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Sensibilisierung

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  1. Sensibilisierung

    Autor: FrankM 06.03.20 - 12:00

    Ernst gemeint: Man sollte sich doch freuen, dass so eine App das Missbrauchspotential so deutlich darstellt. ClearView wird sicherlich auch nicht die erste und einzige Firma sein, die auf die ganz banale Idee gekommen ist, das Web zu durchsuchen und nach Gesichtern zu analysieren. Ist ja auch nicht so, dass Facebook dies schon seit Ewigkeiten macht, mit allen Bildern die dort hochgeladen werden.

    Die Leute haben es in erster Linie in der Hand, was sie von sich preisgeben und vielleicht hilft dies Firma/App etwas zur Sensibilisierung im Umgang mit privaten Fotos.

    Anders sieht es natürlich aus, im Zusammenhang mit Massenbildern.
    Bei dem Problem "Freunde veröffentlichen ungefragt Bilder und Videos", kann man selbst diese Freunde aufklären
    Bei Fotos in der Presse hat man eingewilligt.
    Bei Fotos von Demos von Dritten wird es problematisch.

  2. Re: Sensibilisierung

    Autor: trinkhorn 06.03.20 - 12:03

    Was meinst du mit Fotos von Demos von Dritten?
    Wenn du auf eine Demo gehst und dort macht jemand ein Foto von dir?
    Diese Person (oder jemand mit Zugriff auf dieses Bild) könnte dann versuchen über so eine App herauszufinden wer du bist.
    Das Bild sollte für die App aber uninteressant sein um den Algorithmus zu trainieren, da du auf der Demo ja wahrscheinlich kein Namensschild trägst.

  3. Re: Sensibilisierung

    Autor: FrankM 06.03.20 - 12:09

    Sorry, von mir unglücklich formuliert, aber du hast es richtig interpretiert.

    Jemand macht von einer Demo ein Bild. Ich bin auf der Demo. Derjenige veröffentlicht dieses Bild auf Facebook.

    Der Algorithmus hat mein Gesicht schon lange erkannt, und muss nicht mehr trainiert werden, da ich auch auf der Unihomepage, Firmenhomepage, Presseartikel mal mit Klarnamen abgebildet wurde. Somit kann der Algorithmus meinem Gesicht auf dem Demobild meinem Namen zuordnen.

    Wir spulen 10 Jahre in die Zukunft, ich bewerbe mich auf eine Stelle, die Firma sucht nach meinen Bildern und sieht, dass ich vor 10 Jahren auf Demo XY war.

    Selbst wenn ich nirgends sonst mit Klarnamen dastehen würde, durch die Bewerbung hat die Firma ein Bild von mir mit Klarnamen, nach einer einzigen Suche nach meinem Gesicht, weiß nun auch die App wie derjenige in der Demo von vor 10 Jahren heißt oder wer es ist.

    Der Name ist sogar relativ egal. Die Firma findet einfach mein Gesicht in der Demo und kann selber meinem Namen zuordnen.

  4. Re: Sensibilisierung

    Autor: synapse' 06.03.20 - 12:16

    FrankM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir spulen 10 Jahre in die Zukunft, ich bewerbe mich auf eine Stelle, die
    > Firma sucht nach meinen Bildern und sieht, dass ich vor 10 Jahren auf Demo
    > XY war.

    Deswegen Fotos in Bewerbungen verbieten. Ist eh asozial.
    Natürlich kann dann immer noch nach deinem Namen gesucht werden^^.

  5. Re: Sensibilisierung

    Autor: Megusta 06.03.20 - 12:47

    FrankM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sorry, von mir unglücklich formuliert, aber du hast es richtig
    > interpretiert.
    >
    > Jemand macht von einer Demo ein Bild. Ich bin auf der Demo. Derjenige
    > veröffentlicht dieses Bild auf Facebook.
    >
    > Der Algorithmus hat mein Gesicht schon lange erkannt, und muss nicht mehr
    > trainiert werden, da ich auch auf der Unihomepage, Firmenhomepage,
    > Presseartikel mal mit Klarnamen abgebildet wurde. Somit kann der
    > Algorithmus meinem Gesicht auf dem Demobild meinem Namen zuordnen.
    >
    > Wir spulen 10 Jahre in die Zukunft, ich bewerbe mich auf eine Stelle, die
    > Firma sucht nach meinen Bildern und sieht, dass ich vor 10 Jahren auf Demo
    > XY war.
    >
    > Selbst wenn ich nirgends sonst mit Klarnamen dastehen würde, durch
    > die Bewerbung hat die Firma ein Bild von mir mit Klarnamen, nach einer
    > einzigen Suche nach meinem Gesicht, weiß nun auch die App wie derjenige in
    > der Demo von vor 10 Jahren heißt oder wer es ist.
    >
    > Der Name ist sogar relativ egal. Die Firma findet einfach mein Gesicht in
    > der Demo und kann selber meinem Namen zuordnen.


    Das Missbrauchspotenzial ist sehr hoch, nur will das niemand hören. Viele denken, dass sie nichts zu verbergen haben bis man eingebucht wird

  6. Re: Sensibilisierung

    Autor: fanreisender 06.03.20 - 13:38

    Weißt Du, ich sehe solche Fragen aus einer ganz anderen Sichtweise als belanglos an.
    Wenn Du bei einer x-beliebigen Person eine schwarze Stelle suchst, wirst Du sie finden. Der Aufwand mag unterschiedlich groß sein, aber Makellosigkeit gibt es nicht. Und gäbe es eine makellose Person, so möchte ich mit dieser garantiert absolut nichts zu tun haben. Da erwarte ich Langeweile der höchsten Perfektion.

    Nimmst Du jetzt einen Makel aus Ausschlusskriterium - meinethalben bei einer Bewerbung - dann wird sich für die angebotene Stelle niemand finden. Irgendwelche negativen Punkte der Persönlichkeitsstruktur sind immer mit eingepreist, sogar mehr, es ist ja noch nicht einmal gesagt, dass irgendein Aspekt Deiner Persönlichkeit, der Dich stört auf der Gegenseite gerade auf besonderes Interesse stößt.

    Insofern wird sich der Grad an Öffentlichkeit durch die heutigen und künftigen Techniken sicher verschieben, statistisch bleibt alles Gleich. Alles eine Frage des durchschnittlichen Niveaus. Als Kind war ich früher beim Besuch einer Eisfabrik erstaunt (heute dürfte das wegen der Hygiene nicht mehr gehen): "Oh, Ihr könnt den ganzen Tag Eis essen!" "Igitt, eine saure Gurke wäre mir jetzt lieber."

  7. Re: Sensibilisierung

    Autor: FrankM 06.03.20 - 14:12

    Das war ein Beispiel, von zig Tausenden wie so etwas ausgenutzt werden kann. Es geht hier nicht um dieses eine Beispiel und wie du persönlich dazu stehst, das interessiert hier nicht. Hier geht es darum, was man damit alles machen kann.

    In einem anderen Thread ist dazu ein weiteres schönes Beispiel dargestellt:
    Eine junge Frau in der Bahn, ein Bild mit dem Smartphone und zack kennst du , ihre Freunde, Lieblingsorte, was sie beschäftigt, ihre Ausbildung,.... mit ein wenig Mehraufwand auch ihr Wohnort und letztendlich ihren Namen und Anschrift.

  8. Re: Sensibilisierung

    Autor: Bouncy 07.03.20 - 19:08

    synapse' schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > FrankM schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wir spulen 10 Jahre in die Zukunft, ich bewerbe mich auf eine Stelle,
    > die
    > > Firma sucht nach meinen Bildern und sieht, dass ich vor 10 Jahren auf
    > Demo
    > > XY war.
    >
    > Deswegen Fotos in Bewerbungen verbieten. Ist eh asozial.
    Unsinn, der äußere Eindruck ist relevant, wir laufen schließlich nicht blind durch die Welt. Wir sehen und nutzen das zur Bewertung, jeder von uns, ob nun bewußt oder unbewußt. Ergo muß die Personalabteilung das auch tun, denn in aller Regel geht es darum ein bestehendes Team auszubauen und nicht ein Kellerkind einsam in ein Zimmer zu packen, der Bewerber muß also genau so bewertet werden, wie vorhandene Kollegen ihn auch bewerten werden. Und das ist halt mal optisch...

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