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  1. Klasse Artikel

    Autor: HerrMannelig 18.01.14 - 19:13

    nicht.

    "Der Online-Speicherdienst Dropbox hat seine jüngste Finanzierungsrunde beendet und dabei 250 Millionen US-Dollar eingesammelt. Damit beläuft sich der geschätzte Wert des Unternehmens jetzt auf fast zehn Milliarden US-Dollar."

    Kann mir da jemand den Kausalzusammenhang erklären?

    Jemand anderes hat es von jemand anderem erfahren, der bei etwas anderem dabei war und jemand anderes berichtet darüber damit es andere lesen können.
    Herzlichen Glückwunsch.

    Wie berechnet sich denn der Wert eines Unternehmens? Gibt es dafür eine Formel?

    Berechnet sich mein Wert auch nach dem, was ich erhalte, wenn ich mich zwei Wochen in München an die Straße stelle und Bettel?

    Wenn Dropbox so viel wert ist, wieso brauchen sie dann eigentlich Geld von irgendwelchen Investoren?

    Die Frage, die sich mir auch stellt: Für WEN ist es so viel Wert?
    Für mich sind meine Exkremente auch Gold wert, na und?

  2. Re: Klasse Artikel

    Autor: debruehe 18.01.14 - 19:23

    Sie haben wahrscheinlich soundsoviele Anteile für das Geld abgegeben. Das dann miteinander verrechnet ergibt den Wert, den sie sich selbst geben bzw. den andere theoretisch bereit sind zu zahlen.

  3. Re: Klasse Artikel

    Autor: pythoneer 18.01.14 - 20:03

    debruehe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >... haben wahrscheinlich ...

  4. Re: Klasse Artikel

    Autor: Anonymer Nutzer 18.01.14 - 20:57

    Die Ausführung von debruehe ist richtig.

    Dropbox ist so wie ich es sehe noch nicht an die Börse gegangen, obwohl erste Pläne bereits Anfang 2013 vorlagen. Dennoch schreckt die Finanzwelt nicht davor zurück Unternehmen zu bewerten. Aber am wichtigsten ist die Aussage...

    debruehe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > den Wert, den sie sich selbst geben bzw.
    > den andere theoretisch bereit sind zu zahlen.

    Denn welchen Wert hat ein Apfel? Den, den du als Kunde bereit bist zu zahlen. Und nur weil du nicht bereit bist für diesen Apfel 1,50 EUR zu bezahlen, heißt es nicht, dass nicht ein anderer Kunde bereit ist diesen Preis zu bezahlen. Erst wenn sich niemand findet oder sich nicht genug Käufer finden lassen, fängt ein Unternehmen damit an darüber nachzudenken den Preis zu senken.

  5. Re: Klasse Artikel

    Autor: pinger030 18.01.14 - 21:17

    Sie haben halt weitere Firmenanteile an Investoren verkauft. Das Vermögen des Unternehmens ist dadurch logischerweise gestiegen und somit auch sein Wert. Was gibt es daran nicht zu verstehen? Fast jedes große Unternehmen finanziert sich zum Teil durch Fremdkapital.

    Den Wert eines Unternehmens bestimmen Rankingagenturen, anhand der Geschäftsberichte, die jedes große Unternehmen offen legen muss. Das Ranking ist wichtig für die Unternehmen, um zB. weitere Investoren, Kredite oä. zu bekommen.

    Natürlich ist der Wert von 10 Milliarden hier geschätzt, aber nimmt man den Bericht vom letzten Jahr und das hinzu gekommene Fremdkapital, wird diese Schätzung schon ungefähr stimmen.


    Was ist da jetzt so schlimm an dem Artikel!?!? Wenn irgendwo Screenshots oder techn. Daten vom iPhone 6 auftauchen würden, will ich die auch hier lesen, obwohl es auch aus keiner sicheren Quelle stammt.

    Nur weil dich das Thema nicht interessiert, heißt es nicht automatisch dass es sinnlos ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.01.14 21:18 durch pinger030.

  6. +1

    Autor: DrWatson 18.01.14 - 22:29

    Gut erklärt.

    Außerdem: Wert != Preis

    Denn der Wert ist Subjektiv, abhängig vom Betrachter, der Preis hingegen ergibt sich erst durch eine Transaktion.

  7. Re: Klasse Artikel

    Autor: Trockenobst 18.01.14 - 23:22

    HerrMannelig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn Dropbox so viel wert ist, wieso brauchen sie dann eigentlich Geld von
    > irgendwelchen Investoren?

    Wenn ich eine Statue im Zimmer habe die 1 Million Wert ist, kann ich dafür wie genau die Miete bezahlen? Die Tussi an der Kasse gibt mir für einmal anfassen auch die Tüte Einkauf nicht mit. Man baucht Cash für Wachstum, man braucht Cash für neue Server. Und manchmal will man ja gar nicht verkaufen, sondern weitermachen.

    Dropbox ist geschätzt als Gesamtunternehmen 10 Milliarden Wert und so ergeben sich Preise für einzelne Anteile, die jetzt in Höhe von 250 MIllionen verkauft wurden.

    Die Investoren hoffen aktuell auf einen Börsengang. Dort werden sie diese 250 Millionen in Aktien an den Markt legen und Leute finden die gerne das doppelte bis dreifache für diese Werte zahlen. Und dann haben diese Leute 200%++ Gewinn für ihr Investment gemacht.

    Und Dropbox kann mit dem Cash noch stärker wachsen, denn Server in andere Länder aufstellen und Marketing lässt sich häufig aus dem üblichen Rein/Raus an Geld nicht bezahlen.

    Ist eigentlich alles ziemlich einfach.

  8. Re: Klasse Artikel

    Autor: HerrMannelig 19.01.14 - 00:26

    und wie kann man 10 Mrd wert sein, aber Geld für neue Server brauchen?

  9. Re: Klasse Artikel

    Autor: HerrMannelig 19.01.14 - 00:29

    > Denn welchen Wert hat ein Apfel? Den, den du als Kunde bereit bist zu
    > zahlen. Und nur weil du nicht bereit bist für diesen Apfel 1,50 EUR zu
    > bezahlen, heißt es nicht, dass nicht ein anderer Kunde bereit ist diesen
    > Preis zu bezahlen. Erst wenn sich niemand findet oder sich nicht genug
    > Käufer finden lassen, fängt ein Unternehmen damit an darüber nachzudenken
    > den Preis zu senken.

    Da verstehe ich auch den Zusammenhang nicht. Heißt jetzt, dass Dropbox noch nicht von irgendwem gekauft wurde, dass es keine 10Mrd. wert ist? Nein? eben...

  10. Re: Klasse Artikel

    Autor: HerrMannelig 19.01.14 - 00:37

    Aha. Und woher weiß eine Ratingagentur jetzt, dass es 10Mrd wert ist und nicht 8Mrd? Woraus ergeht die Schätzung? Was ist wenn Dropbox der Ratingagentur bissl Geld zahlt, dass sie sagt, dass es mehr wert ist?

    Für mich ist der Wert das, was jemand bereit zu zahlen ist und nicht das, was jemand von sich selbst sagt, dass er wert ist. Wenn niemand bereit ist einen bestimmten Preis für etwas zu zahlen, obwohl er es zahlen könnte, dann ist er auch der Meinung, dass es die Sache nicht wert ist, oder liege ich da falsch?

  11. Re: Klasse Artikel

    Autor: DrWatson 19.01.14 - 00:38

    HerrMannelig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Heißt jetzt, dass Dropbox noch nicht von irgendwem gekauft wurde, dass es keine 10Mrd. wert ist? Nein? eben...

    Dropbox wurde gekauft, zumindest Anteilsweise. Wenn man diese Anteile auf 100% hochrechnet, kommt man auf 10 Mrd.

    Also wenn 2,5% der Anteile für 250 Millionen verkauft worden sind ist das Unternehmen theoretisch 10Mrd wert.

  12. Re: Klasse Artikel

    Autor: pinger030 19.01.14 - 02:10

    HerrMannelig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und wie kann man 10 Mrd wert sein, aber Geld für neue Server brauchen?

    Der Wert eines Unternehmens sagt nichts über deren Liquidität aus!!!

    Abgesehen von Immobilien, Sachgüter, Patenten usw. (die mit in den Wert einfließen und logischerweise nicht investiert werden können), sitzt ein gutes Unternehmen nicht auf seinem Geld, sondern hat es gewinnbringend angelegt. Hoffe das ist soweit klar? Oder hast du -als plumpes Beispiel- dein gesamtes Vermögen unter deinem Kopfkissen liegen? Nein, du hast es natürlich auch irgendwo angelegt (Aktien, Festgeldkonto usw.) und nur einen kleinen Teil permanent zur Verfügung.

    Und wird bei einem Unternehmen jetzt eine Investition fällig, dann stellt es sich ua. die Frage "Ist es jetzt rentabler eine Anlage aufzulösen oder verkaufe ich einfach ein paar Prozente meines Unternehmens oder nehme ich einen Kredit oder oder oder"?

    Klar muss man die Investoren auch beteiligen (zB. Banken mit Zinsen; Aktionäre mit Dividenden oä), aber man rechnet ja bei einer Investition immer mit einem Gewinn, die diese "Fremdkapitalkosten" einschließt und weit darüber hinaus geht. Außerdem minimiert man das Risiko mit Fremdkapital (da ein Unternehmen nur mit Eigenkapital haftet), es gibt steuerrechtliche Vorteile bei einer Fremdfinanzierung uvm., aber das würde jetzt den Rahmen sprengen

    Ein Unternehmen kann also wachsen, ohne an seine Anlagen ran zu müssen und spart außerdem Geld. Es heißt nicht umsonst "Eigenkapital ist teurer als Fremdkapital"

    Und da kommen auch die Rating-Agenturen ist Spiel. Wird ein Unternehmen mit einem AAA-Wert eingestuft, dann kommt es natürlich leichter an Fremdkapital, da das Risiko für die Investoren sehr gering ist. Und nein, ein Unternehmen kann eine Rating-Agentur nicht "schmieren", da deren Bewertung auf dem Geschäftsbericht des Unternehmens basiert. Ein Geschäftsbericht ist quasi eine abgespeckte Version der Steuererklärung für die Öffentlichkeit. Das läuft also über so viele Instanzen, dass da keine Fehleinschäzung entstehen kann.



    Naja, war jetzt mal ganz grob und unvöllständig erklärt wie es ist. Hoffe du hast es halbwegs verstanden.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.01.14 02:19 durch pinger030.

  13. Re: Klasse Artikel

    Autor: hmmm 19.01.14 - 13:42

    Es gibt eine Vielzahl von Bewertungsmethoden und Formeln um eine Unternehmung zu bewerten. Dabei besteht enormer Spielraum und die Subjektivität ist nicht zu unterschätzen. Was hier nicht klar zur Geltung kam: Aktienanteile sind eben nicht Fremdkapital sondern buchmässig Eigenkapital.

    Man kann jetzt die Unternehmung ganz simpel danach bewerten und sagen, dass die ganzen Aktiven minus das Fremdkapital den Unternehmenswert festlegen, da es dasjenige darstellt, welches nach Bezahlung der kurz- und mittelfristigen Schulden noch übrig bleibt. Die Anteile der Aktionäre können also den Preis der Unternehmung bestimmen. Wie bereits erklärt wurde, lässt sich anhand der verkauften Anteile plus minus das Eigenkapital (und somit der Unternehmenswert) errechnen.

    Andere Bewertungsmethoden sind zum Beispiel die multiple Methode oder das weit verbreitete DCF (discounted cash flow) Verfahren. Dabei werden die extrapolierten, erwarteten Cash Einnahmen der nächsten paar Jahre auf den heutigen Barwert (also minus Zinsen, Inflation) herunter gerechnet, um den Unternehmenswert zu bestimmen.

    Eine gute Unternehmensbewertung besteht immer aus der Beachtung multipler Verfahren.

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