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Für die latenten bis manifesten Rassisten...

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Für die latenten bis manifesten Rassisten...

    Autor: demon driver 01.08.22 - 16:23

    ..., die allen klarmachen, dass sie welche sind, weil sie, anstatt sich zu interessieren und zu informieren, unbeleckt von jeglichem Hintergrundwissen über insbesondere den realen US-amerikanischen Rassismus öffentlich herausplärren müssen, dass "Brathähnchen und Waffeln" ja nun niemals nie nicht rassistisch sein könne, nur mal drei der allerersten Links, die in der Websuche auftauchen.

    https://www.npr.org/sections/codeswitch/2013/05/22/186087397/where-did-that-fried-chicken-stereotype-come-from?t=1659363041019

    https://www.bostonglobe.com/2022/02/13/opinion/fried-chicken-watermelon-origins-racist-food-stereotypes/

    https://www.theguardian.com/food/2020/oct/13/ive-always-loved-fried-chicken-but-the-racism-surrounding-it-shamed-me

    Bitte, gerne.

  2. Re: Für die latenten bis manifesten Rassisten...

    Autor: Emulex 01.08.22 - 19:56

    Und wonach hast du gesucht?
    "Why chicken is rassistic" ? ;)

    Gut möglich übrigens, dass die KI überhaupt nicht in der Lage ist die Diskussion darüber zu verstehen und nur die Verknüpfung anhand der vielen Texte darüber hinkriegt.
    Der vermeintliche Rassismus der KI ergibt sich also vielleicht aus den Diskussionen über Rassismus rund um Hühnchen und Waffeln.

    Ich persönlich hatte nie so einem Bezug mitgekriegt und jetzt ist er natürlich da.
    Natürlich werde ich weder schwarze Mitmenschen noch Hühnchen und Waffeln jetzt mit anderen Augen sehen... wobei... wenn ich eine Feier organisiere und weiß es kommen auch schwarze, würde ich vielleicht Hühnchen und Waffeln explizit nicht anbieten, um nicht vermeintlich rassistisch zu sein!?
    Schade eigentlich, ich mag beides sehr gern.

    Daher bleib ich dabei: Ich interessiere mich schlichtweg nicht für rassistische Stereotypen, Befindlichkeiten, ... um bloß nix falsch zu machen.
    Ausser vielleicht die Handtuch-Liegestuhl-weiße Socken-bis-zum-Knie-Deutschen im Urlaub, über die kann man sich nicht genug lustig machen ;)

  3. Re: Für die latenten bis manifesten Rassisten...

    Autor: berritorre 01.08.22 - 20:39

    Ich finde es auch immer etwas schwierig, wenn Stereotypen gleich als Rassissmus ausgelegt wird. Stereotypen existieren, weil meist etwas wares dran ist. Sprich viele Leute einer bestimmten Personengruppe passen in dieses vereinfachte Weltbild. Aber halt noch lange nicht alle.

    Sehe ich ja hier auch immer wieder, wenn die Stereotypen über Deutsche auftauchen. Die sind zwar oft eher positiv, aber eben auch nicht immer. Wir wären steif, sehr unzugänglich, etc. Ja, das mag auf einige oder viele zutreffen, nichts desto trotz trifft es nicht auf alle zu. Sich da jetzt zu stressen?

    Es ist sicher ein Stereotyp zu sagen, dass alle Afroamerikaner gerne Hühnchen und Waffeln mögen. Wenn wir aber eine Umfrage starten würden, würde diese vermutlich bestätigen, dass viele das gerne mögen. Aber wenn du mich fragst, ob ich Hühnchen oder Waffeln mag, dann würde ich das zumindest beim Hühnchen klar bestätigen. Auch wenn ich als Vegetarier keine Hühnchen mehr essen. Mögen tue ich sie trotzdem und wenn ich an einer Hähnchenbraterei vorbeilaufe, bekomme ich eine gewisse Gelust auf so ein Grillhähnchen. Von Waffeln bin ich kein grosser Fan, aber mögen tue ich sie trotzdem. Und ich bin mal so richtig weiss. "Shockingly caucasian", wie Bill Burr sich gerne beschreibt.

    Aber selbst wenn die KI solche aussagen trifft, heisst das ja nicht, dass sie selbstständig denken kann und sich das selbst ausgedacht hat. Sie wurde mit bestimmten Daten trainiert. Das ist wie bei den Menschen auch. Wenn du in einem Umfeld aufwächst, das sehr rassitisch ist, dann wirst du das übernehmen. Die wenigsten brechen aus sowas selbstständig aus. Eventuell wenn sie mal zufällig aus der Bubble rauskommen. Die KI ist immer nur so gut, wie die Daten die genutzt wurden, um sie zu trainieren.

  4. Re: Für die latenten bis manifesten Rassisten...

    Autor: demon driver 01.08.22 - 20:57

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde es auch immer etwas schwierig, wenn Stereotypen gleich als
    > Rassissmus ausgelegt wird [blablabla]
    > Es ist sicher ein Stereotyp zu sagen, dass alle Afroamerikaner gerne
    > Hühnchen und Waffeln mögen. Wenn wir aber [blablabla]

    Ihr habt alle das Problem, nämlich worin der Rassismus hier konkret besteht, nicht verstanden, und anstatt dass ihr euch darüber mal informiert, erfindet ihr ohne jedes Hintergrundwissen eigene Erklärungsansätze, die mit dem konkreten, manifesten US-amerikanischen Rassismus, der sich aus historischen Gründen um das Hähnchen und die Waffeln rankt, nicht das geringste zu tun haben. Und damit verharmlost und befördert ihr genau diesen Rassismus. Bildet euch. Ich habe drei Links gepostet, ist das so schwer, da mal draufzuklicken?

  5. Re: Für die latenten bis manifesten Rassisten...

    Autor: Eisklaue 01.08.22 - 21:16

    Schon klar nur leben wir hier in Deutschland nicht im gleichen Kontext wie die US amerikanischen Mitmenschen und da ist es schwer sich in die Problematik hineinzuversetzen. Das macht jetzt einen Europäer nicht rassistisch nur weil er keinen Zusammenhang zwischen Hühnchen, nem 100 Jahre altem Stummfilm und afroamerikanischen Menschen sieht.

    Es ist halt auch ne Sache wie man sich gegenüber anderen verhält. Ich mag Melonen im Sommer gerne weil erfrischend und kühl. Biete ich jetzt meinem Besuch auch welche an, macht mich das erst mal nicht rassistisch. Biete ich es aber mit dem Hintergedanken an wie es der 100 Jahre alte Film zeigt oder auch Zeichentrickfilme und ich esse gleichzeitig was anders, dann bin ich rassistisch.

  6. Für die unsäglichen Identitäts-Deppen

    Autor: Extrawurst 01.08.22 - 21:29

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > berritorre schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich finde es auch immer etwas schwierig, wenn Stereotypen gleich als
    > > Rassissmus ausgelegt wird
    > > Es ist sicher ein Stereotyp zu sagen, dass alle Afroamerikaner gerne
    > > Hühnchen und Waffeln mögen. Wenn wir aber
    >
    > Ihr habt alle das Problem...

    Komisch, du scheinst vom Argumentationsverhalten der einzige hier zu sein, der überhaupt mit irgendwas ein (konstruiertes) Problem hat. Das machen die Vertreter der Identitätspolitik aber eh gerne: Wenn *sie* negative Assoziationen mit bestimmen Begriffen haben (als deutsches Beispiel "Mohrenkopf" oder "Zigeunerschnitzen"), dann müssen das natürlich alle haben. Nicht sie selbst haben das Problem, dass sie diese Wörter in einem negativen Kontext wahrnehmen, nein, sondern 90% der normalen Leute, die im Leben nie jemanden diskriminiert haben, und keines dieser Begriffe im negativen Kontext nutzen oder auch nur so begreifen.

    An euch alle sei nur der Aufruf gerichtet, dass ihr bitte damit aufhören sollt, eure Unzulänglichkeiten auf alle Menschen zu projizieren. Wenn ihr latente rassistische Gedanken bei bestimmten Begrifflichkeiten habt, dann habt in der Tat "ihr" das Problem, nicht "wir".

    > Bildet euch.

  7. Re: Für die latenten bis manifesten Rassisten...

    Autor: Emulex 01.08.22 - 21:33

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Ihr habt alle das Problem, nämlich worin der Rassismus hier konkret
    > besteht, nicht verstanden, und anstatt dass ihr euch darüber mal
    > informiert, erfindet ihr ohne jedes Hintergrundwissen eigene
    > Erklärungsansätze, die mit dem konkreten, manifesten US-amerikanischen
    > Rassismus, der sich aus historischen Gründen um das Hähnchen und die
    > Waffeln rankt, nicht das geringste zu tun haben. Und damit verharmlost und
    > befördert ihr genau diesen Rassismus. Bildet euch. Ich habe drei Links
    > gepostet, ist das so schwer, da mal draufzuklicken?

    Ich habe alle drei Links gelesen - aber was soll ich denn nun tun um, deiner Ansicht nach, der (in explizit dazu ausgesuchten Artikeln) geschilderten Problematik gerecht zu werden?
    Die KI verurteilen, weil sie es nicht verstanden hat?
    Die Entwickler der KI verurteilen, weil sie Rassisten sind?
    Dafür werben, dass man eine selbstlernende KI gefälligst zu filtern hat?
    Nach welchen Maßstäben? Deinen? Denen von allen die sich als Opfer sehen?

    Stattdessen interessiert es mich einfach nicht, welche Stereotypen existieren und schere mich nicht um dazugehörige Befindlichkeiten.
    Von mir jedenfalls erfährt keine KI etwas verfängliches... ausser das mit den weißen Socken... das soll ruhig jeder wissen!! ;)

  8. Re: Für die unsäglichen Identitäts-Deppen

    Autor: demon driver 01.08.22 - 21:53

    Extrawurst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > berritorre schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Ich finde es auch immer etwas schwierig, wenn Stereotypen gleich als
    > > > Rassissmus ausgelegt wird
    > > > Es ist sicher ein Stereotyp zu sagen, dass alle Afroamerikaner gerne
    > > > Hühnchen und Waffeln mögen. Wenn wir aber
    > >
    > > Ihr habt alle das Problem...
    >
    > Komisch, du scheinst vom Argumentationsverhalten der einzige hier zu sein,
    > der überhaupt mit irgendwas ein (konstruiertes) Problem hat. Das machen die
    > Vertreter der Identitätspolitik [blablabla]

    Auch du *willst* es nicht kapieren. Und auch du hast nicht einen der verlinkten Texte gelesen. Ein beträchtlicher Teil der Schwarzen in den USA *hat* mit dem diskutierten Gegenstand ein Problem, das halt euch hier einen Dreck interessiert, und sie haben es aus Gründen, die euch auch wieder nur einen Dreck interessieren. "Identitätspolitik" my ass, aber wenn irgendetwas "Identitätspolitk" geradezu herbeiruft, dann ist es genau dieses passiv-aggressive Desinteresse von Rassisten an den von Rassismus Betroffenen und den konkreten Umständen, die diesen Rassismus konstituieren.

  9. Re: Für die unsäglichen Identitäts-Deppen

    Autor: Extrawurst 01.08.22 - 21:58

    > Auch du *willst* es nicht kapieren.

    Der einzige der es nicht kapiert, bist du. Du hast negative Verbindungen bei bestimmten Begriffen im Kopf, nicht ich, nicht sonst einer hier im Thread (zumindest nicht bisher). Der einzige mit Schaum vor dem Mund bist du, der einzige, der mir "wir" und "ihr" angefangen hat, bist du.

    Aber wir alle haben das Problem, genau, Kollege.

    Und du merkst bei all dem Rassismus-Keulen schwingen nicht mal, dass du der eigentliche Rassist bist. Aber das erklären zu wollen, ist bei einem Ideologen wie dir vergebene Lebensmühe. Du verstehst ja nicht mal die leichte Kost die ich bisher erläutert habe.

    Viel Spaß noch bei deinem latenten Rassismus, den du auf andere projizierst, nur damit du dich selbst als Anti-Rassisten wahrnehmen kannst. Ist halt einfach nur irrationaler Blödsinn.

  10. Re: Für die latenten bis manifesten Rassisten...

    Autor: demon driver 01.08.22 - 22:03

    Eisklaue schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon klar nur leben wir hier in Deutschland nicht im gleichen Kontext wie
    > die US amerikanischen Mitmenschen

    Irrelevant. Der Artikel, über den wir hier reden, betrifft eine US-amerikanische AI in einem US-amerikanischen Kontext. Es geht hier nicht um "Deutschland".

    > und da ist es schwer sich in die
    > Problematik hineinzuversetzen. Das macht jetzt einen Europäer nicht
    > rassistisch nur weil er keinen Zusammenhang zwischen Hühnchen, nem 100
    > Jahre altem Stummfilm und afroamerikanischen Menschen sieht.

    Es gibt hier genau zwei Möglichkeiten, wenn du keine Ahnung hast und keine Ahnung haben willst. Erstens, du hältst dein Maul. Dann ist dir nichts vorzuwerfen. Sobald du aber, weil du es ach so "schwer" hast, dich in US-amerikanischen Rassismus "hineinzuversetzen", öffentlich feststellst, dass dieser Rassismus gar keiner sei, bist nur du allein dafür veranwortlich.

    > Es ist halt auch ne Sache wie man sich gegenüber anderen verhält. Ich mag
    > Melonen im Sommer gerne weil erfrischend und kühl. Biete ich jetzt meinem
    > Besuch auch welche an, macht mich das erst mal nicht rassistisch. Biete ich
    > es aber mit dem Hintergedanken an wie es der 100 Jahre alte Film zeigt oder
    > auch Zeichentrickfilme und ich esse gleichzeitig was anders, dann bin ich
    > rassistisch.

    Dein Verhalten kann trotzdem rassistisch sein, "Hintergedanken" oder nicht. Die Wirkung ist entscheidend. Es reicht auch nicht, keine bösen "Hintergedanken" zu haben, wenn du etwa einen Schwarzen mit dem N-Wort bezeichnet. "Huch, was denn, das hab ich überhaupt nicht böse gemeint, was wollt ihr von mir", oder was?

  11. Re: Für die latenten bis manifesten Rassisten...

    Autor: demon driver 01.08.22 - 22:13

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Ihr habt alle das Problem, nämlich worin der Rassismus hier konkret
    > > besteht, nicht verstanden, und anstatt dass ihr euch darüber mal
    > > informiert, erfindet ihr ohne jedes Hintergrundwissen eigene
    > > Erklärungsansätze, die mit dem konkreten, manifesten US-amerikanischen
    > > Rassismus, der sich aus historischen Gründen um das Hähnchen und die
    > > Waffeln rankt, nicht das geringste zu tun haben. Und damit verharmlost und
    > > befördert ihr genau diesen Rassismus. Bildet euch. Ich habe drei Links
    > > gepostet, ist das so schwer, da mal draufzuklicken?
    >
    > Ich habe alle drei Links gelesen - aber was soll ich denn nun tun um,
    > deiner Ansicht nach, der (in explizit dazu ausgesuchten Artikeln)

    Es waren die ersten drei, die ich bei einer schnellen Suche fand. Die hundert nächsten werden keine grundsätzlich anderen Erkenntnisse liefern.

    > geschilderten Problematik gerecht zu werden?

    Sich diese Frage zu stellen ist ja schon mal ein guter Anfang, wenn es denn ernst gemeint ist.

    > Die KI verurteilen, weil sie es nicht verstanden hat?
    > Die Entwickler der KI verurteilen, weil sie Rassisten sind?

    Was anderes fällt dir unter "weil" nicht ein?

    > Dafür werben, dass man eine selbstlernende KI gefälligst zu filtern hat?
    > Nach welchen Maßstäben? Deinen? Denen von allen die sich als Opfer sehen?

    Wie wäre es, als ein Anfang, mal mit verbreiteten, zivilsierten Maßstäben dafür, was Rassismus ist?

    Oder willst du andeuten, dass Opfer von Rassismus keinen Anspruch erheben dürfen, von Rassismus verschont zu bleiben, weil da könnten ja alle kommen, "die sich als Opfer sehen"?

    Oder willst du andeuten, dass es Rassismus gar nicht gibt, und Rassismusopfer sich nur als solche sehen?

    > Stattdessen interessiert es mich einfach nicht, welche Stereotypen
    > existieren und schere mich nicht um dazugehörige Befindlichkeiten [...]

    Auch das kann Rassismus befördern.

  12. Re: Für die latenten bis manifesten Rassisten...

    Autor: Emulex 01.08.22 - 22:51

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Es waren die ersten drei, die ich bei einer schnellen Suche fand. Die
    > hundert nächsten werden keine grundsätzlich anderen Erkenntnisse liefern.

    Aber es war doch eine Suche nach der Frage weshalb es rassistisch ist - was soll da auch anderes rauskommen als ein Ergebnis mit entsprechenden Artikeln gleichen Tenors?

    >
    > > geschilderten Problematik gerecht zu werden?
    >
    > Sich diese Frage zu stellen ist ja schon mal ein guter Anfang, wenn es denn
    > ernst gemeint ist.

    Die Frage ist ernst gemeint, aber bislang gab es bei dem Thema noch nie eine Antwort die für mich okay gewesen wäre.

    >
    > > Die KI verurteilen, weil sie es nicht verstanden hat?
    > > Die Entwickler der KI verurteilen, weil sie Rassisten sind?
    >
    > Was anderes fällt dir unter "weil" nicht ein?

    Doch, aber war ja nur ein (Extrem-)Beispiel.

    >
    > > Dafür werben, dass man eine selbstlernende KI gefälligst zu filtern hat?
    > > Nach welchen Maßstäben? Deinen? Denen von allen die sich als Opfer
    > sehen?
    >
    > Wie wäre es, als ein Anfang, mal mit verbreiteten, zivilsierten Maßstäben
    > dafür, was Rassismus ist?

    Ich kenn mich in dem Thema garnicht so schlecht aus, eine Ex-Freundin hatte in der Richtung studiert während unsrer Zeit.
    Dass es schwierig ist hier Maßstäbe und Grenzen zu definieren, weißt du denke ich selbst.

    >
    > Oder willst du andeuten, dass Opfer von Rassismus keinen Anspruch erheben
    > dürfen, von Rassismus verschont zu bleiben, weil da könnten ja alle kommen,
    > "die sich als Opfer sehen"?

    In erster Linie hat mal niemand Anspruch darauf, dass ich alle rassistischen Fettnäpfchen kenne und entsprechend vermeide.
    Dann hat niemand Anspruch auf eine Entschuldigung, wenn ich unwissentlich eines getroffen habe (bis heute z.B.: "haste Lust auf KFC?").
    Ich lass mich nicht für irgendwas verantwortlich machen das ich nicht getan habe.
    Ebensowenig lasse ich mich in Sippenhaft nehmen (weißer Mann und so).

    >
    > Oder willst du andeuten, dass es Rassismus gar nicht gibt, und
    > Rassismusopfer sich nur als solche sehen?

    Natürlich gibt es Rassismus.

    >
    > > Stattdessen interessiert es mich einfach nicht, welche Stereotypen
    > > existieren und schere mich nicht um dazugehörige Befindlichkeiten [...]
    >
    > Auch das kann Rassismus befördern.

    Es befördert aber auch Rassismus, wenn man ständig mit vermeintlichem Fehlverhalten (und wenn es nur Unwissenheit/Desinteresse ist) konfrontiert wird.
    Nicht bei mir, mir ist das genauso egal, aber die Spaltung bei diesen Themen ist nicht zu unterschätzen.

  13. Re: Für die latenten bis manifesten Rassisten...

    Autor: Locher 01.08.22 - 23:25

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe ich ja hier auch immer wieder, wenn die Stereotypen über Deutsche
    > auftauchen. Die sind zwar oft eher positiv, aber eben auch nicht immer. Wir
    > wären steif, sehr unzugänglich, etc. Ja, das mag auf einige oder viele
    > zutreffen, nichts desto trotz trifft es nicht auf alle zu.

    Ja und nur weil es einige gibt, für die es nicht zutrifft ist diese Aussage trotzdem richtig!

    Wenn ich sage Frauen sind kleiner als Männer, ist diese Aussage deiner Meinung nach auch Stereotyp, weil du einige Frauen kennst, die größer sind als Männer?

  14. Re: Für die latenten bis manifesten Rassisten...

    Autor: Hotohori 02.08.22 - 00:59

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eisklaue schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Schon klar nur leben wir hier in Deutschland nicht im gleichen Kontext
    > wie
    > > die US amerikanischen Mitmenschen
    >
    > Irrelevant. Der Artikel, über den wir hier reden, betrifft eine
    > US-amerikanische AI in einem US-amerikanischen Kontext. Es geht hier nicht
    > um "Deutschland".

    Diese AI wird aber, wenn nicht schon jetzt, irgendwann global eingesetzt.

  15. Re: Für die unsäglichen Identitäts-Deppen

    Autor: Hotohori 02.08.22 - 01:40

    Eure Diskussion hier zeigt das Problem ziemlich gut auf, denn ihr beide habt bis zu einem gewissen Teil recht. Rassismus ist ein sehr vielschichtiges Problem, das hier auf beiden Seiten auf "typisch Mensch" stößt.

    Wenn man im Kunstunterricht den rosaroten Stift als "Hautfarbe" bezeichnet, dann ist das ein Problem.

    Wenn Bezeichnungen einfach derart unpassend sind, dann ist das ein durchaus ein rassistisches Problem.

    Aber beides sind Dinge, die man leicht lösen kann, nennt man sie halt anders, das Raider jetzt Twix heißt, daran konnten wir uns ja auch gewöhnen. ;)

    Bei so Dingen wie Hähnchen und Waffeln wird es aber schon deutlich komplizierter. Das sind Dinge, die wegen der Geschichte negativ assoziiert werden. Da kann man nichts daran ändern, es ist die Vergangenheit und damit geschehen.

    Hier kommt es deutlich mehr auf den Kontext an und das beide Seiten richtig damit umgehen. Einfach nur zu sagen, dass es rassistisch ist und Punkt halte ich für viel zu einfach.

    Beide Seiten sollten sich richtig dabei verhalten. Menschen neigen dazu überempfindlich zu sein und genau hier sehe ich auch ein Problem des Rassismus. Nicht alles was gesagt wird ist rassistisch motiviert, also sollte man nicht bei allem sofort mit der Rassismus Keule raus kommen oder andersartig aggressiv werden.

    Wenn ein Schwarzer also auf eine Party kommt und da gibt es zufällig Hähnchen und Waffeln und er denkt sofort an Rassismus, obwohl es keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass es rassistisch motiviert ist, dann ist das ganz genauso ein Rassismus Problem.

    Als Betroffener ist man immer empfindlicher für solche Dinge und sehr viele überempfindlich und reagieren damit auch in Situationen über wo es nicht angemessen ist. Aber wenn man so etwas anspricht, springen sofort wieder Leute aus den Büschen "Victim blaming!" ...

    So kriegen wir Rassismus jedenfalls nicht in den Griff, wenn wir so weiter machen wie bisher. Beide Seiten müssen daran arbeiten und nicht in dem die Opfer bei jeder Gelegenheit immer nur mit dem Finger auf den angeblichen Täter zeigt.

    Und vor allem muss auch verstanden werden, dass US Rassismus nicht Rassismus als Ganzes ist, es ist nur ein Teil des Problems. Rassismus gibt es überall wo Gruppen in der Minderheit sind. Auch Asiaten sind davon betroffen und auch Weiße sind davon betroffen, wenn sie in bestimmten Ländern eine Minderheit darstellen. Fragt mal Weiße, die in Japan leben. Zu sagen es gäbe kein Rassismus gegen Weiße ist bereits ein weiteres Problem warum wir Rassismus nicht als Ganzes bekämpft kriegen werden.

    Menschen in Rassen einzuteilen ist vor allem ein Denkmuster, das sich in den Köpfen eines jeden Menschen einnisten kann, völlig egal welche Hautfarbe er hat oder woher er kommt. Dieses Denkmuster gilt es zu bekämpfen. Wenn absolut jeder Mensch begriffen hat, das wir alle nur Menschen sind und vor allem auch, dass Menschen niemals perfekt sein werden, dann vielleicht schaffen wir es.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.08.22 01:52 durch Hotohori.

  16. Re: Für die latenten bis manifesten Rassisten...

    Autor: Hotohori 02.08.22 - 01:51

    Locher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > berritorre schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Sehe ich ja hier auch immer wieder, wenn die Stereotypen über Deutsche
    > > auftauchen. Die sind zwar oft eher positiv, aber eben auch nicht immer.
    > Wir
    > > wären steif, sehr unzugänglich, etc. Ja, das mag auf einige oder viele
    > > zutreffen, nichts desto trotz trifft es nicht auf alle zu.
    >
    > Ja und nur weil es einige gibt, für die es nicht zutrifft ist diese Aussage
    > trotzdem richtig!
    >
    > Wenn ich sage Frauen sind kleiner als Männer, ist diese Aussage deiner
    > Meinung nach auch Stereotyp, weil du einige Frauen kennst, die größer sind
    > als Männer?

    Es ist vor allem mal eine dumme pauschalisierende Aussage, entweder dadurch motiviert, weil man provozieren will oder weil man zu faul ist Sätze richtig zu formulieren oder weil man mehr Wörter schreiben muss.

    Wo ist das Problem nicht direkt zu schreiben "Frauen sind im Durchschnitt kleiner als Männer"?

    Warum haben wir denn damals Sprachen erfunden? Um besser miteinander kommunizieren zu können, also um uns klarer ausdrücken zu können. Vielleicht sollten wir das dann auch machen. XD

    So viel Zwischenmenschlicher Stress kommt nur von der Faulheit sich richtig auszudrücken. Und nein, da nehme ich mich auch nicht von aus, weil auch mir das in der Schule damals nicht ausreichend mit Nachdruck beigebracht wurde.

    Vielleicht wäre auch Rassismus ein kleineres Problem dadurch.

  17. Re: Für die latenten bis manifesten Rassisten...

    Autor: luzipha 02.08.22 - 05:06

    Und wieder wird dem Wort die Schuld gegeben...

    Wenn ich die Aussage höre "Männer sind größer als Frauen.", dann ist es für mich selbstverständlich, dass Durchschnittswerte gemeint sind, denn natürlich ist mir bewusst, dass es selbst im Median schon Konstellationen gibt, mit denen sich die Aussage widerlegen ließe.
    Wenn ich nun jedoch ein Gespräch führe, bei dem ich nicht ausreichend über den Kenntnisstand meines Gesprächspartners informiert bin, dann sollte ich tatsächlich vorsichtshalber übergenau sein.

  18. Mal so generell

    Autor: Emulex 02.08.22 - 10:17

    Man hat bei deinen Ausführungen das Gefühl du möchtest eher dein Feindbild pflegen, als Rassismus konstruktiv zu bekämpfen.
    Und dieses Gefühl hat man bei vielen entsprechenden Aktivisten.
    Keinen Millimeter zurückweichen, egal wie tief dadurch die Gräben werden.

    Zur Lösung des Problems trägt das nicht bei.

  19. Re: Für die latenten bis manifesten Rassisten...

    Autor: Hotohori 02.08.22 - 11:18

    luzipha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wieder wird dem Wort die Schuld gegeben...
    >
    > Wenn ich die Aussage höre "Männer sind größer als Frauen.", dann ist es für
    > mich selbstverständlich, dass Durchschnittswerte gemeint sind, denn
    > natürlich ist mir bewusst, dass es selbst im Median schon Konstellationen
    > gibt, mit denen sich die Aussage widerlegen ließe.
    > Wenn ich nun jedoch ein Gespräch führe, bei dem ich nicht ausreichend über
    > den Kenntnisstand meines Gesprächspartners informiert bin, dann sollte ich
    > tatsächlich vorsichtshalber übergenau sein.

    Der Punkt ist einfach, dass diese Art der Formulierung oft mit Absicht genutzt wird um bewusst Andere zu provozieren. Schon allein deswegen sollte man keinen Platz für Interpretation lassen. Viele sind sowieso wahre Weltmeister irgend einen Unsinn in eine Aussage zu interpretieren.

  20. Re: Für die latenten bis manifesten Rassisten...

    Autor: Flo_Fibonacci 03.08.22 - 08:10

    Ich kann in den meisten Fällen nur noch schmunzeln. Meint der Threadersteller das ernst? Ist nicht genau das kategorisieren von Menschen aufgrund von Sterotypen wiederum rassistisch? "Alle schwarzen Menschen sind XYZ" - "Alle Brathähnchen essenen Menschen sind XYZ."

    Ich bitte um Erklärung für diese Art von neuartigem "Querdenken".

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