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Warum nutzt das jemand?

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  1. Warum nutzt das jemand?

    Autor: lala1 26.03.20 - 13:49

    Warum wird eigentlich nicht großflächig Libreoffice und Thunderbird genutzt? Am Ende ist doch Office kein Überflieger und die meisten Büros nutzen nur ein Bruchteil der Office Funktionalität.

  2. Re: Warum nutzt das jemand?

    Autor: Oktavian 26.03.20 - 14:02

    > Warum wird eigentlich nicht großflächig Libreoffice und Thunderbird
    > genutzt?

    Es geht hier im Cloud-Lösungen, insbesondere also um die gemeinsame Nutzung von Ressourcen. Auf den Usecase passen die beiden Tools leider nicht.

    Warum wird TB nicht großflächig genutzt? Weil es nicht ansatzweise den Funktionsumfang bietet, den man in einer Büro-Umgebung braucht. Es kann Mails, das ist der unspannendste Teil.

    Warum wird LO nicht großflächig genutzt? Weil es inkompatibel ist zum Standard. Und auch über Unternehmensgrenzen hinweg tauscht man Dokumente aus.

    > Am Ende ist doch Office kein Überflieger und die meisten Büros
    > nutzen nur ein Bruchteil der Office Funktionalität.

    Du hast noch nicht in einem Unternehmen relevanter Größenordnung gearbeitet, oder? Groupware und Dokumenten-Mangement sind Themen, die weder LO noch TB überhaupt adressieren.

  3. Re: Warum nutzt das jemand?

    Autor: maxule 26.03.20 - 16:49

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Warum wird LO nicht großflächig genutzt? Weil es inkompatibel ist zum
    > Standard. Und auch über Unternehmensgrenzen hinweg tauscht man Dokumente
    > aus.
    EIN Standard von EINEM Anbieter, der sich bemüht, zun anderen Standards möglichst inkompatibel (z.B. Fontgröße, Abstände) zu sein. Sein Standard ist zudem "DoS-verschlüsselt".

    > Du hast noch nicht in einem Unternehmen relevanter Größenordnung
    > gearbeitet, oder? Groupware und Dokumenten-Mangement sind Themen, die weder
    > LO noch TB überhaupt adressieren.
    Das machen im Zweifel andere Tools (besser). Bedarfsgerechte Integration von Tools bringt bessere Performance als Eierlegende Wollmilchsäue. Oder warum hat Microsoft Github gekauft, wenn sie ihr unschlagbares TFS im Programm haben?

    Im übrigen ist Onenote eine unproduktive Katastrophe. Ein Segen, wenn es beschränkt, besser abgeschaltet, wird.

  4. Re: Warum nutzt das jemand?

    Autor: Oktavian 26.03.20 - 17:08

    > EIN Standard

    Standards haben es so an sich, dass es in der Regel einen gibt. Gäbe es 20 Standards, dann wären sie nicht mehr Standard.

    > von EINEM Anbieter, der sich bemüht, zun anderen Standards
    > möglichst inkompatibel (z.B. Fontgröße, Abstände) zu sein.

    Die anderen sind keine Standards. Es mag andere normierte Formate geben, aber keines davon hätte auch nur annähernd eine Verbreitung, dass man es als Standard für Office-Dokumente bezeichnen könnte.

    > > Du hast noch nicht in einem Unternehmen relevanter Größenordnung
    > > gearbeitet, oder? Groupware und Dokumenten-Mangement sind Themen, die
    > weder
    > > LO noch TB überhaupt adressieren.
    > Das machen im Zweifel andere Tools (besser).

    Es mal bessere DMS-Tools geben als SharePoint. Allerdings ist für viele kleine und mittelgroße Unternehmen, für die IT kein Teil des Kerngeschäfts ist, eine Cloud-Lösung sehr attraktiv. Man beschäftigt ja auch keinen KFZ-Mechaniker, nur weil der Chef nen Dienstwagen fährt.

    Eine bessere Groupware als Outlook/Exchange wird schön dünn. Die meisten scheitern schon daran, dass sie keinen Client haben. Nein, ein Webinterface ist kein Client, es ist eine angenehme Ergänzung. Zudem fehlt den anderen Alternativen die notwendige Verbreitung, die Support-Infrastruktur und die Cloud-Fähigkeit (siehe oben). Auch ich hab zahlreiche Macken in Exchange, aber die einzige verbreitete Alternative wäre Notes, und das will man nun wirklich keinem zumuten.

    > Bedarfsgerechte Integration
    > von Tools bringt bessere Performance als Eierlegende Wollmilchsäue.

    Nur sind die meisten Unternehmen keine Bastelbuden, bei denen eine interen IT ihren Spieltrieb ausleben darf. Einfachheit ist ein Wert an sich, und mit jeder Schnittstelle wird das Gesamtsystem unhandhabbarer. Insbesondere dann, wenn nur klein oder mittelgroß ist, und sich dann kein IT-Personal wie ein Konzern leisten möchte. Und natürlich möchte man auch, dass die eigene IT weiter läuft, wenn Personal mal ausfällt, sei es durch Krankheit oder Fluktuation. Bei einem ganzen Zoo von lose integrierten Einzelanwendungen bekommt man dann immer Spaß. Hat man wenige Standard-Anwendungen, ist so eine Situation leichter zu verschmerzen.

    > Im übrigen ist Onenote eine unproduktive Katastrophe. Ein Segen, wenn es
    > beschränkt, besser abgeschaltet, wird.

    Geschmackssache, aber es wird ja niemand gezwungen, es zu nutzen. Alternativen gibt es reichlich, darf jeder halten wie er will. Freiheit ist doch was tolles.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.03.20 17:20 durch Oktavian.

  5. Re: Warum nutzt das jemand?

    Autor: igor37 26.03.20 - 17:34

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum wird LO nicht großflächig genutzt? Weil es inkompatibel ist zum
    > Standard.

    Welcher Standard? So einige Word-Dokumente, die ich letztes Jahr öffnen musste, wurden von Word nicht korrekt dargestellt, weil sie zu alt sind und sich der angebliche Standard so stark verändert hat dass das offiziell kompatible Programm nicht mehr kompatibel ist. Ich hab auch schon Unterschiede zwischen dem Online-Word und der Offline-Installation gesehen. Genau wie Dokumente die sich ständig mit jedem Öffnen umorganisierten, obwohl sie nie mit einem anderen Gerät oder Word in Berührung kamen. Ist ja auch schwierig, seinen Standard deterministisch zu hinzubekommen.

    Ganz ehrlich, viel schlimmer als das ist LO jetzt wirklich nicht.

  6. Re: Warum nutzt das jemand?

    Autor: Oktavian 26.03.20 - 17:48

    > Ganz ehrlich, viel schlimmer als das ist LO jetzt wirklich nicht.

    Ähh, doch, so ungefähr um den Faktor 10. Und das nicht nur, wenn man heute ein Uralt-Dokument aufmacht, sondern wenn zwei Personen abwechselnd an dem selben Dokument arbeiten wollen.

  7. Re: Warum nutzt das jemand?

    Autor: FreiGeistler 26.03.20 - 17:55

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum wird LO nicht großflächig genutzt? Weil es inkompatibel ist zum
    > Standard. Und auch über Unternehmensgrenzen hinweg tauscht man Dokumente
    > aus.

    Umgekehrt; Der "Standard" ist inkompatibel zu fast allem!
    Schon mal versucht, ein komplexeres .docx in office365 zu öffnen? Nicht mal der Hersteller selbst kriegt den "Standard" mit 6000-Seitiger Dokumentation, an die er sich schon längst nicht mehr hält, noch korrekt hin!
    Habe ich schon erwähnt, dass ISO nach der Standardisierung das Prozedere ändern musste? Zu viele Unregelmässigkeiten.

    Leider sind es vor allem noch das unflexible "big Business" und Behörden sowie Behörden-nahe Institutionen, die dieses kaputte Format verbreitet halten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.03.20 17:57 durch FreiGeistler.

  8. Re: Warum nutzt das jemand?

    Autor: Oktavian 26.03.20 - 18:10

    > Umgekehrt; Der "Standard" ist inkompatibel zu fast allem!
    > Schon mal versucht, ein komplexeres .docx in office365 zu öffnen?

    Du meinst diese lustigen Web-Programme? Nee, da ist der Funktionsumfang nun doch so arg beschränkt, das benutze ich nicht mal zum Anzeigen.

    > Leider sind es vor allem noch das unflexible "big Business" und Behörden
    > sowie Behörden-nahe Institutionen, die dieses kaputte Format verbreitet
    > halten.

    Es ist quasi jedes Unternehmen, dass dieses Format verbreitet hält. Ich bin in ziemlich vielen Unternehmen unterwegs, von klein bis groß. LO/OO habe ich in genau einem gesehen. Das war sogar recht groß (5000 Angestellt) und die IT dürfte ihren Spieltrieb ausleben und sich an einem Linux-Desktop versuchen. Die Kantine konnte gar nicht so viel Essen liefern, wie die Anwender kotzen wollten.

  9. Re: Warum nutzt das jemand?

    Autor: TheUnichi 26.03.20 - 18:23

    lala1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum wird eigentlich nicht großflächig Libreoffice und Thunderbird
    > genutzt? Am Ende ist doch Office kein Überflieger und die meisten Büros
    > nutzen nur ein Bruchteil der Office Funktionalität.

    Integration.

    Office ist weiterhin stabiler, hat eine bessere Oberfläche und so ziemlich das 50-fache an Funktionen gegenüber LibreOffice/OpenOffice, die seit vielen Jahren einfach stagnieren und sich einfach null entwickeln.

    Die Microsoft-Produkte sind stark integriert, so muss ein Nutzer via Auto-Discovery und Exchange z.B. einfach mal _nichts_ eingeben, um beim ersten Start von Outlook direkt in seinem E-Mail Konto eingeloggt zu sein.
    Gleichzeitiges Bearbeiten von Dokumenten ist mit Sharepoint und Office einfach mal ein Klacks und funktioniert super sauber.

    Hat dein tolles Thunderbird und LibreOffice halt einfach mal alles nicht, weil es nicht aus einer Hand kommt, es sind alles Insellösungen.

    Warum Insellösungen nutzen wenn man ein komplett integriertes Rundumpaket haben kann?

    Ich verstehe dich z.B. nicht. Kann mir nur denken, dass du es nie richtig genutzt hast.

  10. Re: Warum nutzt das jemand?

    Autor: FreiGeistler 26.03.20 - 18:24

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist quasi jedes Unternehmen, dass dieses Format verbreitet hält. Ich bin
    > in ziemlich vielen Unternehmen unterwegs, von klein bis groß. LO/OO habe
    > ich in genau einem gesehen. Das war sogar recht groß (5000 Angestellt) und
    > die IT dürfte ihren Spieltrieb ausleben und sich an einem Linux-Desktop
    > versuchen. Die Kantine konnte gar nicht so viel Essen liefern, wie die
    > Anwender kotzen wollten.

    Ach so.
    Erinnert mich an meinen Vater; der bringt auch immer Dateiformate mit Office-Suiten und Betriebssystemen durcheinander.

  11. Re: Warum nutzt das jemand?

    Autor: FreiGeistler 26.03.20 - 18:30

    TheUnichi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum Insellösungen nutzen wenn man ein komplett integriertes Rundumpaket
    > haben kann?

    Siehst du dann, wenn dir die Nutzungsbedingungen, die Software selbst oder das zur Nutzung vorgesehene Betriebssystem nicht mehr gefallen.
    Lock-In.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.03.20 18:31 durch FreiGeistler.

  12. Re: Warum nutzt das jemand?

    Autor: Oktavian 26.03.20 - 18:38

    > Siehst du dann, wenn dir die Nutzungsbedingungen, die Software selbst oder
    > das zur Nutzung vorgesehene Betriebssystem nicht mehr gefallen.
    > Lock-In.

    Das Lock-In fällt einem dann besonders auf, wenn man LO oder Alternativen nutzt. Es gibt kein anderes Produkt, dass das sinnvoll verarbeiten könnte. Es gibt kaum Produkte, die mit LO/OO sinnvoll interagieren könnten. Es gibt nicht mal nennenswert andere Anwender, mit denen man Daten austauschen könnte.

    Da ist man als Anwender schon verflucht einsam. Für einen Privatanwender mag das zu verschmerzen sein, wenn er nur ein paar Briefe schreibt. Und damit hat man die Zielgruppe sauber umrissen, denn für Unternehmen ist so eine Insel schnell fatal.

  13. Re: Warum nutzt das jemand?

    Autor: Oktavian 26.03.20 - 18:39

    FreiGeistler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oktavian schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es ist quasi jedes Unternehmen, dass dieses Format verbreitet hält. Ich
    > bin
    > > in ziemlich vielen Unternehmen unterwegs, von klein bis groß. LO/OO habe
    > > ich in genau einem gesehen. Das war sogar recht groß (5000 Angestellt)
    > und
    > > die IT dürfte ihren Spieltrieb ausleben und sich an einem Linux-Desktop
    > > versuchen. Die Kantine konnte gar nicht so viel Essen liefern, wie die
    > > Anwender kotzen wollten.
    >
    > Ach so.
    > Erinnert mich an meinen Vater; der bringt auch immer Dateiformate mit
    > Office-Suiten und Betriebssystemen durcheinander.

    Tja, die Formate sind halt eng mit den Produkten assoziiert. Der Kunde mit dem Linux-Unterbau wäre wahrscheinlich gerne erst mal bei MS-Office geblieben, aber die IT hat den gleichen fatalen Fehler gemacht wie München. Erst an das OS denken, der Rest muss sich dann schon fügen. Da bleibt dann nur LO/OO, und das ist übel. Richtig übel.

  14. Re: Warum nutzt das jemand?

    Autor: FreiGeistler 26.03.20 - 19:11

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > FreiGeistler schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ach so.
    > > Erinnert mich an meinen Vater; der bringt auch immer Dateiformate mit
    > > Office-Suiten und Betriebssystemen durcheinander.
    >
    > Tja, die Formate sind halt eng mit den Produkten assoziiert. Der Kunde mit
    > dem Linux-Unterbau wäre wahrscheinlich gerne erst mal bei MS-Office
    > geblieben, aber die IT hat den gleichen fatalen Fehler gemacht wie München.
    > Erst an das OS denken, der Rest muss sich dann schon fügen. Da bleibt dann
    > nur LO/OO, und das ist übel. Richtig übel.

    Eben nicht. LO ist richig gut. Musst nur die Oberfläche (Ansicht > Benutzeroberfläche) ändern, wenn das dein Problem ist.
    Nein, das Problem ist der Pseudo-Standard "Office Open XML" (OOXML, .docx/.xlsx/etc.), hat trügerischerwise "Open" im Namen. Aber korrekt implementieren kann das niemand, nichteinmal mehr der Hersteller, wie man im Office365 sieht.
    Mit dem Standard "Open Document Format" (ODF) funktioniert der Austausch auch zwischen verschiedenen Suiten problemlos. Nur nicht mit MS Office. Die haben ODP absichtlich nur unvollständig (und früher teils fehlerhaft) implementiert.
    Dazu musst du verstehen, dass MS Office ein Grossteil der Kundenbindung ausmacht und ODF ein offener Konkurrent ist, nach dessen Standardisierung MS sich gezwungen sah, ein eigenes Format zu standardisieren (deshalb auch der Bruch zum proprietären .doc & co). ODF hat direkt die Vorherrschaft von MS bedroht.

    Hier noch ein paar Links, damit wir nicht wieder aneinander vorbeireden.
    FSFE - MS-OOXML: a pseudo-standard that pretends to be open
    Wikipedia - Standardization of Office Open XML
    Microsoft Office 2007 SP2 support controversy
    Document Foundation - Feature Comparison: LibreOffice - Microsoft Office



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 26.03.20 19:18 durch FreiGeistler.

  15. Update

    Autor: franzropen 26.03.20 - 20:38

    Und wenn dieses Unternehmen etwas mehr mit diesen Standarddokumenten macht als nur ein bisschen Text zu speichern, gibt es bei jedem Update irgendwelche Probleme.

  16. Re: Warum nutzt das jemand?

    Autor: franzropen 26.03.20 - 20:43

    Diese Verzahnung ist dann aber auch das Problem warum bei Sicherheitslücken in der einen Software gleich ein halbes Dutzend andere Anwendungen mit betroffen sind.
    Wie zuletzt die Outlookvorschau mit der man Office-Makros ausführen konnte.
    Zudem spielt dabei Microsoft seine Vormachtstellung aus. Andere Software kann sich gar nicht so gut den Microsoft-Produkten integrieren, weil teilweise die Doku fehlt oder ständig Änderungen vorgenommen werden.

  17. Re: Update

    Autor: FreiGeistler 26.03.20 - 20:48

    franzropen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wenn dieses Unternehmen etwas mehr mit diesen Standarddokumenten macht
    > als nur ein bisschen Text zu speichern, gibt es bei jedem Update
    > irgendwelche Probleme.

    Gerade heute hatte ich so ein Dokument einer Berufsschule, da waren in Libreoffice die Bilder teils verschoben, teils verschwunden, teils mehrere in einem kombiniert und wenn man in der falschen Zeile einen Zeilenumbruch machte, verschwand der obere Abschnitt.
    In Office365 waren zumindest die Bilder teils verschoben, teils verschwunden.
    Muss ein wirklich altes Dokument sein, das mehrmals konvertiert wurde. Hinterlässt ja immer Spuren im internen XML.

  18. Re: Warum nutzt das jemand?

    Autor: Oktavian 26.03.20 - 23:10

    > Eben nicht. LO ist richig gut. Musst nur die Oberfläche (Ansicht >
    > Benutzeroberfläche) ändern, wenn das dein Problem ist.

    Es gäbe kaum etwas, was mir egaler wäre, als die Oberfläche. Ich habe auch etwas gebraucht, um mich an die Ribbons zu gewöhnen, wobei ich sie inzwischen besser finde als Menüs. Es geht darum, dass essentielle Funktionen im Unternehmensumfeld fehlen.

    Steuerung durch Gruppenrichtlinien wäre eine. Die wichtigste aber ist die Interoperabilität mit MS-Office. Denn, so leid es Dir auch tun mag, das ist Standard. Und an dem muss man sich als Unternehmen ausrichten.

    Das wäre so, als wollte ein kleiner Schraubenproduzent in Deutschland verdammt nochmal nur Schrauben produzieren mit imperialem Gewinde. Das ist nett, Standard ist aber hier metrisches Gewinde. Er wird Probleme mit seinen Partnern bekommen.

    > Nein, das Problem ist der Pseudo-Standard "Office Open XML" (OOXML,
    > .docx/.xlsx/etc.), hat trügerischerwise "Open" im Namen. Aber korrekt
    > implementieren kann das niemand, nichteinmal mehr der Hersteller, wie man
    > im Office365 sieht.

    Es ist in MS-Office korrekt implementiert. Ob irgendeine Weboberfläche den vollen Funktionsumfang hat, ist egal, die benutzt da draußen von den zahlenden Unternehmenskunden eh kaum jemand. Und wenn, dann nur zum Angucken.

    > Mit dem Standard "Open Document Format" (ODF) funktioniert der Austausch
    > auch zwischen verschiedenen Suiten problemlos.

    ODF ist kein Standard, das ist eine Norm. So wie OOXML eine Norm ist. Normen werden durch Normierungsbehörden geschaffen. Die Nutzung in der realen Welt setzt Standards. Man dard unseren Begriff "Standard" nicht mit dem englischen "standard" verwechseln. Letztes wird mit Norm übersetzt.

    Standard ist hingegen MS-Office, gerade bei der Nutzung in Unternehmen. Bei Privatpersonen reicht LO in der Regel tatsächlich gut aus, aber für Unternehmen weitgehend ungeeignet.

    > Nur nicht mit MS Office. Die
    > haben ODP absichtlich nur unvollständig (und früher teils fehlerhaft)
    > implementiert.

    Tja, MS braucht hat nichts anderes zu implementieren, MS setzt den Standard. Wer da mitspielen will, muss diesen Standard implementieren, nicht umgekehrt.

  19. Re: Update

    Autor: Oktavian 26.03.20 - 23:15

    > Und wenn dieses Unternehmen etwas mehr mit diesen Standarddokumenten macht
    > als nur ein bisschen Text zu speichern, gibt es bei jedem Update
    > irgendwelche Probleme.

    Also ich habe das jetzt bei einer größeren Versicherung und einer systemrelevanten Bank beobachtet, die Updatekette war Office XP -> 2010 -> 2016 und Office 2003 -> 2010 -> 2016 -> 2019 -> O365.

    Im ersteren Fall waren bei heftigen VBA-Makros beim Sprung XP -> 2010 ein paar Umstellungen notwendig, das war etwas aufwendiger.

    Der zweite Fall lief völlig unauffällig durch, obwohl die auch wirklich ekeliges mit ihren Paketen machen. Und wir reden hier von einer Versionskette von immerhin 17 Jahren.

  20. Re: Warum nutzt das jemand?

    Autor: HansiHinterseher 27.03.20 - 10:24

    Warum nutzt jemand WhatsApp und nicht SMS? Die gleiche Frage.

    Am Ende zählt halt, was die Mehrheit aktiv benutzt. Und in einem Unternehmen muss man sich an den "internen Standard" richten. Als Einzelkämpfer hat man da nichts zu suchen. Privat kannst du natürlich das verwenden, was du lieber hast.

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