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Formatchaos und DRM

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  1. Formatchaos und DRM

    Autor: Replay 24.01.12 - 10:28

    Tja, so wird das nichts mit dem eBook auf breiter Front. Solange das Zeug DRM-verseucht ist und in unterschiedlichen, zu den verschiedenen Lesegeräten inkompatiblen Formaten daherkommt, werden sich eBooks nicht durchsetzen. Der Artikel zielt auf Apple ab, aber Amazon hat auch ein eigenes Kindle-Format, welches komplett verdongelt ist.

    Das ist die gleiche - mit Verlaub - Scheiße wie mit den Videoformaten. Alle naselang ein neues Format in der Internetwelt.

    Bei der Musik ging es ja auch ohne DRM und in zwei Formaten (MP3, AAC, ich bevorzuge AAC). Wo ist das Problem, das bei den Büchern genauso zu machen? Und zwar in PDF und ePub, wobei ich ePub bevorzuge. Ohne DRM-Mist.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  2. Re: Formatchaos und DRM

    Autor: Tapsi 24.01.12 - 10:30

    +1

    Ich glaube sogar viele würde eBooks bevorzugen, wenn der DRM Mist nicht wäre ( zumindest ist es bei mir so ).

    while not sleep
    sheep++

  3. Re: Formatchaos und DRM

    Autor: Replay 24.01.12 - 11:00

    Bei Unterhaltungsliteratur greife ich lieber zum gedruckten Buch, bei Fachzeugs auf die elektronische Version.

    Ich könnte mich z. B. für den Urlaub mit eBooks anfreunden. Allerdings nur, wenn es völlig frei von DRM und anderen Gängeleien ist.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  4. Re: Formatchaos und DRM

    Autor: Peter Brülls 24.01.12 - 14:53

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------


    > Bei der Musik ging es ja auch ohne DRM und in zwei Formaten (MP3, AAC, ich
    > bevorzuge AAC). Wo ist das Problem, das bei den Büchern genauso zu machen?
    > Und zwar in PDF und ePub, wobei ich ePub bevorzuge. Ohne DRM-Mist.

    Musik hatte viel mehr Zeit, sich mit dem Kopieren abzufinden.

    Außerdem glaube ich, dass die Schäden durch unberechtigtes Kopieren bei Büchern und Film tendenziell höher sind. Musik wird öfter genutzt und ist daher jedesmal als „habe ich nur kopiert“ im Kopf, im Gegensatz zum Buch oder Film, wo zwischen Wiederbenutzung oftmals Jahre liegen.

    Ist allerdings nur ein Gefühl.

    Letztlich werde sich auch diese beiden Bereiche damit abfinden müssen, dass ihr Produkt kopierbar ist und die Preise anpassen.

    Wobei ich da nicht so ganz optimistisch bin, wenn ich mir ansehe, welch widerliches Gegreine man zu mancher 79-Cent App hört.

  5. Re: Formatchaos und DRM

    Autor: samy 24.01.12 - 17:52

    Jupp, ein Format und kein DRM. Alles andere ist Mist.
    Und da ist Epub als Standard schon vorzuziehen. Alle haben sich auf Epub geeinigt bis auf Amazon und jetzt schert Apple auch noch aus.

    Ich lese EBook auf einem E-Reader mit E-Ink und würde nie auf die Idee kommen die auf LCD (wie Ipad) zu lesen.. DRM-Bücher kaufe ich so gut wie nie, und wenn dann kann ich die Dank Calibre+Plugins auch schnell entsorgen.. ;-)

    -------------------------------------------------
    Für offene Standards
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  6. Re: Formatchaos und DRM

    Autor: Replay 24.01.12 - 18:17

    Nun, ich lese ausschließlich Fachgedöns elektronisch und dafür ist eine Farbdarstellung notwendig. Daher scheiden Geräte mit eInk aus, solange es diese hierzulande nicht als Farbversion gibt. 256 Farben aus einer guten Palette würden schon genügen.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  7. Re: Formatchaos und DRM

    Autor: ssssssssssssssssssss 24.01.12 - 18:19

    Glaube das Problem ist nicht die Nutzung, sondern der Umstand, dass Musiker Auftritte haben können und die Meisten verdienen so ihren Lebensunterhalt.

    Bücher hingegen werden nur als Bücher konsumiert.

  8. Re: Formatchaos und DRM

    Autor: Peter Brülls 24.01.12 - 19:11

    samy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Jupp, ein Format und kein DRM. Alles andere ist Mist.
    > Und da ist Epub als Standard schon vorzuziehen. Alle haben sich auf Epub
    > geeinigt bis auf Amazon und jetzt schert Apple auch noch aus.

    Nur für „Multi-Touch Textbooks”, die sich mit Epub nicht verwirklichen lassen.

    > Ich lese EBook auf einem E-Reader mit E-Ink und würde nie auf die Idee
    > kommen die auf LCD (wie Ipad) zu lesen..

    Das ist schön für Dich.

    Ich kenne zig Leue, die nur auf Papier lesen wollen. Und diverse, die auf LCD lesen. Oder E-Ink. Oder - wie bei mir - beidem.

    Belletristik lese ich mittlerweile auch auf dem Kindle 4, zum einen, um beweist ein Gerät zu haben, das für nichts anderen da ist, aber vor allem, weil es so klein und leicht ist, dass ich es auch mal eben in die Innentasche der Jacke stecke.

    Aber für Fachbücher und PDF ist er nur bedingt geeignet. Einige, bei denen Abbildungen einfach sind, geht es. Aber wenn es komplexe Grafiken sind, die eigentlich ~ 300 dpi brauchen, braucht es ein Gerät wo man sie richtig groß machen kann.

    Und einiges braucht nun mal eben Farbe.

  9. Re: Formatchaos und DRM

    Autor: Peter Brülls 24.01.12 - 19:16

    ssssssssssssssssssss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Glaube das Problem ist nicht die Nutzung, sondern der Umstand, dass Musiker
    > Auftritte haben können und die Meisten verdienen so ihren Lebensunterhalt.

    So wie die Beatles? :-)

    Selbst wenn mal annimmt, das alles, was die Musikindustrie, die ich jetzt mal mit den Labels gleichsetze, tut, nichts zur Popularisierung „ihrer“ Musiker beiträgt und der komplette MI Gewinn aus einer Verlagerung der Kunden herrührt: Es sind die Verlage und Verwertungsgesellschaften, die auf den Rechten sitzen.

    Und wenn ein Autor direkt zu Amazon oder Apple geht, dann ist es diversen Leuten im Forum ja auch nicht recht, weil dann Steve Jobs und Jeff Bezbos ihre 30% kriegen.

  10. Re: Formatchaos und DRM

    Autor: samy 24.01.12 - 21:30

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > samy schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Jupp, ein Format und kein DRM. Alles andere ist Mist.
    > > Und da ist Epub als Standard schon vorzuziehen. Alle haben sich auf Epub
    > > geeinigt bis auf Amazon und jetzt schert Apple auch noch aus.
    >
    > Nur für „Multi-Touch Textbooks”, die sich mit Epub nicht
    > verwirklichen lassen.

    Stimmt natürlich nicht. Mit Epub3 lasst sich alles auch verwirklichen. Aber der Apfel will die Kunden halt noch mehr an die Apfel-Plattform binden...

    -------------------------------------------------
    Für offene Standards
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  11. Re: Formatchaos und DRM

    Autor: Peter Brülls 24.01.12 - 22:36

    samy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Peter Brülls schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > Nur für „Multi-Touch Textbooks”, die sich mit Epub nicht
    > > verwirklichen lassen.
    >
    > Stimmt natürlich nicht. Mit Epub3 lasst sich alles auch verwirklichen.



    Wie ich in einem anderen Beitrag mittlerweile schrieb, gehen die epub3-Möglichkeiten tatsächlich doch weiter, als ich zuerst dachte. Das sich jedoch alles damit verwirklich läßt, bezweifle ich immer noch und verweise auf http://www.baldurbjarnason.com/notes/the-ibooks-textbook-format/. Ich sehe nicht, dass der Autor ein Pro-Apple Bias-hätte.

    "The reason why Apple chose a non-standard layout model is probably because the ones currently standardised and proposed by the W3 cannot deliver the designs Apple is aiming for."

    Aber selbst wenn man auf diese Dinge verzichte, wäre Apple nicht in der Lage gewesen, seine Schulbücher *jetzt* zu realisieren. epub3 ist erst im Oktober 2011 verabschiedet worden und immer noch nicht vollständig.*)

    Die Wahl wäre also gewesen:

    * Auf ein unfertiges epub3 zu setzen.

    * Auf ein fertiges epub3 zu warten.

    * Frühzeitig mehr Dampf im W3C zu machen und dabei offenzulegen, dass man entsprechende Pläne hat.

    * Was eigenes zu nehmen.

    Aus Sicht Apples sind die ersten drei Fälle ziemlich sicher inakzeptabel, zumal man dann mit iBooks Author der lieben Konkurrenz ein kostenloses Werkzeug geliefert hätte.

    Für den Endungen ist es erst mal praktisch völlig egal, er kann die Bücher wegen des DRM eh nur bei Apple benutzen.

    Für die Verlage stellt sich die Frage, wie weit sie bereit sind, einen zusätzlichen iBooks-Worflow zu einem epub3-Workflow aufzuziehen. Dass Apple die Hauptverlage hier als Partner gewonnen hat, deutet für mich darauf hin, dass sie entweder die Plattform als Markt so sehr schätzen, dass sich das Braten von Extrawürsten lohnt oder - was ich momentan für wahrscheinlich halte - dass epub3 samt Authoringwerkzeuge noch für Monate in einem ungenügenden Zustand befinden.

    Wo da die Sabotage sein soll, verstehe ich allerdings nicht. Weder propagiert Apple sein Format als einen Ersatz für epub noch nennen sie es überhaupt epub. epub3 wird also ganz normal kommen für alle anderen Plattformen, sobald es wirklich fertig ist und andere Firmen - Adobe, z.B. - Authoringtools herstellen.

    Zu dem Zeitpunkt erwarte ich, dass iBooks 2 dann auch epub3 unterstützen wird. Das wird aber wie gesagt erst in Monaten wenn nicht erst in einem Jahr relevant werden, es sei denn, Google schafft es z.B. hochwertige epub3-Magazine in ihrem Market zu forcieren.



    > Aber der Apfel will die Kunden halt noch mehr an die Apfel-Plattform binden...

    Sind sie doch eh durch die DRM. Apple setzt Fairplay ein, welches sie nicht lizensieren. Damit sind Apple-Textbooks eh nicht auf andere Geräte übertragen.






    *) Ich schiebe hier mal ein, das jeder Verweis auf HTML5/CSS/JS von einem gewissen Flash-Apologeten-Kreis mit just diesem Argument der Unabgeschlossenheit abgebügelt wurde. Ja, ich weiß dass Du nicht dazugehörst.

  12. Re: Formatchaos und DRM

    Autor: Hilmy 24.01.12 - 23:45

    Ich finde das ganze Theater mit dem DRM echt zum davonlaufen. Warum lernen die Verlage nicht aus den Fehlern der Musikindustrie?

    Auch MP3 liessen sich erst in grosser Menge verkaufen, als sie ohne DRM zu haben waren. DRM ist für die Kunden eine Zumutung. Warum sollten Kunden Geld für Inhalte bezahlen, mit denen sie mehr Probleme haben und mit denen sie weniger machen können, als jene die sich gratis im Internet finden lassen?

    Natürlich müssen die Autoren und die Verlage für ihre Arbeit bezahlt werden. Ich kann auch ein Stück weit verstehen, dass sie Angst haben. Ich bin absolut bereit, für E-Books zu bezahlen und habe dies auch schon gemacht. Ich kaufe aber prinzipiell nur E-Books ohne DRM und im EPub Format! Bei Büchern die ich so nicht kaufen kann, habe ich auch kein schlechtes Gewissen mich etwas im Web um zu sehen oder mir ein Buch im klassischen .Paper Format zu kaufen.

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