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Naja, wenn man sich Forschung zum Grossteil sparen kann

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  1. Naja, wenn man sich Forschung zum Grossteil sparen kann

    Autor: Umdenker 18.03.18 - 09:59

    Man sollte sich mal mit der Geschichte von Huawei beschäftigen. Deren Geschäftsmodell basiert eigentlich von Anfang an in "Kopiere bewährte Hard-/Software, passe sie minimal an, verkaufe sie für $weniger als deine Konkurenz -> Profit". Sie entwickeln heute zwar auch einiges selbst, aber ihr KnowHow ist zum Grossteil durch das Herstellen von Plagiaten entstanden und so kann man sich Millionen bis Milliarden an Entwicklung und Forschung sparen.

    An sich hätte ich nichts gegen dieses Konzept, da es ja sehr effizient ist. Im Kapitalismus mit entsprechender Konkurrenz ist das aber dreist und unfair. Gut, westliche Unternehmen sind dafür besser in Korruption/Bestechung um z.B. an Aufträge zu kommen (Siemens, Airbus, EADS, ...).

  2. Re: Naja, wenn man sich Forschung zum Grossteil sparen kann

    Autor: Bigfoo29 18.03.18 - 14:36

    Nur etwas zu kopieren heißt nicht, das Ganze zu verstehen oder gar besser als die Konkurrenz zu machen. Dafür muss man die Grundlagen kennen. Und die haben die "kapitalistischen Firmen" bereitwillig jedem Chinesen in die Hand gelegt, der das halbwegs wissen wollte. Nennt sich Joint-Venture, ohne die man in China sehr hohe Import-Zölle zahlt. Dass jede Firma, die ein Jointventure mit den Chinesen eingeht, ihr KnowHow freiwillig preisgibt, interessiert kurzfristig niemanden. Da winken nämlich erstmal die Gewinne durch die Verkäufe. Und wenn die Chinesen dann so weit sind, dass sie DANK der JVs ihre Gründerväter meucheln können, sind die Konzern-Lenker, die die JVs vorangetrieben haben, lange wo anders (oder in Rente).

    Ich habe so ungläubig mit dem Kopf geschüttelt, als unser Chef damals von "Opportunities" und "Konsum-Markt" sprach... Bei den Halluzinationen, die da vom Podium kamen, entweder war das Zeug, was er anscheinend nimmt, dieser Tage entweder besonders gut oder besonders schlecht. Aber gesund wars ganz sicher nicht.

    Aber das merken wir alle noch in zehn oder zwanzig Jahren. Dann haben die Chinesen uns nämlich überholt. Tun sie derzeit schon, indem sie den zukünftigen "Billigarbeitskräftemarkt" Afrika gerade schon übernehmen...
    (Die Produktionskosten sind in ganz Asien in der letzten Dekade dramatisch gestiegen. Nicht umsonst bauen z.B. Sennheiser oder Nokia jetzt in Rumänien. Da sind die Kosten oft niedriger als in Fernost.

    Regards.

  3. Re: Naja, wenn man sich Forschung zum Grossteil sparen kann

    Autor: Kakiss 19.03.18 - 06:27

    Umdenker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man sollte sich mal mit der Geschichte von Huawei beschäftigen. Deren
    > Geschäftsmodell basiert eigentlich von Anfang an in "Kopiere bewährte
    > Hard-/Software, passe sie minimal an, verkaufe sie für $weniger als deine
    > Konkurenz -> Profit". Sie entwickeln heute zwar auch einiges selbst, aber
    > ihr KnowHow ist zum Grossteil durch das Herstellen von Plagiaten entstanden
    > und so kann man sich Millionen bis Milliarden an Entwicklung und Forschung
    > sparen.
    >
    > An sich hätte ich nichts gegen dieses Konzept, da es ja sehr effizient ist.
    > Im Kapitalismus mit entsprechender Konkurrenz ist das aber dreist und
    > unfair. Gut, westliche Unternehmen sind dafür besser in
    > Korruption/Bestechung um z.B. an Aufträge zu kommen (Siemens, Airbus, EADS,
    > ...).

    Naja so hat ja auch Dell angefangen, IBM kompatible PCs günstiger verkaufen.

    Ich verstehe deinen Gedankengang aber durchaus gut.
    Das ganze ist halt auch einfach kein einfaches Thema :)

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