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Schlecht recherierter Artikel mit groben Fehlern.

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  1. Schlecht recherierter Artikel mit groben Fehlern.

    Autor: Maddix 06.07.17 - 09:39

    >Golem schrieb:
    >Der entscheidende Nachteil ist dabei aber, dass prinzipbedingt nur wenige oder gar nur >ein einziges Robotersystem zum Ein- und Ausräumen der Fächer eines Regals genutzt >werden kann.

    Wer behauptet denn sowas? Es gibt Hochregale mit automatisierten Regalbediengeräten, die Gassen wechseln können oder auch gleichzeitig mehrere RBG in einer Gasse arbeiten können. Die Geschwindigkeit dieser Geräte ist sehr sehr hoch, sodass die Komissionierzeiten wirklich gering sind.

    Dazu kommt, dass solche RBG auch doppelstöckig oder mit Doppelpaletten beladen werden können, damit die Spielzeiten noch kürzer sind.

    Weiterhin wird durch ein Hochregal die benötigte Grundfläche reduziert, was geringere Flächennutzung bedeutet und geringere Kosten. Aber naja...man hätte da vielleicht mal mit einem Logistiker sprechen sollen, bevor man einen solchen Werbebeitrag schreibt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.07.17 09:58 durch Maddix.

  2. Re: Schlecht recherierter Artikel mit groben Fehlern.

    Autor: remo.liechti 06.07.17 - 10:05

    Guter Artikel wenn man sich nicht mit Logistik auskennt, sehr schlecht recherchiert wenn man ein bisschen Ahnung hat.
    Das genannte Grid-Konzept wurde erstmals vom norwegischen Hersteller Hatteland erfunden, welches das seit den mitte der 2000er Jahre gemacht hat. Die Firma Swisslog bietet diverse Anlagen dazu an und vertreibt diese international erfolgreich.
    Der Kuka Roboter und auch der Greifmechanismus ist nichts Neues sondern wird von Kuka und Swisslog erbeitet. Es gibt auch andere Greiffer die z.b. mit Unterdruck arbeiten (für Obst nicht geeignet).
    Es gibt noch viele solche automatisierten System wie z.b. Carrypick (auch Swisslog, zusammen mit Grenzebach) welche Regale durch führerlose Systeme umherfahren.
    Das AutoStore ist bei weitem jedoch das System welches auf kleinem Platz viel Stauraum bietet und sich in jedes Gebäude integrieren lässt. Dafür muss jedoch ein sehr planer Boden geschaffen werden! Über 30kg pro Behälter geht hier aber nichts mehr.

  3. Re: Schlecht recherierter Artikel mit groben Fehlern.

    Autor: theonlyone 06.07.17 - 10:34

    Das Lager Konzept aus dem Artikel ist für ein Lager relevant das sehr viele kleine Artikel hat, für die ein reiner Pick-Vorgang, mit einem üblichen Picker der mit seinem Trolly durch die Gänge läuft eingespart werden kann.

    Da gibt es viele Optimierungen auch heute schon, am Ende ist das teure das man Menschen braucht die da herumlaufen (und das im 24/7 Schichtbetrieb).

    Für große Artikel, in die 100+ kg kann man das vergessen, da geht am Hochregallager nicht viel vorbei, weil das ohnehin keiner per Hand einsammeln kann.

    ----

    Am Ende ist der große Markt in der reinen Stückzahl aber alles so Kleinkram der in eine Einkaufstüte passt.
    Will man dahin einen gesamten Einkauf einer Familie automatisch zusammen zu picken in einem Lager und will damit einen ganzen Stadt-Bereich abdecken, kommt man nicht drum herum den Pick-Vorgang MASSIV zu beschleunigen , da reicht es nicht mehr dafür Menschen zu beschäftigen, zu viel Kleinkram und zu viele Bestellungen mit zu vielen Positionen die im Zweifel eben auch ständig etwas besonderes enthalten.

    Für so etwas sind die Art Lager dann schon viel eher geeignet.

    Das typische Amazon lager dürfte man damit eigentlich ganz gut umsetzen können, da passt die übliche Bestellung ja in kleine Kartons und hat meist nicht so viele Positionen.
    Der größere Kram kommt so oder so aus einem anderen Lager.

  4. Re: Schlecht recherierter Artikel mit groben Fehlern.

    Autor: Bautz 06.07.17 - 12:20

    Mir fehlt da auch die Innovationskraft hinter dieser Idee. Vielleicht ja in der Lebensmittelbranche was neues, aber Greifer und AKLs sind nun wirklich nix neues. Die frage ist nur "bezahlen sich die Investitionskosten + Wartung gegen das Gehalt eines angelernten". Viele Studien die ich gesehen habe, ergaben ein anderes Ergebnis, das Lager müsste 30 Jahre laufen bis die Gehälter der Picker bezahlt sind. Was sich in 10 Jahren natürlich auch wieder ändern kann, wenn die Technik billiger wird.

    Hauptgründe warum mal Automatik-Lager baut ist oftmal schlicht der gesparte Platz, da man hier viel höher und kompakter bauen kann.

  5. Re: Schlecht recherierter Artikel mit groben Fehlern.

    Autor: emuuu 06.07.17 - 12:56

    Bautz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir fehlt da auch die Innovationskraft hinter dieser Idee. Vielleicht ja in
    > der Lebensmittelbranche was neues, aber Greifer und AKLs sind nun wirklich
    > nix neues.

    Wtf? Innovation ist nicht nur etwas grundlegend Neues, sondern auch die neue Zusammensetzung von Bekanntem auf andere Art oder in neuen Bereichen.
    Und ich denke in dem Fall kann man in der Summe sehr wohl von Innovation reden. Man muss schließlich nicht in jedem Bereich gleich das Rad neu erfinden.

    Maddix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer behauptet denn sowas? Es gibt Hochregale mit automatisierten
    > Regalbediengeräten, die Gassen wechseln können oder auch gleichzeitig
    > mehrere RBG in einer Gasse arbeiten können. Die Geschwindigkeit dieser
    > Geräte ist sehr sehr hoch, sodass die Komissionierzeiten wirklich gering
    > sind.

    Nur geht es hier hauptsächlich um "Supermarktartikel". Also die dünne, zylindrische Mentos-Rolle, das große Joghurt-Glas von Almi usw.
    Also alles Endverbraucherprodukte die nahezu alle eine unterschiedliche Form haben. Die meisten Lagersysteme sind auf Umverpackungen mit einigermaßen standarisierten Formen angewiesen. Ich will mal sehen, wie deine RBG einen Fernseher ohne Karton aus dem Regal holen.

    Und genau das ist die Hürde dahinter, unterschiedlichste Produkte mit einem System zu picken.

  6. Re: Schlecht recherierter Artikel mit groben Fehlern.

    Autor: Maddix 06.07.17 - 13:53

    emuuu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur geht es hier hauptsächlich um "Supermarktartikel". Also die dünne,
    > zylindrische Mentos-Rolle, das große Joghurt-Glas von Almi usw.
    > Also alles Endverbraucherprodukte die nahezu alle eine unterschiedliche
    > Form haben. Die meisten Lagersysteme sind auf Umverpackungen mit
    > einigermaßen standarisierten Formen angewiesen. Ich will mal sehen, wie
    > deine RBG einen Fernseher ohne Karton aus dem Regal holen.
    >
    > Und genau das ist die Hürde dahinter, unterschiedlichste Produkte mit einem
    > System zu picken.

    Ja, aber selbst das kann dieses Stapel System ja nicht besser. Denn so ein Korb ist effektiv ja auch nur ein Gebinde, was größer ist als eine Mentos-Rolle - und im Übrigen zu klein ist für einen Fernseher ohne Karton (wer auch immer so was kauft).
    Ich verstehe, dass man effektive Pick-Mechanismen braucht. Aber dieser scheint auch nicht besser zu sein. Effektiv wird man sortierer in Regalen haben müssen und dann mit diesem RBG die Sortierer bedienen müssen. So würde sich das alles lösen lassen.

  7. Re: Schlecht recherierter Artikel mit groben Fehlern.

    Autor: OmranShilunte 10.07.17 - 20:58

    das ist eine scheindebatte.

    90% aller supermarktartikel kann man einfach in automaten, schubladen oder füllvorrichtungen packen.

    so wie das überall ja auch bereits seit 40 jahren mit gummibärchen, bierdosen, kondomen, und neuerdings sogar mit frischen backwaren gemacht wird.

    ansonsten ließen sich jederzeit einfach einhetliche (um-)verpackungsstandards einführen.

    das grundsätzliche verfahren ist auch nicht neu - das gesamte be- und entladungssystem am containerhafen von tokio läuft schon 15 jahre vollautomatisch, da arbeitet kein einziger mensch mehr auf dem platz, außer vielleicht bei bränden oder überschwemmungen.

    die idee, bei zehntausend kleinen einkaufskörbchen ein solches system nicht linear mit den bestelldaten zu füttern sondern einen komplexen algoritmus - ähnlich eines sortieralgoritmus - zu optimieren, ist aber interessant.

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