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Warum so Anti?

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
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  1. Re: Warum so Anti?

    Autor: MickeyKay 04.12.19 - 14:06

    sky_net schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann die Contra-Argumentation gegen die Mini Konsolen in dem Artikel
    > nicht nachvollziehen.
    Wieso kannst du das nicht nachvollziehen? Die Mini-Konsole bietet von Haus aus nur eine begrenze Anzahl an Spielen. Die meisten Konsolen werden nach wenigen Tagen in die Ecke gepfeffert und nicht mehr benutzt. Die taugen bestenfalls für einen kurzen Nostalgie-Ausflug in die Vergangenheit. Die meisten Käufer werden kaum die alten Spiele alle nochmal komplett von vorn bis hinten durchspielen (Ausnahmen bestätigen die Regel).
    Von daher muss man sich tatsächlich die Frage stellen (und den gleichen Gedanken hatte ich vor ein paar Wochen auch selber schon), wozu dann so ein Produkt überhaupt produziert werden muss, wenn man mit einem evtl. vorhandenen PC oder Raspberry Pie sich eine technisch bessere und viel flexiblere Lösung bauen kann?
    Eine Mini-Konsole ist von der Optik her toll. Und mit nur wenigen Schritten wären sie nicht mehr so überflüssiger Plastik-Schrott:
    - Erweiterbar mit eigenen Software-Images
    - Hersteller verkaufen offiziell (und damit legal) weitere Software-Pakete
    - Bessere Emulation
    - Bessere Controller (siehe NES-Mini)

  2. Re: Warum so Anti?

    Autor: Labbm 04.12.19 - 14:36

    MickeyKay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sky_net schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich kann die Contra-Argumentation gegen die Mini Konsolen in dem Artikel
    > > nicht nachvollziehen.
    > Wieso kannst du das nicht nachvollziehen? Die Mini-Konsole bietet von Haus
    > aus nur eine begrenze Anzahl an Spielen.

    Sowie jeder PC und Konsole auch, in denen steckt sogar noch mehr Elektroschrott.
    Das man etwas für mehr nutzen Kann ändert an der grundsätzlich dafür verbrauchten Elektronik auch nichts, ebenso altert jede Art Elektronik. Ich bin mir sicher das meine Retro konsolen länger Ihren dienst verrichten bzw auch länger im Haushalt bleiben werden als mein aktuelles Smartphone oder Laptop.

  3. Re: Warum so Anti?

    Autor: Trockenobst 04.12.19 - 14:45

    Bouncy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nur exemplarisch für den irren Konsumwahn unserer Zeit in der Kritik. Imho
    > völlig berechtigt...

    Das geht in alle Bereiche. Wenn ich mich heute mit Leuten zum Brunch treffe, gibt es bei vier Nerds selten eine Serie die alle gesehen haben. Bei 10 Streamingdiensten, Youtube und Zeug, findet jeder genau die "Nische" die er gut findet.

    Das maximiert das Geld für die Firmen, macht aber irgendwie die gesellschaftlichen Verbindungen kaputt. Früher waren wir alle im Tischtennisverein in den selben Gruppen. Jetzt wirst du wie bei der Schule schon früh aussortierst, wenn du für 50% Fun, 50% herausfordern herkommst. Dann spielst du nur gegen Leute die alle möglichen Motivationen haben und es wird schnell langweilig. Gegen die anderen guten kannst du nicht spielen, weil die ja trainieren sollen.
    Eine gute Durchmischung ist hier nicht gewollt. Ich bin dann ausgetreten, wie so viele andere auch.

    Firmen wollen eben überleben, die meisten im Westen haben schon alles, also produziert man das Zeug das sie nicht haben wollen, aber irgendwie haben müssen.

  4. Re: Warum so Anti?

    Autor: sky_net 04.12.19 - 15:02

    MickeyKay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wieso kannst du das nicht nachvollziehen? Die Mini-Konsole bietet von Haus
    > aus nur eine begrenze Anzahl an Spielen. Die meisten Konsolen werden nach
    > wenigen Tagen in die Ecke gepfeffert und nicht mehr benutzt.

    Sehe ich nicht so. Auf den Konsolen sind so viele Spiele installiert, so dass man eigentlich ziemlich lange damit Spaß haben kann. Wieso sollte die Mehrheit der Käufer diese nach kurzer Zeit in die ecke pfeffern?
    Es sind ja auch diverse Spiele dabei, mit denen man zu zweit Spaß haben kann, die man also immer wieder mal rausholt. Meine PS3 läuft auch nicht mehr jeden Tag, aber deswegen wird sie ja nicht gleich zum Elektroschrott.

    > Von daher muss man sich tatsächlich die Frage stellen (und den gleichen
    > Gedanken hatte ich vor ein paar Wochen auch selber schon), wozu dann so ein
    > Produkt überhaupt produziert werden muss, wenn man mit einem evtl.
    > vorhandenen PC oder Raspberry Pie sich eine technisch bessere und viel
    > flexiblere Lösung bauen kann?

    Wenn aber mein einziger Antrieb die Nutzung ist und mir die Klassiker reichen, warum soll das schlechter sein, als jemand der sich ein System zusammenbastelt?
    Ich glaube das ist so ein typisches ITler Ding, dass man immer dazu neigt, sich bloß nichts zu verbauen und immer noch ein technisches Türchen aufhalten, damit man ja für die Zukunft gerüstet ist.
    Habe ich früher auch so gemacht. Bei PCs immer darauf geachtet, dass man noch gut aufrüsten kann. Was war dann? Es kam ein neuer CPU Sockel und man musste doch wieder ein neues Mainboard kaufen.
    Die breite nicht Techniker masse, schert sich um so etwas nicht im geringsten.

    > Eine Mini-Konsole ist von der Optik her toll. Und mit nur wenigen Schritten
    > wären sie nicht mehr so überflüssiger Plastik-Schrott:
    > - Erweiterbar mit eigenen Software-Images
    > - Hersteller verkaufen offiziell (und damit legal) weitere Software-Pakete
    > - Bessere Emulation
    > - Bessere Controller (siehe NES-Mini)

    Damit appellierst Du letzen Endes an die Unternehmen, mehr Verantwortung zu übernehmen und keine Produkte mehr zu verkaufen, die sich nicht erweitern lassen. Sicher ein guter Gedanke, aber in der Praxis doch einfach weit weg von der Realität.

    Ich finde, dass eine fertige Minikonsole genau die gleiche Daseinsberechtigung hat, wie jeder andere Form der Unterhaltungselektronik. Egal ob fertig oder selbst gebastelt.
    Du beschwerst Dich ja auch nicht, dass Dein DVD Player keiner BR abspielt und deswegen nun obsolet geworden ist.
    Das ist ein generelles Konsum Thema und hat mit den Konsolen an sich doch gar nichts zu tun.

  5. Re: Warum so Anti?

    Autor: Spiritogre 04.12.19 - 15:51

    +1

  6. Re: Warum so Anti?

    Autor: janoP 04.12.19 - 16:12

    sky_net schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Dann den Umweltaspekt noch mit ins Spiel zu bringen halte ich für äußerst
    > fragwürdig.
    > Was ist denn mit dem ganzen Elektroschrott, der entsteht, weil jeder
    > Hersteller meint alle paar Monate ein neues Smartphone rauszubringen und so
    > viele Leute im Jahresrythmus (oder noch kürzer) ihr Gerät austauschen? Was
    > ist mit den ganzen Pcs, die alle Nase lang aufgerüstet werden, nur um ein
    > Spiel zocken zu können? Wieviel Plastikschrott gammelt denn in jedem
    > Kinderzimmer vor sich hin?

    Ja, ich finde auch, dass man nur dann etwas für den Umweltschutz tun sollte, wenn man nur genau eine Maßnahme kennt, die man für den Umweltschutz bewirken könnte. Sobald es mehr als eine Ursache für die Umweltprobleme gibt, sollte man keine davon kritisieren.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Whataboutism

    > Ja, auf Ressourcen zu achten ist gut und richtig, aber doch bitte mit
    > Augenmaß und Realismus.
    > Diese Klein Klein Diskussionen halte ich für nicht zielführend. Mit der
    > Argumentation könnte man sonst alles als obsolet wegdiskutieren und wir
    > könnten in Zukunft einfach nur von Luft und Liebe leben.

    Das würde in meinem Fall schon an der Liebe scheitern. Wenn wir so weiter machen wie bisher, scheitert es an der Luft.

  7. Re: Warum so Anti?

    Autor: E-Mover 04.12.19 - 16:18

    +1

  8. Re: Warum so Anti?

    Autor: sky_net 04.12.19 - 16:37

    janoP schrieb:

    > Ja, ich finde auch, dass man nur dann etwas für den Umweltschutz tun
    > sollte, wenn man nur genau eine Maßnahme kennt, die man für den
    > Umweltschutz bewirken könnte. Sobald es mehr als eine Ursache für die
    > Umweltprobleme gibt, sollte man keine davon kritisieren.
    >
    > de.wikipedia.org

    *gähn*
    Das übliche Totschlagargument.
    Es bleibt bei der Klimadebatte halt dabei: es geht hier um ein globales Problem, das sich nicht lösen lässt indem wir hier Erbsen zählen, sondern das Problem muss im Großen angegangen werden. So lange das nicht passiert kann man sich nun mal den Rest auch sparen, weil das genau 0 ins Gewicht fällt.

    > Das würde in meinem Fall schon an der Liebe scheitern. Wenn wir so weiter
    > machen wie bisher, scheitert es an der Luft.
    Schade für Dich, aber der Luft wird es auch nicht besser gehen, wenn sich im Großen nichts ändert.

  9. Re: Warum so Anti?

    Autor: D43 04.12.19 - 16:48

    Wie soll sich das Große ganze auch ändern wenn man schon die Kleinigkeiten nicht in Angriff nehmen will.

    Klongt fasst wie:" bevor du etwas falsch machst mach lieber einfach gar nichts"

  10. Re: Warum so Anti?

    Autor: sky_net 04.12.19 - 17:11

    D43 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie soll sich das Große ganze auch ändern wenn man schon die Kleinigkeiten
    > nicht in Angriff nehmen will.
    >
    > Klongt fasst wie:" bevor du etwas falsch machst mach lieber einfach gar
    > nichts"

    Ich habe hier ja mehrfach beschrieben, dass es eben kein entweder oder ist, aber eben auch Grenzen gibt. Von "einfach gar nichts" kann also keine Rede sein.
    Ich habe so langsam das Gefühl, dass man es hier bewusst falsch verstehen will. Nur in Schwarz und Weiß zu denken ist ja aber gerade auch im Trend.

  11. Re: Warum so Anti?

    Autor: janoP 04.12.19 - 17:15

    sky_net schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > janoP schrieb:
    >
    > > Ja, ich finde auch, dass man nur dann etwas für den Umweltschutz tun
    > > sollte, wenn man nur genau eine Maßnahme kennt, die man für den
    > > Umweltschutz bewirken könnte. Sobald es mehr als eine Ursache für die
    > > Umweltprobleme gibt, sollte man keine davon kritisieren.
    > >
    > > de.wikipedia.org
    >
    > *gähn*
    > Das übliche Totschlagargument.

    Wenn du dieses Gegenargument so oft bekommst, dass du es gähnend als „übliches Totschlagargument“ einordnest, solltest du vielleicht deinen Argumensstil überdenken.

    > Es bleibt bei der Klimadebatte halt dabei: es geht hier um ein globales
    > Problem, das sich nicht lösen lässt indem wir hier Erbsen zählen, sondern
    > das Problem muss im Großen angegangen werden. So lange das nicht passiert
    > kann man sich nun mal den Rest auch sparen, weil das genau 0 ins Gewicht
    > fällt.

    Genau 0 ist nicht das gleiche wie lim->0. Letzteres trifft auf Erbsen zu. Wenn eine Erbse um die Hälfte kleiner ist, wirst du von der Erbsensuppe genauso satt wie vorher. Wenn alle Erbsen um die hälfte kleiner sind nicht unbedingt. Dass die Erbsen nicht genau 0, sondern lim->0 sind, erkennst du daran, dass es überhaupt Erbsensuppe gibt.

    > > Das würde in meinem Fall schon an der Liebe scheitern. Wenn wir so
    > weiter
    > > machen wie bisher, scheitert es an der Luft.
    > Schade für Dich, aber der Luft wird es auch nicht besser gehen, wenn sich
    > im Großen nichts ändert.

    Da das Große die Summe aller Einzelnen ist, wird sich im Großen nichts ändern, wenn sich nicht die Mehrheit der Einzelnen ändert. Am besten wäre es natürlich, irgendwie sicherzustellen, dass sich auch wirklich ein relevanter Teil der einzelnen Teilprobleme verändert. Das ist aber mangels Weltregierung derzeit nicht möglich.

    Die zwei Möglichkeiten, die also übrig bleiben, sind:
    A. die Weltherrschaft ergreifen
    B. Über Medienartikel die Bevölkerung auf die problematischen Folgen ihres Konsumverhaltens aufmerksam machen, in der Hoffnung, genug Menschen zu erreichen alsdass in westlichen Nationen die politische Idee salonfähig wird, das problematische System an der Stelle zu Zerstören, deren Teil man als westliche Industrienation ist, da man den für das problematische System notwendigen Absatzmarkt stellt

    Als Autor eines leserstarken Onlinemagazins würde ich erst mal B versuchen. Falls das nicht klappt, kann man es ja immer noch mit der Weltherrschaft probieren.



    6 mal bearbeitet, zuletzt am 04.12.19 17:24 durch janoP.

  12. Re: Warum so Anti?

    Autor: Achranon 04.12.19 - 17:16

    MickeyKay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sky_net schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich kann die Contra-Argumentation gegen die Mini Konsolen in dem Artikel
    > > nicht nachvollziehen.
    > Wieso kannst du das nicht nachvollziehen? Die Mini-Konsole bietet von Haus
    > aus nur eine begrenze Anzahl an Spielen.

    Ich denke das ist eher der Knackpunkt wieso es "sinnlos" wirkt. Zuwenig Spiele. Es müßte zumindest die Möglichkeit geben das man weitere Spiele nachkaufen kann

  13. Re: Warum so Anti?

    Autor: sky_net 04.12.19 - 23:49

    janoP schrieb:

    > Wenn du dieses Gegenargument so oft bekommst, dass du es gähnend als
    > „übliches Totschlagargument“ einordnest, solltest du vielleicht
    > deinen Argumensstil überdenken.

    Nö. Es ist zum Gähnen, weil das immer aus der Tasche gezogen wird, wenn man auf andere Themen verweist, völlig unabhängig, ob es inhaltlich passt oder nicht.

    > Da das Große die Summe aller Einzelnen ist, wird sich im Großen nichts
    > ändern, wenn sich nicht die Mehrheit der Einzelnen ändert. Am besten wäre
    > es natürlich, irgendwie sicherzustellen, dass sich auch wirklich ein
    > relevanter Teil der einzelnen Teilprobleme verändert. Das ist aber mangels
    > Weltregierung derzeit nicht möglich.

    Wenn das Einzelne aber so kleinteilig ist, dann wird auch nichts Großes draus.
    Da ja Autovergleiche so beliebt sind: wenn Du ein defektes Auto reparierst, fängst Du ja auch nicht damit an die Felgen zu polieren.
    Es müssen eben erst mal Grundlagen geschaffen werden. Im Falle des Klimas wäre das eine globale Verständigung und Bereitschaft, die Probleme GEMEINSAM anzufassen.

    > Als Autor eines leserstarken Onlinemagazins würde ich erst mal B versuchen.
    > Falls das nicht klappt, kann man es ja immer noch mit der Weltherrschaft
    > probieren.

    Das steht jedem Autor ja auch frei.
    Mein Ausgangspunkt war aber nicht, dass sich der Autor kritisch gegenüber dem Konsumverhalten äußert, sondern der Zusammenhang zu den Minikonsolen verbunden mit der Anmaßung, diese als Elektroschrott zu beschreiben nur weil er die Dinger für sich selbst als sinnlos empfindet.
    Hier schwingt unterschwellig wieder mit: wenn Du so etwas kaufst und das gut findest, dann bist du ein böser Klimasünder.

  14. Re: Warum so Anti?

    Autor: janoP 05.12.19 - 00:18

    sky_net schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > janoP schrieb:
    >
    > > Wenn du dieses Gegenargument so oft bekommst, dass du es gähnend als
    > > „übliches Totschlagargument“ einordnest, solltest du
    > vielleicht
    > > deinen Argumensstil überdenken.
    >
    > Nö. Es ist zum Gähnen, weil das immer aus der Tasche gezogen wird, wenn man
    > auf andere Themen verweist, völlig unabhängig, ob es inhaltlich passt oder
    > nicht.
    Da gebe ich dir zwar Recht, das passiert häufig, weil viele, die anderen das Vorwerfen, das Prinzip des Whataboutism selbst überhaupt nicht verstanden haben. Das heißt aber nicht, dass es immer ungerechtfertigt ist. Insbesondere in diesem Fall läuft deine Argumentation genau nach diesem Schema ab, wodurch der Vorwurf inhaltlich passt:

    Jemand kritisiert etwas, du sagst andere sind viel schlimmer, also sei das Kritisierte irrelevant. Aber darum geht es nicht.

    Wenn du etwas irrelevant findest, dann beschäftige dich halt nicht damit. Scroll diesen Artikel nach unten und lies einen der vielen anderen. Es sei denn, du hast wirklich etwas am Inhalt auszusetzen.

    > > Da das Große die Summe aller Einzelnen ist, wird sich im Großen nichts
    > > ändern, wenn sich nicht die Mehrheit der Einzelnen ändert. Am besten
    > wäre
    > > es natürlich, irgendwie sicherzustellen, dass sich auch wirklich ein
    > > relevanter Teil der einzelnen Teilprobleme verändert. Das ist aber
    > mangels
    > > Weltregierung derzeit nicht möglich.
    >
    > Wenn das Einzelne aber so kleinteilig ist, dann wird auch nichts Großes
    > draus.
    > Da ja Autovergleiche so beliebt sind: wenn Du ein defektes Auto reparierst,
    > fängst Du ja auch nicht damit an die Felgen zu polieren.

    Und du hättest kein Verständnis dafür, wenn sich jemand darüber aufregt, dass du die sauberen Felgen seines kaputten Autos auch noch dreckig machst?

    > Es müssen eben erst mal Grundlagen geschaffen werden. Im Falle des Klimas
    > wäre das eine globale Verständigung und Bereitschaft, die Probleme
    > GEMEINSAM anzufassen.

    Und was hat das jetzt mit dem Artikel zu tun? Spricht der sich deiner Meinung nach gegen globale Verständigung aus?

    > > Als Autor eines leserstarken Onlinemagazins würde ich erst mal B
    > versuchen.
    > > Falls das nicht klappt, kann man es ja immer noch mit der Weltherrschaft
    > > probieren.
    >
    > Das steht jedem Autor ja auch frei.
    > Mein Ausgangspunkt war aber nicht, dass sich der Autor kritisch gegenüber
    > dem Konsumverhalten äußert, sondern der Zusammenhang zu den Minikonsolen
    > verbunden mit der Anmaßung, diese als Elektroschrott zu beschreiben nur
    > weil er die Dinger für sich selbst als sinnlos empfindet.
    > Hier schwingt unterschwellig wieder mit: wenn Du so etwas kaufst und das
    > gut findest, dann bist du ein böser Klimasünder.

    Dich scheint dieser Vorwurf ja sehr zu belasten. Aber wir sind alle Klimasünder. Das macht die Sache nicht besser, eher noch im Gegenteil, aber warum muss man bei so einer Frage mit Schuld und Sühne argumentieren? Darum geht es nicht.

    Aber das erklärt auch, warum du ins Argumentationsmuster des Whataboutism abgerutscht bist: Du hast einen Vorwurf empfunden und wolltest den relativieren. Ganz menschlich, ganz normal.

    Aber lies dir noch mal das Fazit durch. Du wirst feststellen: Hier geht es nicht um Schuldzuweisungen. Es ist ein Appell an die Hersteller, vernünftige Alternativen anzubieten, und gleichzeitig ein Appell an potentielle Kunden, diese Konsolen nicht zu kaufen – vermutlich, um den Herstellern einen Grund zu geben, die weniger dekadenten und gleichzeitig besseren, offensichtlichen Lösungen anzubieten.

  15. Re: Warum so Anti?

    Autor: quineloe 05.12.19 - 07:06

    sky_net schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > D43 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wie soll sich das Große ganze auch ändern wenn man schon die
    > Kleinigkeiten
    > > nicht in Angriff nehmen will.
    > >
    > > Klongt fasst wie:" bevor du etwas falsch machst mach lieber einfach gar
    > > nichts"
    >
    > Ich habe hier ja mehrfach beschrieben, dass es eben kein entweder oder ist,
    > aber eben auch Grenzen gibt. Von "einfach gar nichts" kann also keine Rede
    > sein.
    > Ich habe so langsam das Gefühl, dass man es hier bewusst falsch verstehen
    > will. Nur in Schwarz und Weiß zu denken ist ja aber gerade auch im Trend.

    Es fällt auch schwer, jemanden richtig zu verstehen der eigentlich nur NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN brüllt. Alternative für Dagegen halt.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  16. Re: Warum so Anti?

    Autor: Targi 05.12.19 - 07:46

    >
    > Inzwischen sollte doch auch der Letzte begriffen haben, das wir nicht
    > weiter so verschwenderisch wirtschaften können wie in den letzten 70
    > Jahren.

    Doch, können wir und werden wir. Für die daraus entstehenden Probleme werden Lösungen gefunden werden, wenn die Zeit dafür reif ist. So, wie es auch in der Vergangenheit geschehen ist. Unsere Zivilisation entwickelt sich seit über 2000 Jahren weiter, auch technologisch. Die Weltuntergangsprediger, die zur Umkehr aufriefen, gab es immer. Bis jetzt hat aber keiner von ihnen Recht damit gehabt, dass das Ende nahe ist.

  17. Re: Warum so Anti?

    Autor: Solstice 05.12.19 - 09:10

    Warum sind Minikonsolen für den Autor "Elektroschrott", der schon im Sinne des Umweltschutzes gar nicht erst hätte entstehen dürfen, aber Gaming PCs und Raspberry Pi's nicht? Die sind genauso Elektroschrott. PCs werden von uns allen ständig aufgerüstet oder ganz ersetzt; und auch ein Pi kann als Staubfänger in der Ecke landen wenn man nicht mehr basteln mag.

    Für mich sind die ach-so-tollen Alternativen mindestens genauso Elektroschrott, wenn nicht sogar mehr: Die Minikonsole hat ein einzigartiges Design und muss niemals aufgerüstet oder irgendwann ausgetauscht werden. Ich würde sie nie in den "Müll" werfen und die Dinger sind so heiß begehrt (als Sammlerobjekt), dass wahrscheinlich auch die meisten anderen Käufer die Dinger behalten werden.

    Jedes Stück Elektronik wird irgendwann Schrott. Hier aber den PC mit Emulatoren anzupreisen und mit Umweltschutz zu argumentieren... überlegt einfach mal, wie oft ihr schon eine (Mini-)Konsole entsorgt habt und wie oft einen PC oder Teile des PCs... 1:0 für die Konsolen würde ich sagen, ich persönlich habe noch keine einzige "entsorgt" im eigentlichen Sinne.

  18. Re: Warum so Anti?

    Autor: Solstice 05.12.19 - 09:15

    PS: "Kauft keine kleinen Konsolen!"
    Warum sind "große" Konsolen okay? Ist doch dasselbe Problem: Können weniger als ein PC und sind daher komplett umweltsündiger "Schrott". Außerdem dienen sie ausschließlich dem Entertainment (im Gegensatz zum PC) und sollten aus Umweltsicht verboten werden.

  19. Re: Warum so Anti?

    Autor: sky_net 05.12.19 - 09:44

    janoP schrieb:
    > Jemand kritisiert etwas, du sagst andere sind viel schlimmer, also sei das
    > Kritisierte irrelevant. Aber darum geht es nicht.

    Und genau das habe ich ja überhaupt nicht gemacht.
    Ich habe darauf hingewiesen, dass es unsinnig diese Diskussion bei diesem Nischenthema zu führen und das sich andere Themen dafür viel besser eignen würden.


    > Wenn du etwas irrelevant findest, dann beschäftige dich halt nicht damit.
    > Scroll diesen Artikel nach unten und lies einen der vielen anderen. Es sei
    > denn, du hast wirklich etwas am Inhalt auszusetzen.

    Genau das habe ich getan. Den Inhalt des Artikels kritisiert. Hier wird eben mit reißerischer Überschrift suggeriert, dass die Minikonsolen böse sind, bloß weil der Autor diese als überflüssig empfindet. Dem habe ich widersprochen.


    > Und was hat das jetzt mit dem Artikel zu tun? Spricht der sich deiner
    > Meinung nach gegen globale Verständigung aus?
    Nein, das habe ich angeführt, weil mir hier unterstellt wird, dass ich verlangen würde einfach gar nichts zu tun. Ich halte es nur für unsinnig diese Umweltdiskussion bei diesem Thema aufzubringen.

    > Dich scheint dieser Vorwurf ja sehr zu belasten. Aber wir sind alle
    > Klimasünder. Das macht die Sache nicht besser, eher noch im Gegenteil, aber
    > warum muss man bei so einer Frage mit Schuld und Sühne argumentieren? Darum
    > geht es nicht.
    Nein, das belastet mich nicht. Ich finde es nur unangemessen, diese Diskussion immer mit so einem moralischen Unterton zu führen, wie es auch im Artikel durchklingt. Allein die Überschrift spricht da ja Bände.

    > Aber das erklärt auch, warum du ins Argumentationsmuster des Whataboutism
    > abgerutscht bist: Du hast einen Vorwurf empfunden und wolltest den
    > relativieren. Ganz menschlich, ganz normal.
    Nö. Ich empfinde das nicht als Vorwurf, zumal ich nicht mal eine der angesprochenen Minikonsole besitze. Es geht mir nur auf die Nerven, wenn einfach pauschal alle Käufer als Idioten dargestellt werden, weil sie ja überflüssigen Schrott kaufen, der die Umwelt belastet. Diese Diskussion kann man, wenn man das anfängt, sonst nämlich bei jedem Thema führen, denn jeder empfindet andere Dinge als überflüssig oder sinnlos. Zielführend ist das nicht.

  20. Re: Warum so Anti?

    Autor: Brainfreeze 05.12.19 - 10:27

    sky_net schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es müssen eben erst mal Grundlagen geschaffen werden. Im Falle des Klimas
    > wäre das eine globale Verständigung und Bereitschaft, die Probleme
    > GEMEINSAM anzufassen.
    Hier muss man meiner Meinung nach die Grundlage "noch tiefer" ansetzten. Nur wenn jeder bereit ist, bei sich selber anzufangen und im Kleinen Änderungen bewirkt, erst dann wird dann auch die Bereitschaft da sein, mit anderen gemeinsam die Probleme im Grossen anzufassen.
    Also anstelle eines "Solange die anderen nicht beginnen, bringt es alles nichts" muss es zu einem "Ich mache X und Y um das Problem zu lösen, was machst Du? Wie kann ich Dir dabei helfen"

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