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Meine paar Windows 2012R2 werden wohl die letzten MS Serverbetriebssysteme sein...

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  1. Meine paar Windows 2012R2 werden wohl die letzten MS Serverbetriebssysteme sein...

    Autor: ZappaF. 23.08.21 - 21:05

    Seit ein paar Jahren nur mehr der Einfachheit halber Openmediavault als Filerver - mit aktueller Hardware sehr performant und dazu einfach zu bedienen...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.08.21 21:06 durch ZappaF..

  2. Re: Meine paar Windows 2012R2 werden wohl die letzten MS Serverbetriebssysteme sein...

    Autor: rabbit_70 23.08.21 - 22:21

    In unserer kleinen Firma haben wir den Absprung bereits im letzten Jahr geschafft. Da habe ich einen SBS, dessen Support auslief, gegen ein NAS von Synology getauscht - und wir haben es bisher nicht bereut!

    Sehr kleine Unternehmen will Microsoft mit aller Macht in die Cloud treiben. Alles, was so einen kleinen Server interessant macht (IMAP-Server, Client-Backups usw.) wurde damals schon in den kleinen Versionen gestrichen und müsste separat angeschafft oder für teures Geld lizenziert werden.

    Synology bietet massenweise Erweiterungen an (wie natürlich auch andere NAS-Hersteller), die sich zumeist kostenlos (z.B. das wirklich gute Active Backup) oder gegen geringe Lizenzgebühren zukaufen lassen. Die ganze Konfiguration und Wartung, die so ein NAS verlangt, sind um Welten unkomplizierter und damit zeitsparender. Das Ding macht einfach unbemerkt seine Arbeit. Kann man natürlich alles auch mit anderen, freien System realisieren - möglicherweise wird das dann aber wieder zeitaufwendig.

    Am besten hat man den Umstieg (wohin auch immer) als Option lange im Voraus im Hinterkopf, so dass man bei Hardware-Neuanschaffungen bereits darauf achtet, dass sich diese auch ohne Windows-Server problemlos betreiben lassen, ansonsten wird es kompliziert. Außerdem sollte man überlegen, ob wirklich alles, was aktuell auf dem Windows-Server läuft unbedingt benötigt wird. Manchmal hat man da Altlasten (wie den SBS selbst), die man aus Gewohnheit immer weiter betreibt, weil es halt immer so war.

    Bei uns war das beispielsweise lange ein Fax-Server, den wir vor Jahren wirklich ausgiebig genutzt haben, aber wie viele Faxe bekommt man heutzutage noch? Ist das durch All-IP nicht sowieso alles sehr unsinnig geworden? Reicht dafür mittlerweile nicht das Fax2Mail des Providers oder Routers? Das gleiche bei bestehender Hardware. Ist es unterm Strich nicht günstiger das Gerät zu ersetzen, bevor man extra dafür irgendein Windows (ob Hardware oder virtuell) bereitstellt und zusätzlich pflegen muss? Das ganze System im Vorfeld entschlacken und möglichst schlank halten ist glaub ich ein guter Anfang.

  3. Re: Meine paar Windows 2012R2 werden wohl die letzten MS Serverbetriebssysteme sein...

    Autor: rabbit_70 23.08.21 - 22:32

    Eine Nachfrage zu Openmediavault. Ich habe das als Grundlage für einen separaten Pull-Backup-Server im Auge, der dann automatisiert Backups unseres NAS anfertigen soll. Wie ist Deine Erfahrung? Wäre das für sowas geeignet oder doch besser BSD oder ein anderes Linux?

  4. Re: Meine paar Windows 2012R2 werden wohl die letzten MS Serverbetriebssysteme sein...

    Autor: ZappaF. 23.08.21 - 23:17

    Da Openmediavault auf Debian basiert ist es kein Problem ein rsync dort einzurichten - da gibt es auch einen eigenes bequemes Userinterface für solche scheduldten rsync Jobs.
    Das coole an dieser Debian/Openmediavault Lösung ist ja dass man hoch performante Hardware-RAID Systeme mit allem Schnick-Schnack verwenden kann und so schnelle, einfach zu wartende Linuxserver bekommt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.08.21 23:27 durch ZappaF..

  5. Re: Meine paar Windows 2012R2 werden wohl die letzten MS Serverbetriebssysteme sein...

    Autor: rabbit_70 23.08.21 - 23:19

    Klingt gut, werde ich mir dann auf jeden Fall mal ansehen. Danke!

  6. Re: Meine paar Windows 2012R2 werden wohl die letzten MS Serverbetriebssysteme sein...

    Autor: Profi_in_allem 24.08.21 - 06:32

    Gehen da auch NTFS Berechtigungen oder quasi nur SMB?

    Da ich IT-Profi bin und überaus intelligent, zählt meine Meinung mehr als alle anderen. Dies begründe ich ganz einfach, meine Meinung ist immer gut durchdacht, ich habe also einen Denkvorsprung vor allen anderen. Ich bitte dies bei etwaigen Antworten auf meine Posts zu bedenken, ich habe und hatte bisher immer Recht. Wer also anderer Meinung ist wie ich, sollte vorher bedenken, dass er höchstwahrscheinlich im Unrecht ist.

  7. Re: Meine paar Windows 2012R2 werden wohl die letzten MS Serverbetriebssysteme sein...

    Autor: luckyfreddy 24.08.21 - 08:09

    Als Alternative zum Windows-SBS kann ich allen nur empfehlen einen Blick auf den Nethserver* zu werfen. Inzwischen sogar mit Groupware SOGo und sehr einfach und umfangreich zu konfigurieren. Theoretisch kostenlos nutzbar - bei Unternehmen empfehle ich aber dringend (es kann ja immer mal was passieren) eine Subscription, die dann auch für Support berechtigt (und nebenbei die Weiterentwicklung mit unterstützt). Der Nethserver basiert aktuell noch auf CentOS7 und wird demnächst sicher in einer neuen Version auf eine andere LTS-Version umsteigen. Linuxkenntnisse sind dabei von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig.

    *[www.nethserver.org]

    Ist auf jeden Fall einen Blick wert.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.08.21 08:11 durch luckyfreddy.

  8. Re: Meine paar Windows 2012R2 werden wohl die letzten MS Serverbetriebssysteme sein...

    Autor: Weitsicht0711 24.08.21 - 09:48

    ZappaF. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Seit ein paar Jahren nur mehr der Einfachheit halber Openmediavault als
    > Filerver - mit aktueller Hardware sehr performant und dazu einfach zu
    > bedienen...


    Du wirst ja die Windows Server ja nicht nur als Fileserver benutzen? Was ist mit den ganzen anderen Dienste?

  9. Re: Meine paar Windows 2012R2 werden wohl die letzten MS Serverbetriebssysteme sein...

    Autor: ZappaF. 24.08.21 - 21:36

    Zum einen verwenden wir in Zukunft manche Dienste nicht mehr (zb AD Roaming Profiles, Printserver), wir sind auf Linux Systeme umgezogen (zb Confluence), haben manche Services eh nie unter Windows verwendet IMAP,POP,SMTP, Carddav, Caldav,... oder aber nutzen in Zukunft Linux based Sachen wie Nextcloud+Onlyoffice.
    Alles was wir brauchen werden wir in Zukunft unter Linux laufen lassen - obwohl ich den Roaming Profiles schon nachweinen werde - die waren echt bequem :(.... MS will die jedoch eh los werden und alle in ihre Ckoud zwingen... und da werden wir nicht mit machen ;)

  10. Re: Meine paar Windows 2012R2 werden wohl die letzten MS Serverbetriebssysteme sein...

    Autor: luckyfreddy 25.08.21 - 08:47

    ZappaF. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...]
    > obwohl ich den Roaming Profiles schon nachweinen werde - die waren echt
    > bequem :( [...]

    Meinst du servergespeicherte Profile? Ich bin mir tatsächlich gerade nicht sicher, aber sind in den Samba 4-Integrationen nicht inzwischen auch servergespeicherte Profile (davon ist vermutlich hier die Rede?) möglich?
    Ich würde das hier so rauslesen. Sollte dann also möglich sein.

  11. Re: Meine paar Windows 2012R2 werden wohl die letzten MS Serverbetriebssysteme sein...

    Autor: ZappaF. 27.08.21 - 00:52

    Ja Roaming Profile sind Server-gespeicherte Profile. Und ja - inzwischen sollte es besser funktionieren als früher - allerdings raten Leute im Netz davon ab weil es nicht so gut funktioniert wie unter Windows Server und bei jeder neuen Windowsversion kommen anscheinend erneut Probleme dazu - wie gesagt - MS will defakto diese Art der Synchronisation los werden und sukzessive die Leute in ihre Cloud zwingen.

  12. Re: Meine paar Windows 2012R2 werden wohl die letzten MS Serverbetriebssysteme sein...

    Autor: SkyBeam 30.08.21 - 16:33

    ZappaF. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja Roaming Profile sind Server-gespeicherte Profile. Und ja - inzwischen
    > sollte es besser funktionieren als früher - allerdings raten Leute im Netz
    > davon ab weil es nicht so gut funktioniert wie unter Windows Server und bei
    > jeder neuen Windowsversion kommen anscheinend erneut Probleme dazu - wie
    > gesagt - MS will defakto diese Art der Synchronisation los werden und
    > sukzessive die Leute in ihre Cloud zwingen.

    Ich verwende sowohl für mich privat als auch für Kunden immer noch Roaming-Profiles. Ein Problem dabei ist einfach wenn die Benutzer ihre Profile mit Gigabytes an lokalen Daten aufblähen was dann die Anmeldung verzögert. Dem kann man entegegenwirken indem man Folder-Redirections verwendet aber häufig ist das Problem eher in %AppData% zu finden wo einige Programme meinen sie müssen tausende von Cache-Files ablegen oder ähnliches und dafür nicht %LocalAppData% verwenden. Somit führt man dann immer eine Blacklist von ausgenommenen Pfaden für Roaming-Profiles. Das ist aber nicht ein Problem von Roaming Profiles sondern von unfähigen Applikationsentwicklern die den Unterschied zwischen Roaming und Local nicht kennen oder nicht begreifen.
    Roaming Profile funktionieren aber prima mit einem Linux Samba Server und ersparen mir damit auch PC-Backups da die Benutzer sowieso nur Daten in ihrem Profil ablegen können welches dann automatisch gesichert wird.

    Auch über VPN oder langsame verbindungen können Roaming-Profiles aber problematisch sein wenn die Synchronisierung zu lange dauert oder abgebrochen wird. Auch hat Windows 10 da einige Bugs im Bezug darauf den Lock auf dem Server für das Profil aufzuheben wenn man den PC herunterfährt (beim Neustart kein Problem) So führt das häufig dazu, dass beim ausschalten und danach gleich wieder hochfahren beim anmelden des Benutzers ein temporäres Profil geladen wird. Dagegen helfen aber auch Shutdown-Skripte oder deaktivieren von Fast-Startup.

    Wie schon erwähnt ist das Problem aber nicht Linux oder Samba. Microsoft möchte Roaming-Profiles lieber sofort los werden und ich bin mir noch unsicher ob ich dieses Konzept in Zukunft weiter führen soll.

    Mein Konzept für lokale Server ist aktuell ein Linux-Server und darauf noch Windows VM(s) für einige Windows-Only Dienste. Die meisten Dienste werden dann direkt von Linux zur Verfügung gestellt und einige wenige (wie Lizenz-Server für Business-Software) dann in einer kleinen Windows 10 VM.

    So weit ich weiss gibt es für Server 2022 auch keine Essentials Version mehr. Gerade für kleine Unternehmen war auch der Remote Web Access gerne genutzt um Remote Desktop auf die Maschine im Büro zu verwenden oder schlicht auf die Daten zugreifen zu können. Für ersteres plane ich Apache Guacamole einzusetzen und für zweites reicht NextCloud mit External Storage um auf die SMB Shares zugreifen zu können - und kommt dabei noch mit vielen weiteren Funktionen. Bei einigen Kunden könnte es sogar das lokal installierte Outlook ersetzen.

    Ich sehe da aber auch noch einiges an Arbeit auf mich zukommen um bestehende Windows Server 2012R2 Installationen abzulösen. Microsoft scheint aber kein Interesse mehr zu haben denn gerade die Alleinstellungsmerkmale wie die Essentials-Services inkl. Client-Überwachung, Backup und Remote-Zugriff gibt es nicht mehr.

  13. Re: Meine paar Windows 2012R2 werden wohl die letzten MS Serverbetriebssysteme sein...

    Autor: rabbit_70 30.08.21 - 18:04

    SkyBeam schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So weit ich weiss gibt es für Server 2022 auch keine Essentials Version
    > mehr. Gerade für kleine Unternehmen war auch der Remote Web Access gerne
    > genutzt um Remote Desktop auf die Maschine im Büro zu verwenden oder
    > schlicht auf die Daten zugreifen zu können. Für ersteres plane ich Apache
    > Guacamole einzusetzen und für zweites reicht NextCloud mit External Storage
    > um auf die SMB Shares zugreifen zu können [...]

    Nein, Essentials gibt es schon länger nicht mehr. Gerade das war sehr attraktiv, da auch die integrierte Client Backup-Lösung ganz gut und unauffällig funktioniert hat. Wie bereits geschrieben, setzen wir eine Synology NAS als Server ein, die mit Active Backup for Business etwas vergleichbares bereitstellt.

    Als Remote Web Access nutzen wir aktuell ein vom Virtual Machine Manager bereitgestelltes Windows 10, das dann ebenfalls per Browser und passwortgeschütztem Link verfügbar ist, aber auf Grund der nicht sehr potenten Hardware relativ langsam läuft.

    Apache Guacamole klingt interessant, habe gesehen, dass sich das als Docker auf der Synology installieren lässt. Werde damit mal herumprobieren. Ich greife per VPN/RDP auf meinen Büro-Desktop zu, aber so eine Lösung wäre eine schöne Alternative. Würdet ihr soweit gehen, das direkt ins Netz zu hängen oder ist auch da VPN Pflicht?

  14. Re: Meine paar Windows 2012R2 werden wohl die letzten MS Serverbetriebssysteme sein...

    Autor: SkyBeam 30.08.21 - 18:16

    rabbit_70 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Apache Guacamole klingt interessant, habe gesehen, dass sich das als Docker
    > auf der Synology installieren lässt. Werde damit mal herumprobieren. Ich
    > greife per VPN/RDP auf meinen Büro-Desktop zu, aber so eine Lösung wäre
    > eine schöne Alternative. Würdet ihr soweit gehen, das direkt ins Netz zu
    > hängen oder ist auch da VPN Pflicht?

    Hab's selber noch nicht ausprobiert aber wenn es sich mit 2FA sichern lässt (am einfachsten per TOTP wie bei NextCloud) wäre das ideal. Ob es eventuell schon eine brauchbare Integration von Guacamole und NextCloud gibt weiss ich nicht. Zur Not kann man es ja einfach über die "External Sites" App einbinden.

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