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Rein vom UI her war Windows 2000 das letzte gute Windows.

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  1. Rein vom UI her war Windows 2000 das letzte gute Windows.

    Autor: demon driver 30.05.13 - 12:57

    Und dabei bleibe ich, als einer, der unter "Betriebssystem" eine Software versteht, die Dateien verwalten und Programme ausführen und einem sonst einfach nur möglichst wenig in die Quere kommen soll.

    Der Trend, der mit dem aufgeblasenen, bunten UI-Kitsch von Windows XP begann, ist völlig kontraproduktiv. Leider, leider haben auch große Teile der Linux-Welt gemeint, das nachmachen zu müssen. Die meisten Windows-UI-Features, die nach W2K eingeführt wurden, sind bestenfalls überflüssig, schlechtestenfalls stören sie, sind Hindernisse. Auch das "Vista"-Design, das die Desktop-Oberflächen von Vista, W7 und W8 "ziert", hat wieder verschiedene Verschlechterungen in der Usability mitgebracht. Der Windows-Explorer etwa ist besonders seit W7 voller ärgerlicher Anfänger-Programmierfehler, und Utilities wie "Classic Explorer" versuchen, die zu korrigieren.

    Seit Windows 95 geriet auch noch jeder neue Versuch von Microsoft, den Zugang zu Systemparametern zu organisieren und in "Systemsteuerung", "Verwaltung" und anderen Verästelungen der Oberfläche zu "strukturieren", zu einer neuen, immer wieder unlogischen Unübersichtlichkeitsorgie, die bestenfalls genauso schlecht ist wie die jeweils vorige, nur anders, meist aber neue, völlig hirnrissige und logikbefreite Neuerungen bringt, wie z.B. die "erweiterten Darstellungseinstellungen" unter W7, in der Desktop-Schriftarten, Schriftgrößen und Icon-Abstände in der Systemsteuerung erst mal hinter einem Icon "Fensterfarbe" unter "Anpassen" (übrigens ohne weitere Spezifikation) versteckt sind.

    Mit Windows 8 soll das alles besser werden, indem auch dem Desktop-Anwender ZUSÄTZLICH ungefragt noch eine komplett neue, für Touch-Hardware optimierte Bedienschnittstelle übergestülpt wird, und man manches jetzt nur dort, manches weiterhin nur auf dem gewohnten Desktop wiederfindet?

    Leute, wer das allen Ernstes gut findet, der hat geistige Scheuklappen nicht mehr nötig, weil er die schon dadurch mehr als ersetzt hat, dass er Microsoft bis zur Halskrause im Anus steckt.

    Cheers,
    d. d.

  2. Rein vom UI her war Windows 7 das letzte gute Windows.

    Autor: motzerator 30.05.13 - 13:21

    demon driver schrieb:
    --------------------------------
    > Und dabei bleibe ich, als einer, der unter "Betriebssystem"
    > eine Software versteht, die Dateien verwalten und Programme
    > ausführen und einem sonst einfach nur möglichst wenig in die
    > Quere kommen soll.

    Also XP, Windows Vista und Windows 7 waren alle auch gut zu
    bedienen, wobei ein Classic Fallback Modus auch nciht verkehrt
    währe.

    > Der Trend, der mit dem aufgeblasenen, bunten UI-Kitsch von
    > Windows XP begann, ist völlig kontraproduktiv.

    Ich verstehe deine Kritik an Windows XP nicht, DORT konntest
    Du alles mit wenigen Klicks so einstellen das es bis auf den
    Startknopf so aussieht wie Windows 2000.

    DAS würde ich mir mal in Windows 8 wünschen!

  3. Re: Rein vom UI her war Windows 2000 das letzte gute Windows.

    Autor: xmaniac 30.05.13 - 13:27

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und dabei bleibe ich, als einer, der unter "Betriebssystem" eine Software
    > versteht, die Dateien verwalten und Programme ausführen und einem sonst
    > einfach nur möglichst wenig in die Quere kommen soll.

    Dein Denkfehler ist das du in den 90ern (eher 60ern) stehengeblieben bist. Aufgabe einer modernen OS-GUI ist nicht mehr Dir eine Oberfläche zum verwalten des Rechners zur Verfügung zu stellen. Der Zweck besteht inzwischen darin dich komfortabel deine Aufgaben erledigen zu lassen, ohne Dich mit der internen Funktionsweise des Computers zu belästigen. Dinge wie Programme schließen/hibernaten kann heutzutage besser das OS übernehmen als Du. Einzig in der Bedienmetapher sollst du noch entscheiden ob du das Programm im Fokus haben möchtest oder nicht. Aber dieser Paradigmenwechsel war auch z.B. bei Hochsprachencompilern für viele nicht leicht zu verstehen - die wollten unbedingt noch Register von Hand auf 0 setzen, möglichst mit einem Xor Reg,Reg weil das auf 286ern etwas schneller ging. Ein guter Compiler hingegen hält dich von CPU-Registern fern. Und wenn irgendwo eine zuweisung mit 0 passiert entscheidet er selbst wie das am schnellsten geht. Wenn die Target-Plattform 286er ist, wird er es schon mit Xor machen. Du hingegen sollst nur deine Intention preisgeben, musst aber kein internes CPU-KnowHow haben - darin ist der Compiler bei heutigen komplexen CPUs mit Hunderten von Registern inzwischen soweiso besser als der Mensch.

  4. Re: Rein vom UI her war Windows 2000 das letzte gute Windows.

    Autor: elitezocker 30.05.13 - 14:23

    xmaniac schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > Dinge wie
    > Programme schließen/hibernaten kann heutzutage besser das OS übernehmen als
    > Du.

    Nö! Wann ich eine Anwendung beende, will noch immer nur ICH entscheiden. Ebenso wann ich den PC ins Hibernate entlasse oder einen kompletten Shutdown/Restart, damit nicht im Hintergrund irgendwelche Prozesse Strom verbrauchen und auf die Umgebung lauschen. (Und die Informationen an sonst wen senden)

    Mein Uralt Nick aus Zeiten der XBox 360 Elite
    Kann man etwas anderes unter Elitezocker verstehen? シ

  5. Re: Rein vom UI her war Windows 2000 das letzte gute Windows.

    Autor: throgh 30.05.13 - 14:44

    Dann aber ist das Zielpublikum für "Windows 8" schlicht falsch definiert. Im Grunde genommen sollte der Anwender SELBST die Wahl haben wie tief er abtauchen möchte und wie fern oder nah er Interna sein mag. Wenn das Betriebssystem hier die Aufgabe schon im Kern abnimmt hat der Konstrukteur etwas nicht verstanden.

    Mit der Zeit zu gehen ist EINE Sache, aber die Freiheit der eigenen Entscheidung abzunehmen und das als Fortschritt zu bezeichnen ist bedenklich. Davon abgesehen: "Windows 200 / XP / 7" sind gute Systeme und lassen zumindest auch noch einen tieferen Blick zu. Gut, Suchfunktionen sind seit "Windows Vista" eine Qual, aber hier kann man Abhilfe schaffen mit guten Werkzeugen wie "Agent Ransack".
    Ich für meinen Teil habe Microsoft auf Sicht den Rücken gekehrt und verbleibe lieber in der Linux-Welt. "Windows 8" habe ich nun mehrmals ausprobiert und immer wieder bekam ich eine sinnfreie Oberfläche um die Ohren gehauen, die alles sein will ... nur nicht benutzerfreundlich, so denn man eben auf einen schnellen Zugriff wert legt. Von den grandiosen CLOUD-Features einmal abgesehen, die das System noch zusätzlich sinnfrei machen. Ohne Internetverbindung ist das doch kaum noch wirklich handhabbar. Absoluter Unsinn zugleich auch Anwendungen als "Apps" zu deklarieren, da man ja unbedingt auch im See mit dem iOS und Android fischen möchte. Bisher ist die Reaktion der Anwender auch eher verhalten und das ist gut so: Microsoft sollte einsehen, dass dieses Betriebssystem schlicht und ergreifend Datenmüll ist.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 30.05.13 14:48 durch throgh.

  6. Re: Rein vom UI her war Windows 2000 das letzte gute Windows.

    Autor: demon driver 31.05.13 - 01:03

    throgh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann aber ist das Zielpublikum für "Windows 8" schlicht falsch definiert.

    Yes, genau da liegt das Problem. Und der Fehler wurde von MS bereits in den Neunzigern eingetütet, als MS meinte, die Home-User- und Spieler-Plattform, die Windows 95 war, mit der Produktivitäts-, Entwicklungs- und Power-User-Plattform Windows NT verschmelzen zu müssen. Die Zielgruppe von letzterer, die eigentlich etwas ganz anderes bräuchte als heute verfügbar ist, nämlich ein durchdachtes, sauber strukturiertes, äußerlich sachlich-nüchternes NT auf dem technischen Stand von 2013, anstatt einer immer nur weiter für die tatsächlichen oder vermeintlichen Bedürfnisse von Spielern und Home-Usern verhunzten Oberfläche, müssen sich heute mit einem Windows 8 herumschlagen, das für sie schon lange nicht mehr gemacht ist - und haben, wenn sie z.B. für Windows entwickeln wollen oder müssen, keine Alternative.

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