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Tja Blizzard....

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  1. Tja Blizzard....

    Autor: derJimmy 01.12.18 - 17:49

    Das kommt davon, wenn man vor lauter Erfolg so blind für den Markt wird, dass man nicht mehr weiß, wieso man initial überhaupt so erfolgreich wurde. Blizzard hat eine treue Anhängerschaft. Aber die haben sie sich durch jahrelangen Perfektionismus und Detailverliebtheit in den letzten 30 Jahren aufgebaut. Lost Vikings, World of Warcraft, Starcraft, Diablo - jede dieser Marken bestach durch außerordentliche Qualität der Umsetzungen und oft jahrzehntelange Produktpflege. Und das ist der Grund, wieso sich meine Generation (BJ '82) auch heute noch für Blizzardtitel interessiert. Leider nagt der Zahn der Zeit auch an einer Erfolgsgeschichte wie der von Blizzard und man kann sich nicht unendlich auf seinen Lorbeeren ausruhen und größtenteils underperformen.
    Diablo 2 fand ich anfang schwächer als Teil eins, Diablo 3 war schlechter als beide Vorgänger - aber nicht schlecht. Warcraft wurde von Teil zu Teil besser und World of Warcraft hat seinen jahrzehntelangen Erfolg durchaus verdient. Auch wenn sie ganz offen mit Suchtelementen spielen - für viele ist es schlicht virtuelles Kokain. Aber seit Vivendi seine Anteile aufgab und Activision Blizzard entstand zog die Gier in die Führungsetagen ein. Plötztlich mussten Titel zuerst Geld verdienen und anschließend vielleicht noch gut sein. Und diesen Umschwung der Mentalität merkte man sofort bei Marken wie Heartstone oder Overwatch - die ich persönlich tatsächlich links liegen ließ, weil sie mich schlicht nicht interessierten. Natürlich gibt es inzwischen mehr als eine neue Generation Gamer, die in einer anderen Spielewelt aufgewachsen sind, als ich meinerzeit. Aber Die treue Basis, die Menschen, die Blizzard erfolgreich gemacht haben und erfolgreich hielten sind eben nicht die 10-15 Jährigen, sondern die 25 - 35 Jährigen, die unter anderem auch Bereit sind über 200USD für eine Hausmesse auszugeben, die andere Hersteller umsonst machen würden, da es sich ja um eine Werbeveranstaltung handelt. Wenn man dieser Basis nun DLCs, Lootboxen und mobilegames vorsetzt, erinnern sie sich natürlich an die "guten, alten Zeiten" zurück und nehmen von dem heutigen Blizzard gerne und schnell Abstand. Dafür ist Zeit als Erwachsener einfach zu teuer. Wir wollen unterhalten werden, nicht gemolken und verarscht. Blizzard allerdings wird ohne den harten Kern nicht überleben können und schlussendlich im gleichen Grab wie z.B. Westwood, Lucasarts und Sierra landen.

  2. Re: Tja Blizzard....

    Autor: Glennmorangy 01.12.18 - 18:51

    Im Grab sind sie noch lange nicht, im Gegenteil sie sind so erfolgreich, dass sie aktuell vom eigenen Erfolg etwas geblendet zu sein scheinen und daher etwas überheblich geworden sind. Als erfolgreichster Entwickler auf dem Planeten vielleicht letztlich auch kein Wunder.

    Mir solls egal sein, solange sicher ist dass Diablo 4 kommt. Danach sieht's ja momentan aus und auch die anderen Franchises sind ja top. Solange sie ihr Zuhause, den PC nicht vernachlässigen ist für mich persönlich alles tutti.

  3. Re: Tja Blizzard....

    Autor: mimimi123 01.12.18 - 18:54

    Oh, den Markt kennen sie gut. Die Fans eher nicht so gut, aber EA macht ja auch Asche.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.12.18 18:54 durch mimimi123.

  4. Re: Tja Blizzard....

    Autor: Glennmorangy 01.12.18 - 19:25

    EA macht aber lange nicht soviel Asche wie Blizzard und bislang war bislang immer sehr nah an den Fans dran.

  5. Re: Tja Blizzard....

    Autor: derJimmy 01.12.18 - 22:06

    Was ich damit sagen möchte: Natürlich sind sie erfolgreich und reich. Aber in dieser Branche ändert sich das innerhalb zwei (inzwischen sauteurer) AAA-Titeln recht fix. Siehe all die Studio die ex gegangen sind.

    Wenn du hunderte Millionen in einen Titel stecken musst - weil dich dein Riesenunternehmen eben momentan jeden Monat ein Schweinegeld kostet und so ein AAA-Titel eben auch mal ein paar Jahre Entwicklungszeit mit sich bringt. Da musst du natürlich nebeneinkommen generieren.

    Blizzard hat da die Cashcow WoW. Da suchten inzwischen mehrere Generationen Gamer dran - ich kenn Leute, die sind seit Erscheinungstag fast unterbrechungsfrei WoW-Gefangene. Aber diese generationenübergreifende Kundschaft bringt eben auch die Gefahr, dass dir bei zu vielen falschen Entscheidungen eine ganze Käufergruppe wegbricht. Und "falsch" ist hierbei subjektiv - schlecht ist, was einer Generation oder Käufergruppe nicht gefällt. Ich kann nur für mich und meinen Bekanntenkreis sprechen, aber mir sind z.B. Lootboxen suspekt. Gerade in Vollpreistiteln sehne ich mich nach der Zeit zurück, in der man ein komplettes Spiel als physisches Medium kaufen konnte, ohne erstmal den Terrabyte großen 0-day patch aus dem Internet zerren zu müssen oder alle schießtag lang mit DLCs generft zu werden. Und kommt mir jetzt ja nicht mit Seasonpass! Das ist die pure Pest - Kauf dir einen Pass, kriegste ein annähernd ganzes Spiel im Salamischeibchenformat. Lächerlich.

    Wie auch immer - Ich denke langfristig wird Blizzard so keinen Erfolg mehr haben. Das was jetzt hier Brummt und rumpelt, knallt dann vieleicht irgendwann. Und Jugendliche haben eben prinzipiell weniger Geld zur Verfügung, als Erwachsene.

    Es ist wie in der Politik: verscherze es dir nicht mit den Alten. Ein Kumpel von mir hat z.B. nen 9-jährigen zu Hause sitzen, mit dem er dieses Jahr langsam anfing zu Zocken. Und weil er selbst HC-Gamer ist gibts erstmal Pflichtlektüre. Zuerst gabs Tetris, danach Super Mario World. Diverse "musst du kennen" Titel eben :) Momentan sind sie am Mariokarten und haben einen Haufen Spass. Wenn sie sich in dem Tempo weiter durch die Spielgeschichte zocken, ist der Knirps 12 oder 13 (oder 24), bis er in der harten Zockerrealität ankommt.

  6. Re: Tja Blizzard....

    Autor: Glennmorangy 02.12.18 - 01:10

    Haha. Finde ich ja klasse mit dem neunjährigen. Genau der richtige Werde ich mit meinem jungen ähnlich handhaben wenn er alt genug ist... :)

    Und später werde ich auch Blizzard Spiele mit ihm zocken weil sie qualitativ neben Rockstar Games das Nonplusultra in Sachen Gaming darstellen. Ich hoffe das bleibt auch so.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.12.18 01:11 durch Glennmorangy.

  7. Re: Tja Blizzard....

    Autor: PerilOS 02.12.18 - 01:53

    Glennmorangy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > EA macht aber lange nicht soviel Asche wie Blizzard und bislang war bislang
    > immer sehr nah an den Fans dran.


    EA ist doppelt soviel wert wie ActivisionBlizzard.
    Wenn es um Asche geht, ist EA mit Abstand der Platzhirsch. Da passen alle anderen rein und machen immer noch nicht soviel. Du unterschätzt EA-Sports. EA könnte ganz bequem alles bis auf Sportspiele einmotten, und es würde sie nicht jucken.
    Neben dem ganzen Shit-Talk vergesst ihr immer das EA nicht besser/schlechter ist als die anderen. Sie sind lediglich die größten und innovativsten am Markt.

  8. Re: Tja Blizzard....

    Autor: Niaxa 02.12.18 - 07:53

    Die heutigen Casual Gamer und Gelegenheitszocker sind viel wichtiger als damals die HC Fans, die heute bei jeder Entscheidung Heulkrämpfe bekommen und eben Schaum vor dem Mund.

    Auch wenn die am lautesten schreien, haben die heute nichts mehr zu melden. Von der einfacheren Kundschaft gibt es einfach ein Vielfaches mehr und für die wird heute entwickelt.

  9. Re: Tja Blizzard....

    Autor: Glennmorangy 02.12.18 - 10:02

    Also bis zum Crash vor ein paar Tagen war Activision Blizzard weit vor EA und nach Tencent das wertvollste entwickler und der mit Abstand wertvollste alleinige Entwickler (Tencent macht ja nicht nur Spiele...) EA ist sch lange nicht mehr der große Platzhirsch. Seit der Fusion Activision Blizzard ist dieser Entwickler der größte in Punkto Marktkapitalisierung an der Börse.


    Gerade nochmal nachgesehen. EA ist nur läppische 25 Mrd Dollar wert. Bisweilen halb so viel wie Activision Blizzard ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.12.18 10:04 durch Glennmorangy.

  10. Re: Tja Blizzard....

    Autor: p4m 02.12.18 - 10:10

    mimimi123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oh, den Markt kennen sie gut. Die Fans eher nicht so gut, aber EA macht ja
    > auch Asche.

    EA macht den Großteil seines Geldes allerdings mit Lizenztiteln. Sollten diese Lizenzen, aus welchen Gründen auch immer, wegbrechen bleiben Barebone-Spiele mit bestenfalls generischer Anziehungskraft. Klar derzeit läuft die Maschine rund um Fifa, NHL, NBA, Madden und Co. Abseits davon jedoch sieht es mit eigenem IP mau aus. NfS/MoH sind begraben. Das führt dazu, dass EA extrem abhängig von den Lizenzgebern der Gelddruckmaschinen-Spiele ist. Keine Position, in der ein Unternehmen gerne steckt.

  11. Re: Tja Blizzard....

    Autor: Glennmorangy 02.12.18 - 11:06

    Wie gesagt EA ist im Vergleich zu Activision Blizzard aber auch eher klein. Das gilt nach wie vor.

  12. Re: Tja Blizzard....

    Autor: Runaway-Fan 03.12.18 - 07:29

    Hierzu fällt mir ein sehr passendes Filmzitat ein: "Man stirbt als Held oder lebt so lange, bis man selbst der Böse wird."
    Dies trifft nicht nur auf Blizzard zu, sondern alle "hippen" Tech-Firmen.

    Man fängt klein an mit einem guten Produkt, geht auf Kundenwünsche ein bzw. liefert das, was gewünscht ist. Dann wächst und wächst man mit dem Erfolg. Doch Wachstum ist nicht unendlich.
    Also hat man die Wahl: Man bleibt seinen Prinzipien treu, hört mit dem Wachstum auf bzw. schrumpft wieder. Oder man wächst weiter, indem man neue Kunden anspricht.
    Bei WoW waren das "Casual"-Spieler, die mit der Vereinfachung des Spiels angesprochen wurden.
    Bei Diablo sind es jetzt Mobile-Spieler, die mit diesem Spiel angesprochen werden sollen.
    Die Aktie von Blizzard ist seit Jahresmitte um 40% gefallen. Wichtige Persönlichkeiten haben in den letzten Jahren das Unternehmen verlassen.
    Der PC-Markt ist nicht die Zukunft, sondern Vergangenheit. Konsole ist aktuell und Mobile gehört die Zukunft für den Massenmarkt. Und der Massenmarkt macht die Umsätze und nicht ein paar PC-Nerds (bin selber einer).
    Das heißt nicht, dass ich die Entwicklung gut finde, aber ich so ist der Lauf der Dinge und eine Firma wie Activision Blizzard mit tausenden Mitarbeitern muss sich dem Markt anpassen.
    Natürlich bringt man damit viele "alte" Fans gegen sich auf und die Vorstellung vom neuen Diablo Mobile Spiel war PR-technisch eine vorhersehbare Katastrophe. Aber das Spiel wird viel Geld einbringen, auch wenn die PC-Fans murren.

    Einen weitere meiner Meinung nach hörenswerten Kommentar zur Lage (mit Schwerpunkt WoW) gibt es hier:
    https://youtu.be/c6qadG07Cro

  13. Re: Tja Blizzard....

    Autor: blaub4r 03.12.18 - 08:02

    Overwatch ist ein klasse Spiel. Macht viel Spaß und ist nett gemacht. Es hat nur den Nachteil alleine ist es nicht schön zu spielen in den unteren Rängen.

    Nur weil du sowas nicht magst ist es nicht gleich schlecht.

  14. Re: Tja Blizzard....

    Autor: Glennmorangy 03.12.18 - 08:27

    Guter Kommentar. Würde ich so zustimmen, bis auf die Aussage, der PC sei Vergangenheit. Es spielen weltweit immernoch mehr Menschen am PC als an allen Konsolen zusammen. Alleine Steam verzeichnet mtl. Rund 160 Mio Anmeldungen. Es ist gut das PC und Konsole Co existieren finde ich.

  15. Re: Tja Blizzard....

    Autor: Runaway-Fan 03.12.18 - 10:22

    Glennmorangy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es spielen weltweit immernoch mehr Menschen am PC als an
    > allen Konsolen zusammen.
    Ja, aber vom Umsatz weltweit liegen Konsole und PC in etwa gleich auf.

    https://newzoo.com/insights/articles/global-games-market-reaches-137-9-billion-in-2018-mobile-games-take-half/

  16. Re: Tja Blizzard....

    Autor: Glennmorangy 04.12.18 - 08:32

    Richtig. Der gesamte Konsolenmarkt, also Xbox, Sony und Nintendo zusammen ist in etwa so groß wie der PC Gaming Markt.

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