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Windows > Linux
Autor: Glitti 27.02.19 - 07:09
>Windows Server gilt im Serverbereich eher als recht komplexes Betriebssystem, das relativ viele Ressourcen benötigt. Es wird sich zeigen, ob Unternehmen eine Version von Windows Server 2019 für ihre Fabriken, Anlagen oder Büros nutzen - statt einer der vielen schlankeren Linux-Distributionen.
Also meiner Erfahrung nach wird relativ viel auf Windows Server gesetzt. Wenn ich mir die Stellenanzeigen anschaue, werden eher selten Linuxadmins gesucht. Und wenn es nur daran liegt, dass man bei Windows einfach mehr Personalauswahl hat. In den Firmen wo ich war, waren Fileserver, AD, DHCP, DNS und die meisten DB Server immer auf Windows. Nur wenn vom Softwarehersteller was anderes gefordert wird, wird Linux eingesetzt. -
Re: Windows > Linux
Autor: Bem0815 27.02.19 - 08:43
Als genau so ein Windows Admin muss ich Ihnen da sagen, da vergleichen Sie Äpfel und Birnen.
Ja in Firmen wird oft auf Microsoft gesetzt. Kommen doch die User doch schon mit Windows am besten damit klar. Und darauf baut dann das meiste andere auf.
Nen Windows Server braucht man für AD dann quasi sowieso. WSUS läuft auch nur auf Windows Server und so zieht sich das durch. Man bekommt halt von MS dann alles aus einer Hand.
Bei anderen Anwendungsszenarien sieht das wieder ganz anders aus.
Bei Webhostern wird man z.B. eher seltener einen Windows Server sehen. Da läuft das meiste auf Linux. Gleiches auch bisher bei IoT Geräten, Mikrocontrollern, Routern usw. da wird so gut wie immer eher ein UNIX basiertes System verwendet.
Das fängt in dem Fall schon bei den Systemressourcen an. Denn gerade wenn man keine GUI braucht oder wünscht ist Linux einfach Ressourcenschonender als Windows. -
Re: Windows > Linux
Autor: Bouncy 27.02.19 - 08:50
Bem0815 schrieb:
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> Das fängt in dem Fall schon bei den Systemressourcen an. Denn gerade wenn
> man keine GUI braucht oder wünscht ist Linux einfach Ressourcenschonender
> als Windows.
Genau da: außerhalb von Firmen und als Edge-Server, Router, Firewall etc., also alles, was zum Flankieren der eigentlichen IT nötig ist.
Davon ab installiert sich Server 2019 per default als Server Core, Microsoft drückt den GUI-losen Ansatz weiter durch...
1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.02.19 08:50 durch Bouncy. -
Re: Windows > Linux
Autor: derdiedas 27.02.19 - 09:26
90%+ (WebServer laut W3Cook 96,5%) sind Linux Server, selbst Microsoft setzt bei seiner Azure Cloud vollkommen auf Linux und Docker. Amazon listet ebenfalls das 92% der bei AWS gehosteten Server Linux Server sind.
Windows Server sind einfach hochgradig unwirtschaftlich. Einzig AD und Exchange (da fehlt es an Alternativen) werden heute noch auf Windows Server betrieben.
Wir hatten das mal getestet, und unter Linux ist ein System im Durchschnitt 5-10% sparsamer. Seit es aber Docker gibt, ist es so das ein Linux Server Dienst der nichts macht auch keinen Strom, keinen Speicher - gar nichts verbraucht (der wird erst geladen wenn jemand was von dem Dienst benötigt) und das kann Windows Server schlichtweg nicht.
Und da liegt das Problem des Monolithen Windows - er kostet mehr. Und wenn zwei Firmen das gleiche machen, der eine aber Millionen bei den laufenden IT kosten einspart - wer macht am Ende da wohl mehr Gewinn, kann mehr investieren und schneller wachsen.
Linux hat den Serverkampf schon lange gewonnen, Windows ist eine Randerscheinung. Und klar brauchen viele Windows Admins, um deren AD und Exchange server zu warten das für viele Endpoints zuständig ist. Und extrem wartungsintensiv ist (Das liegt nicht ausschließlich an Windows, sondern eine LDAP/AD Infrastruktur ist in Firmen >1000 Mitarbeiter schon eine Herausforderung)
Gruß DDD
P.S: gehe mal auf eine Docker Konferenz - da ist immer Microsoft mit anwesend, da sie Linux und Docker massiv unterstützen. Ich warte eh darauf das Microsoft sich einen der Linux Distros (Ubuntu, RedHat, Suse) unter den Nagel reißt. -
Re: Windows > Linux
Autor: kayozz 27.02.19 - 09:59
Der von dir angemerkte Satz ist natürlich unsinnig (formuliert). Vor allem.
> Es wird sich zeigen, ob Unternehmen eine Version von Windows Server 2019 für ihre Fabriken, Anlagen oder Büros nutzen - statt einer der vielen schlankeren Linux-Distributionen.
Grundsätzlich gibt es z.B. in KMUs mit der Datacenter Lizenz (ein Physikalischer Server mit beliebig vielen Windows Lizenzen benötigt nur eine Lizenz, bzw. Lizenzen entsprechend der Cores).
Es gibt aber Anwendungsszenarien, z.B. eine Serverfarm aus vielen, schlanken Servern, die bei Bedarf hochgefahren werden und z.B. Container starten oder andere Aufgaben erfüllen, für die sich Windows aktuell nicht im entferntesten lohnt, denn dort müsste man ja für jedes Mainboard Windows Server lizensieren müsste. -
Re: Windows > Linux
Autor: Th3Dan 31.03.19 - 00:55
Klar gibt es noch recht viel Windows. Grade für so Sachen wie AD oder Fileserver machts auch Sinn, so lange die Clients primär Windows nutzen (oder nutzen müssen). Aber das wird weniger. SAP läuft z.B. komplett auf Linux. Ein erheblicher Grund, warum bei uns der Windows-Anteil seit Jahren schrumpft.
Unter der jüngeren Generation zu der ich mich auch zähle sind bei uns mehr Linux-Fans. Grade für Themen wie Docker/Kubernetes. Durch die Migration auf Kubernetes bauen wir derzeit zunehmend Windows-Server ab. Unsere Windows-Kollegen hinken da schon länger massiv hinterher. Vor wenigen Jahren wussten da einige noch nicht mal, dass es Windows Server Core gibt. Viel Interesse scheint da auch nicht da zu sein, bis heute laufen alle Windows Maschinen mit GUI.
Ich denke, das geht noch eine Zeit lang so weiter. Auf Dauer wird Linux die Mehrheit sein und Windows nur noch für Kernsachen wie AD/FS, Terminalserver sowie monolithische Software. Wobei wir davon gar nicht so viel haben, da einiges auf Java basiert. MSSQL Datenbanken gibt es einige, die noch auf Win laufen. Aber selbst MSSQL kann mittlerweile auf Linux betrieben werden, sodass da spätestens langfristig auch kein Win mehr drunter sein muss.



