geben, aber global sieht die Lage nicht ganz so scheisse aus, wie sie manchmal wirkt.

  14. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: henryanki 06.07.17 - 10:52

    nevbev schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schumischumi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ja ich gebe dir recht. In den nächsten Jahren (5-10) wird hier viel
    > > passieren.
    > > Aber auch in unserm (golem-leser = IT-Profis) Fachgebieten. Was die
    > > wenigsten IT-ler wahr haben wollen ist, dass auch IT-Jobs durch
    > > Automatisierung wegfallen werden. Klar nicht alle und man kann
    > > nachqualifizieren. Trotzdem stell ich es mir schwer vor, dass ich den
    > > IT-ler der heute hauptsächlich Clients manuell ins kleine Firmennetz
    > > aufnimmt kurzfristig zum Automationsexperten, Consultant, Programmiere
    > oder
    > > ähnliches weiterentwickle.
    > >
    > > Von der Politik bin ich in der Hinsicht enttäuscht. Das Problem wird
    > imho
    > > meistens unter den Teppich gekehrt um Angst zu vermeiden.
    > > Wenn ich mich recht erinnere hat ein Politiker vor kurzen in einem
    > > Interview noch zur Ausbildung als Lastkraftwagenfahrer geraten. (Artikel
    > > kann ich leider gerade nciht finden)
    > > Ja, klar wird diese Berufsgruppe auch in Zukunft noch benötigt, aber
    > sicher
    > > nicht mehr in der Quantität wie heute. Und dann einem jungen Menschen
    > mit
    > > ~16 dazuzu raten halte ich schon für grob fahrlässig.
    >
    > LKW Fahrer sind in DE Mangelware. Bis wirklich LKWs autonom fahren können
    > vergehen sicherlich 20-30 Jahre. Und ich mesind damit nicht einzelne
    > Prototypen sondern Massen Einsatz. Ein autonomes Lagerhaus zu verwirklichen
    > ist deutlich einfacher als autonomes fahren auf unseren Straßen. Allein aus
    > dem Grund dass ein Lagerhaus ein für sich geschlossenes System darstelllt.

    Du irrst. In einigen Wochen werden die ersten vollautonome Autos (Haustür zu Haustür) vorgestellt. In zwei jahren werden die ersten vollautonomen LKW in Serie gehen.
    "The greatest shortcoming of the human race is our inability to understand the exponential function." - Albert Allen Bartlett. Dazu gibt's sehr interessante Videos auf YouTube.

  15. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: theonlyone 06.07.17 - 11:00

    nevbev schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LKW Fahrer sind in DE Mangelware. Bis wirklich LKWs autonom fahren können
    > vergehen sicherlich 20-30 Jahre. Und ich mesind damit nicht einzelne
    > Prototypen sondern Massen Einsatz.

    Eben, "aktuell" ist das ein völlig legitimer Job und wird nachgefragt.

    Gerade weil die Bundeswehr keine LKW Fahrer in "massen" mehr ausbildet wird es auch automatisch weniger LKW Fahrer geben im lokalen Umfeld (sprich einheimische Deutsche).
    Auf dem globalen Markt gibt es aktuell wahnsinnig viele Fahrer, aber eben auch nur auf Langstrecken.
    Das absurde hier ist, die Kosten irgendetwas um die ganze Welt zu verschicken sind "günstiger" als es die letzten 30km und vor allem vor die Haustür des Kunden zu bringen (im lokalen Transport geht die meiste Kohle drauf, da hier die meisten Menschen per Hand anpacken und für wenige Stückzahlen die Arbeit überall X-Fach gemacht wird).

    Die Logistik wird erst einmal auch die nächsten ~10 Jahre wahnsinnig weiter wachsen (aktuell noch in 2-stelligen Zahlen pro Jahr).

    Auf längere Sicht wird hier natürlich massiv automatisiert und da sterben dann noch viel mehr Jobs als es heute gibt weg.
    Die Frage bleibt ob es überhaupt SINNVOLL ist sich darüber heute Gedanken zu machen, den es ist einfach nicht abzusehen wie die Entwicklung weitergeht und wann genau sie eintritt ; den selbst wenn man heute ein paar vermeintliche Lösungskonzepte vorlegt, ob die dann noch passen in der Zukunft, unklar. Also investiert man hier eben nicht in die Zukunftssicherheit, weil die einfach Ungewiss ist (dafür sind gravierendere Probleme im Hier und Jetzt anzugehen, das müsste man erst einmal aufholen und das ist schon hoffnungslos).

    > Ein autonomes Lagerhaus zu verwirklichen
    > ist deutlich einfacher als autonomes fahren auf unseren Straßen. Allein aus
    > dem Grund dass ein Lagerhaus ein für sich geschlossenes System darstelllt.

    Naja, grundsätzlich lässt sich die Logik eines Logistikzentrums natürlich auch auf eine Stadt um Münzen, nur ist die natürlich größer und hat mehr Details.
    Auch heute werden mehrere Werke schon verbunden und eine Planung einer Bestellung geht durchaus an mehrere Werke die dann zusammen geführt werden müssen um die gesamte Bestellung zu befriedigen.
    Eine Dezentralisierung findet hier wieder statt, gerade um sehr schnelle Bestellungen zu ermöglichen (Same Day Delivery, oder noch krassere Wartezeiten).

    Sieht man bei Amazon z.B. wenn sie Paketstationen anmieten um dort Artikel zu lagern von denen ein Algorithmus vorhersagt das diese jemand in dem Gebiet bestellen "könnte" , dann ist es praktisch schon vor Ort.
    Wenn die KI hier so gut wird das sie praktisch sehr präzise vorhersagen kann was man bestellen wird, kann man schon auf gut denken viele Artikel verschicken, noch bevor sie tatsächlich bestellt werden und eben auch nur so viel einkaufen wie man auch verkaufen wird (Vielleicht sogar Just-In-Time bestellen aus einer Fabrik).

    Aber eine Stadt als Logistik zu sehen ist durchaus machbar, da lassen sich sehr viele Konzepte übernehmen in die Stadtplanung (Wege-Optimierungen, Zeitplanung, gerade beim Thema KI ).

    ----

    Irgendwann hat man eben auch voll automatische Städte, die machen dann wirklich alles um Blitz und Blank zu sein, der Mensch konsumiert dann nur noch (da ist dann nur noch die Freizeitbeschäftigung relevant).

  16. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: Dwalinn 06.07.17 - 11:04

    Mann muss sich ja nur mal die Autoindustrie angucken. Bei VW gibt es ja Führungen und es ist schon erstaunlich das Leute denken das Roboter keine Arbeitsplätze wegnehmen "könnten"

    Da VW ständig wächst sieht es dann eher so aus das schlicht nicht mehr Leute eingestellt werden aber man muss ja nur mal überlegen wie Autos damals zusammengebaut wurden, allein das Fließband hatte ja schon für einen riesen Boom gesorgt.

    Ich schätz einfach mal viele können sie nicht vorstellen wie es in solchen lagern aussieht.

  17. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: LSBorg 06.07.17 - 11:11

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LSBorg schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Und da haben wir dann auch den Grund, an dem das ganze scheitern wird.
    > Es
    > > wird nichts anderes passieren, als dass die Reichen noch reicher werden.
    >
    > Weisst Du, was ein interessanter Fakt ist?
    >
    > Weltweit werden zwar die Reichen immer reicher, weil sich immer mehr
    > Reichtum auf immer weniger Menschen konzentriert, aber gleichzeitig sind
    > immer mehr Menschen nicht mehr arm, immer mehr Menschen sind wohlhabender
    > als die Generation ihrer Eltern. Sicher, es kann regionale Unterschiede
    > geben, aber global sieht die Lage nicht ganz so scheisse aus, wie sie
    > manchmal wirkt.

    Ist mit schon klar, dass es uns besser geht, als 2-3 Generationen vor uns. Trotzdem wäre die Menschheit schon weiter, wenn es nicht einige machtbesessene, geldgeile Menschen und Unternehmen gäbe, die alles dafür tun, dass es ihnen selbst immer besser geht und den anderen nur langsamer besser. Die Gefahr ist aber eben doch da, denke ich, dass es eine Zeit geben kann, in der alles etwas absackt und die Automatisierung schneller ist, als das Anpassen an selbige.

  18. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: Dwalinn 06.07.17 - 11:15

    Das ist deine Vermutung, gerade das bestreben nach mehr Geld sorgt aber dafür das die entsprechenden Leute 100% geben.

    Wer weiß wie lange es gedauert hätte zum Mond zu fliegen wenn nicht zwei Länder auf diese weise Ihre Macht demonstriert hätten.

  19. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: twothe 06.07.17 - 11:18

    Die "Reichen" werden nur anfänglich reicher durch Automatisierung. An dem Punkt, wo der durchschnittlicher Bürger nicht mehr über die Finanzkraft verfügt (da arbeitslos) die Produkte zu kaufen, wird auch der reicheste Hersteller lernen müssen, dass man ohne Arbeitskräfte zu bezahlen auch nichts verkaufen kann.

    Einige Arbeitgeber wissen das jetzt schon, andere werden es schmerzhaft lernen müssen. Aber eigentlich sollte das eines der großen Themen der Politik sein, denn wie schon oben bemerkt: IT 4.0 ist voll in Fahrt, lange wird es gewisse Arbeitsplätze nicht mehr geben. Es sollten _jetzt_ Weichen gestellt werden, nicht wenn die Arbeitslosigkeit auf einmal "überraschend" auf 10% gestiegen ist.

    Langfristig werden wir wohl nicht an einem Grundeinkommen vorbei kommen. Eine Steuer auf Roboter wie Gates es forderte wird sich nicht durchsetzen lassen, da muss ja nur einer (*hust*China*hust) nicht mit machen, und schon ist der Plan hinfällig. Auch eben mal fix alle Leute umzuschulen halte ich für utopisch, denn die Umschulpläne des Arbeitsamtes haben schon klar gezeigt, dass sich eben nicht jeder auf alles 'mal eben' umschulen lässt. Erschwerend kommt hinzu: je mehr einfache Jobs wegfallen, um so komplexer müssen die Kenntnisse des Arbeitnehmers werden.

  20. Re: Roboter übernehmen die Menschheit und keiner bekommt was mit!

    Autor: schumischumi 06.07.17 - 11:25

    Puh ganz schön schwer auf die, durchaus sehr interessante, Masse zu antworten.

    @nevbev:
    Ja wird aktuell auch gesucht und ob es jetzt 10 oder 30 Jahre sind ist natürlich Glaskugelguckerei. Aber, wie auch schon ein oder zwei im Verlauf geschrieben haben, ist das sehr absehbar. Jemand der sich heute mit 18 (wegen Führerschein) für eine Ausbildung entscheidet wird dann in ~20 Jahren vor einem Problem stehen und ich finde es einfach verantwortungslos auf Seiten der Politik einmal nicht darauf hinzuweisen und zweitens dies auch noch zu fördern.

    Zu dem Thema "es[Benefit aus Digitalisierung] sollte dann gerecht verteilt werden" wurde ja auch von mehreren angesprochen:
    Moralisch stimme ich da vollkommen zu, aber ich glaube nicht daran, dass es passieren wird.
    Ich denke, wir werden oft den umgekehrten Fall des Internet-/IT-Booms haben, in dem sich viele IT-affine Menschen mit "klassischen" Job auf einmal als Quereinsteiger in der IT versucht haben. Mit durchaus unerschiedlichem Erfolg.
    D.h. der Markt regelt!
    Das macht er meistens eher wirtschaftlich als sozial und ich vermute, dass es viel Abwanderung aus eben den Jobgebieten geben wird die starkt durch die Digitalisierung (auch IT-Jobs) getroffen werden, hin zu "dynamischen" Minijobs. Dynamisch im Sinne von pro Person viele und häufig wechselnde, da hier meist wenig vorwissen in der Brache notwendig ist.
    Einen wirklichen Benefit aus der Digitalisierung wird hauptsächlich die Wirtschaft haben. Die die weiterhin in ihrem Themenkomplex bleiben werden zwar Aufgaben aus der Digitalisierung abgehen, aber wieder andere aufnehmen. D.h. für mich erstmal kein Benefit.


    PS: Die Sozialkritik "Die Reichen werden immer reicher" bzw. die "geldgeilen Unternehmen profitieren immer und ausschließlich" kann ich nicht ganz unterstützen.
    Selbstverständlich profitiert die Wirtschaft dadurch und damit auch meistens die, wahrscheinlich reichen, Besitzer/Vorständer usw..
    Man sollte sich selbst hier aber nicht aus der Verantwortung ziehen. Jeder einzelne Konsument, fördert dies tagtäglich durch sein Verhalten. Kein Unternehmen, mal vom Staat abgesehen, druckt sein eigenes Geld, sondern bekommt es von uns und wir können doch zum größten Teil frei entscheiden wem wir es geben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.07.17 11:29 durch schumischumi.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Concordia Versicherungsgesellschaft a.G., Hannover
  2. Lufthansa Group, Norderstedt, Raunheim
  3. STILL GmbH, Aschaffenburg, Hamburg
  4. PLAKATUNION Außenwerbe-Marketing GmbH & Co.KG, Hagen

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. 2,99€
  3. 33,95€
  4. (-55%) 8,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Projektorkauf: Lumen, ANSI und mehr
Projektorkauf
Lumen, ANSI und mehr

Gerade bei Projektoren werden auf Plattformen verschiedener Onlinehändler kuriose Angaben zur Helligkeit beziehungsweise Leuchtstärke gemacht - sofern diese überhaupt angegeben werden. Wir bringen etwas Licht ins Dunkel und beschäftigen uns mit Einheiten rund um das Thema Helligkeit.
Von Mike Wobker


    Razer Blade 15 Advanced im Test: Treffen der Generationen
    Razer Blade 15 Advanced im Test
    Treffen der Generationen

    Auf den ersten Blick ähneln sich das neue und das ein Jahr alte Razer Blade 15: Beide setzen auf ein identisches erstklassiges Chassis. Der größte Vorteil des neuen Modells sind aber nicht offensichtliche Argumente - sondern das, was drinnen steckt.
    Ein Test von Oliver Nickel

    1. Blade 15 Advanced Razer packt RTX 2080 und OLED-Panel in 15-Zöller
    2. Blade Stealth (2019) Razer packt Geforce MX150 in 13-Zoll-Ultrabook

    Ursula von der Leyen: Von Zensursula zur EU-Kommissionspräsidentin
    Ursula von der Leyen
    Von "Zensursula" zur EU-Kommissionspräsidentin

    Nach der "Rede ihres Lebens" hat das Europäische Parlament am Dienstagabend Ursula von der Leyen an die Spitze der EU-Kommission gewählt. Die Christdemokratin will sich in ihrem neuen Amt binnen 100 Tagen für einen Ethik-Rahmen für KI und ambitioniertere Klimaziele stark machen. Den Planeten retten, lautet ihr ganz großer Vorsatz.
    Ein Bericht von Justus Staufburg

    1. Adsense for Search Neue Milliardenstrafe gegen Google in der EU

    1. Auto-Entertainment: Carplay im BMW wird teils günstiger
      Auto-Entertainment
      Carplay im BMW wird teils günstiger

      Für BMWs Carplay-Unterstützung müssen Kunden ein Navigationssystem kaufen und ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen. Das ist nun günstiger geworden.

    2. Cabrio: Renault R4 Plein Air als Elektro-Retroauto
      Cabrio
      Renault R4 Plein Air als Elektro-Retroauto

      Renault hat sein Kultmodell aus den späten 60er Jahren neu aufgelegt. Der Renault 4 Plein Air ist zeitgemäß mit einem Elektroantrieb ausgerüstet.

    3. Equiano: Googles Seekabel erschließt abgelegene Südatlantikinsel
      Equiano
      Googles Seekabel erschließt abgelegene Südatlantikinsel

      Das Equiano-Seekabel von Google wird einen Abzweig an die Insel St. Helena machen. Doch die Kapazität übersteigt den Eigenbedarf bei weitem, weshalb die Saints zahlende Mitbenutzer suchen: Satellitenbetreiber.


    1. 07:30

    2. 07:18

    3. 19:25

    4. 17:38

    5. 17:16

    6. 16:30

    7. 16:12

    8. 15:00