1. Foren
  2. Kommentare
  3. Applikationen
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Hololens mit Windows: Holodeck…

technisch fast unmöglich zu realisieren

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: Katsuragi 22.01.15 - 10:44

    zumindest nach dem heutigen Stand der Technik. Das wird auch der Grund sein, aus dem es _keine_ echten Bilder von der Funktionsweise zu sehen gibt.
    Bisher ist das Ding nicht realer als das User-Interface aus Minority Report.

    Versteht mich nicht falsch, es wäre _affengeil_ wenn das Teil so wie im Werbevideo funktionieren würde.

    Aber nehmen wir mal als Beispiel die Stelle, an der ein virtueller Motorradtank auf ein echtes Gerät geblendet wird. Dafür müsste die Brille (oder ein Rechner dahinter) in Echtzeit, also in wenigen hundertstel Sekunden, folgendes leisten:

    1) Bilderkennung des echten Motorrads in einem Live-Bild inklusive seiner 3D-Form.
    An sowas wird gerade geforscht, aber das ist _enorm_ schwer.
    2) Erkennung der Position und Lage des Objekts im Raum relativ zur Brille. Das Ganze mit maximaler Abweichung von den vorigen Messwerten in der Größenordnung von wenigen Millimetern, sonst zittert das eingeblendete Bild.
    3) Positionierung des "Hologramms" im Bild des Benutzers, um dazu genau zu passen.
    4) Stabilisierung des Bildes, um auch mit geringsten (ungewollten) Kopfbewegungen mitzukommen, damit das "Hologramm" ruhig bleibt und nicht hin und her "tänzelt".

    Ich glaube nicht, dass man das stabil und nutzbar hinbekommt.
    Die Leute von Oculus z.B. sind nicht blöd, und die haben schon genug Probleme ein "simples" 3D-Bild so vor die Augen zu blenden, dass es natürlich wirkt.
    Was Microsoft da vor hat ist um Größenordnungen schwieriger.

    Ich bin also gespannt, aber nicht gerade optimistisch.

    VG

  2. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: Cassiel 22.01.15 - 10:47

    Auch noch mal für dich:
    Ja es funktioniert genau so, in der Keynote gab's ne Live Demo, im Oktober schon durften Journalisten der WIRED das Gerät testen. Da wurden auch technische Details genannt und wie das funktioniert. Bei Kinect hieß es damals auch "Wird nie klappen", bei der Oculus war es ja recht ähnlich.

    Im Juli wird die NASA damit Curiosity steuern und virtuelle Marsbegehungen durchführen. Siehe auch die anderen Threads hier.

    Links:
    http://www.wired.com/2015/01/microsoft-hands-on/
    http://www.jpl.nasa.gov/news/news.php?feature=4451

  3. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: Katsuragi 22.01.15 - 11:06

    Hi, habe die Live-Demo inzwischen auch selbst gefunden. Wenn es jemanden interessiert:
    https://www.youtube.com/watch?v=RCCXZ8ErVag

    Ist tatsächlich schwer beeindruckend.

    Allerdings wird genau der von mir beschriebene Teil, nämlich das "Verändern" eines real vorhanden Objekts mit virtuellen Komponenten, dort nicht gezeigt.
    Man sieht auch genau warum, denn das "Hologramm" ist dafür nicht stabil genug (Punkt 3 und 4 meines Posts) und die wirklich schwierigen Sachen (Punkt 1) wurden gar nicht berührt.

    Ich vermute also Microsoft ist in seinem Werbevideo in diesem Punkt etwas weit vorgeprescht. Selbst wenn aber "nur" das geht, was in der Live-Demo gezeigt wird, dann ist das schon extrem gut und macht Hoffnung auf ein interessantes Produkt.

    Leider hatte Microsoft in der Vergangenheit eine Tendenz dazu gute Ideen in der Umsetzung zu versauen. Aber Herr Balmer ist ja nicht mehr da...

    VG

  4. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: Cerdo 22.01.15 - 11:25

    Klar ist das noch alles in den Kinderschuhen. Und die erste Version wird wahrscheinlich nicht fehlerfrei laufen.
    In ein paar Jahren wird das System aber wachsen und die Fehler werden ausgemerzt. Ich freu mich auf 2030. Dann sollte es schon richtig gut funktionieren. ;-)

  5. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: h3ld27 22.01.15 - 11:46

    Cerdo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar ist das noch alles in den Kinderschuhen. Und die erste Version wird
    > wahrscheinlich nicht fehlerfrei laufen.
    > In ein paar Jahren wird das System aber wachsen und die Fehler werden
    > ausgemerzt. Ich freu mich auf 2030. Dann sollte es schon richtig gut
    > funktionieren. ;-)

    Ich denke auch. Das sind jetzt die ersten Videos eines ganz neuen Konzeptes. Wenn man da mal 5-10 Jahre weiter denkt, und eine solche Brille wohl einiges kleiner wird, somit alltagstauglicher. Glaube damit ist einiges möglich. Gibt so viele Bereiche in denen ich mir eine Nutzung vorstellen kann!

  6. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: Trollversteher 22.01.15 - 12:54

    Wenn man bedenkt, dass es die ersten Spielereien in exakt diese Richtung mit den von Dir beschriebenen Anforderungen schon seit vielen Jahren von der Community mit Kinect am PC gibt, dann kann ich mir schon vorstellen, dass sich in diese Richtung seit dem so einiges getan hat.

    Aber gespannt bin ich natürlich auch, wie der erste Prototyp aussehen wird.

  7. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: Trollversteher 22.01.15 - 12:57

    >Im Juli wird die NASA damit Curiosity steuern und virtuelle Marsbegehungen durchführen. Siehe auch die anderen Threads hier.

    ...da frage ich mich allerdings, wie sie das Problem des Delays von 4-24 min (je nach Erde-Mars Konstellation) lösen wollen...

  8. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: Anonymer Nutzer 22.01.15 - 13:09

    Katsuragi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1) Bilderkennung des echten Motorrads in einem Live-Bild inklusive seiner
    > 3D-Form.
    > An sowas wird gerade geforscht, aber das ist _enorm_ schwer.

    Ich denke das 3D Modell des Motorrads ist im Rechner hinterlegt. Der Rechner erkennt es nur anhand von ein paar Features und stellt es entsprechend seiner Raumlage dar.

    > 2) Erkennung der Position und Lage des Objekts im Raum relativ zur Brille.
    > Das Ganze mit maximaler Abweichung von den vorigen Messwerten in der
    > Größenordnung von wenigen Millimetern, sonst zittert das eingeblendete
    > Bild.

    Ich habe gerade ein paper gelesen, in dem ein Algorithmus vorgestellt wird, der das P3P Problem in 2 ms schafft, die richtige Lösung bestimmt man auch recht schnell durch zusätzliche features. Zusätzlich braucht es halt noch Featureerkennung, aber da kann man nachhelfen. Falls es dich interessiert:

    http://rpg.ifi.uzh.ch/software_datasets.html

    1. Perspective 3-Point (P3P) Algorithm
    2. A Monocular Pose Estimation System based on Infrared LEDs

    > 3) Positionierung des "Hologramms" im Bild des Benutzers, um dazu genau zu
    > passen.

    Dazu muss die Lage der Brille im Raum genau bekannt sein (wie zu deinem Punkt 1) natürlich auch). Ich halte es für wahrscheinlich, das diese extern erfasst wird, durch Motion Tracking und oben genannter pose estimation der Brille.

    > 4) Stabilisierung des Bildes, um auch mit geringsten (ungewollten)
    > Kopfbewegungen mitzukommen, damit das "Hologramm" ruhig bleibt und nicht
    > hin und her "tänzelt".

    Ich denke das bekommt man durch Regelungalgorithmen ganz gut hin wie sie in dem einen paper auch zu Stabilisierung des Quadrotors verwendet werden (PID schätze ich).

    Ich glaube dass es machbar ist unter "Laborbedingungen", die man sich "zuhause" auch recht leicht schaffen kann. Man braucht natürlich entsprechend Rechenleistung. Gerade der P3P Algorithmus könnte für eine robuste Lageerkennung merhmals parallel gerechnet werden.

    Was ich allerdings nicht verstehe ist wie Projektion des Hologramms funktioniert, hab mich aber auch noch nie damit beschäftigt. Jedenfalls wahnsinnig cooles Ding wenn es so ähnlich funktioniert wie in dem Werbevideo.

  9. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: xmaniac 22.01.15 - 14:44

    Nicht realer als das UserInterface aus Minority Report? Etwa so?

    https://www.youtube.com/watch?v=U1Xp_t9xKko

  10. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: TheUnichi 22.01.15 - 16:20

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Im Juli wird die NASA damit Curiosity steuern und virtuelle Marsbegehungen
    > durchführen. Siehe auch die anderen Threads hier.
    >
    > ...da frage ich mich allerdings, wie sie das Problem des Delays von 4-24
    > min (je nach Erde-Mars Konstellation) lösen wollen...

    Ich denke, die können auch den Befehl geben und dann 3-24 Minuten warten...

  11. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: codefox 22.01.15 - 21:04

    TheUnichi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trollversteher schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > >Im Juli wird die NASA damit Curiosity steuern und virtuelle
    > Marsbegehungen
    > > durchführen. Siehe auch die anderen Threads hier.
    > >
    > > ...da frage ich mich allerdings, wie sie das Problem des Delays von 4-24
    > > min (je nach Erde-Mars Konstellation) lösen wollen...
    >
    > Ich denke, die können auch den Befehl geben und dann 3-24 Minuten warten...

    Zudem kann man auch einfach den Befehl geben, die gesamte Umgebung zu Scannen (mit Tiefenbildkamera und einer der anderen "normalen" Kameras) und warten, bis die Daten da sind. Damit könnte der PC dann die gesamte Umgebung rendern.

  12. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: Yuion 22.01.15 - 21:59

    Also das ist natürlich noch sehr stark Zukunftsmusik aber möglich wäre es:
    Wie wäre es sich die Quantenverschränkung zu nutze zu machen um ohne Delay daten zum Rover zu senden oder von ihm zu erhalten

  13. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: JTR 22.01.15 - 22:24

    Man muss sich nur die Kinect Werbevideo und die Wirklichkeit anschauen und man weiss wie weit Anspruch und Realität voneinander abweichen werden. In 10 Jahren dürfte die Technik dann mal genug ausgereift für mich sein.

  14. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: Trollversteher 23.01.15 - 07:57

    >Also das ist natürlich noch sehr stark Zukunftsmusik aber möglich wäre es:
    >Wie wäre es sich die Quantenverschränkung zu nutze zu machen um ohne Delay daten zum Rover zu senden oder von ihm zu erhalten

    Bisher gibt es nur leider noch keine Idee, wie man die Quantenverschränkung zur Daten/Kommunikationsübertragung nutzen könnte...

  15. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: Trollversteher 23.01.15 - 07:59

    >Zudem kann man auch einfach den Befehl geben, die gesamte Umgebung zu Scannen (mit Tiefenbildkamera und einer der anderen "normalen" Kameras) und warten, bis die Daten da sind. Damit könnte der PC dann die gesamte Umgebung rendern.

    Naja, der Satz des OP klang aber so, als könne man damit curiosity direkt interaktiv über den Mars steuern. Mit einer VR Brille durch eine, auf Basis von gesammelten Daten gerenderte Szene laufen kann man schon seit Jahren, dafür braucht man keine Holobrille...

  16. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: tgraffweg 23.01.15 - 08:42

    Wenn man dann noch "Cortana" in "Jarvis" umbenennen kann...
    dann ist das Teil ja sowas von gekauft :D
    Aber Spaß beiseite, sollte das auch nur ansatzweise so funktionieren wie in den Trailern, könnte MS da ein sehr großer Wurf gelingen.

  17. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: Dwalinn 23.01.15 - 10:05

    Was mich etwas stört ist das die eigenen Gliedmaßen hinter der Projektion ist... dadurch wird das steuern etwas schwieriger und besonders der Minecraft wird dadurch bestimmt weniger "intensiv"

  18. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: Bouncy 23.01.15 - 11:12

    Yuion schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also das ist natürlich noch sehr stark Zukunftsmusik aber möglich wäre es:
    > Wie wäre es sich die Quantenverschränkung zu nutze zu machen um ohne Delay
    > daten zum Rover zu senden oder von ihm zu erhalten
    äh, so funktioniert die Verschränkung aber nicht ;) Und sie hebt nicht den Grundsatz auf, dass Informationen nicht schneller als c übertragen werden können...

  19. Re: technisch fast unmöglich zu realisieren

    Autor: TheUnichi 23.01.15 - 11:15

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Zudem kann man auch einfach den Befehl geben, die gesamte Umgebung zu
    > Scannen (mit Tiefenbildkamera und einer der anderen "normalen" Kameras) und
    > warten, bis die Daten da sind. Damit könnte der PC dann die gesamte
    > Umgebung rendern.
    >
    > Naja, der Satz des OP klang aber so, als könne man damit curiosity direkt
    > interaktiv über den Mars steuern. Mit einer VR Brille durch eine, auf Basis
    > von gesammelten Daten gerenderte Szene laufen kann man schon seit Jahren,
    > dafür braucht man keine Holobrille...

    Man kann Curiosity auf jeden Fall genauer und effizienter kontrollieren, da man ein besseres Gefühl für die Umgebung hat und interessante Stellen schneller ausmachen und definieren kann.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. GCP - Grand City Property, Berlin
  2. Garmin Würzburg GmbH, Würzburg
  3. PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, verschiedene Standorte
  4. ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Pumpkin Jack für 12,49€, GTFO für 20,49€, Total War Warhammer - Dark Gods Edition für...
  2. Verkaufsstart: 29.10., 14 Uhr
  3. Verkaufsstart: 29.10., 14 Uhr
  4. (u. a. Anker PowerCore Slim 10000mAh mit USB-C Power Delivery für 19,60€, Anker PowerWave...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Mario Kart Live im Test: Ein Klempner, der um Konsolen kurvt
Mario Kart Live im Test
Ein Klempner, der um Konsolen kurvt

In Mario Kart Live (Nintendo Switch) fährt ein Klempner durchs Wohnzimmer. Golem.de hat das Spiel mit einem Konsolen-Rennkurs ausprobiert.
Von Peter Steinlechner

  1. Nintendo Entwickler arbeiten offenbar an 4K-Updates für Switch Pro
  2. Nintendo Switch Mario Kart Live schickt Spielzeugauto auf VR-Rennstecke
  3. 8bitdo Controller macht die Nintendo Switch zum Arcade-Kabinett

Energiewende: Wie die Begrünung der Stahlindustrie scheiterte
Energiewende
Wie die Begrünung der Stahlindustrie scheiterte

Vor einem Jahrzehnt suchte die europäische Stahlindustrie nach Technologien, um ihren hohen Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren, doch umgesetzt wurde fast nichts.
Eine Recherche von Hanno Böck

  1. Wetter Warum die Klimakrise so deprimierend ist

iPad Air 2020 im Test: Apples gute Alternative zum iPad Pro
iPad Air 2020 im Test
Apples gute Alternative zum iPad Pro

Das neue iPad Air sieht aus wie ein iPad Pro, unterstützt dasselbe Zubehör, kommt mit einem guten Display und reichlich Rechenleistung. Damit ist es eine ideale Alternative für Apples teuerstes Tablet, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablet Apple stellt neues iPad und iPad Air vor