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  5. › Luminar: Lightroom-Konkurrenz…

Darktable?

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  1. Darktable?

    Autor: Benjamin_L 20.10.17 - 09:45

    Hat sich schon jemand mal die Mühe gemacht das zu vergleichen? Gibt jetzt ja sogar ne Windows Version und ich kann mich bisher nicht beschweren:
    https://www.darktable.org/

  2. Re: Darktable?

    Autor: Bautz 20.10.17 - 09:52

    Ich will die übers Wochenende auch mal ausprobieren. Nutze aktuell Photoshop Elements 12, überlege ob ich mit das 15er hole (im WIndows Store immer mal im Angebot für 60¤) oder alternativen ausprobiere.

  3. Re: Darktable?

    Autor: subjord 20.10.17 - 10:06

    Bautz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich will die übers Wochenende auch mal ausprobieren. Nutze aktuell
    > Photoshop Elements 12, überlege ob ich mit das 15er hole (im WIndows Store
    > immer mal im Angebot für 60¤) oder alternativen ausprobiere.

    Wenn du nur eine Fotoverwaltung benötigst, kann man auch Lightroom kostenlos nutzen. Nur die bearbeiten Funktionen gehen in der kostenlosen version nicht. Man kann also den Katalog in Lightroom haben und mit Photoshop Elements bearbeiten.

  4. Re: Darktable?

    Autor: der_besserwisser 20.10.17 - 11:42

    Vergleiche von LR/Darktable gibt's im Netz einige. Musste mal schauen.

    Aber ganz ehrlich: Darktable ist von seiner Nutzbarkeit Welten von LR entfernt. Die Lernkurve für DT ist enorm. Es gibt dutzende Module, die nicht selbsterklärend sind, die auch auf den ersten Blick doppel und dreifach vorhanden sind (Schärfen) ohne dass einem klar wird warum man das braucht.

    Ich habe keine Zeit mich in ein solches Tool wochenlang einzuarbeiten. Ich will Bilder machen und "kurz" nachbearbeiten; nicht umgekehrt ;-) Mit LR habe ich mir einen Workflow angewöhnt mit dem ich sehr gut zurecht gekommen bin; dass sich dieser nicht 1:1 auf ein Konkurrenz-Produkt übertragen lässt ist klar. Aber ich bezweifele, dass man mit DT in kürzester Zeit wieder so produktiv wird wie mit LR.

    Mächtig ist das Tool, keine Frage. Aber die Abstraktion zur Anwendbarkeit ist für mich persönlich nicht gegeben.

  5. Re: Darktable?

    Autor: superdachs 20.10.17 - 13:24

    Das ist das DAU-Paradoxon. Irgendwer hat den leuten eingeredet JEDER könne mit einem komplexen Werkzeug wie einem Computer komplexe Dinge tun ohne sich vorher mit der Bedienung zu beschäftigen. Dafür braucht man für Gabelstapler extra Führerscheine. Verrückt oder?

    Kurzum: Du kannst dir bei Darktable einfach die benötigten Module in die Favoriten legen und die anderen ignorieren. Dann ist die Bedienung nicht mehr fern von Lightroom.

    Ich frage mich allerdings wieso man den Anspruch hat Bilder zu machen und die nachzubearbeiten nur um dann keine Lust zu haben zu verstehen was man da tut. Das ist doch auch irgendwie paradox (und wahrscheinlich eine Folge des oben beschriebenen Problems). Mach doch einfach JPG-Bilder mit deiner Kamera und fertig. Ist das selbe wie früher bei der Analogfotografie. Du drückst auf den Knopf und Rossmann kümmert sich darum dass du ein Bild in der Hand hast. Willst du mehr, musst du lernen wie man entwickelt. Das passiert eben heute in Software wie Darktable oder Lightroom.

  6. Re: Darktable?

    Autor: Asser 20.10.17 - 13:43

    Ich bin aktuell mit Lightroom 6 und Affinity Photo unterwegs und schaue auch durch was Lightroom ersetzbar wäre. Folgendes habe ich ausprobiert:

    - Rawtherapee: Langsam, hässlich und umständlich, open source halt *duck*
    - ACDSee 10: Langsam und kein Backgroundexport RAW -> JPEG
    - DXO: Ganz nett, aber kaum DAM-Funktionalität. Man sieht nur Dateien in dem selektierten Ordner, aber nicht in Unterordnern. Suche ist schlecht, Tagging ist schlecht. Keine Smart collections etc.

    Heute probiere ich aus:
    - Zoner Photo Studio
    - Luminar

    Darktable habe ich noch nicht probiert, weil es für Windows kein Release gibt. Auf Betatests habe ich kein Bock. Außerdem sieht es einwenig nach Rawtherappee aus. Wenn das so ähnlich ist, nein danke.

    Meine Requirements:
    - Direkter Import von RAWs von meiner Kamera
    - Automatisches anlegen von Ordnern anhand von einem definierten Schema
    - Vollständiges DAM samt Bewertung, Tagging, Collections, Virtuellen Duplikaten, Suche etc.
    - Verlustfreie und schnelle Entwicklung von RAWs, am liebsten GPU unterstützt
    - Direkte Unterstützung von Kameraprofiles mit allen gängingen Objektiven
    - Export von JPEGS, Tiffs im Hintergrund. Tool darf nicht blockiert sein.

    Zusammengefasst: Tool kann alles, was Lightroom kann, mit etwas besserem RAW-Converter. Bleibt nur Capture One, oder?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.10.17 13:53 durch Asser.

  7. Re: Darktable?

    Autor: Shred 20.10.17 - 13:48

    der_besserwisser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe keine Zeit mich in ein solches Tool wochenlang einzuarbeiten.

    Wochenlang? Naja...

    Ich brauchte am Anfang etwa eine Stunde, bis ich die Grundlagen verstanden habe und bei Raw-Bildern eine Objektivkorrektur anwenden, sie entstürzen, zuschneiden und die Belichtung nachbessern konnte.

    Nach einer weiteren halben Stunde Übung konnte ich dann auch Falschfarb-Infrarot-Fotos von meiner umgebauten DSLR nachbearbeiten.

    Mittlerweile brauche ich bei den meisten Fotos für diese Klickstrecke nur noch wenige Sekunden pro Bild, entstürzen inklusive. Gut, bei den IR-Falschfarbenfotos sind es dann doch eher 5 Minuten...

    > will Bilder machen und "kurz" nachbearbeiten; nicht umgekehrt ;-) Mit LR
    > habe ich mir einen Workflow angewöhnt mit dem ich sehr gut zurecht gekommen
    > bin;

    Wenn du etwas suchst, was _exakt_ wie LR funktioniert, wirst du bei LR bleiben müssen. Der Preis für die Bequemlichkeit ist dann halt das Abo und eventuell deine Fotos in der Cloud. Wenn ich mir die "Qualität" vom Flash-Player aus dem gleichen Hause so anschaue, würde mir persönlich das Vertrauen fehlen, dass die da auch sicher liegen.

    Darktable kostet nichts. Was hast du zu verlieren außer ein paar Stunden deiner Freizeit, falls du mit der Bedienung dann doch nicht zurecht gekommen bist?

  8. Re: Darktable?

    Autor: Shred 20.10.17 - 14:08

    Asser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Nach meiner Erfahrung mit Darktable:

    > - Direkter Import von RAWs von meiner Kamera

    Geht, zumindest mit Canon-RAWs.

    > - Automatisches anlegen von Ordnern anhand von einem definierten Schema

    Sollte gehen... Ich weiß allerdings nicht, was du genau unter "definierten Schema" verstehst.

    > - Vollständiges DAM samt Bewertung, Tagging, Collections, Virtuellen
    > Duplikaten, Suche etc.

    Darktable ist kein DAM, da ist Digikam vielleicht besser. Was aber geht, sind Bewertungen, Tagging, einfaches Metadaten-Editing und Geolokalisierung anhand einer GPX-Datei.

    > - Verlustfreie und schnelle Entwicklung von RAWs, am liebsten GPU
    > unterstützt

    RAWs sind schnell geladen. Der Export dauert zwar, läuft aber im Hintergrund.

    > - Direkte Unterstützung von Kameraprofiles mit allen gängingen Objektiven

    Geht, zumindest bei meinen Canon-DSLRs und Canon-Objektiven. Die Liste der unterstützen Hersteller und Objektive sieht sehr umfangreich aus. Wenn es nicht gerade ein Exot ist, sollte es drin sein.

    > - Export von JPEGS, Tiffs im Hintergrund. Tool darf nicht blockiert sein.

    Geht.

  9. Re: Darktable?

    Autor: Asser 20.10.17 - 14:28

    Danke für die Antwort,

    mit "definiertes Schema" meine ich zum Beispiel unterhalb von einem Root-Folder:
    {YYYY} / {YYYY}-{MM} / {YYYY}-{MM}-{DD}

    Ich organisiere die Fotos beim Import nach Datum. Um thematische Gruppen anzulegen werden anschließend Collections mit Links auf die Importierten Dateien erstellt.

    D.h: Ich möchte mich nicht mit der Erzeugung von physikalischen Ordnern auf der Platte beschäftigen. Das Ablageformat ist immer gleich. Das Einizige, was ich mache, ist die logische Gruppierung von Subsets in Collections.

    Beispiel:
    Man macht eine Woche Spanienurlaub. Auf der Platte landen Ordner für sieben Tage. Ich erzeuge im Tool die Collection "Spanien Urlaub 2017" und schiebe alle Fotos aus den sieben Ordnern in die Collection. Die Dateien werden nicht kopiert, sondern nur verlinkt.


    Die DAM-Funktionalität und die RAW-Enwicklung sollte so integriert sein, dass zwischen der importierten RAW und der exportierten JPEG am Ende außer den Entwicklungsparametern keine Zwischendaten erzeugt werden. Das passiert leider oft, wenn man mit mehreren Tools gleichzeitig arbeitet.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 20.10.17 14:30 durch Asser.

  10. Re: Darktable?

    Autor: HibikiTaisuna 20.10.17 - 14:45

    Asser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin aktuell mit Lightroom 6 und Affinity Photo unterwegs und schaue
    > auch durch was Lightroom ersetzbar wäre. Folgendes habe ich ausprobiert:
    >
    > - Rawtherapee: Langsam, hässlich und umständlich, open source halt *duck*
    > - ACDSee 10: Langsam und kein Backgroundexport RAW -> JPEG
    > - DXO: Ganz nett, aber kaum DAM-Funktionalität. Man sieht nur Dateien in
    > dem selektierten Ordner, aber nicht in Unterordnern. Suche ist schlecht,
    > Tagging ist schlecht. Keine Smart collections etc.
    >
    > Heute probiere ich aus:
    > - Zoner Photo Studio
    > - Luminar
    >
    > Darktable habe ich noch nicht probiert, weil es für Windows kein Release
    > gibt. Auf Betatests habe ich kein Bock. Außerdem sieht es einwenig nach
    > Rawtherappee aus. Wenn das so ähnlich ist, nein danke.
    Darktable ist kein Vergleich zu RawTherapee. Die Ergebnisse sind besser und der Export auch schneller. Ausserdem nutzt Darktable im Gegensatz zu RawTherapee LensFun und hat damit sehr schnell neue Objektive in der Korrektur drinnen.
    > Meine Requirements:
    > - Direkter Import von RAWs von meiner Kamera
    > - Automatisches anlegen von Ordnern anhand von einem definierten Schema
    > - Vollständiges DAM samt Bewertung, Tagging, Collections, Virtuellen
    > Duplikaten, Suche etc.
    > - Verlustfreie und schnelle Entwicklung von RAWs, am liebsten GPU
    > unterstützt
    > - Direkte Unterstützung von Kameraprofiles mit allen gängingen Objektiven
    > - Export von JPEGS, Tiffs im Hintergrund. Tool darf nicht blockiert sein.
    >
    > Zusammengefasst: Tool kann alles, was Lightroom kann, mit etwas besserem
    > RAW-Converter. Bleibt nur Capture One, oder?
    Darktable in Kombination mit Digikam fuer DAM wuerde alle deine Anforderungen einwandfrei unterstuetzen. Vor allem die Objektivsupport durch LensFun ist phaenomenal und da hinken sogar Tools grosser Hersteller teils Woche hinterher. Mein XF50mm f2 wurde gerade mal 1 oder 2 Wochen nach Release voll korrigiert.

  11. Re: Darktable?

    Autor: Shred 20.10.17 - 14:47

    Asser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mit "definiertes Schema" meine ich zum Beispiel unterhalb von einem
    > Root-Folder:
    > {YYYY} / {YYYY}-{MM} / {YYYY}-{MM}-{DD}

    Das geht, Ordner können nach EXIF-Datum angelegt werden, auch in dieser Unterteilung. Das Muster sähe dann beispielsweise so aus:

    $(FILE_FOLDER)/darktable_exported/$(EXIF_YEAR)/$(EXIF_YEAR)-$(EXIF_MONTH)/$(EXIF_YEAR)-$(EXIF_MONTH)-$(EXIF_DAY)/$(FILE_NAME)

    Die fehlenden Ordner werden natürlich automatisch angelegt.

    > Die DAM-Funktionalität und die RAW-Enwicklung sollte so integriert sein,
    > dass zwischen der importierten RAW und der exportierten JPEG am Ende außer
    > den Entwicklungsparametern keine Zwischendaten erzeugt werden. Das passiert
    > leider oft, wenn man mit mehreren Tools gleichzeitig arbeitet.

    Darktable ändert die originalen Bilddateien nicht ab, sondern legt eine gleichnamige .xmp-Datei mit den eingestellten Parametern daneben ab. Die Exporte landen dann per Default in einem Unterordner "darktable_exported", der Exportpfad kann aber beliebig verändert werden (siehe oben). Weitere Zwischendateien werden nicht erzeugt.

    Die XMP-Dateien sind reine XML-Dateien und nur wenige Kilobyte groß. Ich finde das praktisch, denn so kann ich die XMP-Dateien zum Beispiel in einem git-Repository platzsparend versionieren, ohne gleich die Fotos mitversionieren zu müssen.

  12. Re: Darktable?

    Autor: HibikiTaisuna 20.10.17 - 14:47

    An alle Linux-User kann ich als Bezahlsoftware auch noch Alien Skin Exposure X3 empfehlen. Die Qualitaet ist hervorragend und der Wine Support IMHO auf Platin-Status. Ich hatte waehrend meiner Testphase keinerlei Chrashes oder Performanceprobleme und die Ergebnisse sind top. Alien Skin nutzt Qt5.9 fuer die Oberflaeche und hat daher in Wine auch keine Anzeigeprobleme in der UI. Verwendet habe ich Wine 2.18 und 2.19. Einfach in PlayOnLinux als 64bit Anwendung installieren. Zusatztools sind nicht notwendig. Am besten mal mit der 30 Tage Trial ausprobieren.

  13. Re: Darktable?

    Autor: Asser 20.10.17 - 15:10

    Danke an alle,

    werde mir heute mal digiKam + Darktable für Windows ziehen und schauen, wie weit die Lightroom-Funktionalität abgedeckt ist.

  14. Re: Darktable?

    Autor: Shred 20.10.17 - 15:22

    Shred schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > - Verlustfreie und schnelle Entwicklung von RAWs, am liebsten GPU
    > > unterstützt
    >
    > RAWs sind schnell geladen. Der Export dauert zwar, läuft aber im
    > Hintergrund.

    Nachtrag: GPUs werden laut Featureliste unterstützt. "It offers GPU acceleration via OpenCL"

  15. Re: Darktable?

    Autor: Asser 21.10.17 - 09:23

    Asser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke an alle,
    >
    > werde mir heute mal digiKam + Darktable für Windows ziehen und schauen, wie
    > weit die Lightroom-Funktionalität abgedeckt ist.

    Nachtrag:
    1) Habe Luminar ausprobiert. Das langsamste Tool ever. Das kriecht bei jeder Aktion.

    2) Habe DigiKam+Darktable ausprobiert. Während Darktable solide ist, ist DigiKam einfach nur schlecht. Workflow mit zwei Programmen zu umständlich. DigiKam hat mir Ordner nach einem Fotoimport erstellt, mit denen Windows Probleme hat. Musste diese mit Adminrechten und gekillten Explorer rausoperieren. Darktable alleine hat aber keinen Vorteil gegenüber DXO.

    3) Habe eine positive Überraschung gefunden: Cyberlink Photo Director 9. Dieses Tool war bisher am nächsten an LR dran. Für mich die erste echte Alternative



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.10.17 09:24 durch Asser.

  16. Re: Darktable?

    Autor: Sascha Klandestin 23.10.17 - 09:53

    superdachs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist das DAU-Paradoxon. Irgendwer hat den leuten eingeredet JEDER könne
    > mit einem komplexen Werkzeug wie einem Computer komplexe Dinge tun ohne
    > sich vorher mit der Bedienung zu beschäftigen. Dafür braucht man für
    > Gabelstapler extra Führerscheine. Verrückt oder?

    Das ist das Experten-Paradoxon. Weil ein Experte keine guten Benutzerschnittstelle gestalten kann, behauptet er, der Benutzer wäre dumm und faul. Zum Glück gibt es immer wieder echte Experten, die wissen, wie man Benutzerschnittstellen gestaltet.

    https://www.youtube.com/watch?v=5tg1ONG18H8

    PS: echte Profis benutzen EMACS zur Bildbearbeitung!

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