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Tja, wenn die Ideen ausgehen...

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  1. Tja, wenn die Ideen ausgehen...

    Autor: azeu 13.12.14 - 18:05

    Ok, ich könnte mich jetzt seitenweise darüber aufregen, was in Hollywood so alles schiefgeht, aber, fairerweise muss man eingestehen, dass es auch gar nicht so einfach ist, sich ständig etwas Neues auszudenken, womöglich auch noch etwas, was beliebt ist und Erfolg hat.

    Der Konsument ist Mittlerweile ja richtig süchtig nach neuem Material, nicht nur bei Kino-Filmen. Weswegen die Produzenten ständig Neues nachliefern müssen. Gut, ganz unschuldig an dieser Entwicklung sind die Produzenten wohl auch nicht.

    ... OVER ...

  2. Re: Tja, wenn die Ideen ausgehen...

    Autor: AlexanderSchäfer 13.12.14 - 19:18

    Ich glaube nicht, dass den Drehbuchautoren die Ideen ausgehen, aber die Risikobereitschaft der Filmfinanzierer ist einfach zurückgegangen. Das hat vor allem damit was zu tun, dass es immer mehr teure Blockbuster gibt und kleine Produktionen in den Hintergrund rücken, da sich herausgestellt hat, dass filmische Qualität im Vergleich zu Marketing und der Bekanntheit von Schauspielern kaum eine Rolle auf den finanziellen Erfolg hat.

    Daher wird natürlich versucht bereits bewährte Konzepte aufzugreifen. um das finanzielle Risiko zu minimieren. Auch wenn Sequels und Adaptionen nicht immer die rentabelsten Kinofilme sind, so sind sie im Mittel doch signifikant erfolgreicher als komplett neue Projekte.

  3. Der Weg ist vorgegeben

    Autor: Trockenobst 13.12.14 - 23:00

    AlexanderSchäfer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Daher wird natürlich versucht bereits bewährte Konzepte aufzugreifen. um
    > das finanzielle Risiko zu minimieren. Auch wenn Sequels und Adaptionen
    > nicht immer die rentabelsten Kinofilme sind, so sind sie im Mittel doch
    > signifikant erfolgreicher als komplett neue Projekte.

    Das Problem ist simpel und einfach, und das sieht man auch am Fernsehen:
    Es wird nur noch das Produziert wo die Leute auch ins Kino gehen oder das Fernsehen einschalten.

    Wenn jemand sich über den Müll im TV aufregt, dann deswegen weil er selbst gar nicht mehr schaut. Das kam aber vorher. Natürlich war FreeTV immer Werbungüberladen, dass war eben der Deal für Kostenlos. Nachdem dann immer mehr Abgesprungen sind, blieb nur noch Reality, Live-TV und "sonstwas Top sonstwas" übrig. Und gelegentlich der 10 Jahre alte Film. Das was eben die Zielgruppe die noch "live schaut" sehen will. Der Rest ist sowieso schon weg.

    Im Kino ist es nichts anderes. Der DVD Markt: praktisch zusammengebrochen. Der Bluray-Markt: bestenfalls für wenige Premiumsachen wie Game of Thrones. Auch Video on Demand ist ein zartes Pflänzchen das gegenüber den Kino.to's und sonstigen CAM-Abfilmer abstinken muss. Netflix/Amazon Prime sind die Dumping Könige, deswegen gibt es dort auch nur altes oder ganz wenige Perlen.

    Damit werden nur noch garantierte Seller gedreht. Comicverfilmungen sind garantiert. Bekannte Bücher (speziell für die Kids zwischen 12-18j) sind garantiert. Oder es muss so trivial und billig sein damit man seine Nische findet. Computerspiele sind unbelastet, die Lizenzen sind billig und man eine eingebaute Userschaft die gewohnt ist 20-80¤ für eine Scheibe auszugeben. Deswegen will man dahin. Die haben Geld und sind bereit es auch echt zu zahlen.

    Mittelfristig wird es noch übler werden: immer mehr 1-2 (von 5) Mittelmaß Müll, der sich nicht verkauft. Dann fallen irgendwann die ersten Kinoketten (genauso wie die Videotheken fast weg sind) und dann auch die DVD/Bluray. Dann bleibt nur noch Kino.to in 480p mit fixen russischen Untertiteln oder 720p bei Netflix für 5,99¤.

    Das ist wie mit den Mobilen Games. Bis auf ganz wenige Ausnahmen rult das Pay2Win verkappte Casino. Man hat den Markt als Kunde rigoros kaputtgemacht und jetzt jammert jeder über das Ergebnis - aber irgendwie bleiben immer mehr an den Taschenspielertricks hängen, die man als "Games" verkauft. Widerlich. Aber so gewollt.

  4. Re: Der Weg ist vorgegeben

    Autor: tibrob 15.12.14 - 10:03

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist simpel und einfach, und das sieht man auch am Fernsehen:
    > Es wird nur noch das Produziert wo die Leute auch ins Kino gehen oder das
    > Fernsehen einschalten.
    >
    > Wenn jemand sich über den Müll im TV aufregt, dann deswegen weil er selbst
    > gar nicht mehr schaut. Das kam aber vorher. Natürlich war FreeTV immer
    > Werbungüberladen, dass war eben der Deal für Kostenlos. Nachdem dann immer
    > mehr Abgesprungen sind, blieb nur noch Reality, Live-TV und "sonstwas Top
    > sonstwas" übrig. Und gelegentlich der 10 Jahre alte Film. Das was eben die
    > Zielgruppe die noch "live schaut" sehen will. Der Rest ist sowieso schon
    > weg.

    Liegt zum großen Teil aber daran, dass es mittlerweile mehr oder weniger vernünftige VOD-Anbieter gibt, die den ganzen Kram vorrätig haben, die auch das Fernsehen sendet - warum dann also das klassische Fernsehen einschalten?

    > Im Kino ist es nichts anderes. Der DVD Markt: praktisch zusammengebrochen.
    > Der Bluray-Markt: bestenfalls für wenige Premiumsachen wie Game of Thrones.

    Warum zusammengebrochen? Selbst wenn der Markt irgendwann zusammenbricht, wird er eben langfristig durch VOD ersetzt.

    > Auch Video on Demand ist ein zartes Pflänzchen das gegenüber den Kino.to's
    > und sonstigen CAM-Abfilmer abstinken muss.

    Nicht jeder will sich unbedingt in die Grauzone begeben.

    > Netflix/Amazon Prime sind die
    > Dumping Könige, deswegen gibt es dort auch nur altes oder ganz wenige
    > Perlen.

    Es ist wohl mehr eine Frage des Preises. Für 8-10 ¤ kann man nicht ausschließlich Blockbuster anbieten, weil sich das schlicht zu dem Preis nicht realisieren lässt. Bei Maxdome kann man per Einzelabruf auch die ganzen Blockbuster bekommen, aber nicht viele sind bereit, für rund 5 ¤ einen Film für 24 Stunden zu "mieten". Kostet die Flat 30 ¤, will's dann auch wieder keiner, weil's zu teuer ist.

    > Damit werden nur noch garantierte Seller gedreht. Comicverfilmungen sind
    > garantiert. Bekannte Bücher (speziell für die Kids zwischen 12-18j) sind
    > garantiert.

    Es war schon immer so, dass die Genres totproduziert wurden und man Welle zu Welle dutzende Filmchen hatte, die von der Popularität des Vorgängers profitieren wollten.

    Exemplarisch waren's in den 90ern die Ghettofilmchen (Dangerous Minds) und Kifferkomödien (How High, Hip Hop Hood), dann ab Ende der 90er die Teeniehorrorfilme (Scream) und Katastrophenfilme (Armageddon), danach Teeniekomödien (American Pie), gefolgt von den ganzen Teenies-müssen-irgendwo-hin-Roadmovies, dann Teeniehorrorkomödien (Scary Movie), anschließend die Teenie-verloren-im-wald-böser-mann-filme (Wrong Turn), dann wurde die SAW-Sau durch's dorf geritten und letzlich sind wir bei den Zombies (Dawn of the Dead) gelandet, die dann recht flott wieder zu Zombiekomödien (Shawn of the Dead) wurden. Irgendwo mittendrin kamen die ganzen Comic-, Spieleverfilmungen, reine CGI-Klopper und B-Movies.

    Tja, von allen Genres gab's etliche "Kopien" und jetzt hat man halt einen Mischmasch aus 20 Jahren - vom Weltuntergang wegen Zombies (World War Z) bis zu Kifferhorrorkomödien, wo nebenbei die Welt untergeht (Bong of the Dead). Hin und wieder findet sich aber auch mal ein wirklich neuer Titel, der Rest ist abgenudelt bis zum umkippen.

    > Oder es muss so trivial und billig sein damit man seine Nische
    > findet. Computerspiele sind unbelastet, die Lizenzen sind billig und man
    > eine eingebaute Userschaft die gewohnt ist 20-80¤ für eine Scheibe
    > auszugeben. Deswegen will man dahin. Die haben Geld und sind bereit es auch
    > echt zu zahlen.

    Hat man ja an Uwe Bolls Meisterwerken gesehen ... nicht jeder Gamer steht auf den Rotz, nur weil es mit Videospielen zu tun hat.

    > Mittelfristig wird es noch übler werden: immer mehr 1-2 (von 5) Mittelmaß
    > Müll, der sich nicht verkauft. Dann fallen irgendwann die ersten Kinoketten
    > (genauso wie die Videotheken fast weg sind) und dann auch die DVD/Bluray.
    > Dann bleibt nur noch Kino.to in 480p mit fixen russischen Untertiteln oder
    > 720p bei Netflix für 5,99¤.

    Es gibt durchaus noch gute neue Filme. Man sollte auch bedenken, dass das Homecinema-Equipment immer besser und preisgünstiger wird und selbst Riesen-TVs oder vernünftige Beamer für Lieschen Müller bezahlbar sind. In's Kino geht man heute wohl nur noch für's erste Date oder bei Blockbustern, wo sich die große Leinwand lohnt.

    > Das ist wie mit den Mobilen Games. Bis auf ganz wenige Ausnahmen rult das
    > Pay2Win verkappte Casino. Man hat den Markt als Kunde rigoros kaputtgemacht
    > und jetzt jammert jeder über das Ergebnis - aber irgendwie bleiben immer
    > mehr an den Taschenspielertricks hängen, die man als "Games" verkauft.
    > Widerlich. Aber so gewollt.

    Jupp - hoffe diese Ära geht schnell vorbei.

    Deine Jacke ist jetzt trocken!

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