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Dann eben nicht
Autor: elgooG 06.08.19 - 08:10
Ich habe noch enorm viele 32-bit-Anwendungen installiert. Viele davon auch um Legacy-Anwendungen warten zu können. Den Aufwand alles umständlich in einer VM zu betreiben will ich mir nicht machen. Ein Update kommt für mich einfach nicht in Frage.
Scheinbar ist es auch die erste Version die einfach nur mehr Dinge wie iTunes umbaut und gleichzeitig essentielle Features entfernt. Relevante Neuerungen gibt es dagegen kaum. Während vergangene Umbauten wie APFS wichtig waren, scheint man sich bei diesem Release einfach überhaupt keine Mühe mehr gemacht zu haben. Stattdessen hätte man den Finder endlich modernisieren können indem man zB ForkLift kauft und integriert. -
Re: Dann eben nicht
Autor: Anonymer Nutzer 06.08.19 - 08:31
Seh ich auch so. ;)
Ich sehe das so: Apple muss einen Anreiz bieten um umzustellen. 30 % abnehmen ohne Leistung? ohne mich oder so.
Viele sinnvolle Apps werden nicht umgestellt, wenn der PoI erreicht ist, und neukritzeln ist nicht. -
Re: Dann eben nicht
Autor: budweiser 06.08.19 - 08:43
Was der Artikel verschweigt dass es nicht nur um 32-bit-Apps geht sondern auch um 32-bit-Treiber.
Bin mir nicht ob ich meinen Samsung-Laser von 2005 noch ans Laufen bekommen werde.
Ist mir allerdings immer noch so lieber als das 32/64-Chaos bei Windows. -
Re: Dann eben nicht
Autor: iToms 06.08.19 - 08:49
Ich finde das entfernen der 32-Bit Kompatibilität auch nervig, vor allem da bei meiner Freundin dann einige Games die jetzt per WINE ausgeführt werden nicht mehr funktionieren. Nichtsdestotrotz muss es weitergehen und ich finde gut, dass Apple hier so konsequent ist. iOS ist seit Version 11 ein rein 64-bittiges Betriebssystem, 32 Bit Apps werden nicht mehr unterstützt- Bereits Jahre vorher wurden Apps nicht mehr akzeptiert im Store, wenn sie neben der 32 Bit Binary nicht auch ein 64 Bit Binary mitlieferten.
Die Linux Community will ja auch diesen Weg gehen. Ubuntu hat nen Shitstorm aus Richtung Steam kassiert, aber am Plan hat sich nichts geändert, er wurde nur verschoben. Fedora geht den Weg auch und damit dann auch Red Hat. -
Re: Dann eben nicht
Autor: flocke74 06.08.19 - 08:53
Also ich finde das gut so, wie Apple das macht.
Die sind eben konsequent und schneiden alte Zöpfe eben auch mal relativ schnell ab und machen einen Schnitt. Das ist ja auch irgendwo Sicherheit.
Wenn man alten Ballast immer weiter mitschleppt und mitfliegen muss macht es keinen Sinn.
Den Mist den MS da macht mit dem Mischmasch von 32Bit und 64Bit Anwendungen sehe ich nicht wirklich als sinnvoll an.
Was nicht mehr funktioniert sind ja wohl recht alte Versionen der Anwendungen.
Dann muss man eben mal nach vielen Jahren auf eine aktuelle Version gehen.
Irgendwann ist eben mal Ende Gelände.
Bei Treibern muss man eben gucken ob der Hersteller entsprechende bietet.
Ich denke mal bei Netzwerkdruckern wird das weniger problematisch sein.
Bei den ganz billigen Homedruckern wird der Hersteller keine neuen Treiber bringen, da es sich einfach kostenmäßig ich rechnet.
Ich würde empfehlen beim Kauf eines Druckers ein paar Euro mehr auszugeben und dann einen Businessdrucker zu nehmen. Da wird der Hersteller länger Treiberupdates bereitstellen. -
Re: Dann eben nicht
Autor: Anonymster Benutzer 06.08.19 - 09:00
budweiser schrieb:
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> Was der Artikel verschweigt dass es nicht nur um 32-bit-Apps geht sondern
> auch um 32-bit-Treiber.
> Bin mir nicht ob ich meinen Samsung-Laser von 2005 noch ans Laufen bekommen
> werde.
>
> Ist mir allerdings immer noch so lieber als das 32/64-Chaos bei Windows.
Welches Chaos ?
Abgesehen davon, dass man als User wissen muss, ob man 32 oder 64 Bit unter der Haube hat, sehe ich nicht wirklich ein Problem. Jedenfalls keines, das einen Aufschrei rechtfertigen würde.
Und wer sich einen Multi-Tausend Euro teuren Low-End Rechner leistet, darf nicht rumheulen, dass er 200 Euro extra in die Hand nehmen muss, um seinen alten Drucker zu ersetzen. -
Re: Dann eben nicht
Autor: Deff-Zero 06.08.19 - 09:29
flocke74 schrieb:
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> Also ich finde das gut so, wie Apple das macht.
> Die sind eben konsequent und schneiden alte Zöpfe eben auch mal relativ
> schnell ab und machen einen Schnitt.
Und diese Politik von Apple ist seit Jahrzehnten bekannt (PowerPC war z.B. in weniger als einem Jahr Geschichte). Es soll sich jetzt keiner beschweren, er hätte nichts gewusst. -
Re: Dann eben nicht
Autor: dumdideidum 06.08.19 - 09:58
Ich finde es gut. Wenn es soviele Legacy Anwendung gibt, die zwingend 32bit erfordern, dann wird es einfach Zeit für was neues.
Sorry aber ich würde mir Wünschen MS wäre genauso konsequent, dann wären einige Softwarehersteller gezwungen, endlich zu reagieren und sich mal an ihren veralteten Mist ranzusetzen.
Das Treiber für Geräte nicht mehr funktionieren, ist übrigens kein Problem des Betriebssystemherstellers, sondern der Gerätehersteller in erster Verantwortung und der Wegwerfgesellschaft und Politik in zweiter Verantwortung.
Gäbe es eine lebenslange Pflicht auf Treiber weiterzuentwickeln, würde jetzt deswegen keiner rumweinen.
Ich hab einen Fotodrucker der nicht mal 10 Jahre alt ist zu hause stehen. Der letzte Treiber der dafür zu bekommen ist, ist mit ach und krach ein Win7 32bit Treiber. Der Drucker ist technisch völlig in Ordnung. Moderne Versionen arbeiten mit dem gleichen Druckverfahren und Papier. Es besteht also kein Anlass, außer neue Gerät verkaufen zu können, warum es keinen passenden Treiber für dieses Gerät gibt. -
Re: Dann eben nicht
Autor: elgooG 06.08.19 - 12:42
Doch unter Windows entsteht dadurch ein regelrechtes Chaos, nicht nur was die verwendeten Systemdateien und Treiber betrifft, oder die Virtual Stores, sondern vor allem die ohnehin chaotische Regestry.
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Re: Dann eben nicht
Autor: Tom01 06.08.19 - 15:00
elgooG schrieb:
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> Den Aufwand alles umständlich in
> einer VM zu betreiben will ich mir nicht machen.
Das geht recht komfortabel mit VMware oder Parallels.
Nur werden laut Artikel diese Programme ebenfalls nicht mit Catalina laufen. -
Re: Dann eben nicht
Autor: Netspy 06.08.19 - 16:37
Tom01 schrieb:
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>
> Das geht recht komfortabel mit VMware oder Parallels.
> Nur werden laut Artikel diese Programme ebenfalls nicht mit Catalina
> laufen.
Natürlich laufen diese Programme. Bei VMware muss man halt nur mindesten Version 4 von 2011 installiert haben, was wohl nicht zu viel verlangt ist. -
Re: Dann eben nicht
Autor: Mixermachine 06.08.19 - 17:24
dumdideidum schrieb:
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> Ich finde es gut. Wenn es soviele Legacy Anwendung gibt, die zwingend 32bit
> erfordern, dann wird es einfach Zeit für was neues.
>
> Sorry aber ich würde mir Wünschen MS wäre genauso konsequent, dann wären
> einige Softwarehersteller gezwungen, endlich zu reagieren und sich mal an
> ihren veralteten Mist ranzusetzen.
Wenn Windows sowas macht, fliegen die damit auf die Schnauze, weil die Leute das einfach gewohnt sind. Sollte es nicht mal ARM Windows ohne X86 Emulation geben ;)?
Bei Apple wundert es mich wirklich, dass es da keinen größeren Aufschrei gibt.
Mittlerweile ist es normal, dass nach einem Update etwas nicht funktioniert.
Getter, Setter, Hashcode und Equals manuell testen in Java?
Einfach automatisieren: https://github.com/Mixermachine/base-test -
Re: Dann eben nicht
Autor: cry88 06.08.19 - 18:50
Mixermachine schrieb:
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> Bei Apple wundert es mich wirklich, dass es da keinen größeren Aufschrei
Nun, aktuell prüft MacOS welche Software nicht mehr funktionieren wird und meldet das einen beim booten. Bei mir war es sage und schreibe eine Anwendung, wo ich die aktuellste Version nicht nutzen kann, weil mein Arbeitgeber geknausert hat. Jetzt gibt es zumindest einen Grund, weshalb er eine neue Lizenz kaufen muss (endlich, die alte Version von 2012 hat so viele Bugs)
Ich denke bei vielen ist das so. Gibt einfach nicht viele 32bit Anwendungen mehr. -
Re: Dann eben nicht
Autor: Walter Plinge 06.09.19 - 10:08
Im Artikel ist die Rede von VMware Fusion Version 3.1.4 (aktuell ist Version 11) und Parallels Version 2.5 (aktuell ist Version 15). Es sind also nur die wirklich _sehr_ alten Versionen (>8 Jahre), die nicht mehr funktionieren werden.



