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Medienkompetenz

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  1. Medienkompetenz

    Autor: wurstfett 18.04.18 - 12:48

    Umso wichtiger wird es den Menschen/Kindern Medienkompetenz beizubringen. Es muss einem Grundsätzlich egal sein wer etwas sagt oder wo es geschrieben steht. Man muss selbst stets den Abgleich fahren ob das Bullshit ist. Grundsätzlich war das schon immer so. Aber das Rauschen ist dadurch dass immer mehr menschen professionell Medien verbreiten können größer geworden. Dass wir das Vermitteln von Medienkompetenz gerade verschlafen, zeigt auch die wachsende Anzahl von Reichsbürgern, Truthern und Flacherdlern. Jedenfalls hilft es nichts Angst vor der Technik zu haben oder zu versuchen da irgendwie regulatorisch einzugreifen sondern man muss auf der Empfängerseite nachbessern.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.04.18 12:49 durch wurstfett.

  2. Re: Medienkompetenz

    Autor: |=H 18.04.18 - 12:50

    Wie soll ich denn prüfen ob eine Quelle seriös ist?
    Dazu habe ich weder die Zeit, noch die Möglichkeiten.

  3. Re: Medienkompetenz

    Autor: Muhaha 18.04.18 - 13:18

    |=H schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie soll ich denn prüfen ob eine Quelle seriös ist?

    Medienkompetenz bedeutet nicht, dass Du kurz in die Glaskugel schaust und dann zweifelsfrei Lüge von Wahrheit trennen zu können.

    Medienkompetenz kann bedeuten, dass Du in der Lage bist Medieninhalte differenziert bewerten zu können, dass Du Dir über die Fallstricke einfacher Erklärungsversuche für komplexe Sachverhalte im Klaren bist, dass Du weisst, wie komplex und kompliziert viele Sachverhalte tatsächlich sind.

    Und Dir sollte idealerweise auch bewusst sein, dass "Lüge" und "Wahrheit" bei nicht wenigen Themen stark vom jeweils eigenen Standpunkt abhängen können, eine Information in manchen Fällen für den einen Menschen eine Lüge und für den anderen Menschen die ultimate Wahrheit ist und beide Recht haben. Religion ist so eine dieser Dinge, wo es stark auf den eigenen Standpunkt ankommt. Für einen gläubigen Anhänger einer abrahamitischen Religion ist die Existenz Gottes ein nicht zu leugnender Fakt, der Atheist greift sich da nur fassungslos an den Kopf. Aber schon der Jude bekommt einen komischen Blick, wenn der Christ von Jesus als Gottes Prophet redet und beide fragen sich, was der Moslem genommen hat, wenn dieser von Mohammed als Gottes einzigem Propheten redet.

    Medienkompetenz, in einem Satz: Es gibt keine einfachen Antworten bis auf die Fälle, wo einfache Antworten einen Sachverhalt vollständig beschreiben :)

    > Dazu habe ich weder die Zeit, noch die Möglichkeiten.

    Du sollst auch nicht dreissig Tageszeitungen parallel lesen. Es genügt schon, wenn man zumindest hin und wieder zwei Nachrichtenquellen verfolgt, die klar in der einen und einer anderen politischen Ecke stehen. Einfach, um wenigstens den Blick von zwei Seiten auf eine Sache zu haben. Und wenn es um Themen geht, wo man sich nicht auskennt und nur eine Meinung, aber keine Ahnung hat, auch mal den Mut haben NICHTS zu sagen oder zu sagen, dass man sich zu Thema XYZ nicht genug auskennt, um einen sinnvollen Kommentar abgeben zu können.

    *****



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.04.18 13:29 durch bk (Golem.de).

  4. Re: Medienkompetenz

    Autor: wurstfett 18.04.18 - 13:21

    Quelle prüfen ist eine Möglichkeit. Wenn journalisten mehr dazu über gehen würden ihre Artikel ordentlich zu untermauern indem sie ihre recherchearbeit mit im artikel einbauen wäre das eine gute Sache.
    Generell sollte man aber auch eben gerade ohne auf Quellen zu vertrauen in der Lage sein Sinn von Unsinn zu unterscheiden. Nur weil die Tagesschau sagt der Mond ist aus käse muss ich das noch lange nicht glauben.

  5. Re: Medienkompetenz

    Autor: Abstragento 18.04.18 - 13:52

    Das Problem ist,das sämtliche sender (Staat,Medien,Spiegel usw) sich nicht um die Quelle scheren.
    Sie haben ein vorgefertigtes Ziel vor Augen, wen die Quellen Lage damit übereinstimmt gut, wen nicht Dan wirds passend gemacht.
    Die Ressource Mensch bzw seine Kooperation ist viel zu wertvoll,als das oben genannte den Ausgang der Meinungsbildung einem natürlichen Prozess überlassen.
    Siehe Schulzwang außerdem was sagt das Wort steuern aus,das damit gesteuert wird wo die Reise hingeht wie die Konditionen sind und hier werden Dinge angesteuert die selbstverständlich die eigene Existenzgrundlage dieser Strukturen sicher stellt.
    Und wie man in letzter Zeit sehr gut sehen kann auch wen es auf Kosten der Mehrheit ist, sprich wen nötig wird gelogen und getäuscht um die Kooperation der Menschen weiter auf seiner Seite zu wissen auch bei korrupten abenteuern/Krieg...

  6. Re: Medienkompetenz

    Autor: Muhaha 18.04.18 - 13:57

    wurstfett schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur weil die Tagesschau
    > sagt der Mond ist aus käse muss ich das noch lange nicht glauben.

    Und viel wichtiger ... das heisst ja noch lange nicht, dass damit automatisch die Behauptung stimmen würde, der Mond sei in Wirklichkeit aus Sandelholz geschnitzt.

    Nicht wenige Leute verwechseln Medienkompetenz mit "Wenn A falsch ist, muss automatisch B richtig sein!" und glauben dann, ohne etwas nachzuprüfen, auch nur dummen Mist, kommen sich aber unglaublich schlau und aufgeklärt vor. Gerne wird auch das Ablassen von substanzlosen Allgemeinplätzen wie "Cui bono?", ohne das im Kontext der Diskussion näher zu erläutern, oder gar eine Antwort darauf zu geben, als Zeichen von distinguierter Abgeklärtheit mißverstanden.

  7. Re: Medienkompetenz

    Autor: misfit 18.04.18 - 14:44

    Nicht ein mal das hilft, wenn viele seriöse Quellen Falschmeldungen verbreiten. Ich sag nur #varoufake (Neo Magazin Royale).

  8. Re: Medienkompetenz

    Autor: Muhaha 18.04.18 - 14:49

    misfit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht ein mal das hilft, wenn viele seriöse Quellen Falschmeldungen
    > verbreiten. Ich sag nur #varoufake (Neo Magazin Royale).

    Medienkompetenz ist auch kein Allheilmittel mit 100% garantierter Wirkung und eingebauter Automatik-Glaskugel.

  9. Re: Medienkompetenz

    Autor: lenox 18.04.18 - 14:53

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > |=H schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wie soll ich denn prüfen ob eine Quelle seriös ist?
    >
    > Medienkompetenz bedeutet nicht, dass Du kurz in die Glaskugel schaust und
    > dann zweifelsfrei Lüge von Wahrheit trennen zu können.
    >
    > Medienkompetenz kann bedeuten, dass Du in der Lage bist Medieninhalte
    > differenziert bewerten zu können, dass Du Dir über die Fallstricke
    > einfacher Erklärungsversuche für komplexe Sachverhalte im Klaren bist, dass
    > Du weisst, wie komplex und kompliziert viele Sachverhalte tatsächlich sind.
    >
    > Und Dir sollte idealerweise auch bewusst sein, dass "Lüge" und "Wahrheit"
    > bei nicht wenigen Themen stark vom jeweils eigenen Standpunkt abhängen
    > können, eine Information in manchen Fällen für den einen Menschen eine Lüge
    > und für den anderen Menschen die ultimate Wahrheit ist und beide Recht
    > haben. Religion ist so eine dieser Dinge, wo es stark auf den eigenen
    > Standpunkt ankommt. Für einen gläubigen Anhänger einer abrahamitischen
    > Religion ist die Existenz Gottes ein nicht zu leugnender Fakt, der Atheist
    > greift sich da nur fassungslos an den Kopf. Aber schon der Jude bekommt
    > einen komischen Blick, wenn der Christ von Jesus als Gottes Prophet redet
    > und beide fragen sich, was der Moslem genommen hat, wenn dieser von
    > Mohammed als Gottes einzigem Propheten redet.
    >
    > Medienkompetenz, in einem Satz: Es gibt keine einfachen Antworten bis auf
    > die Fälle, wo einfache Antworten einen Sachverhalt vollständig beschreiben
    > :)
    >
    > > Dazu habe ich weder die Zeit, noch die Möglichkeiten.
    >
    > Du sollst auch nicht dreissig Tageszeitungen parallel lesen. Es genügt
    > schon, wenn man zumindest hin und wieder zwei Nachrichtenquellen verfolgt,
    > die klar in der einen und einer anderen politischen Ecke stehen. Einfach,
    > um wenigstens den Blick von zwei Seiten auf eine Sache zu haben. Und wenn
    > es um Themen geht, wo man sich nicht auskennt und nur eine Meinung, aber
    > keine Ahnung hat, auch mal den Mut haben NICHTS zu sagen oder zu sagen,
    > dass man sich zu Thema XYZ nicht genug auskennt, um einen sinnvollen
    > Kommentar abgeben zu können.
    >
    > *****

    Genial auf den Punkt gebracht. Danke dafür ;-)

    Mein Senf dazu:

    hier ein Beispiel für Gegensätzliche Berichterstattung: ntv vs rt.deutsch
    Lese u.A. auf beiden seit Jahren und beobachte eine krasse "Abwärts-Entwicklung" was das Niveau / Seriosität angeht, nichts desto trotz, Berichten beide gewissermaßen ähnliche Vorfälle aus unterschiedlichen Sichtweisen.

  10. Re: Medienkompetenz

    Autor: unbuntu 18.04.18 - 15:40

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du sollst auch nicht dreissig Tageszeitungen parallel lesen. Es genügt
    > schon, wenn man zumindest hin und wieder zwei Nachrichtenquellen verfolgt,
    > die klar in der einen und einer anderen politischen Ecke stehen. Einfach,
    > um wenigstens den Blick von zwei Seiten auf eine Sache zu haben.

    Und dann?
    Medium oder Person 1 sagt das war so. Medium oder Person 2 sagt, das war ganz anders. Beides evtl. plausibel und logisch. Ist man trotzdem so schlau wie vorher.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  11. Re: Medienkompetenz

    Autor: Abstragento 18.04.18 - 15:45

    Denke die Menschheit leidet kollektiv am die Sim Phänomen, wir reden von der Singularität bei der Maschine aber was ist die Singularität beim Menschen.
    Wie würde die aussehen, im Prinzip so als wen man in nem Messi Haushalt lebt, und die Sim zockt um virtuell die Bude auf zu räumen.
    Kollektiv fehlt uns der Sinn unsere Aktivitäten im Kontext der Unendlichkeit ein zu ordnen.
    Wir tanzen zur Logik des geldes,was an sich schon in 99% der Fälle das Todesurteil für ein umfassendes erfassen des Kontextes bedeutet.
    Den jedes System kämpft ums Überleben und da das Geldsystem korrupt ist,muss eine ehrliche umfassende Auseinandersetzung mit dem Kontext vermieden werden...
    Daher jeder ist auf seine Art ein meister im verdrängen, da der allgegenwärtige Kontext des Lebens,unsere Lebensweise im Kern bedroht.
    Die Diskrepanz zwischen dem wo wir sind und wo wir sein sollten wen ernst genommen, gefährdet unsere Mitgliedschaft in diesem allgegenwärtigen Club.
    Konnte man die Tage schön sehen als eine schwarze Frau,als Presse Sprecherin den neusten lügen und mutierten Machenschaften des "Masters" Rückendeckung gab,in dem sie die offizielle Version unters Volk brachte.
    Der Kontext das der Sklaventreiber, nur wenige Generationen zuvor mit ihres Gleichen ähnlich umgegangen ist, gefährdet das regelmäßige Einkommen ihr kleines Universum/system.
    Daher den Kontext wahrzunehmen und zu verwerten,muss man sich leisten können im Kontext dieser Tatsache sind wir alle Substanzlos...

  12. Re: Medienkompetenz

    Autor: Eheran 18.04.18 - 16:10

    >Ist man trotzdem so schlau wie vorher.
    Oder auch nicht. Man weiß, dass irgendwas nicht stimmt. Sicher.
    Wenn man nur eine Meldung gesehen hat, dann weiß man, dass das vielleicht so ist.
    Hinterher weiß man, dass beides nicht so sein kann.
    Welches das korrekte ist, bleibt dann noch offen. Aber zumindest weiß man, dass etwas nicht stimmt. Das ist dann doch schon eine ziemlich wichtige Erkentniss.

  13. Re: Medienkompetenz

    Autor: Trockenobst 18.04.18 - 16:12

    wurstfett schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber das Rauschen ist dadurch dass
    > immer mehr menschen professionell Medien verbreiten können größer geworden.

    Das nennt man auch Demokratisierung der Meinungshoheit.
    Man schluckt nicht mehr jeden Shit, und man merkt gerade bei Syrien und Russland eine unerwartet hohe defensive Haltung der Massenmedien was die Quellen und Deutung von Bildern und Videos angeht.

    Das es bewusste Filterblasen gibt, ist unbestritten. Aber der Stammtisch der "schon immer so war" wird sich durch Neuigkeiten nicht ändern lassen. Die katholischen Kirche interessiert die moderne Psychologie des Menschen auch nicht ;)

    > Dass wir das Vermitteln von Medienkompetenz gerade verschlafen, zeigt auch
    > die wachsende Anzahl von Reichsbürgern, Truthern und Flacherdlern.

    Nein. Medienkompetenz ist da. Es ist dir einfach nur egal, das ist was anderes.
    Das sind eben die "bewussten" Filterblasen. Wenn du nur den völkischen Bote lesen willst oder "Trumpnation", dann helfen 100 andere Seiten auch nichts.

    Eher sehe ich die Endzeit des Kaptalismus angebrochen. Man kann mit irgendeinem Shit Geld verdienen, vielleicht sogar zu viel und dann schreibt man halt 20 Bücher gegen das System oder für Echsenmenschen. Wenn man ein Haus in der Pampa hat, kann man mit solchen abseitigen Sachen viel Geld in Social Media verdienen. Gerade in den USA gibt es viele Millionäre, die bezahlen eine ganze Menge Geld an Leute die von Shitstorm zu Shitstorm wandern und bestimmte Themen wie Waffenrecht pushen sollen.

    Eine weitere Komponente ist die Vereinsamung. Viele Leute fühlen sich gar keiner Gruppe mehr zugehörig und wenn sonst nichts da ist, können Flat Earther einem im Bunkerdenken helfen. Es ist ja schließlich immer "die" gegen "einen großen Feind".
    Das hat dann gar nichts mehr mit Kompetenz zu tun, sondern das braucht dann mehrere Jahre Therapie.

  14. Re: Medienkompetenz

    Autor: Trockenobst 18.04.18 - 16:21

    unbuntu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Medium oder Person 1 sagt das war so. Medium oder Person 2 sagt, das war
    > ganz anders. Beides evtl. plausibel und logisch. Ist man trotzdem so schlau
    > wie vorher.

    Al Jazeera Englisch ist z.B. überaus Neutral was den Syrienkonflikt angeht. Es wird sehr viel mit "möglich", "vermutet" und "ungeprüft" als Wortkonstruktionen gearbeitet.
    Das zeigt eine distante Haltung, die angenehm ist. Sie versuchen auch - meistens - das übliche "von Quellen aus dem Umfeld" zu vermeiden, was nichts anderes heißen kann, dass der Autor des Artikels keine Quellen hat und dann woanders abgeschrieben wurde.

    Es gibt Seiten, wie der Spiegel oder die Welt, die haben eine spezifische Haltung. Wenn Du diese Quellen nutzt, sollte dir diese Haltung bekannt sein. Dann kann es sein, dass man Beiwörter nutzt. Z.B. "der schon häufiger auffällige Politiker" oder "völkerrechtlich bedenkliche Einsatz" geben schon eine Wertung ab, die eigentlich nicht direkt in den Satz gehört, sondern in einen eigenen Kontext gehört (Aktion: das ist passiert. Das bewerten andere zu dieser Aktion).

    Auch "aktives Weglassen" ist inzwischen eine gute Methodik um einer Story den Spin zu geben, den eine Redaktion möglicherweise hat.

  15. Re: Medienkompetenz

    Autor: Abstragento 18.04.18 - 16:32

    Das System verdient mit Shit seit jeher prächtig. Waffen,glyphosat,fast food sind Säulen des Systems, und im Falle von glyphosat und der allgegenwärtigen Propaganda, ist das System definitiv dein Feind.
    Das nicht zu sehen ist nix anderes als das Stockholm Syndrom,der ehrliche Kontext dem der Mensch gegenüber steht ist von solch abgründiger Natur,das die wenigsten die Kapazitäten haben das Ausmaß auszuloten.
    Womit willst du's auch vergleichen...
    Man schaue sich nur dieses Schauspiel skripal,Giftgas usw an,was sagt das über die Qualität unserer Gemeinschaft als menschliche Wesen aus, es heißt representative Demokratie...

  16. Re: Medienkompetenz

    Autor: Muhaha 18.04.18 - 16:41

    unbuntu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und dann?
    > Medium oder Person 1 sagt das war so. Medium oder Person 2 sagt, das war
    > ganz anders. Beides evtl. plausibel und logisch. Ist man trotzdem so schlau
    > wie vorher.

    Nochmal: Es geht nicht darum auf einen Blick Wahrheit von Lüge trennen zu können (was ja auch gar nicht geht), sondern darum Nachrichtenmeldungen aus verschiedenen Quellen besser einsortieren und einschätzen zu können.

    Nehmen wir deutsche Innenpolitik. Die "Welt" und die "FAZ" sind konservativ, also wird man hier Texte unter dem Gesichtspunkt "Mehr Überwachung ist toll, weil sicherer" finden. Die "Süddeutsche" ist meist SPD-nahe, die "TAZ" links. Dort wird man eher Aussagen wie "Mehr Überwachung ist nur eine Sicherheitsillusion" finden. Wenn man also weiß, in welcher groben politischen Ecke eine Zeitung steht, kann man auch besser einschätzen, wie bestimmte Aussagen aufzufassen sind. Auch hier geht es NICHT um Wahrheit oder Lüge, sondern um verschiedene Sichtweisen auf eine bestimmte Thematik. Der medienkompetente Leser weiß, dass die WELT in der Regel pro Überwachung ist, während die TAZ eher dagegen ist. Der nicht-medienkompetente Leser liest nur eine Zeitung (wenn überhaupt) und nimmt einfach die dort gebotene Aussage für bare Münze, falls sie in sein Weltbild passt. Wenn nicht, wird sie einfach ignoriert. Die andere Sichtweise findet einfach nicht statt und die Echokammer beginnt mit der schädlichen Verstärkung bereits vorgefertigter Meinungen, wo nichts anderes mehr Platz hat.

    Der medienkompetente Leser weiß, dass es andere Sichtweisen gibt und akzeptiert, dass es andere Sichtweisen geben kann. Mit dieser Akzeptanz macht er sich einen bestimmten Standpunkt natürlich nicht zu eigen, sondern akzeptiert nur, dass man auch anderer Meinung sein kann. Der medienkompetente Leser weiß, dass es gerade in Sachen Politik keine ultimaten Wahrheiten, sondern nur viele Sichtweisen und Möglichkeiten gibt.

    Das heisst natürlich nicht, dass der medienkompetente Leser keine eigene Meinung hat. Natürlich hat er einen eigenen Standpunkt. Aber er erkennt an, dass man auch andere Standpunkte einnehmen kann.

  17. Re: Medienkompetenz

    Autor: Muhaha 18.04.18 - 16:44

    Es wäre hilfreich, wenn Du Deine Gedanken mehr fokussierst, anstatt mitten im Satz willkürlich von einem Thema zum anderen zu springen, einfach nur Namedropping ohne Kontext und Erklärung, was Du damit eigentlich meinst, zu betreiben.

    Du willst uns bestimmt etwas Konkretes sagen, ich lese leider nur wirres Zeugs, sry.

  18. Re: Medienkompetenz

    Autor: Abstragento 18.04.18 - 17:42

    Wir sind die Borg. Ihre biologischen und technologischen Besonderheiten werden den unsrigen hinzugefügt. Widerstand ist zwecklos.
    Denke viele kennen diesen Satz und mit etwa 6 Jahren begegnen wir diesem "quadrat"...
    Und jeder hier ist im Prinzip ne Seven of nine, und zusätzlich dazu sind wir noch Teil des Kollektivs.
    Wir haben keinen Referenzwert was es bedeutet ohne diesen Prozess zu leben, so wie zb Picard der beides erlebt hat.
    Daher ist unsere so genannte Medienkompetenz ne Illusion,und nur ne weitere selbstbeweihräucherung eines irre geleiteten Menschen der glaubt er hätte irgendwas begriffen.
    Unser Leben an sich ist ne Lüge,unsere Kooperation mit dem System ist ne bankrott Erklärung für unsre geistigen Kompetenzen.
    Medienkompetenz ist wie bei des Kaisers neue Kleider,zu erkennen das der Regent nackt ist aber weiter bei dieser scharade mit zu machen.
    Mehr nicht wen man alle Schichten der Medienkompetenz hinter sich hat, kommt man zu dem Schluss der Regent ist nackt.
    Und jede Kooperation bei diesem Theater kommt einem Verbrechen gleich aber da der Kontext dieser Tatsache zu unschöne Konsequenzen nach sich ziehen könnte diskutiert man halt lieber über Medienkompetenz, und verweilt weiter im Wartezimmer des Lebens...

  19. Re: Medienkompetenz

    Autor: Abstragento 18.04.18 - 17:56

    Das letzte Level der Medienkompetenz handelt von der Nacktheit des Regenten, und entzieht der Lebensweise der Masse das fundament für die logische Sinnhaftigkeit ihrer Existenz, es zeigt ihnen das sie ihr haus auf Sand gebaut haben...

  20. Re: Medienkompetenz

    Autor: quasides 18.04.18 - 20:49

    Muhaha schrieb:

    > Du sollst auch nicht dreissig Tageszeitungen parallel lesen. Es genügt
    > schon, wenn man zumindest hin und wieder zwei Nachrichtenquellen verfolgt,
    > die klar in der einen und einer anderen politischen Ecke stehen. Einfach,
    > um wenigstens den Blick von zwei Seiten auf eine Sache zu haben. Und wenn
    > es um Themen geht, wo man sich nicht auskennt und nur eine Meinung, aber
    > keine Ahnung hat, auch mal den Mut haben NICHTS zu sagen oder zu sagen,
    > dass man sich zu Thema XYZ nicht genug auskennt, um einen sinnvollen
    > Kommentar abgeben zu können.
    >
    > *****

    klingt gut funktioniert nur nicht.
    "in einem eck stehen" gibts in wahrheit nicht, bei den wichtigen themen wird doch recht einheitlich berichtet, natürlich auf die zielgruppe zugeschneidert aber von unterschiedlicher themenaufassung ist keine spur

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