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MSCE hat manch einem bei der Jobsuche geholfen

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  1. MSCE hat manch einem bei der Jobsuche geholfen

    Autor: norbertgriese 02.03.20 - 12:28

    Beispiel:
    Kennengelernt als Schulpraktikant 9.Klasse
    Mit 16 eigene Wohnung, Stress mit den Eltern, jobbt gelegentlich bei mir.
    Studiert,bricht Studium ab
    Wird wohl süchtig, sehe ihn nur noch gelegentlich. Dann aber jobbt er korrekt.
    Später mit ca. 30 arbeitet er jeden Samstag bei mir für 6h. Ist topfit.

    Arbeitsamt? Sponsert ihm eine MSCE Kurs.

    Krankenkasse sucht eine Vertretung als Admin für maximal 2 Jahre befristet.

    Er arbeitet weiterhin zusätzlich Samstags bei mir. Bis er fest übernommen wird von der Krankenkasse nach 6 Monaten. Ist jetzt mit Eigener Familie seit Jahren bei der Krankenkasse tätig.

    Der MSCE als einzige Ausbildung hats dann wohl gebracht.

    Norbert

  2. Re: MSCE hat manch einem bei der Jobsuche geholfen

    Autor: Oktavian 02.03.20 - 14:38

    > Arbeitsamt? Sponsert ihm eine MSCE Kurs.

    > Der MSCE als einzige Ausbildung hats dann wohl gebracht.

    Für einige hat es das tatsächlich gebracht, für viele aber auch nicht. Ende der 90er bis Anfang der 00er (.com-Blase) wurden Massen an Arbeitslosen, die schon mal von weitem eine Tastatur gesehen haben, in die MSCE-Kurse gesteckt. Oft haben sie die auch erfolgreich absolviert, denn die Kurse sind halt sehr darauf geschnitten, dass man am Ende die Prüfung auch besteht.

    Am Ende hat man jemanden, der in 10 Kursen gelernt hat, wie man diese 10 Prüfungen besteht. Anfangs wurden diese Leute auch eingestellt, es wurde ja quasi jeder eingestellt. Als die Blase aber platze, waren das die ersten, die auch wieder auf der STraße standen. So gut waren sie halt doch nicht, meiste fehlten die Grundlagen und die tieferen Kenntnisse.

    Der MSCE-Wisch war gut für Quereinsteiger, die dadurch überhaupt etwas Papier in der Hand hatten. Aber er alleine sagte doch recht wenig über die Qualifikation aus, und die Horde von Arbeitsamts-MSCEs hat die Ruf auch ziemlich ruiniert.

  3. Re: MSCE hat manch einem bei der Jobsuche geholfen

    Autor: DubstepCat 03.03.20 - 11:35

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Arbeitsamt? Sponsert ihm eine MSCE Kurs.
    >
    > > Der MSCE als einzige Ausbildung hats dann wohl gebracht.
    >
    > Für einige hat es das tatsächlich gebracht, für viele aber auch nicht. Ende
    > der 90er bis Anfang der 00er (.com-Blase) wurden Massen an Arbeitslosen,
    > die schon mal von weitem eine Tastatur gesehen haben, in die MSCE-Kurse
    > gesteckt. Oft haben sie die auch erfolgreich absolviert, denn die Kurse
    > sind halt sehr darauf geschnitten, dass man am Ende die Prüfung auch
    > besteht.
    >
    > Am Ende hat man jemanden, der in 10 Kursen gelernt hat, wie man diese 10
    > Prüfungen besteht. Anfangs wurden diese Leute auch eingestellt, es wurde ja
    > quasi jeder eingestellt. Als die Blase aber platze, waren das die ersten,
    > die auch wieder auf der STraße standen. So gut waren sie halt doch nicht,
    > meiste fehlten die Grundlagen und die tieferen Kenntnisse.
    >
    > Der MSCE-Wisch war gut für Quereinsteiger, die dadurch überhaupt etwas
    > Papier in der Hand hatten. Aber er alleine sagte doch recht wenig über die
    > Qualifikation aus, und die Horde von Arbeitsamts-MSCEs hat die Ruf auch
    > ziemlich ruiniert.

    Ich kenne die MCSE Prüfung als; jede Frage ist ein langes Fallbeispiel mit Grafiken und drum und dran und man muss dann aus ziemliche ähnlich klingenden Antworten die richtige auswählen. Nach meiner Einschätzung war das nur zu schaffen wenn man sich mit dem Produkt auskennt. Zumindest bezogen auf die Prüfungen die ich gemacht habe...

  4. Re: MSCE hat manch einem bei der Jobsuche geholfen

    Autor: chewbacca0815 03.03.20 - 17:07

    DubstepCat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... Nach meiner Einschätzung war das nur zu schaffen wenn man sich mit dem Produkt auskennt.

    Mitnichten, man muss nur hinlänglich lange genug den Pool des digitalen Fragenkatalog auswendig gelernt haben, bis man jede Antwort auf die jeweilige Frage korrekt intus hat.

    Ähnlich wie die Theorie zum Führerschein: einfach nur lange genug das Frage/Antwort-Spielchen machen.

  5. Re: MSCE hat manch einem bei der Jobsuche geholfen

    Autor: TW1920 06.03.20 - 17:09

    chewbacca0815 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DubstepCat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ... Nach meiner Einschätzung war das nur zu schaffen wenn man sich mit
    > dem Produkt auskennt.
    >
    > Mitnichten, man muss nur hinlänglich lange genug den Pool des digitalen
    > Fragenkatalog auswendig gelernt haben, bis man jede Antwort auf die
    > jeweilige Frage korrekt intus hat.
    >
    > Ähnlich wie die Theorie zum Führerschein: einfach nur lange genug das
    > Frage/Antwort-Spielchen machen.

    Richtig. Dann hat man Admins die nach der Anleitung arbeiten können - mehr aber auch nicht.
    Kommt mal was außer der Reihe scheitern sie. Kenne da einige. Die haben auch immer Angst, wenn jemand nur die kleinste Kleinigkeit anders macht als in der von denen bekannten Anleitung. Klar, die verstehen das Ganze nicht, wissen nur, wenn da XYZ steht sollte das passen.

    TW1920
    --------------------------------


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  6. Re: MSCE hat manch einem bei der Jobsuche geholfen

    Autor: MarcoW75 28.03.20 - 12:05

    TW1920 schrieb:

    > Richtig. Dann hat man Admins die nach der Anleitung arbeiten können - mehr
    > aber auch nicht.
    > Kommt mal was außer der Reihe scheitern sie. Kenne da einige. Die haben
    > auch immer Angst, wenn jemand nur die kleinste Kleinigkeit anders macht als
    > in der von denen bekannten Anleitung. Klar, die verstehen das Ganze nicht,
    > wissen nur, wenn da XYZ steht sollte das passen.

    Leider wird diese Art, sich in ein Thema "einzuarbeiten" oft sogar noch von Lehrern/Dozenten forciert und diejenigen gerne mal als dumm abgestempelt, die anmerken, dass sie die Thematik schon ganz gerne verstehen möchten und nicht nur Antworten auswendig lernen wollen. Ich stecke gerade in einer Fortbildung (allerdings für Java SE8), wo so "unterrichtet" wird. Weil er Dozent stinkfaul ist, sollen wir uns in teilweise komplexe Themenbereiche durch das Anschauen von Wikipedia-Artikeln (!) einarbeiten. Hätte ich gewusst, dass man z.B. das Thema Datenbanken auch in 20min vollständig lernen kann, hätte ich mich damit in meiner Erstausbildung nicht 6 Monate damit rumschlagen müssen *hust*

  7. Re: MSCE hat manch einem bei der Jobsuche geholfen

    Autor: MarcoW75 28.03.20 - 12:46

    DubstepCat schrieb:

    > Ich kenne die MCSE Prüfung als; jede Frage ist ein langes Fallbeispiel mit
    > Grafiken und drum und dran und man muss dann aus ziemliche ähnlich
    > klingenden Antworten die richtige auswählen. Nach meiner Einschätzung war
    > das nur zu schaffen wenn man sich mit dem Produkt auskennt. Zumindest
    > bezogen auf die Prüfungen die ich gemacht habe...

    Wenn man sich mal die diversen Zertifizierungen anschaut, wird man den Eindruck nicht los,dass es nicht darum geht, wirklich das WISSEN der Leute zu testen, sondern nur, wie gut sie etwas auswendig lernen können. Bei vielen Fragen fragt man sich unwillkürlich,ob der Zertifizierungsveranstalter die Leute veralbern will,weil die Aufgabenstellung nicht wirklich viel mit dem zu tun hat, was er eigentlich wissen will. Wenn beispielsweise gefragt wird, welche der als Antworten vorgegebenen Zeilen in einem Skript fehlt, aber eigentlich erwartet wird, den Syntaxfehler an einer belanglosen Stelle in der Aufgabenstellung zu erkennen, dann fragt man sich, was das wohl soll. Das ist so,als würde man einen Automechanikerlehrling fragen, ob nun der fehlende Motor oder die fehlenden Reifen Schuld dran sind,dass das Auto nicht fährt und erwarten, dass er auf den leeren Tank als Antwort kommt.




    Oktavian schrieb:
    > Der MSCE als einzige Ausbildung hats dann wohl gebracht.

    > Für einige hat es das tatsächlich gebracht, für viele aber auch nicht.
    > Ende
    > der 90er bis Anfang der 00er (.com-Blase) wurden Massen an Arbeitslosen,
    > die schon mal von weitem eine Tastatur gesehen haben, in die MSCE-Kurse
    > gesteckt. Oft haben sie die auch erfolgreich absolviert, denn die Kurse
    > sind halt sehr darauf geschnitten, dass man am Ende die Prüfung auch
    > besteht.
    > Am Ende hat man jemanden, der in 10 Kursen gelernt hat, wie man diese 10
    > Prüfungen besteht. Anfangs wurden diese Leute auch eingestellt, es wurde
    > ja quasi jeder eingestellt. So gut waren sie halt doch
    > nicht,
    > > meiste fehlten die Grundlagen und die tieferen Kenntnisse.
    > > Der MSCE-Wisch war gut für Quereinsteiger, die dadurch überhaupt etwas
    > > Papier in der Hand hatten. Aber er alleine sagte doch recht wenig über
    > die
    > > Qualifikation aus, und die Horde von Arbeitsamts-MSCEs hat die Ruf auch
    > > ziemlich ruiniert.

    Leider ist das heute noch nicht SO viel anders. Die Veranstalter solcher Kurse sind dran interessiert, den Laden vollzukriegen,ungeachtet der Sinnhaftigkeit dessen,was sie da machen. Leute werden quasi "zur Prüfung gepeitscht",obwohl sie gar nicht die nötige Erfahrung haben, was die Veranstalter aber nicht dran hindert, diese Kurse fröhlich weiter als "anfängertauglich" zu deklarieren. Wie in meinem vorherigen Posting schon geschrieben,hänge ich in einer solchen Fortbildung (zum Java SE8 Programmer), die als anfängertauglich verkauft wurde. Die Praxis sieht so aus, dass eigentlich nur 7-8 Leute (von 24!) in der Lage sind, dem Unterricht zu folgen, da dessen Niveau alles andere als anfängertauglich ist. Sprich: das Unterrichtsniveau ist auf einem Level für Leute, die den Kurs eigentlich gar nicht bräuchten, während die Anfänger (2/3 des Kurses) hinten runterfallen. Entsprechend sieht auch die Zertifizierungsquote aus: von 24 Leuten haben gerade mal 6 (!) überhaupt eine der beiden Zertifizierungsprüfungen gemacht, der Rest traut sich mangels Erfahrung nicht dran. Was durchaus verständlich ist, denn für das,was der Veranstalter als "anfängertauglich" verkauft, empfiehlt Oracle als Zertifizierer 2 Jahre praktische Erfahrung für die OCA-Prüfung und 4 Jahre für die OCP-Prüfung. Und wir sollen das allen Ernstes in 6 Monaten schaffen ? Ja ne,is klar.

  8. Re: MSCE hat manch einem bei der Jobsuche geholfen

    Autor: TW1920 30.03.20 - 10:04

    MarcoW75 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > TW1920 schrieb:
    >
    > > Richtig. Dann hat man Admins die nach der Anleitung arbeiten können -
    > mehr
    > > aber auch nicht.
    > > Kommt mal was außer der Reihe scheitern sie. Kenne da einige. Die haben
    > > auch immer Angst, wenn jemand nur die kleinste Kleinigkeit anders macht
    > als
    > > in der von denen bekannten Anleitung. Klar, die verstehen das Ganze
    > nicht,
    > > wissen nur, wenn da XYZ steht sollte das passen.
    >
    > Leider wird diese Art, sich in ein Thema "einzuarbeiten" oft sogar noch von
    > Lehrern/Dozenten forciert und diejenigen gerne mal als dumm abgestempelt,
    > die anmerken, dass sie die Thematik schon ganz gerne verstehen möchten und
    > nicht nur Antworten auswendig lernen wollen. Ich stecke gerade in einer
    > Fortbildung (allerdings für Java SE8), wo so "unterrichtet" wird. Weil er
    > Dozent stinkfaul ist, sollen wir uns in teilweise komplexe Themenbereiche
    > durch das Anschauen von Wikipedia-Artikeln (!) einarbeiten. Hätte ich
    > gewusst, dass man z.B. das Thema Datenbanken auch in 20min vollständig
    > lernen kann, hätte ich mich damit in meiner Erstausbildung nicht 6 Monate
    > damit rumschlagen müssen *hust*
    Tja, ist halt einfach, Hauptsache auf dem Papier sieht es aus als hättest du Ahnung. Somit ist für ihn der Job erfüllt. Doof ist es dann, wenn du deinen ersten festen Job hast, aber das juckt ja den Lehrer/Dozent dann nicht mehr... Auch viele Betriebe bilden schlecht aus. Dann aber wundern, warum frisch ausgebildete nix taugen - daran denkt dann niemand, ebenso die Ämter, die sich dann wundern, warum man trotzdem keinen Job bekommt oder kurz drauf wieder verliert.

    Im IT Bereich ist es nicht so wichtig konkretes zu wissen, sondern dass man das Grundprinzip und die dahinter stehende Logik versteht. Wenn man mal ne Funktion nicht genau weiß, das kann man einfach schnell Recherchieren - sofern man weiß wonach man sucht. Programmiersprachen sind die meisten an sich eh sehr ähnlich. Hat man die Grundlogik verstanden kann man auch ganz einfach andere Sprachen lernen.
    Darum halte ich "Learning by Doing" für am effektivsten. Klar, dabei macht man hier und da Fehler, aber genau dann versteht man, warum man gewisse Dinge macht wie man sie macht. Mal abgesehen, dass man dabei mehr nachdenkt und das Grundprinzip besser verinnerlicht. Aber das ist jedoch ein individueller Prozess, was bedeutet, dass sich der Lehrer/Dozent mehr Zeit für jeden individuell nehmen muss.

    TW1920
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